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	<title>Feldpolitik &#187; peak-oil</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Die Strategische Ellipse</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 09:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinen Vorbereitungen zum Vortrag auf der Transition-Konferenz ist mir erneut ein Begriff in die Augen gefallen, der es eigentlich l&#228;ngst auf die feldpolitik geschafft haben sollte. Allein, er war mir vor der Bundeswehr-Studie nie begegnet: Die Strategische Ellipse. Dieser Begriff taucht in der Studie mehrfach auf. Beim ersten Lesen war mir gar nicht ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Vorbereitungen zum Vortrag auf der <a href="http://feldpolitik.de/2010/11/07/1-deutschsprachige-transition-konferenz/">Transition-Konferenz</a> ist mir erneut ein Begriff in die Augen gefallen, der es eigentlich l&#228;ngst auf die feldpolitik geschafft haben sollte. Allein, er war mir <a href="http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php" target="_blank">vor der Bundeswehr-Studie</a> nie begegnet:</p>
<p><strong>Die Strategische Ellipse.</strong></p>
<p>Dieser Begriff taucht in der Studie mehrfach auf. Beim ersten Lesen war mir gar nicht ganz klar, was damit gemeint sein k&#246;nnte. Ich wei&#223;, was eine Ellipse ist, aber dass diese ein konkretes geografisches Gebiet umrei&#223;t, wird eigentlich erst deutlich, wenn man sich das einmal auf einer Landkarte anschaut:</p>
<p><a href="http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Bilder/Kurzstudie2009/Ene__Kurz2009__StratEll__g,property=default.jpg"><img class="aligncenter" title="Die Strategische Ellipse" src="http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Bilder/Kurzstudie2009/Ene__Kurz2009__StratEll__g,property=default.jpg" alt="" width="500" /></a></p>
<p>(Quelle: Bundesanstalt f&#252;r Geowissenschaften und Rohstoffe)</p>
<p>Die Bundeswehr-Studie befasst sich mit Peak Oil, dem &#214;lf&#246;rdermaximum, aus einem &#8220;sicherheitspolitischen Blickwinkel&#8221;. Man kann auch sagen: Aus einem geopolitischen Blickwinkel. (Am Rande: deutschsprachige Google-Treffer f&#252;r &#8220;Peak Oil&#8221;: 110.000. &#8220;Strategische Ellipse&#8221;: 4280) Insbesondere wird die k&#252;nftige Rolle der Bundeswehr beleuchtet und hinterfragt, wenn es darum geht, die Energieversorgung der Bundesrepublik zu sichern. Es ist keine milit&#228;rische Kampfschrift, aber das Papier enth&#228;lt doch ganz deutlich Hinweise darauf, dass k&#252;nftig mit zunehmenden Konflikten zu rechnen ist.</p>
<p>Szenenwechsel.</p>
<p>November 2010. Die Internationale Energieagentur bringt ihren neuen &#8220;World Energy Outlook&#8221; heraus, ihren <a title="deutschsprachige Zusammenfassung" href="http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2010/weo2010_es_german.pdf">Jahresbericht</a>. Eindeutige Aussage: Der Peak f&#252;r Roh&#246;l war 2006. Die k&#252;nftigen Projektionen gehen nat&#252;rlich nicht davon aus, dass das Erd&#246;l-Angebot sinkt &#8211; das w&#228;re ein Tabubruch. M&#246;glicherweise ein Dammbruch.</p>
<p>Wer sich aber die Grafiken anschaut, die die Prognosen der k&#252;nftigen Erd&#246;lversorgung darstellen, stellt eins fest:</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33646/33646_1.jpg"><img class="aligncenter" title="Peak Oil 2006, Vorrausschau durch den IEA WOE 2010" src="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33646/33646_1.jpg" alt="" width="450" height="221" /></a></p>
