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	<title>Feldpolitik &#187; wirtschaftskrise</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Die neue Feldordnung</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal das M&#228;rchen vom Ende der Geschichte, und wie ich das ganze verstanden habe ging es darum: Der Kapitalismus hat gewonnen, weil der Kommunismus verloren hat. Ende. Ich finde den Gedanken faszinierend, da&#223; unsere Spezies sich aus etwas heraus entwickelt hat, das nicht unsere Spezies war. Aus den Affen. Und die Affen entwickelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal das M&#228;rchen vom <strong>Ende der Geschichte</strong>, und wie ich das ganze verstanden habe ging es darum: Der Kapitalismus hat gewonnen, weil der Kommunismus verloren hat. Ende.</p>
<p>Ich finde den Gedanken faszinierend, da&#223; unsere Spezies sich aus etwas heraus entwickelt hat, das nicht unsere Spezies war. Aus den Affen. Und die Affen entwickelten sich aus etwas, was kein Affe war. Und so f&#252;hrt sich die biologische Geschichte von der Entstehung eines Einzellers bis zum heute: Der Epoche, wo der Mensch als Kr&#246;nung eines Asts der biologischen Evolution seine Lebenswelt in einem rasenden Spurt ver&#228;ndert. Wir nennen das Fortschritt.</p>
<p>Entwicklung ist das Grundprinzip der Biologie, man k&#246;nnte wohl sagen, da&#223; die Biologie sich aus der Chemie heraus entwickelt hat, der Einzeller aus einer Suppe. Und die Chemie ist die Weiterentwicklung der Physik, von Wellen und atomaren Bausteinen hin zu chemischen Verbindungen. &#8220;Geschichte&#8221; ist dann wohl das, was die Entwicklung des Menschen aus der Biologie her darstellt. Und die ist jetzt zuende?</p>
<p>Woran merkt man, da&#223; Dinge sich &#228;ndern. Indem man auf die Uhr schaut. Wir schreiben das Jahr 2010 und wir sind alle belogen worden. Keine fliegenden Delorians in Sicht, keine Zeitreisen, keine wahrhaft menschliche Gesellschaft. Marx und Lenin, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H._G._Wells">H.G.Wells</a>, Michael J. Fox und Robert Zemeckis haben uns betrogen. Das erste Jahrzehnt des dritten Jahrtausends begann mit einem lauten Knall. Hochh&#228;user st&#252;rzten ein und wir dachten, wir w&#252;rden uns dieses Jahrzehnts aufgrund dieses Dienstags im September erinnern. 99% der Leute, die an jenem Tag am weltumspannenden medialen Netzwerk angedockt waren, wissen, wo sie an jenem Tag, in  jener Sekunde waren, als sie davon h&#246;rten. Doch das erste Jahrzehnt des dritten Jahrtausends wird uns auch wegen der Jahre 2008 und 2009 in Erinnerung bleiben. Dies werden uns r&#252;ckblickend die Jahre sein, in denen die gro&#223;e Wirtschaftskrise ausbrach.</p>
<p>Wir sind &#228;lter geworden. Jeder von uns ist eine Dekade gealtert. Wir haben Kinder kommen sehen und Menschen gehen. Vor dem Industriezeitalter, an dessen Schwelle wir uns sicherlich bewegen, war eine Dekade noch ein Drittel bis ein Viertel eines ganzen Lebens. Heute sagen die Wahrsager, jeder einzelne von uns darf sich auf 7, 8 oder gar 9 Dekaden freuen. Vorausgesetzt, die Geschichte hat keinen Haken.</p>
<p>Mich &#228;ngstigt das Gef&#252;hl, in den Ball der Geschichte komme grade etwas Drall. So als ob jemand an der Uhr gedreht h&#228;tte. Gro&#223;e M&#228;nner deutscher Politik treten ab. Zunehmend freiwillig. Fehlt eigentlich nur noch, dass jemand sagt, <a href="http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Ich_liebe_Euch_doch_alle">er liebe uns doch alle</a>. Herr Westerwelle, wie w&#228;rs? Andernorts werden K&#228;mpfe ausgefochten, von denen viele sicherlich sagen, sie seien nur Theater, so wie Fu&#223;ball. Der Kampf ums Bundespr&#228;sidentenamt erschien mir nie so &#246;ffentlich gef&#252;hrt wie diesmal. Und man stelle sich nur vor, wenn Gauck wirklich Bundespr&#228;sident geworden w&#228;re, dann h&#228;tten zwei Ostdeutsche die h&#246;chsten Pl&#228;tze des Staates besetzt! Ich meine: Nach 20 Jahren ungleicher L&#246;hne und dahergestolperter Integrationspolitik w&#228;r das doch endlich mal was, aber der kinderliebende Jungstar ist mir (mit Gauck im medialen R&#252;cken) letztlich gar nicht so unlieb. Peinlich fand ich nur, wie der rotgr&#252;ne Block im Parlament nach der Bekanntgabe der Ergebnisse immer noch stehend applaudierte, als Gauck das bereits sichtlich peinlich war. Aber naja, die standen ja alle <strong>hinter</strong> ihm. (Dass es zur Empathie Augenkontakt braucht ist in der Mediakratie nicht so wichtig.)</p>
<p>Fahnenfl&#252;chtig werden in der Bundesrepublik ja nun eher ein paar Leute vom rechten Block. Und im Golf von Mexiko l&#246;st sich einer der gr&#246;&#223;ten Konzerne des Planeten auf. Spanien kommt eine <a href="http://brf.be/nachrichten/international/113701">Region abhanden</a>. Und den am weltumfassenden &#214;konomienetz angedockten mangelt es immer h&#228;ufiger am Vertrauen in ihr W&#228;hrungssystem. Da ist einiges im Wandel. Wer h&#228;tte das 1999 gedacht? Damals dachten wir, die Welt ginge an Silvester unter, weil ein paar Programmierer in den 1960ern nicht weit genug gedacht haben und ein paar Digits in ihren Computern gespart haben. Das ist halt das Problem, wenn die Entwicklungen sich so rasant beschleunigen, da&#223; man kaum noch 30 Jahre vorausschauen kann. Heute l&#228;uft das mit den Computern ja schon fast ein bissl aus dem Ruder, jeder tr&#228;gt seinen Anschluss ans globale Netz in der Hosentasche mit sich rum, bestimmt arbeitet schon eine Agentur an der Werbekampagne f&#252;rs Reinoperieren.</p>
