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	<title>Feldpolitik &#187; staatsbankrott</title>
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		<title>Steuerstreik &amp; Staatsbankrott</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 18:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausgehend von einer Diskussion am Abendbrottisch, die uns &#252;ber die Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke, &#252;ber FDP-Stadtr&#228;te und Bundestagsabgeordnete, &#252;ber die Schweigsamkeit der Politiker zur Staatsverschuldung zu der Frage f&#252;hrte, wie das in diesem Land wohl weitergeht. Wie wir wissen, will vor der Wahl keiner Position beziehen, wie wohl die ausufernden Staatsschulden in den Griff zu kriegen seien. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend von einer Diskussion am Abendbrottisch, die uns &#252;ber die <a href="http://www.welterbe-erhalten.de" target="_blank">Waldschl&#246;sschenbr&#252;cke</a>, &#252;ber FDP-Stadtr&#228;te und Bundestagsabgeordnete, &#252;ber die Schweigsamkeit der Politiker zur Staatsverschuldung zu der Frage f&#252;hrte, wie das in diesem Land wohl weitergeht. Wie wir wissen, will vor der Wahl keiner Position beziehen, wie wohl die ausufernden Staatsschulden in den Griff zu kriegen seien. Wer in diesem Blog mitliest wei&#223;, da&#223; ich die Tendenz zur Staatsverschuldung als <a href="http://www.steuerboykott.de/" target="_blank">zwangsl&#228;ufig</a> ansehe. Ungekl&#228;rt ist die Frage, wie die Staatslenker mit diesem Problem umgehen.</p>
<p>Wer neben all den Nachrufen auf Michael Jackson in den Gazetten st&#246;bert h&#246;rt Signale, die die Richtung vorgeben: Steuererh&#246;hung. In der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,632865,00.html" target="_blank">CDU zankt man sich grade</a> dr&#252;ber, weil ein Parteigenosse die Parteilinie verlassen und &#8220;ohne Not&#8221;  von Steueranhebungen spricht. Wo doch das offizielle Wahlprogramm der &#8220;Union&#8221; Steuergeschenke versprechen wird &#8211; wie sich das vor einer Bundestagswahl eben so geh&#246;rt.</p>
<p>Dabei hat das Problem der Staatsverschuldung l&#228;ngst auch jene Medien erreicht, die sich in den letzten Jahren beharrlich weigerten, nur auch nur Notiz von der Entwicklung zu nehmen. Die hunderte Milliarden Neukredite, die bereits beschlossene Sache sind, um Konjunktur zu bekurbeln, Geschenke an ausgew&#228;hlte Industrien zu machen und um Stabilit&#228;t ins gebrochene Vertrauen des Finanzwesens zu bringen, sind Rekord in der Bundesrepublik. (Und nat&#252;rlich nicht nur da. Grade eben hat die EZB um die 400 Milliarden als 1%-Zins-Kredit an eine Rekordzahl von Geldh&#228;usern gegeben und damit das System geflutet.) Doch jeder Politiker auf nationaler Ebene muss sich Gedanken darum machen, wie dieses Schuldenproblem anzupacken ist, zumal selbst den kurzsichtigsten klar ist, da&#223; Zins und Zinseszins f&#228;llig werden.</p>
<p>Nat&#252;rlich: Vor der Wahl wird sich keiner positionieren. Deshalb pfeift jetzt der &#8220;Schwarze Block&#8221; seinen Oettinger zur&#252;ck, der laut dar&#252;ber nachdachte, die Mehrwertsteuer f&#252;r Lebensmittel, B&#252;cher und anderen steuerverbilligten Kram anzuheben. Dort stehen die staatlichen Finanzeintreiber derzeit n&#228;mlich nur mit 7% hinter dem Handel, der f&#252;r ihn die Steuern eintreibt und abf&#252;hrt. Doch es ist wahrscheinlich: Diese Debatte verebbt nicht mehr. Auch wenn sie vor der Wahl von allen Parteien gemieden werden wird, nach der Wahl wird jede Regierung schauen m&#252;ssen, wie sie mit den Schulden umgeht. Da&#223; dann <strong>nicht</strong> &#252;ber Steuererhebungen nachgedacht wird ist unwahrscheinlich.</p>