<p>Die prognostizierten Mengen (leicht zu f&#246;rdernden) Roh&#246;ls <strong>aus bereits aktiven Feldern</strong> gehen seit 2006 zur&#252;ck (dunkelblaue Fl&#228;che). Wo heute noch 60 Millionen Fass t&#228;glich sprudeln sollen es nach dieser Prognose in 15 Jahren nur noch die H&#228;lfte sein (sinnbildlich gesprochen: Also auch nur noch halbsoviele Auto- und LKW-Fahrten!) Die graue Fl&#228;che zeigt jene Felder, die schon bekannt, aber noch nicht erschlossen sind (was &#252;blicherweise gewisse Zeit dauert). Und gl&#252;cklicherweise weiss die IEA, dass weitere Felder gefunden und erschlossen werden (hellblaue Fl&#228;che), die den F&#246;rderabfall der heutigen Felder <strong>absolut ausgleichen</strong>. Bis 2035 ist nach dieser Prognose also die &#214;lversorgung gesichert, denn der steigende Bedarf (China! Indien!) wird durch unkonventionelle &#214;lvorkommen (z.B. &#214;lsand aus Kanada, gelb) sowie fl&#252;ssiges Erdgas (rosa) befriedigt. Ende gut, alles gut?</p>
<p>Nur, wenn die Prognosen so stimmen.</p>
<p>Egal ob sie es tun oder nicht: Niemand, der die Aufrechterhaltung unseres heutigen Verkehrs- und Warensystems gew&#228;hrleisten will, wird sich auf dieser Prognose ausruhend zur&#252;cklehnen. Selbst <a href="http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Politik/PolitikContainer/1645997-8/eu-kommissar-fordert-1000-mrd.-euro-f%C3%BCr-energieausbau.csp" target="_blank">G&#252;nter Oettinger hat 1 Billion Euro f&#252;r eine europ&#228;ische Energiestrategie</a> in Aussicht gestellt. Nein, vielmehr r&#252;ckt die <strong>Strategische Ellipse</strong> weiter in den Fokus. Denn in diesem geografischen Gebiet, welches keine geografisch-naturwissenschaftliche Bezeichnung mehr tr&#228;gt (wie &#8220;Schwarzwald&#8221; oder &#8220;Elbtal&#8221;) sondern eine geostrategische Bezeichnung, lagern &#252;ber zwei Drittel der weltweiten Erd&#246;l- und Erdgas-Reserven. Wer sie kontrolliert, kann sich selbst damit versorgen <strong>und</strong> anderen den Hahn abdrehen.</p>
<p><strong>Schlussfolgerung:</strong></p>
<p>(<a href="http://www.regionalentwicklung.de/2010/06/hallo-welt/" target="_blank">Horst K&#246;hler</a> ist zur&#252;ckgetreten, weil er genau diese Problemstellung ansprach.)</p>
<p>Was auch immer globalpolitisch k&#252;nftig passiert, man sollte es zunehmend unter dem Gesichtspunkt der Rohstoff- und Energieversorgung betrachten. Das erkl&#228;rt <strong>vieles!</strong> Insbesondere, wenn es sich um L&#228;nder wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, Russland, Afghanistan und diverse Anrainer im Gebiet eben jener omin&#246;sen Ellipse befindet&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>1. deutschsprachige Transition Konferenz</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/11/07/1-deutschsprachige-transition-konferenz/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 12:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[neue.feld.ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[spiel.feld]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Transition&#8221; bedeutet &#220;bergang. Hinter dem Begriff &#8220;Transition Town&#8221; versteckt sich die Idee, den &#220;bergang unserer Gesellschaft vom fossilen ins postfossile Zeitalter auf kommunaler Ebene zu gestalten: Evolution von unten also. Das macht Sinn: Denn was lokal ist, kann jeder von uns mitgestalten. Was lokal passiert, kann jeder von uns mitentscheiden. Muss sich denn was &#228;ndern? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Transition&#8221; bedeutet &#220;bergang. Hinter dem Begriff &#8220;Transition Town&#8221; versteckt sich die Idee, den &#220;bergang unserer Gesellschaft vom fossilen ins postfossile Zeitalter auf kommunaler Ebene zu gestalten: Evolution von unten also. Das macht Sinn: Denn was lokal ist, kann jeder von uns mitgestalten. Was lokal passiert, kann jeder von uns mitentscheiden.</p>
<p>Muss sich denn was &#228;ndern?</p>
<p>Allerdings! Nicht nur unser Finanzsystem ist wankelm&#252;tig, unsere ganze industrielle Zivilisation ist mit der Abh&#228;ngigkeit vom Erd&#246;l auf Sand gebaut. Wer das noch nicht verstanden hat ist herzlich eingeladen, die (inoffizielle) <a href="http://peak-oil.com/download/Peak%20Oil.%20Sicherheitspolitische%20Implikationen%20knapper%20Ressourcen%2011082010.pdf">Studie der Bundeswehr zum Thema Peak Oil</a> zu lesen und sich ein paar schlaflose N&#228;chte zuzulegen. (Reaktionen und Links zu Analyen <a title="Peak Oil Bundeswehr" href="http://www.regionalentwicklung.de/2010/09/reaktionen-auf-die-bundeswehr-studie-zu-peak-oil/" target="_blank">hier</a>.) Das Problem: Der &#214;l-Entzug d&#252;rfte n&#228;her als, als uns lieb ist. Die verf&#252;gbare Zeit, unsere Infrastrukturen ohne Entzugserscheinungen umzubauen und anzupassen, ist (zu) kurz. <strong>Peak Oil ist</strong>, betrachtet im Masstab einer Generation, <strong>jetzt</strong>.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Ausgehend aus dem britischen Raum formt sich eine globale lokal handelnde Bewegung &#8211; Transition Town. Die erste deutschsprachige Konferenz findet in 2 Wochen statt: Vom 19. bis 21. November. In Hannover. Ich werde dort sein.</p>
<p>Mehr Infos: <a href="http://www.transition-konferenz.de" target="_blank">www.transition-konferenz.de</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schmierige Gesch&#228;fte</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/05/31/schmierige-geschaefte/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 20:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was waren das noch f&#252;r Zeiten, als europ&#228;ische Autofahrer sich nicht damit abfinden wollten, da&#223; eine Spritklitsche ihren &#214;ltank einfach im Meer versenkt: Anno 1995 lenkte Greenpeace die Aufmerksamkeit der Medien und damit der &#214;ffentlichkeit auf Bent Spar und l&#246;ste eine Boykottaktion von Shell aus. Noch heute tanke ich nicht bei der Firma mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was waren das noch f&#252;r Zeiten, als europ&#228;ische Autofahrer sich nicht damit abfinden wollten, da&#223; eine Spritklitsche ihren &#214;ltank einfach im Meer versenkt: Anno 1995 lenkte Greenpeace die Aufmerksamkeit der Medien und damit der &#214;ffentlichkeit auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brent_Spar" target="_blank">Bent Spar</a> und l&#246;ste eine Boykottaktion von Shell aus. Noch heute tanke ich nicht bei der Firma mit dem Muschellogo. Es gibt auch heute noch <a title="Shell" href="http://konsumpf.de/?p=7813" target="_blank">gen&#252;gend Gr&#252;nde, das zu lassen.</a></p>