<p>(Ein paar Digits fehlten den <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/7660409.stm">&#246;ffentlichen US-Schuldenuhren </a>&#252;brigens auch im Jahr 2008. Weit vorausschauend hat man sie um <strong>2</strong> Stellen erg&#228;nzt.)</p>
<p>Wann w&#252;&#223;ten wir, wenn eine neue Feldordnung unseren Planeten ergriffen h&#228;tte?  Wenn China Fu&#223;ballweltmeister wird? Oder Indien Exportweltmeister? Wenn sich eine Achse S&#252;damerika-Arabien formt? Wenn ein Mindestlohn in Ghana existiert? Wenn dar&#252;ber diskutiert wird, die <a href="http://www.handelsblatt.com/archiv/deutsche-mark-jetzt-alleiniges-zahlungsmittel-in-montenegro;348246">D-Mark in Jugoslawien</a> wiedereinzuf&#252;hren? Oder wenn Handyimplantate Standardoperationen in Geburtskliniken werden? Die meisten von uns denken &#8220;Weltordnung&#8221; politisch: Es muss erst ein Parlament &#8220;im Westen&#8221; gest&#252;rmt werden, bis wir sagen: <strong><a href="http://www.global-change-now.de/unternimm/aktionen.php">Jetzt</a></strong> ist es passiert.</p>
<p>Dabei ist es nicht leicht, die heutigen Schlachtfelder so eindeutig zu bestimmen, auf denen der Kampf mit der alten Ordnung gef&#252;hrt wird. Das ist ganz sicher nicht nur die Politik. Noch weniger leicht ist es, die Vielzahl der Kampfgruppen zu unterscheiden. Bilderberger gegen Attac. Al Quaida gegen Atlantikbr&#252;ckler. <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Denkfabrik-soll-Naehrboden-fuer-Rot-Rot-Gruen-schaffen-id2471883.html">ISM</a> gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft">INSM</a>. Freie W&#228;hler gegen Violette. IHK gegen Handwerksbetrieb M&#252;ller. Und wer gewinnt?</p>
<p>Die Physik hat aus Atomen die Chemie daherkombiniert, die Chemie aus Molek&#252;len die Biologie. Der Mensch kombiniert Schrauben und Kram, nennt es Ingenieurwesen und landet planlos im Industriezeitalter, an dessen Ende er ab und zu ein paar Digits vergisst. Immer &#8220;leichtstofflicher&#8221;, wie &#8220;die Esoteriker&#8221; sagen, scheint das menschliche Leben zu werden: vom Goldklumpen zum E-Geld, vom Neandertaler zum Bewusstsein, vom &#214;l zur Elektrizit&#228;t, vom J&#228;ger und Sammler zum Vegetarier. Man kann nur hoffen, da&#223; all die Nebenprodukte unseres Fortschrittswahns nicht jenen Ast der Evolution ans&#228;gen, auf dem manche von uns die &#8220;Krone der Sch&#246;pfung&#8221; sehen. 392 Kohlendioxidteilchen pro einer Million Teilchen Atemluft stellt f&#252;r uns domestizierte Affen kein Lungenproblem dar. Aber m&#246;glicherweise f&#252;r andere Teilbereiche aus Physik, Biologie oder Chemie. Ich halte mir da immer die <a href="http://www.lenntech.de/geruchsstofftabelle.htm">&#8220;Geruchsschwelle&#8221;</a> vor Augen, die Menge an Teilchen einer Substanz in der Luft, die n&#246;tig ist, damit ich sie rieche. Chlor braucht nur eine Menge von einem Teilchen auf drei Millionen Teilchen Luft, damit es Wirkung auf unsere Nase hat. Der faule-Eier-Geruch von Wasserstoffoxid nur 0,0047 Teilchen pro 1 Million. Soll ich da glauben, da&#223; eine Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration in unserer Atmosph&#228;re keinerlei Wirkungen hat?</p>
<p>Ist eine neue Feldordnung &#252;ber uns gekommen, wenn die &#8220;Umweltdiktatur&#8221; ausgerufen wird, wie einige meinen? Oder ist sie es, wenn dezentrale Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Quellen die <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,436381,00.html">4 Besatzungsm&#228;chte</a> abgel&#246;st hat? Oder erschl&#228;gt uns die neue Ordnung von hinten, weil wir einfach so weitershoppen und weitermalochen wie bisher, die Meere voll &#214;l pumpen, die Atmosph&#228;re voll s&#228;uernden Gasen; die Nahrungsketten sprengen. Dann w&#252;rde die neue Ordnung sich wohl eine andere Krone der Sch&#246;pfung erschaffen, die Evolution einen anderen Ast bevorzugen und nach ein paar tausend Jahren w&#252;rden die Spuren dieser Epoche erodiert sein.</p>
