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	<title>Feldpolitik &#187; rentenversicherung</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Wenn ich mal gro&#223; bin krieg ich 177 Euro Rente</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen habe ich ein Fax an meine Versicherung geschickt. Ich habe die Aussetzung meines Rentenversicherungsvertrages gefordert. Begr&#252;ndung: Finanzieller Engpass. Die Versicherung hat akzeptiert. Der Vertrag liegt auf Eis. Ich k&#246;nnte ihn zur&#252;ckkaufen. W&#252;rde einen Bruchteil dessen ausgezahlt kriegen, was hineingeflossen ist. Aber ich zieh es in Betracht&#8230; Der Vertrag l&#228;uft bis 2036. Dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen habe ich ein Fax an meine Versicherung geschickt. Ich habe die Aussetzung meines Rentenversicherungsvertrages gefordert. Begr&#252;ndung: Finanzieller Engpass. Die Versicherung hat akzeptiert. Der Vertrag liegt auf Eis. Ich k&#246;nnte ihn zur&#252;ckkaufen. W&#252;rde einen Bruchteil dessen ausgezahlt kriegen, was hineingeflossen ist. Aber ich zieh es in Betracht&#8230;</p>
<p>Der Vertrag l&#228;uft bis 2036. Dann werde ich etwa 60 Jahre auf diesem Planeten vegetiert haben. Bis vor wenigen Jahren war das noch das Alter, in dem &#8220;Rentner werden&#8221; logisch klang. Doch der Vertrag zeigt ein ganz grunds&#228;tzliches Problem, denn ich werde dann 177 Euro Monatsrente beziehen. Als Selbst&#228;ndiger ist mir die gesetzliche Rentenversicherung verwehrt, also versuche ich anderweitig &#8220;zu sparen&#8221;. So wie mir geht es allein in meinem Umfeld einem guten Dutzend Leute, die sich mit Selbst&#228;ndigkeit oder geringer Bezahlung durchschlagen. Ich bin sicher, nicht jeder hat solch einen Vertrag, viele warten auf die besseren Zeiten, wo dann soviel &#252;brig bleibt, da&#223; sich der Abschluss auch lohnt. Doch das Problem ist: Was soll ich in 25/30 Jahren mit 177 Euro Monatsrente anstellen? Selbst heute kann man von dieser Summe nicht leben, in einem Vierteljahrhundert noch viel weniger, hat doch allein die <a href="http://derstandard.at/1267131868749/Blog-So-eine-Wirtschaft-Ein-Euro-ist-elf-Schilling" target="_blank">Euro-Inflation in den letzten Jahren schon fast 23%</a> der Kaufkraft gefressen.</p>
<p>Ich sehe den Rentenvertrag als Wette. La&#223; ich ihn laufen, wette ich darauf, da&#223; es das Versicherungsinstitut in einem Vierteljahrhundert noch gibt und meine Einzahlungen noch in irgendeiner Form vorhanden sind. Will ich darauf wetten, da&#223; das Institut pleite geht oder die Inflation sich intensiviert, m&#252;&#223;te ich ihn aufl&#246;sen und die kleine Kapitalspritze mitnehmen und mit den Verlusten leben. Irgendwie bin ich schlecht beraten.</p>
<p>Doch das Beispiel zeigt, da&#223; wir in 2036 ganz andere Probleme haben werden. Wenn sich an der wirtschaftlichen Situation vieler tausender, zehntausender, ja hunderttausender Menschen in diesem Land nicht grundlegend was &#228;ndert, werden diese hunderttausenden in einem Vierteljahrhundert ohne nennenswerte Eink&#252;nfte im Alter dastehen. Das betrifft ja nicht nur mich und mein Umfeld, das betrifft ganze Heerscharen von Leuten. Das hei&#223;t aber auch, da&#223; wir anno 2036 mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit &#252;ber die <strong>grundlegende</strong> Frage der Organisation unserer Altersversorgung nachdenken m&#252;ssen, ansonsten gibt es haufenweise arme Schlucker, die nicht wissen, wie sie um die Runden kommen. Da diese Grund-Frage zur Diskussion ansteht (und hoffentlich nicht erst 2035 diskutiert wird), spricht die Wette derzeit eher gegen das Versicherungsinstitut: Wozu soll ich in einen Vertrag einzahlen, dessen Erl&#246;s mich ganz offenbar nicht &#252;ber die Runden bringen wird und der als Beispiel daf&#252;r dient, da&#223; in einigen Jahrzehnten das Versicherungssystem &#252;berholt ist und mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit nicht mehr dieselben Regeln gelten, wie heutzutage?</p>
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