<p>Was sind das f&#252;r Zeiten, wenn ein anderer &#214;lkonzern gleich sein ganzes &#214;lfeld ins Meer entleert und alles was passiert ist das oberfl&#228;chliche S&#228;useln im Medienwasserglas? &#8220;To big to fail&#8221; f&#228;llt mir da ein &#8211; mit der &#214;lkatastrophe im Golf von Mexiko ist ein Problem entstanden, was so gro&#223; ist, da&#223; niemandem eine passable L&#246;sung einf&#228;llt. BP soll das Leck im &#214;lfeld schlie&#223;en, schafft es aber offenbar nicht. BP vom Projekt abzuziehen macht wenig Sinn, w&#252;rde Zeit und Erfahrung kosten und was w&#252;rde es bringen? BP f&#252;r das Problem zu bestrafen bringt so lange wenig Punkte, wie das &#214;l-Loch nicht verschlossen ist. So lange das &#214;l flie&#223;t brauchen wir den Konzern, brauchen wir dieselben Leute, die das Problem eingebrockt haben.</p>
<p>Doch Halt mal! Wer hat uns da eigentlich das Problem eingebrockt? BP, weil die Ingenieure nicht zuverl&#228;ssig gearbeitet haben? Barack Obama, weil er das F&#246;rdern in dieser Meerestiefe erlaubt hat? Man sagt: Wenn man den Zeigefinger auf andere richtet, zeigen drei Finger auf uns selbst zur&#252;ck. Und genau hier beginnt unsere eigene Verantwortung.</p>
<p>&#220;ber 80 Millionen Barrel &#214;l werden Tag f&#252;r Tag auf diesem Planeten gef&#246;rdert und nahezu sofort verbraucht. Kunststoffe, Pestizide und D&#252;ngemittel, Heiz&#246;l und vor allem Sprit &#8211; all das und noch viel mehr wird aus &#214;l gemacht, dem Rohstoff, wegen dem BP in 1500 Meter Wassertiefe bohrt. &#214;l ist der Energietr&#228;ger mit der gr&#246;&#223;ten Energiedichte, den wir nutzen und er ist <strong>so</strong> leicht zu transportieren. W&#252;rde &#214;l von heute auf morgen aus unserem Wirtschaftsleben verschwinden, s&#228;he dieses v&#246;llig anders aus: Kein PKW w&#252;rde Pendler von zuhause zum Arbeitsort bringen, kein Flugzeug Touristen um den halben Globus karren. Kein LKW w&#252;rde die Superm&#228;rkte der St&#228;dte f&#252;llen und die Fabriken der Welt k&#246;nnten nicht ansatzweise die Menge an Konsumg&#252;tern aus Plastik herstellen. &#214;l ist &#252;berall. Und wir sind abh&#228;ngig wie Junkies.</p>
<p>Einer der ersten Artikel, den ich f&#252;r meine Seite peak-oil.com geschrieben habe, hei&#223;t <a title="Was ist Peak Oil?" href="http://peak-oil.com/was-ist-peak-oil.php" target="_blank">Junkie Business</a> und bezieht sich ebenfalls auf BP. <a title="Peak Oil Video" href="http://www.youtube.com/watch?v=y1F8Lk2WjKY" target="_blank">&#8220;Peak Oil&#8221;</a> ist im Grunde das Zauberwort, warum BP &#252;berhaupt in 1500 Metern Meerestiefe &#214;l f&#246;rdert. Denn unserer &#214;l-Abh&#228;ngigkeit steht das Problem gegen&#252;ber, da&#223; die leicht zu erreichenden &#214;l-Lagerst&#228;tten bereits ausgebeutet sind. Global sind wir an einem Punkt angekommen, wo die Menge des t&#228;glich f&#246;rderbaren &#214;ls stagniert und sich nicht weiter steigern l&#228;&#223;t. Etwas mehr als 80 Millionen Barrel t&#228;glich ist der F&#246;rderh&#246;hepunkt, viel mehr wird es nicht mehr werden. Im Gegenteil: Die Ironie technischer Innovationen bei der &#214;lf&#246;rderung, sagt Colin John Campbell in einem Interview im Film <a href="http://www.elbland-forum.de/2010/05/umundu-festival-in-dresden/" target="_blank">&#8220;A Crude Awakening&#8221;</a>, ist die Tatsache, da&#223; je besser wir das &#214;l f&#246;rdern, es umso schneller alle ist. Und die absehbare Leere der leicht erreichbaren F&#246;rderstellen f&#252;hrt uns zu immer gef&#228;hrlicheren Orten, wo wir das schwarze Gold f&#246;rdern wollen. Zum Beispiel in die Tiefsee.</p>