<p>Doch soweit sind wir nicht. Der neuere Teil der Geschichte wird uns vermutlich erstmal Neuwahlen pr&#228;sentieren, was auch immer sich danach &#228;ndern sollte. Neue finanzielle Ersch&#252;tterungen sind sp&#228;testens im Herbst zu erwarten. Und da der Griff ins Portemonaie noch die meisten Leute in Rage bringt, werden noch mehr Leute ihre paar Kr&#246;ten in Sicherheit bringen wollen, noch mehr Leute in <a href="http://dasgelbeforum.de.org">omin&#246;sen Internetforen</a> lesen (selbst im tiefsten Sommerloch), noch mehr Zweifel in die Hirne Einzug halten. Und noch mehr Ratlosigkeit wird sich breit machen angesichts der Vielzahl an Schlachtfeldern, Kampfgruppen und <a href="http://feldpolitik.de/2010/06/11/das-bilderberger-syndrom/">&#196;ngsten</a>. Die alte Ordnung zeigt ihre Risse, doch f&#252;r die neue fehlen uns noch die handfesten Visionen, an denen wir uns orientieren k&#246;nnen, die uns Licht ins Dunkel bringen, die uns Gemeinsamkeiten zeigen, auf die es sich zuzugehen lohnt. Was wir br&#228;uchten w&#228;re ein Jahr Urlaub f&#252;r alle, Zeit zum Nachdenken und Neuanfangen. Doch die Hamsterr&#228;der quietschen <em>&#8220;Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran!&#8221;</em> und <em>&#8220;Jajaja, jetzt wird wieder in die H&#228;nde gespruckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt&#8221;</em> und der kollektive Blick &#252;bern Tellerrand bleibt aus. Wir werden weiter getrieben statt selbst die Richtung vorzugeben. Aber vermutlich war&#8217;s schon immer so: Wir stolpern von einer Ordnung in die n&#228;chste. Bis zum <strong>Ende der Geschichte</strong>.</p>
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		<title>Ein paar Ostereier</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 16:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frohe Feiertage. Ein paar nette H&#228;ppchen f&#252;r zwischendurch: Interview im Spiegel: &#8220;Das ist ein Wahnsystem&#8221;. Der zur&#252;ckgetretene schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) &#252;ber die Gr&#252;nde seines Abgangs, die Grabenk&#228;mpfe im Kieler Kabinett und den leichtfertigen Umgang der Politik mit den Milliardenrisiken der teilweise landeseigenen HSH Nordbank. Systemische Korruption. Interview mit Alexander Dill zu den Verantwortlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frohe Feiertage. Ein paar nette H&#228;ppchen f&#252;r zwischendurch:</p>
<ul>
<li>Interview im Spiegel: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617645,00.html" target="_blank">&#8220;Das ist ein Wahnsystem&#8221;</a>. Der zur&#252;ckgetretene schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) &#252;ber die Gr&#252;nde seines Abgangs, die Grabenk&#228;mpfe im Kieler Kabinett und den leichtfertigen Umgang der Politik mit den Milliardenrisiken der teilweise landeseigenen HSH Nordbank.</li>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30096/1.html" target="_blank">Systemische Korruption</a>. Interview mit Alexander Dill zu den Verantwortlichen f&#252;r die Weltwirtschaftskrise. Rethinking Volkswirtschaftslehre auf Telepolis.</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/online/2009/14/bankenrettung-bundestag?page=all" target="_blank">Ein Parlament entmachtet sich selbst</a>. Der Bundestag kontrolliert nicht, welchen Banken die Regierung Milliarden gibt. Nur ein kleines Gremium darf Fragen stellen, aber die Antworten m&#252;ssen geheim bleiben. Demokratie?</li>
<li>Demokratie: <a href="http://netzeitung.net/politik/deutschland/1325097.html" target="_blank">M&#252;ntefering regt gesamtdeutsche Verfassung an</a>. Manche Erkenntnisse brauchen eben so lange, da&#223; wir mal wieder sagen d&#252;rfen: 20 Jahre ham&#8217;se uns beschissen&#8230; (?)</li>
<li><a href="http://www.global-change-2009.com/index.php/de/...der-film-zur-jahrhundertchance" target="_blank">Global Change 2009</a>. Ein Film als Diskussionsbeitrag zur dr&#228;ngender werdenden Frage: Wie wollen wir leben? (Und wie wirtschaften?) Passend dazu und frisch aus dem Druckwerk: Ein <a href="http://www.inwo.de/modules.php?op=modload&amp;name=PostKart&amp;file=index&amp;req=itemview&amp;IID=163&amp;KID=2009041318104187.170.243.151" target="_blank">Comic namens &#8220;Schatz von W&#246;rgl&#8221;</a> mit einem kleinen Beitrag auch von mir.</li>
<li>Wir versuchen es derweil von &#8220;unten&#8221;: <a href="http://www.reif-ev.de/index.php?fachtage" target="_blank">Fachtagung f&#252;r nachhaltige Regionalentwicklung</a> in Belzig, <a href="http://www.elbtaler.de/50.145.0.0.1.0.phtml" target="_blank">Regional-Initiative in der Region Dresden</a>, Baustein <a href="http://www.regionales-wirtschaften.de/20.65.0.0.1.0.phtml" target="_blank">&#8220;Teilen als intelligente Ressourcennutzung&#8221;.</a> Ich bin und bleibe &#252;berzeugt: Das Neue beginnt lokal.</li>
</ul>
<p>Macht euch sch&#246;ne Tage!</p>
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		<title>Perlen vor die S&#228;ue</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 13:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Krise und alles ist wie immer: Die Stra&#223;enbahnen fahren, die L&#228;den machen auf, das Wetter ist Schei&#223;e und in den Zeitungen steht Mist. Ein paar Perlen f&#252;r einen Sonntag Nachmittag vor der Kiste: Schon im Oktober im Stern erschienen: Heben Sie nichts ab! Ein Selbstversuch. Ein zweiter Selbstversuch, in M&#252;nchen: Einkaufen mit Gold. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Krise und alles ist wie immer: Die Stra&#223;enbahnen fahren, die L&#228;den machen auf, das Wetter ist Schei&#223;e und in den Zeitungen steht Mist.</p>
<p><strong>Ein paar Perlen f&#252;r einen Sonntag Nachmittag vor der Kiste:</strong></p>