<p>Unser Abendbrotgespr&#228;ch f&#252;hrte uns also zur Frage, wie der P&#246;bel, dem wir uns ja quasi zugeh&#246;rig f&#252;hlen, reagieren wird. Es ist ja grade 2,5 Jahre her, da wurde der Staats-Zehnt von 16% auf 19% angehoben. In Skandinavien sind wohl hier und da 25% f&#228;llig (und wie wir wissen, dort ist alles besser), wir werden das Argument einer &#8220;europ&#228;ischen Angleichung der Mehrwertsteuers&#228;tze&#8221; bestimmt oft zu h&#246;ren bekommen. Die Mehrwertsteuer zahlen wir alle, wenn wir einkaufen gehen. Eingetrieben wird sie von den Unternehmen &#8211; gro&#223;en wie kleinen -, die sie an das Finanzamt abf&#252;hren.  Eine Anhebung um 6% (von 19 auf 25) k&#228;me einer Verteuerung der Produkte von etwa 5% gleich. Die Frage ist: Wie gehen wir Menschen damit um? Wir Kleinunternehmer, die die Mehrwertsteuer in die Preise einrechnen? Wir Hartz-IV-Empf&#228;nger, die bestimmt keine 5%-St&#252;tze-Angleichung bekommen? Jene, bei denen sich 50 Euro Zusatzkosten im Monat (Ex-Quimondianer also ausgenommen) durchaus bemerkbar machen?</p>
<p>Den Deutschen wird nachgesagt, nicht unbedingt zu <a title="Erkl&#228;rung kultureller Revolution&#228;re 2009" href="http://feldpolitik.de/">Revolutionen</a> zu neigen. Das ist wohl so. Wo sie aber auch nur Menschen sind wie die Mexikaner bei steigenden Tortilla-Preisen ist dort, wo es ums Fressen geht. Und es gibt in diesem Lande Millionen, die nicht grade wohlbeg&#252;tert sind und denen 5% die Wut in die Augen treiben d&#252;rfte. Jene, die schon seit Jahren auf Hartz sind, jenen, die sich schon seit Jahren entsparen und sich dem Hartz n&#228;hern, jene, die sich als Kleinstunternehmer irgendwie &#252;ber die Runden bringen. Die Bauern trugen Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich die Hauptlast der Staatsverschuldung, nicht der Adel. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution#Finanzn.C3.B6te_als_Dauerproblem" target="_blank">Franz&#246;sische Revolution ging von einem Finanzproblem des Staates aus</a>, welches durch Steuererh&#246;hungen potenziert wurde. Damals dachte man nicht zwingend daran, die Wohlhabenden zu belasten. Kein Wunder: Geh&#246;rte diesen Wohlhabenden doch quasi der Staat, denn die eingenommenen Steuern flossen zur H&#228;lfte als Zins und Tilgung an die Besitzenden. Heute sind wir &#8220;erst&#8221; bei 25%, aber die Dynamik der letzten Monate zeigt: Es kann schnell gehen mit der Ausweitung der Schulden und damit des Zinsdienstes.</p>
<p>Staatsschulden  zur&#252;ckfahren durch Steuern f&#252;r die Verm&#246;genden schiene ein &#8220;sozialvertr&#228;gliches Verfahren&#8221;. Allerdings wird es blockiert durch das, was wir Lobbyismus nennen. <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/dossiers/lobbyismus.php5" target="_blank">In den Ministerien sitzen bereits die Industrievertreter und schreiben ihre eigenen Gesetze</a>. Sie werden wenig Grund haben, sich ans eigene Pein zu pinkeln. Auch diesen Teil der Debatte werden wir sicherlich erleben. Aber auch wenn die Lobby der Besitzenden zahlenm&#228;&#223;ig nicht gro&#223; ist (das meiste Verm&#246;gen ist auch in Deutschland wie &#252;berall weltweit in den H&#228;nden sehr, sehr weniger), so ist deren Macht nat&#252;rlich viel gr&#246;&#223;er: Mit Geld kauft man sich Menschen, Meinungen und Mitstreiter.</p>