<p>&#214;l schmiert unsere Lebensweise. Es ist der energetische Treibstoff unserer Wirtschaftsweise. Ohne &#214;l k&#246;nnen wir uns Opel&amp;Co. abschminken. Das Wissen um Peak Oil ist noch nicht besonders weit verbreitet. Genau wie im Vorfeld der Finanzkrise, die auf dutzenden Blogs jahrelang angek&#252;ndigt und vorab diskutiert wurde, wird heute die aufkommende Rohstoffknappheit ignoriert. Liegt es daran, da&#223; wir alle von den schmierigen Gesch&#228;ften von BP&amp;Co. profitieren? Dass sie uns billig Energie liefern auf Kosten der Umwelt? Dass wir uns so sch&#246;n eingelebt haben in unserem Ikea-Dasein, da&#223; wir von &#196;nderungen &#8211; grundlegenden &#196;nderungen &#8211; lieber nichts wissen wollen?</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/y1F8Lk2WjKY" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/y1F8Lk2WjKY" /></object></p>
<p>In der Zeit gibt es ein kurzes <a href="http://www.zeit.de/2010/22/Interview-Priddat" target="_blank">Interview zu einem m&#246;glichen Boykott von BP</a>. Es zeigt, wie leicht es uns als &#8220;Konsumenten&#8221; f&#228;llt, Gr&#252;nde zu finden, BP nicht zu boykottieren. Es w&#228;re aufwendig. Es bringt zuerst mal wenig. Mag alles sein. Wer aber nicht auf den Kopf gefallen ist, sollte beginnen, seine eigene Abh&#228;ngigkeit vom &#214;l zu hinterfragen und sich auf die Suche nach einem Leben ohne &#214;l zu machen. Langfristig ist dies die beste Strategie: F&#252;r jeden selbst, denn wer sich &#214;l-Sucht spart spart sich k&#252;nftig enorme Preise; f&#252;r unser Umfeld, denn wenn wir eine Wirtschaft schaffen, die ohne &#214;l auskommt ist das die beste Vorbeugung f&#252;r die Zukunft; f&#252;r unsere Umwelt, denn je weniger &#214;l wir verbrauchen, umso weniger m&#252;ssen wir f&#246;rdern und k&#246;nnen uns den Weg in die Tiefsee vielleicht sparen. Das mag unwahrscheinlich sein, nicht wenige &#8220;Peak-Oiler&#8221; bef&#252;rchten, da&#223; wir auch noch den letzten Tropfen aus der Erde holen und verfeuern. Doch nichts zu tun, ist keine L&#246;sung. Wer nur einen Hauch dazu beitragen will, da&#223; es &#252;berhaupt Zivilisation nach dem &#214;l gibt, der sollte bereits heute seinen Teil dazu beitragen, uns vom fossilen ins solare Zeitalter zu bringen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Let&#8217;s play capitalism!</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 20:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo doch jetzt jeder jedem ALLES GUTE w&#252;nscht und uns alle ein &#8220;gesundes Jahr&#8221; erwartet, erz&#228;hle ich lieber eine Geschichte. Das andere habt ihr ja eh alles schon geh&#246;rt. Mein Schwager erz&#228;hlte, wie er letztens die Geschichte von MONOP*LY geh&#246;rt hat. Die wahre Geschichte nat&#252;rlich. Und die geht so, da&#223; eine Frau das Spiel urspr&#252;nglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo doch jetzt jeder jedem ALLES GUTE w&#252;nscht und uns alle ein &#8220;gesundes Jahr&#8221; erwartet, erz&#228;hle ich lieber eine Geschichte. Das andere habt ihr ja eh alles schon geh&#246;rt.</p>