<p>Schon im Oktober im Stern erschienen: <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/maerkte/:Finanzkrise-Heben-Sie/642682.html" target="_blank">Heben Sie nichts ab!</a> Ein Selbstversuch.</p>
<p>Ein zweiter Selbstversuch, in M&#252;nchen: <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/20/432769/text/" target="_blank">Einkaufen mit Gold. Kriegt man was daf&#252;r?</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubBD6B20C3D01A48D58DA92331B0A80BC3/Doc~EC320479871AD416D97962A9E5132520E~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Rein in die Kartoffeln</a> &#8211; Der FAZ ist ein Noch-Banker und Zukunfts-Landwirt begegnet. Was man so eben macht, wenn man sich fragt, wie lange der Glaube ins Geld noch w&#228;hrt. (Stichworte: <a href="http://feldpolitik.de/2009/01/23/zwischen-staatsbankrott-und-ueberproduktion/" target="_blank">Staatsbankrott</a>, Grund&amp;Boden, Gold, Inflation&#8230;)</p>
<p>Bremen Vier intensiv: <a href="http://www.radiobremen.de/bremenvier/programm/themen/intensiv/" target="_blank">Im 45-Minuten Interview von Anfang Februar zeigt Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank</a> nicht nur, welchen Einfluss Wirtschaft auf unsere Demokratie hat, sondern plaudert auch sonst gut aus dem Strickkasten. Echt h&#246;renswert!</p>
<p>Ein feines Blog ist mir dank Andreas vom <a href="http://weblog.zeitschrift-humanwirtschaft.de/" target="_blank">Humanblog</a> &#252;ber den Weg gelaufen: <a href="http://feynsinn.org/" target="_blank">feynsinn</a></p>
<p><a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,druck-611768,00.html" target="_blank">Die Weltverschw&#246;rung der Spie&#223;er</a> &#8211; &#8220;Der Philosoph Peter Sloterdijk im Gespr&#228;ch &#252;ber Spekulation, Gr&#246;&#223;enwahn, Gier und das Ende unseres High-Speed-Zeitalters&#8221;</p>
<p>Ich wu&#223;te gar nicht, da&#223; &#8220;Deutschland ein Gesch&#228;ftsmodell&#8221; hat. Ich dachte, das sei ein Land und kein Konzern, aber da hab ich mich wohl geirrt: <a href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E6C69FBBA077B41FB843B3F216B7A1AE6~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ: Abschied vom Exportweltmeister?</a> Gegenentwurf: <a href="http://www.nachhaltigwirtschaften.net/scripts/basics/eco-world/wirtschaft/basics.prg?a_no=2256" target="_blank">Global denken. Lokal handeln. Regional wirtschaften!</a></p>
<p>Und dann lohnt sich immer der t&#228;gliche Blick in die Telepolis:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/134165" target="_blank">Opel, der Krisenmilliardenbettler hat Gewinne immer fein in die USA abgef&#252;hrt</a> und die Mutter <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/134105" target="_blank">GM hat Opel-Patente ans US-Finanzministerium verpf&#228;ndet</a></li>
<li>Und die Frage: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29840/1.html" target="_blank">Beendet ausgerechnet die Wirtschaftskrise die Cannabis-Prohibition in den USA?</a></li>
</ul>
<p>Und dann noch: Die <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Sachsen/Wirtschaftsprogramm" target="_blank">s&#228;chsischen Piraten haben sich gestern ein modernes Wirtschaftsprogramm</a> gegeben.</p>
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		<title>Volkseigene Betriebe, Teil II</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/01/31/volkseigene-betriebe-teil-ii/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 14:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[geld.wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor 20 Jahren wurde hierzulande das Konzept angewickelt, Unternehmen sollten &#252;berwiegend staatseigen sein &#8211; ach nein, volkseigen. Die Wirtschaft der DDR sprach ein scheinbar eindeutiges Bild: Volkseigene Betriebe (VEBs) waren nicht sonderlich innovativ, nicht besonders einfallsreich und nicht besonders schlank. Mit der Wende, die wir dieses Jahr zum 20. Mal feiern, wurde das Projekt Planwirtschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 20 Jahren wurde hierzulande das Konzept angewickelt, Unternehmen sollten &#252;berwiegend staatseigen sein &#8211; ach nein, volkseigen. Die Wirtschaft der DDR sprach ein scheinbar eindeutiges Bild: Volkseigene Betriebe (VEBs) waren nicht sonderlich innovativ, nicht besonders einfallsreich und nicht besonders schlank. Mit der Wende, die wir dieses Jahr zum 20. Mal feiern, wurde das Projekt Planwirtschaft abgewrackt (mit Abwrackpr&#228;mien f&#252;r so manche treue Hand).</p>