<p>So richtig in Fahrt kommt diese Debatte sicherlich erst im Herbst. Einen Gedanken m&#246;chte ich vorbereitend in den Raum stellen. Nicht, um ihn anzuregen, oh nein. Ich muss an meine Kinder denken &#8211; und ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerstreik" target="_blank">Steuerstreik</a> ist illegal und der Aufruf dazu ist es nicht minder. Aber als Notwehr gegen&#252;ber einem Staat, der uns nicht nur per &#220;berwachung bedr&#228;ngt, sondern auch in der Lage ist uns die Steuerschraube so tief ins Fleisch zu drehen, da&#223; wir rasend werden k&#246;nnten vor Wut. Doch was w&#228;re, wenn all die ehrenhaften Unternehmer und Mittelst&#228;ndler, die Selbst&#228;ndigen und Existenzgr&#252;nder ihre Mehrwertsteuer tempor&#228;r nicht dem Staat in den Rachen zu werfen, der sie postwendend zu 25% an die Besitzenden weiterleitet, sondern sie zwischenzeitlich auf dem Treuhandkonto eines glaubw&#252;rdigen Anwalts zu parken, bis eine Einigung zwischen den Besitzenden und den produktiven Menschen hergestellt ist? Wie gesagt: Die Unternehmer werden von den Finanz&#228;mtern als Steuereintreiber benutzt, jeder Euro Umsatzsteuer landet erst in den Kassen der Unternehmen und wird von dort abgef&#252;hrt &#8211; Unternehmen sind also eine neuralgische Stelle in diesem System.</p>
<p>Wie immer werden wir alle erst einmal abwarten, was passiert. So mancher wird auf einen Erdrutschsieg seiner Lieblingspartei bei der n&#228;chsten Wahl warten (deren Wahrscheinlichkeit so gro&#223; ist wie beim letzten Mal). So mancher wird w&#228;hnen, es wird schon nicht so schlimm werden oder wird sein Vertrauen bewahren, die <a href="http://www.physiologus.de/abschaffung.htm" target="_blank">Politiker wissen, was sie tun</a>. Viele werden weiterhin den Blick f&#252;rs Gro&#223;eGanze missen lassen und glauben, ihr eigenes pers&#246;nliches Schicksal w&#228;re nur ihr eigenes. Aber absehbar ist: Wenn das Schuldenproblem nicht angegangen wird, ist der Staatsbankrott nur eine Frage der Zeit. Wird es angegangen, bedeutet dies Steueranhebungen bei gleichzeitigem R&#252;ckfahren staatlicher Aufgaben. Das kann man als Problem ansehen oder als Impuls f&#252;r neue Ans&#228;tze. Selbstorganisierende beispielsweise. Wie auch immer die Monate ins Land gehen werden, ich bezweifle, da&#223; alles ewig so weitergeht wie bisher. Das hat es bisher nie getan. Und die Zeichen werden dichter, da&#223; etwas im Gange ist, am drohenden Staatsbankrott zeigt sich eine Bruchstelle im System. Und die geht nicht mehr weg.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen Staatsbankrott und &#220;berproduktion</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 17:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Statistiken von feldpolitik.de liegt seit ein paar Wochen ein Suchbegriff ganz vorn, mit dem die Besucher aus den Suchmaschinen kommen: STAATSBANKROTT. Sie finden einen Artikel von November 2004. Die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland ihre Schulden je zur&#252;ckzahlen kann (und an wen