<p>Mein Schwager erz&#228;hlte, wie er letztens die Geschichte von MONOP*LY geh&#246;rt hat. Die wahre Geschichte nat&#252;rlich. Und die geht so, da&#223; eine Frau das Spiel urspr&#252;nglich daf&#252;r entwickelte, um deutlich zu machen, welche Wirkungen Privateigentum an Grund und Boden in einer Gesellschaft haben. Das Spiel verkaufte sich nicht so gut, bis jemand auf die Idee kam, das Prinzip umzudrehen: Jetzt gewinnt, wer am meisten Kohle macht und die Moral von der Geschichte bleibt einfach &#8211; &#228;hm &#8211; unerz&#228;hlt. Und dann kam da noch die Weltwirtschaftskrise und da jeder den Traum vom gro&#223;en Geld tr&#228;umte konnte man ihn sich wenigstens am heimischen K&#252;chent&#252;ch beim Ausbooten der Kinder und der restlichen Verwandschaft in der Schlo&#223;allee herbeispielen&#8230;</p>
<p>Ich hab die Story nich &#252;berpr&#252;ft. Wozu auch? Heute glaubt doch eh jeder, was ihm genehm ist&#8230;</p>
<p>Von der n&#228;chsten Geschichte ist auf jeden Fall wahr, da&#223; sie gedruckt wurde. In der Frankfurter Rundschau n&#228;mlich. Und ich empfehle, sie zu lesen, denn ich kann sie nicht so sch&#246;n erz&#228;hlen: <a title="FR" href="http://www.fr-online.de/top_news/1654711_Big-Mother-is-watching-you.html" target="_blank">Big Mother is watching you.</a> Ich bin ja ein Fan von Dezentralisierung. Aber manchmal gehts zu weit. Wenn die Dezentralisierung der &#220;berwachung konsequent durchdacht wird, observieren wir demn&#228;chst alle unsere Kinder mit all den Spielzeugen, die frei verk&#228;uflich sind. Kinderhandys zum Beispiel:</p>
<blockquote><p><em>Nehmen wir zum Beispiel das &#8220;Kinderhandy Junior Tel&#8221; f&#252;r 189 Euro inklusive Mehrwertsteuer &#8211; &#8220;eines der einfachsten Handys der Welt mit au&#223;ergew&#246;hnlichen Betreuungsfunktionen&#8221;, wie es bei einem &#8220;Fach- und Versandhandel f&#252;r spezielle L&#246;sungen im Bereich Mobilfunk und Festnetz&#8221; hei&#223;t. Das kleine Ger&#228;t verf&#252;gt &#252;ber eine Betreuungsfunktion, zu deutsch &#8220;Set Care&#8221;, &#252;ber die sich vier Uhrzeiten pro Tag festlegen lassen, zu denen das Kind durch Dr&#252;cken einer beliebigen Handy-Taste signalisieren muss, dass es ihm gut geht. Bleibt das Dr&#252;cken aus, schickt das Handy zum Beispiel eine SMS an die Eltern &#8211; denen es infolgedessen sicher auch nicht gut gehen d&#252;rfte. Derlei gemeinsames Erleben ist wichtig f&#252;r den famili&#228;ren Zusammenhalt.</em></p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/top_news/1654711_Big-Mother-is-watching-you.html" target="_blank">Walter Schmidt in der Frankfurter Rundschau</a></p></blockquote>
<p>Naja, wir m&#252;ssen ja alle mit irgendwas &#8220;unser Geld&#8221; verdienen&#8230;</p>
<p>Und dann ist da noch die dritte Geschichte, denn in Artikeln solcher Art wie diesem ist es immer fein, wenn man die Sache rund machen kann. Gefunden bei <a href="http://net-news-global.de/" target="_blank">net-news-global.de</a>, wo ich alle zwei Wochen reinschaue, mehr ertrag ich derzeit nicht und ich will meine Zeit auch noch anderswo investieren, Lob trotzdem an die Konsequenz der Macher. Die dritte Geschichte kn&#252;pft an Peak Oil an (investierte Zeit beispielsweise hier: <a title="http://www.peak-oil.com" href="http://www.peak-oil.com" target="_blank">http://www.peak-oil.com</a>, Gruss nach China :) ). Und da ist doch glatt jemandem beim Handelsblatt aufgefallen:</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/oelmultis-investieren-in-aktien-statt-in-zukunft;2120522;0" target="_blank">&#214;lmultis investieren in Aktien statt in Zukunft</a></p>