<p>20 Jahre drauf zeigt der Kapitalismus &#246;ffentlich, da&#223; er auch nicht grade das Beste aller Systeme ist.  Er tat dies schon l&#228;nger, schlie&#223;lich sind Millionen Arbeitslose auch nicht grade effizient, aber nun steht&#8217;s in der Zeitung: Die Banken wanken, Versicherungen sind verunsichert und bei Autokonzerne steh&#8217;n die R&#228;der still. Wo das Systemrisiko zu gro&#223; wurde, sprang Papa Staat ein, gelenkt von der alten Pionierin Mama Merkel. Sie hat keine Wahl, schlie&#223;lich sind Arbeitspl&#228;tze bedroht und das war in den letzten 20 Jahren schon immer wichtiger als andere bedrohte Arten. Nach den ersten Finanzinstituten wollen sich jetzt die ersten Industrieinstitute verstaatlichen lassen. Schaeffler, die Firma, die sich an Conti &#252;bernahm, Airbus, der europ&#228;ische Flugverkehrsl&#228;rmproduzent und nat&#252;rlich rufen die <a href="http://feldpolitik.de/2009/01/16/renaissance-der-planwirtschaft/" target="_blank">Autohersteller</a> und das taumelnde Silicon Saxony (Qimonda) nach staatlichem Geldregen. Und im Spiegel fragt man sich: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604587,00.html" target="_blank">Hilfe f&#252;r DAX-Konzerne: Auf dem Weg in die Staatswirtschaft?</a> Nun k&#246;nnte da ja jeder kommen: Jedes Unternehmen bietet die bedrohte Ware Arbeitspl&#228;tze, jedes Unternehmen hat Zulieferer, die im Fall eines Bankrottes mitbedroht w&#228;ren, jedes Unternehmen l&#246;st einen <a href="http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=130" target="_blank">Domino</a>effekt aus, wenn es f&#228;llt &#8211; und sei es nur einen kleinen. Und ist es nicht das, was mehr oder weniger &#8220;Sozialisten&#8221; seit Jahren fordern: Die Verstaatlichung gro&#223;er Konzerne?</p>
<p>Da mu&#223; man sich jetzt fragen: Sind die Hardcore-&#8221;Kapitalisten&#8221; pl&#246;tzlich zu &#8220;Sozialisten&#8221;  mutiert oder haben die &#8220;Sozialisten&#8221; den &#8220;Kapitalismus&#8221; schon immer besser verstanden als die die &#8220;Kapitalisten&#8221; selbst?</p>
<p>Versuchen wir, dieses seltsame Spiel mal konstruktiv zu betrachten. Frau Schaeffler, die &#8220;angeschlagene Milliard&#228;rin mit dem Faible f&#252;r Autoreifen&#8221;, schreit vermutlich nicht deswegen nach Staatsknete, weil ihr Weltbild dazu neigt, alle Menschen an dem von ihr mitaufgebautem Reichtum teilhaben zu lassen. Es ist wahrscheinlicher: Die will eher ihren Pelzmantel behalten. Und ihren Einfluss. Konsequent w&#228;re, wenn Papa Staat und Mama Merkel ganz klar sagen: Wie helfen gern, daf&#252;r k&#252;rzen wir der Milliard&#228;rs- und Aktion&#228;rsriege das Verm&#246;gen auf gehobenen Durchschnitt (= eine Vierzimmerwohnung, 1 PKW, 55.000 Euro Geldverm&#246;gen). Kann ja auch nicht angehen, da&#223; ich mich monatlich wegen meiner paar Piepen mit dem Steuerkram qu&#228;le, um Frau Schaeffler ihren Mantel zu bezahlen. Und wenn ihr das nicht passt, steht ihr ja HartzIV offen, entworfen von einem vorausschauenden Manager der Automobilindustrie. Quasi ein Kollege.</p>
<p>Und gleichsam verfolgen wir konsequent das in den letzten Jahren immer mal wieder diskutierte Modell, Arbeitnehmer mehr am Unternehmenserfolg zu beteiligen und geben jedem Einwohner des Landes ein Achtzigmillionstel der Unternehmen Schaeffler, Conti &amp; Co. Etwas, was man im &#220;brigen auch mit der Bahn machen k&#246;nnte. Verkauf- und handelbar w&#228;ren diese Eigentumspapiere nicht, um keine erneute Eigentumskonzentration aufkommen zu lassen, stattdessen gibt es eben einmal j&#228;hrlich <strong>Wirtschaftswahlen</strong>, wo wir Aktion&#228;re dar&#252;ber abstimmen, in welche Richtung die Unternehmen zu gehen haben und wer den Vorstand stellt. Das &#220;bliche eben, wie man es von Aktion&#228;rsversammlungen oder der Bundestagswahl eben so kennt. Und wer nicht mitw&#228;hlen will, w&#228;hlt eben nicht, auch das ist ja nicht un&#252;blich.</p>
<p>Unvorstellbar? Na warten wir mal ab, wer sich in n&#228;chster Zeit noch so verstaatlichen lassen will&#8230;.</p>
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		<title>Wie geht die Finanzkrise weiter?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 17:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie gehts weiter in Sachen Finanzkrise? War&#8217;s das schon? Man k&#246;nnte meinen, alles ist gesagt, das meiste ist klar: Staatsgarantie f&#252;r Spareinlagen, die (bislang) gr&#246;&#223;ten Problemkinder der Bankenszene verstaatlicht, Konjunkturpakete f&#252;r&#8217;s Ankurbeln der Wirtschaft. Na super. Alles wie immer, eine Wirtschaftsflaute wie jede andere auch&#8230; ? Nein. ARD Jahresr&#252;ckblick &#8211; 2008 &#8211; Wie das Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gehts weiter in Sachen Finanzkrise? War&#8217;s das schon? Man k&#246;nnte meinen, alles ist gesagt, das meiste ist klar: Staatsgarantie f&#252;r Spareinlagen, die (bislang) gr&#246;&#223;ten Problemkinder der Bankenszene verstaatlicht, Konjunkturpakete f&#252;r&#8217;s Ankurbeln der Wirtschaft. Na super. Alles wie immer, eine Wirtschaftsflaute wie jede andere auch&#8230; ?</p>
<p>Nein.</p>
<blockquote><p>ARD Jahresr&#252;ckblick &#8211; 2008 &#8211; Wie das Land am finanziellen GAU vorbeischlitterte.</p>
<p>Im Herbst stand Deutschland drei Wochen lang am Rand des finanziellen GAU. Ein paar Tage noch und die Geldautomaten h&#228;tten keine Scheine mehr ausgespuckt. Wie konnte es so weit kommen? Und wer eilte zur Rettung? Ein Blick zur&#252;ck in den Abgrund.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzkrise250.html" target="_blank">http://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzkrise250.html</a></p></blockquote>