eigentlich), stand schon damals im Raum. Sp&#228;ter sendete der Deutschlandfunk eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Statistiken von feldpolitik.de liegt seit ein paar Wochen ein Suchbegriff ganz vorn, mit dem die Besucher aus den Suchmaschinen kommen: STAATSBANKROTT. Sie finden <a title="Staatsbankrott" href="http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=246" target="_blank">einen Artikel von November 2004</a>. Die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland ihre Schulden je zur&#252;ckzahlen kann (und an wen eigentlich), stand schon damals im Raum. Sp&#228;ter sendete der Deutschlandfunk eine Sendung von <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/feature/581633/" target="_blank">Jens Jarisch: Das Geheimnis des geliehenen Geldes</a>. Jens Jarisch ging darin, untermalt von Tocotronic-Stimme Dirk von Lowtzow, der Frage nach, wie die Politik mit dem Problem der Staatsschulden umgeht. Das nach dem Schema &#8220;Ich wei&#223;, das ich nichts wei&#223;&#8221; entstandene Feature zeugt davon, wie absurd die Situation bereits 2007 in der BRD war. Doch heute kommen die Meldungen mit dem Stichwort STAATSBANKROTT erstmal von anderswo&#8230;</p>
<p>Nach <a href="http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=4427732/80o6yx/" target="_blank">Island</a>, <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3924&amp;cob=393047" target="_blank">Ungarn</a>, <a href="http://www.welt.de/finanzen/article3057815/Der-Ukraine-droht-nun-der-Staatsbankrott.html" target="_blank">Ukraine</a> stehen nun <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/445804/index.do" target="_blank">Lettland</a>, <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/122117" target="_blank">Spanien</a> und <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29594/1.html" target="_blank">Gro&#223;britannien</a> auf der Liste der gef&#228;hrdeten Staaten. Die Kreditw&#252;rdigkeit der einzelnen L&#228;nder wird teilweise herabgestuft, die Zinsen f&#252;r die Staatshaushalte werden entsprechend steigen. Steigende Zinsen bei exorbinantem Verschuldungsgrad f&#252;hrt bekannterma&#223;en nicht unbedingt zu mehr Stabilisierung, sondern eher zum Gegenteil. Das Problem: Unser Finanzsystem kennt keine antizyklischen Elemente, es ist grunds&#228;tzlich auf Wachstum programmiert und kann mit S&#228;ttigungs- oder gar Schrumpfungsprozessen nicht umgehen. Es kann kein Gleichgewicht herstellen sondern verf&#228;llt immer in massive Krisen, wenn nicht von Staatswegen gegengesteuert wird. Doch wenn der Staat selbst nicht mehr zahlungsf&#228;hig ist, wer soll als n&#228;chster Schuldner auftreten, der frisches Geld ins System pumpt?</p>
<p>Zulauf bekommen deshalb im Pfunds-Land Gro&#223;britannien die EURO-Bef&#252;rworter. Doch den Herren des Euro sollte klar sein, welche Krankheit sie sich einfangen, wenn quasibankrotte Staaten aufgenommen werden: Die Schulden bleiben nat&#252;rlich, werden nur auf breitere Schultern (n&#228;mlich auf alle Euro-L&#228;nder) verteilt. Doch die Schw&#228;che der Volkswirtschaften wird sich  in einem Vertrauensverlust im Geld ablesen lassen. Bereits mit Kandidaten wie Spanien hat der Euro-Raum ein Problem, wenn die ehemalige Kolonialmacht Gro&#223;britannien Hals &#252;ber Kopf unter das (noch) sch&#252;tzende Dach des Euro schl&#252;pft, wird das der europ&#228;ischen W&#228;hrung nicht gut tun. Kaum besser, da&#223; es dem Dollar letztlich &#228;hnlich geht: Auch die USA sind hemmungslos im Schuldenrausch.</p>
