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	<title>Feldpolitik &#187; wachstum</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Opel zerst&#246;ren</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 16:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte mir schwer tr&#228;umen lassen, da&#223; ich einmal Sympathien f&#252;r einen Wirtschaftsminister der CSU hegen k&#246;nnte. Ausgel&#246;st wurden sie soeben durch diesen Spiegel-Artikel, der noch einmal die Opel-Problematik der letzten Stunden darlegt. Wie man wei&#223; ist Opel nah an der Zahlungsunf&#228;higkeit, der Mutterkonzern General Motors aus den USA hat dasselbe Problem und neben Fiat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte mir schwer tr&#228;umen lassen, da&#223; ich einmal Sympathien f&#252;r einen Wirtschaftsminister der CSU hegen k&#246;nnte. Ausgel&#246;st wurden sie soeben durch <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,627812,00.html" target="_blank">diesen Spiegel-Artikel</a>, der noch einmal die Opel-Problematik der letzten Stunden darlegt. Wie man wei&#223; ist Opel nah an der Zahlungsunf&#228;higkeit, der Mutterkonzern General Motors aus den USA hat dasselbe Problem und neben Fiat will <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627824,00.html" target="_blank">Magna</a> den Laden haben &#8211; und wird ihn jetzt wohl auch kriegen.</p>
<p>Guttenberg, der CSU-Wirtschaftsminister, sch&#228;tzt das Risiko des Magna-Planes anders ein, als jene, die diesem Plan zugestimmt haben. So zitiert der Spiegel den Fraktionsvorsitzenden der Linken mit den Worten &#8220;Wer die Kosten der Arbeitslosigkeit der Opelaner gegen den Einsatz staatlicher Mittel f&#252;r den Opel-Erhalt rechnet, entpuppt sich als zynischer Arbeitsplatzvernichter.&#8221; &#196;hnliche Zitate kommen aus SPD, von Autoexperten und aus den Gewerkschaften und man k&#246;nnte sie allesamt so zusammenfassen: &#8220;Frei macht, was Arbeit schafft.&#8221;</p>
<p>Der &#8220;Autoexperte Dudenh&#246;ffer&#8221; kritisiert Guttenberg, dieser Wolle &#8220;Opel zerst&#246;ren&#8221;. Nun will ich Dudenh&#246;ffer mal nicht gleich Fetischismus unterstellen, aber ihn mal mit den Zahlen dieser Welt konfrontieren:</p>
<p>In Deutschland gibt es &#252;ber 40 Millionen Autos.  Jeder zweite Deutsche, vom S&#228;ugling bis zum Greis, besitzt einen PKW. 4 Sitze in jedem dieser Karossen bedeutet zwei Sitze pro Hintern. Allein in diesem Land. Wir wissen: Die Deutschen wollten zuletzt keine Autos mehr kaufen. Man nennt dieses Ph&#228;nomen <strong>S&#228;ttigung</strong>. Nat&#252;rlich wurde die S&#228;ttigung sehr pl&#246;tzlich sichtbar, als die globale Finanzkrise ihre ersten Wellen schlug. Aber unabh&#228;ngig davon wird dieses Problem bleiben: Die Stra&#223;en sind voll, die Garagen sind voll, die Menschen sind satt &#8211; es gibt mehr Autos und mehr Auto-Produktionskapazit&#228;ten als es K&#228;ufer gibt. Und: Es gibt in Deutschland eine Autodichte, die der Planet nicht ansatzweise ertragen w&#252;rde, wenn wir sie in andere L&#228;nder exportieren. Wir werden inden kommenden Jahren zudem mit einem Anstieg der Kosten f&#252;r fossile Energietr&#228;ger wie &#214;l zu k&#228;mpfen haben, welche die Attraktivit&#228;t von explosionsgetriebenen Fahrzeugen nicht unbedingt steigern wird. Alles in Allem k&#246;nnen wir sagen: Es scheint mir zwangsl&#228;ufige Notwendigkeit, die Kapazit&#228;ten des Autobaus auf ein gesundes Ma&#223; zur&#252;ckzuschrumpfen. Und das bedeutet eben auch: Fabriken stilllegen!</p>
<p>Ob Guttenberg nun ausgerechnet &#8220;Opel zerst&#246;ren&#8221;  will, weil er als Bayer vielleicht eher BMW-gesponsort ist &#8211; man kann ja nichts mehr ausschlie&#223;en. Aber dieses ewige Arbeitsplatzerhaltungsged&#246;ns der politischen Kaste klingt wie aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aktuelle_Kamera" target="_blank">Aktuellen Kamera</a>. Arbeit als Lebenssinn halte ich f&#252;r ziemlichen Bl&#246;dsinn. Dass Arbeit heutzutage mit Lebensunterhalt verbunden ist muss, wie wir aus <a href="http://archiv-grundeinkommen.de/" target="_blank">neueren Ideen</a> wissen, nicht zwangsl&#228;ufig so bleiben. Eine Wirtschaft sollte nicht darauf ausgerichtet werden, m&#246;glichst viel Arbeit zu produzieren. Sie sollte uns helfen, uns von &#252;berfl&#252;ssiger Arbeit zu befreien. Aber klar: Es ist Wahlkampf und das Dogma der Arbeit und die Ideologie des Wachstums sind immer noch derma&#223;en tief verankert in den f&#252;hrenden K&#246;pfen, die sich aus dem letzten Jahrtausend &#8220;r&#252;bergerettet&#8221; haben, dass aus dieser Ebene kaum grundlegend neue Ansichten zu erwarten sind&#8230;</p>]]></content:encoded>
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