<p>Das System war also schon so zerbrechlich, da&#223; gar nicht mehr viel fehlte und die Geldautomaten w&#228;ren zu gewesen. Die Staatsgarantie der deutschen Bundeskanzlerin hatte den Abfluss der Einlagen der B&#252;rger zweifellos gebremst und damit sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, das Gesamtsystem lauff&#228;hig zu halten. Wenn alle ihe Ersparnisse unters Kopfkissen gelegt h&#228;tten, w&#228;re das System mangels Geld zusammengebrochen. Zwar w&#228;re dann auch die Kohle unterm Kopfkissen nicht mehr soviel wert gewesen, aber so weit denken ja die wenigsten. Der Staat ist immer noch eine m&#228;chtige Autorit&#228;t, der wir alle sehr viel Glauben schenken. Trotz aller Meckerei auf die Politik.</p>
<p>Ein paar interessante Hinweise, wie es mit der Finanzkrise weitergeht, liefert Nadine Oberhuber in der FAZ. Sie fragt: <a href="http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E9C26B6E099A649D28690156392B1D47D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Staatsanleihen &#8211; Wann platzt die erste?</a> Sie stellt fest, da&#223; US-Geldanleger bereit sind, eine negative Verzinsung zu akzeptieren, um ihr Geld in US-Staatsanleihen anzulegen. Also in Schuldscheinen der US-Regierung, mit dem diese ihre Kredite finanziert. Den Anlegern ist es also lieber, sie verzichten auf eine Verzinsung oder akzeptieren sogar ein kleines Abschmelzen ihres Verm&#246;gens, um es in &#8220;Sicherheit&#8221; zu bringen. Wobei die Sicherheit tr&#252;gerisch ist, wie auch der FAZ-Artikel bemerkt. Denn bislang ist ja nicht viel passiert im Gesamtsystem Wirtschaft. Selbst wenn die Banken 1,4 Billionen Dollar abschreiben werden (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29521/1.html" target="_blank">zweite Sch&#228;tzung des Internationalen W&#228;hrungsfonds IWF</a>, dessen Pleite auch nicht mehr auszuschlie&#223;en ist), ist dies ein Klacks gegen die Summen, die rund um den Globus renditehungrig vagabundieren. Und es relativiert sich, wenn man die Summen zusammenfasst, die die Nationalstaaten f&#252;r Sicherungsma&#223;nahmen und Konjunkturpakete locker machen. 500 Milliarden Euro in Deutschland, 700 Milliarden Dollar in den USA f&#252;r Staatsgarantien, dazu hunderte Milliarden als Konjunkturpakete &#8211; und der Planet umfasst mehr L&#228;nder als nur das 80-Millionen-Land in Mitteleuropa und die 250 Millionen in Nordamerika. Billionen werden rund um den Globus auf Staatswegen in die Wirtschaft gepumpt und damit auch das wirtschaftliche Gewebe enorm umgebaut. Denn der Staat nimmt zunehmend Einfluss und zentralisiert noch mehr Wirtschaftsfelder &#8211; grade &#252;ber Bankbeteiligungen, die zentrale Schaltstellen im Wirtschaftsleben sind. Doch die intensive Ausweitung der Staatsanleihen verbunden mit Krisensymptomen im Wirtschaftssystem lassen die Preise f&#252;r die Absicherung der Kredite explodieren. Die FAZ:</p>
<blockquote><p>Es gibt einen Markt, der misst, wie hoch das Risiko ist, dass ein Staat als R&#252;ckzahler ausf&#228;llt und am Ende der Laufzeit seine Schulden nicht begleichen kann. Den Markt der „Credit Default Swaps“ (CDS), der Wertpapiere, mit denen L&#228;nder und Firmen sich gegen den Ausfall von Krediten absichern. Auch dort steigen die Preise so stark, dass es Sorgen macht.</p>
<p>Noch vor zwei Jahren reichte ein Dollar, um eine zehnj&#228;hrige amerikanische Staatsanleihe &#252;ber 10.000 Dollar ein Jahr lang abzusichern. Anfang 2008 waren es rund acht Dollar, und jetzt kostet es sogar 62. F&#252;r deutsche Papiere sieht es nicht viel besser aus, die werden jetzt f&#252;r 43 Dollar versichert.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E9C26B6E099A649D28690156392B1D47D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a></p></blockquote>
<p>Die &#220;bernahme der (privaten) Kredite der Banken in die B&#252;cher des Staates stellen letztlich nur eine <strong>Verschiebung des Problems</strong> dar. Keine L&#246;sung. Der Staat ist in die L&#252;cke gesprungen, die die ersten Vertrauensverluste in das Finanzsystem gerissen haben. Aber die Gr&#252;nde f&#252;r die Vertrauensverluste, sind die tats&#228;chlich getilgt?</p>
<p>Das n&#228;chste Schlacht-Feld k&#246;nnten also die Staaten sein. Nach der Pleite diverser Banken stehen uns die Pleiten diverser Staaten bevor. Wenn auch zu den Staaten keine Kredite mehr flie&#223;en, m&#252;ssen sie h&#246;here Zinsen zahlen, um Geld anzulocken. Doch das Risiko in Staatsanleihen nimmt exponentiell zu, schon heute gehen fast 25% der deutschen Steuereinnahmen als Zinszahlungen an die Gl&#228;ubiger. Und wieviel wird es &#8220;nach derWirtschaftskrise&#8221; sein? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer R&#252;ckzahlung der Staatskredite? Wann bricht auch hier der Glauben? Und wohin flie&#223;en die existierenden Gelder dann, wenn sie sich weder an den Weltb&#246;rsen noch bei den Staaten blicken lassen wollen? In Grund und Boden. Und sie entladen sich in steigenden Preisen, was man gemeinhin Inflation nennt. Aber bevor es dahin kommt, wird das Vertrauen in die Staatsgebilde schwinden und der Druck auf die Politik zunehmen.</p>