<p>Szenenwechsel. Edeka, gleich um die Ecke. Ein B&#252;romaterialienshop bietet gleich neben dem Zeitungsladen 2009er Kalender an, nackte Frauen, s&#252;&#223;e Tiere, Landschaften. Das Jahr ist schon in vollem Gange und die Kalender sind mit roten Zahlen versehen, die t&#228;glich roter werden. Niemand kauft und man fragt sich unweigerlich: Ist das die &#220;berproduktion, von der Marxisten immer sprechen?</p>
<p>Szenenwechsel 2. Qimonda, drau&#223;en in Dresden Klotzsche. Vor einigen Jahren ausgegliedert aus dem Infineon-Konzern fuhren bis k&#252;rzlich immer noch Stra&#223;enbahnen herum, die den neuen Namen des Unternehmens in der Stadt bekannt machten. Man fragt sich, ob die Situation der Qimonda-Produktlinie schon damals absehbar war und Infineon den Unternehmenszweig vorsorglich ausgliederte und abstie&#223;? Dank Gesellschaften mit beschr&#228;nkter Haftung ist das ja kein pers&#246;nliches Problem der Entscheider&#8230; Ein Insider verr&#228;t: Auch die anderen Konzerne auf dem Planeten, die &#228;hnliche Mikrochips herstellen wie das deutsch-amerikanische Unternehmen haben dieselben Probleme mit der Zahlungsf&#228;higkeit. Und angeblich hat Qimonda die weltweit besten Produkte zu den planetar g&#252;nstigsten Preisen und da fragt man sich doch, wieso es dem Laden so schlecht geht. Frage an den Insider: Liegt das daran, da&#223; sich die Unternehmen untereinander herunterkonkurrieren oder daran, da&#223; die Produktionsmenge der Gesamtbranche weit &#252;ber dem liegt, was die Leute &#8220;au&#223;erhalb&#8221; abkaufen? Antwort: Letzteres.</p>
<p>Sicher: Der Markt bereinigt. Milliardeninvestitionen werden abgeschrieben, ein paar Fabriken stillgelegt und dann sind die Preise irgendwann wieder so, da&#223; sie die Kosten decken. Doch bis dahin sind Jahre vergangen, in denen Fabriken gebaut und Leute ausgebildet wurden, die m&#246;glicherweise mit ihrer Lebensplanung nach der &#8220;Neustrukturierung der Branche&#8221; nichts mehr anfangen k&#246;nnen. Und gef&#246;rdert durch Milliardensteuermittel, die von wirklich weitblickenden Politikern daf&#252;r gegeben wurden, ein Silicon Saxony zu erbauen &#8211; was f&#252;r eine grandiose Verschwendung!</p>
<p>Und so plagen wir uns weiterhin mit einem vorsintflutlichen Wirtschaftssystem herum, gesteuert von Ideologen, denen Wachstum, Wachstum &#252;ber alles geht (zuviele Chips, zu viele Kalender und zu viel Beton an Spaniens K&#252;sten) und warten auf den Tag, da eben nichts mehr geht.</p>
<p>(Sp&#228;ter gab es von Jens Jarisch bei WDR5 eine Sendung namens &#8220;<a href="http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1[showUid]=1824246&amp;tx_wdr5ppfe_pi1[beitragsUid]=12571&amp;cHash=2e3ae94233" target="_blank">Zum Wachstum verdammt</a>&#8220;. Falls mir die jemand zukommen lassen kann w&#228;re ich dankbar. Wer sich f&#252;r die Sendung &#8220;Das Geheimnis des geliehenen Geldes&#8221; interessiert, m&#246;ge in die einschl&#228;gigen B&#246;rsen gucken oder sich melden. <a href="http://www.privatkopie.net/" target="_blank">Privatkopien</a> zu Bildungszwecken geh&#8217;n doch noch, oder, Herr Sch&#228;uble?)</p>]]></content:encoded>
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