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	<title>Feldpolitik &#187; sklaverei</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Massenenteignungen in den USA und Gro&#223;britannien</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 18:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[feudalismus]]></category>
		<category><![CDATA[immobilienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[kreditkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Enteignung&#8221; ist ein Begriff, den die westliche Hemisph&#228;re vor allem mit &#8220;dem Kommunismus&#8221; in Verbindung bringt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden beispielsweise in der DDR durch eine Bodenreform Gro&#223;grundbesitz in Staatseigentum &#252;berf&#252;hrt. Da&#223; es auch in den sogenannten &#8220;demokratischen L&#228;ndern&#8221; Enteignungen gab und gibt wird selten thematisiert, doch Aktienbesitzer kennen den Begriff des &#8220;Sqeeze out&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Enteignung&#8221; ist ein Begriff, den die westliche Hemisph&#228;re vor allem mit &#8220;dem Kommunismus&#8221; in Verbindung bringt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden beispielsweise in der DDR durch eine <a title="Bodenreform in der DDR" href="http://www.ddr-geschichte.de/Wirtschaft/Landwirtschaft/Bodenreform/bodenreform.html" target="_blank">Bodenreform</a> Gro&#223;grundbesitz in Staatseigentum &#252;berf&#252;hrt. Da&#223; es auch in den sogenannten &#8220;demokratischen L&#228;ndern&#8221; Enteignungen gab und gibt wird selten thematisiert, doch Aktienbesitzer kennen den Begriff des <a href="http://www.meinepolitik.de/squeeze2.htm" target="_blank">&#8220;Sqeeze out&#8221;</a>, bei dem Kleinstaktion&#228;re durch Gro&#223;aktion&#228;re enteignet werden k&#246;nnen. Doch Enteignungen ganz anderer Gr&#246;&#223;enordnungen stehen jetzt ausgerechnet in den Heimatl&#228;ndern der neoliberalen Wirtschaftsideologie bevor und Anla&#223; daf&#252;r gibt die Kreditkrise.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,519517,00.html" target="_blank">Spiegel-Online schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Krise an den Finanzm&#228;rkten geht in die zweite Runde &#8211; und die k&#246;nnte schlimmer werden als die erste. In Gro&#223;britannien f&#252;rchten Zehntausende, in den USA Hunderttausende Familien die Zwangsversteigerung.</p></blockquote>
<p>Hunderttausende &#8211; man mu&#223; sich das auf der Zunge zergehen lassen &#8211; 100.000de H&#228;user, die von Menschen bewohnt werden, stehen von der Zwangsversteigerung. Die Bewohner k&#246;nnen die Raten der mit Hypothekenkrediten gekauften H&#228;user nicht mehr bezahlen und die kreditgebenden Banken fordern ihre vertraglich vereinbarten Tribute. Die Versteigerungen bedeuten vor allem eines: <strong>Eigentums&#252;bertragungen in Gr&#246;&#223;enordnungen!</strong> Verkaufen m&#252;ssen hunderttausende Kleine, kaufen werden nat&#252;rlich vor allem die Gro&#223;en &#8211; denn wer hat das Geld, um sich die Grundst&#252;cke samt Immobilien unter den Nagel zu rei&#223;en? Ganz sicher nicht die verschuldete Unter- und Mittelschicht.</p>
<p>Nun kann man argumentieren: Vertrag ist Vertrag! Wer sich Geld leiht, mu&#223; dieses plus vereinbarterter Zinsen entsprechend tilgen, wer nicht tilgt, mu&#223; anderweitig zahlen. In der individuellen Sichtweise mag dies stimmen, aber gilt dies auch aus gesellschaftlicher Sicht? Die Leistung des Hausbaus wurde l&#228;ngst erbracht, die Bauleute und Architekten sind l&#228;ngst entlohnt und die H&#228;user stehen da und werden genutzt und bewohnt. Wem entsteht ein Schaden, wenn dies weiterhin passiert?</p>
<p>Vielmehr ist es doch so, da&#223; bei den Zwangsversteigerungen die H&#228;user samt Grundst&#252;cken zunehmend in die H&#228;nde verm&#246;gender Menschen geraten werden, die ganz sicher nicht <em>noch ein Haus</em> bewohnen werden, sondern es lediglich <strong>besitzen</strong> wollen. Besitzen, um von aktuellen oder k&#252;nftigen Bewohnern Mietzahlungen zu generieren, die ihr Verm&#246;gen steigern werden &#8211; und f&#252;r welches die Bewohner arbeiten m&#252;ssen. Die Mietzahlungen sind in diesem Fall nichts anderes als der Tribut f&#252;r die Nutzung eines Hauses, da&#223; der Besitzer eh nicht selbst nutzen k&#246;nnte &#8211; ein Tribut vergleichbar mit dem &#8220;Zehnt&#8221; aus dem Feudalismus. Welche Leistung erbringt der k&#252;nftige Hausbesitzer im Gegenzug? Keine! Denn er hat das Haus nicht gebaut, das taten die Architekten und Bauleute, er hat nur die Zwangssituation der Kreditkrise genutzt, um sich zu bereichern. Mit dem Ergebnis, da&#223; hunderttausende Menschen quasi in die Leibeigenschaft verbannt werden, denn mit dem Zwangsverkauf ihrer H&#228;user werden sie ihre Schulden noch nicht los sein, und so lange sie Schulden haben m&#252;ssen sie ihre Lebenszeit daf&#252;r aufwenden, den (durch das Banksystem verschleierten Gl&#228;ubiger) zu bedienen, indem sie quasi f&#252;r ihn arbeiten gehen. Ein Hauch von moderner <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19183/1.html" target="_blank">Sklaverei</a> steckt in diesem Mechanismus.</p>
<p>Zwei Fragen tun sich auf:</p>
<ol>
<li>Wie reagieren hunderttausende auf die Aussicht, ihr Leben ohne Haus und in Sklaverei zu verbringen?</li>
<li>Wann kommt der Mechanismus auf breiter Front auch nach Europa, denn auch hier werden steigende Zinsen Hypotheken und andere Kredite teurer machen und Tr&#228;ger bis zur Enteignung ruinieren?</li>
</ol>]]></content:encoded>
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