<p>Doch Menschen werden nicht einfach dastehen und Prozesse ablaufen lassen, die sie f&#252;r wenig w&#252;nschenswert halten. Aktio = Reaktio d&#252;rfte in diesem Fall den Aufbau neuer W&#228;hrungsysteme beschleunigen. Wir wissen, was mp3 und das Internet mit der Musikindustrie angestellt haben, wir k&#246;nnen ahnen, was elektronische Verrechnungssysteme und Internet mit der Finanzbranche anstellen&#8230;</p>
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		<title>Kauft um euer Leben!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 11:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen &#8220;Autos, Autos &#252;ber alles&#8221; und &#8220;Kauft um euer Leben!&#8221; schwanken die Zeitungsmeldungen dieser Tage. Eine Wirtschaftskrise zieht herauf. Niemand mag sie, aber trotzdem kommt sie. Und dies, obwohl Wirtschaft nichts anderes ist als das Ergebnis des Handelns aller Menschen, die gar keine Wirtschaftskrise wollen. Wir sind die Zauberlehrlinge, die ihre Geister nicht mehr loswerden&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen &#8220;Autos, Autos &#252;ber alles&#8221; und &#8220;Kauft um euer Leben!&#8221; schwanken die Zeitungsmeldungen dieser Tage. Eine Wirtschaftskrise zieht herauf. Niemand mag sie, aber trotzdem kommt sie. Und dies, obwohl Wirtschaft nichts anderes ist als das Ergebnis des Handelns aller Menschen, die gar keine Wirtschaftskrise wollen. Wir sind die Zauberlehrlinge, die ihre Geister nicht mehr loswerden&#8230;</p>
<p>Versuchen wir einen anderen Blick auf diese Krise. Da&#223; die Leute keine Autos mehr kaufen deutet darauf hin, da&#223; sie keine Autos BRAUCHEN. Zwar wurden &#8220;Milliarden&#8221; an Buchgeld im Zuge der Finanzkrise umgeschichtet, aber die meisten Menschen in Europa sind von echten Verlusten verschont geblieben. Geld zum Autokauf ist also da, aber offenbar ist der Kauf nicht N&#214;TIG. Was bedeutet das? Bedeutet das nicht, da&#223; seit Jahren mehr Autos produziert und verkauft werden, als eigentlich GEBRAUCHT werden? Haben wir es mit einer Auto-Blase zu tun, die grade etwas Luft l&#228;&#223;t?</p>
<p>Na klar, das Problem ist ja ein anderes: Werden weniger Autos gekauft, fahren die Autoproduzenten ihre Produktion zur&#252;ck. Sie entlassen Leute und stornieren Auftr&#228;ge bei Zulieferern, was letztlich entlang der Wertsch&#246;pfungskette zu Entlassungen und Einsparungen f&#252;hrt. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht so aus, da&#223; ja eigentlich nur das WENIGER gekauft wird, was offenbar gar nicht so dringend GEBRAUCHT wird. Aus gesellschaftlicher Sicht hei&#223;t das, da&#223; wir mit derselben Menge an Autos klarkommen. Wir haben also erstmal denselben Wohlstand wie zuvor. Aber: Wir sparen Zeit! Muss bei selbem Wohlstandsniveau weniger Arbeitszeit investiert werden, so bleibt mehr Freizeit! Das mag zynisch gegen&#252;ber jenen klingen, die grade von Entlassungen bedroht sind, soll aber folgendes verdeutlichen:</p>
<p>Wir jammern dar&#252;ber, da&#223; wir selbst und unsere Mitmenschen weniger einkaufen. Warum nutzen wir diese Situation nicht einmal, um dar&#252;ber nachzudenken, warum wir Wirtschaft bislang so organisiert haben, dass m&#246;glichst VIEL zu tun ist? Was ist so gut daran, m&#246;glichst viele Autos zu herzustellen und m&#246;glichst jedes Jahr noch ein St&#252;ck Wachstum obendraufzulegen? Steigern die &#252;berf&#252;llten Strassen unser Wohlbefinden? Macht Arbeit so viel Spa&#223;, da&#223; wir immer mehr davon haben m&#252;ssen?</p>
<p>Wie w&#252;rde wohl unser Leben aussehen, wenn wir nicht die st&#228;ndige Ausweitung der Produktion betreiben, sondern unser Wirtschaftssystem auf Arbeitseinsparungen optimieren? Statt Sollbruchstellen in Konsumg&#252;tern einzubauen, damit sie m&#246;glichst schnell ersetzt werden k&#246;nnen (Arbeit!!), m&#246;glichst lang haltbare Produkte herzustellen? Was ist so schlecht daran, wenn ein Auto 30 Jahre h&#228;lt, statt im 10-Jahres-Zyklus verschrottet um dann mit enormem gesellschaftlichen und energetischen Aufwand wieder runderneuert zu werden?</p>
<p>Ich glaube es ist kein Wunder, da&#223; die Suche nach SINN bei vielen Menschen verst&#228;rkt aufkommt. &#8220;Kauft um euer Leben&#8221; ist nichts, was langfristig SINN verspricht. Shopping als Ersatzhandlung kennt sicher jeder von uns, aber voran bringt uns das nicht. Weder dich und mich als Individuum noch uns als Gesellschaft. Mal aus dem &#246;konomischen Kontext rauszuspringen und Umwelt und Natur einzubeziehen, das w&#228;re ein sinnvoller Punkt f&#252;r die derzeit anlaufende &#246;ffentliche Diskussion. Und wir alle, die wir kaufen wollen und kaufen sollen wie die Bl&#246;den sollten uns mal fragen: Wieviel unserer Lebenszeit verbringen wir wohl gemeinschaftlich damit, Dinge zu kaufen, die wir nicht wirklich brauchen und diese Dinge herzustellen? Was w&#252;rden wir wohl mit unserem Leben anfangen, wenn wir Wirtschaft etwas SINNvoller organisieren w&#252;rden?</p>
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		<title>Der Wahnsinn des Geldes</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 20:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[geld.wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Auch bei einem B&#246;rsencrash sicher f&#252;r unsere Kunden &#8211; Exklusiv bei der Aachen M&#252;nchener&#8221; so wirbt der Laden derzeit im TV f&#252;r den Abschlu&#223; einer Riester-Rente. Ja Hallo &#8211; &#8220;B&#246;rsencrash&#8221;? Die New-York-Times sieht eine neue New-Economy-Blase aufsteigen: Milliarden werden f&#252;r Facebook &#38; Co. gezahlt und Google ist mehr wert als IBM und Internetfirmen mit &#8220;lustigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Auch bei einem B&#246;rsencrash sicher f&#252;r unsere Kunden &#8211; Exklusiv bei der Aachen M&#252;nchener&#8221;</p></blockquote>
<p>so wirbt der Laden derzeit im TV f&#252;r den Abschlu&#223; einer Riester-Rente. Ja Hallo &#8211; &#8220;B&#246;rsencrash&#8221;?</p>
<ul>
<li>Die New-York-Times sieht eine neue New-Economy-Blase aufsteigen: Milliarden werden f&#252;r Facebook &amp; Co. gezahlt und Google ist mehr wert als IBM und Internetfirmen mit &#8220;lustigen Namen&#8221; w&#252;rden hohe Preise kosten. <a href="http://www.handelsblatt.com/News/Journal/Internationale-Presseschau/_pv/doc_page/2/_p/303342/_t/ft/_b/1338560/default.aspx/die-100-dollar-marke-im-visier.html" target="_blank">Platzts?</a></li>
<li>Oder ist eher China gemeint? &#8220;Chinas Boom &#8211; platzt die Blase oder bleibt blo&#223; ein H&#252;hnerauge?&#8221; <a href="http://www.dolomiten.it/nachrichten/artikel.asp?KatID=c&amp;p=5&amp;ArtID=102234" target="_blank">fragt&#8217;s bei stol.it</a></li>
<li>Oder geht es doch eher um die <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1236323/Spekulationsblase_in_Spanien.html" target="_blank">Immobilienblase in Spanien?</a></li>
<li>Egon W. Kreutzer hat einen <a href="http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD42.html" target="_blank">wunderbaren Kommentar zu dem j&#252;ngst ins Leben gerufenen 100-Milliarden-Dollar-Fond</a> ver&#246;ffentlicht, der Zusammenh&#228;nge und Gefahren anschaulich darstellt.</li>
<li>Generell erinnern viele Zeitungen derzeit an den Crash 1987 &#8211; zugegeben, das war vor meiner Zeit. Ganz speziell interessant: <a href="http://www.morgenpost.de/desk/1277183.html" target="_blank">Ein Interview bei der Berliner Morgenpost&#8230;</a>, bei dem auch ein gewisses &#8220;Plunge Protection Team&#8221; und das Stichwort &#8220;Wettrennen der W&#228;hrungs-Inflationierung&#8221; fallen</li>
</ul>
<p>Inflation? Na, niemand gesunden Verstandes m&#246;chte derzeit Finanzminister sein. Der deutsche Ober-Geld-Jongleur hat grade neue strategisch ausgekl&#252;gelte Werkzeuge eingesetzt: Er leiht sich frisches Geld und die Zinsen, die er verspricht daf&#252;r zu zahlen, <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Bund%20Anleihe/267881.html" target="_blank">koppelt er an die Inflationsrate.</a> &#196;u&#223;erst schlau! Sollten die Preise also weiter wie bisher steigen, so r&#252;ckt der <a href="http://www.berndsenf.de/ZinssystemUndStaatsbankrott.htm" target="_blank">Staatsbankrott</a> ein paar Schritte schneller auf uns zu&#8230;</p>
<p>Preissteigerungen? Achja, der &#214;lpreis &#8211; der hat in den letzten 10 Tagen um 10 Dollar zugelegt und hat jetzt <a href="http://newsticker.welt.de/index.php?channel=wir&amp;module=dpa&amp;id=15915164" target="_blank">die 90-Dollar-Marke durchschlagen</a>.  Da freut sich der Passivhaus-Besitzer und der Manager-Magazin-Schreiberling wundert sich: <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,druck-512359,00.html" target="_blank">Aktienmarkt: Verdrehte Logik.</a> Selbst schlechte Nachrichten lassen die Aktienpreise steigen, und den &#214;lpreis, und den Goldpreis (und den Milchpreis und den Energiepreis) &#8211; dieVermutung liegt nahe, da&#223; das Vertrauen ins Papier sinkt und vor allem jene, die genug davon haben, es in &#8220;harte Waren&#8221; eintauschen wollen.</p>
<p>Riecht nach Krise? Ach was, wir hatten doch grade noch diesen Aufschwung, stand doch in der Zeitung&#8230; (von dutzenden Unternehmern, mit denen ich seit Jahresanfang gesprochen habe, hat EINER (EINER!!!) gemeint, bei ihm ginge es sichtbar bergauf)</p>
<p>Krise? Keine Ahnung, was genau bedeutet es, wenn im Autowunderland Germanien die Leute weniger von ihren vierr&#228;drigen Freunden kaufen? (FTD: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Deutsche%20Autos/266012.html" target="_blank">Deutsche kaufen kaum noch Autos&#8221;</a>) (Tipp: <a href="http://images.zeit.de/text/2007/38/Interv_-Knoflacher" target="_blank">Ein Interview mit dem Wiener Verkehrsplaner Hermann Knoflacher &#252;ber Autos</a>)</p>
<p>Nunja, machen wir uns nix draus: Das mu&#223; so sein! Wer es nicht glaubt, dem seien zwei Filme empfohlen:</p>
<p><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6433985877267580603" target="_blank">&#8220;Geld als Schuld&#8221;</a> (&#8220;Money as Debt&#8221; mit deutschen Untertiteln) <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6433985877267580603" target="_blank">bei Google Video </a>sowie <a href="http://www.geistdesgeldes.com/" target="_blank">Der Geist des Geldes</a>.</p>
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