<p>Was ist passiert? Ganz einfach: Die &#214;lkonzerne nutzen die Gewinne, die sie in den Hochpreis-Monaten gemacht haben, um eigene Aktien zur&#252;ckzukaufen. Warum kauft ein Unternehmen eigene Aktien zur&#252;ck?</p>
<ol>
<li>Weil es zuviel Geld hat (Aha, da isses also! Herr Merkle hat&#8217;s gewusst, als er sich von einem Elektro-Zug statt einem &#214;LKW &#252;berfahren liess&#8230;)</li>
<li>Man kauft aus Shareholder-Value-Gr&#252;nden nat&#252;rlich grunds&#228;tzlich nur etwas, wenn man davon ausgeht, da&#223; es sp&#228;ter MEHR wert ist.</li>
</ol>
<p>Also gehen die &#214;lkonzerne davon aus, da&#223; es sich mehr lohnt, in eigene Aktien zu investieren statt in den Ausbau der F&#246;rderung oder in die Suche nach neuen Quellen. Geht man davon aus, da&#223; Peak Oil real wird, da&#223; also die Menge des global zu f&#246;rdernden &#214;ls sich nicht ewig steigern l&#228;&#223;t, so ist bei Wirtschaftswachstumswahn irgendwann sowieso mit steigenden Preisen zu rechnen: Sinkendes Angebot bei steigender Nachfrage. Kommt es au&#223;erdem dazu, da&#223; die Firmen, die f&#252;r die F&#246;rderung von &#214;l zust&#228;ndig sind, ihr Geld nicht in ihre unternehmerischen T&#228;tigkeiten stecken, sondern in anderer Leute Taschen, dann ist eine Verknappung von &#214;l nur eine Frage der Zeit. Mit der Knappheit steigt der Preis, was nat&#252;rlich denen n&#252;tzlich ist, die &#214;l verkaufen. Und das sind &#8211; Bingo! &#8211; die &#214;lkonzerne.</p>
<p>Wenn Peak Oil also nat&#252;rlich nicht durch nat&#252;rliche Begrenzungen, wie ein &#8220;zu langsames Nachbilden von Erd&#246;l im Boden&#8221; ausgel&#246;st wird, dann durch die Verknappung des Rohstoffes durch die Lieferanten selbst. Junkie Business eben (<a title="Junkie Business" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16853/1.html" target="_blank">Teil I anno 2004 bei Telepolis</a>).  Es ist so einfach, einem S&#252;chtigen Monopolpreise abzukn&#252;pfen und eine Variante des Monopols ist ein Kartell: Leben in der OPECratie. Und siehe da, da ist er schon, der Bogen zum Anfang des Artikels:</p>
<blockquote><p><em>Monopoly, Monopoly:</em></p>
<p><em>Bist doch nur &#8216;ne Randfigur</em></p>
<p><em>in einem schlechten Spiel.</em></p>
<p>Klaus Lage, &#8220;<a href="http://members.lycos.co.uk/averus07/lyrics/deutsch/lage2.txt" target="_blank">Monopoli</a>&#8221; auf &#8220;Schwei&#223;perlen&#8221;, 1984</p></blockquote>
<p>Naja, und wer jetzt noch Lust auf Spielen hat und sich f&#252;r 2009 noch nix vorgenommen hat: <a href="http://dertrickser.de/0.19.0.0.1.0.phtml" target="_blank">sc::rollenspielers paradies</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gehirnfutter</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 20:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Handvoll Gehirnfutter f&#252;r jene, die das Denken in komplexen Zusammenh&#228;ngen aus Freude oder &#252;berlebensnotwendiger Einsicht praktizieren: Ein interessantes Interview in der FAZ zum Thema &#8220;Die Kreditkrise ist noch lange nicht vorbei&#8221;. (Und allgemein die Erinnerung, Sicherungssysteme ins &#246;konomische System zu integrieren&#8230;) Spiegel-Online berichtet &#8220;&#214;lstaaten brauchen ihre eigenen Vorr&#228;te auf&#8221; &#8211; ein weiterer Puzzlestein im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Handvoll Gehirnfutter f&#252;r jene, die das Denken in komplexen Zusammenh&#228;ngen aus Freude oder &#252;berlebensnotwendiger Einsicht praktizieren:</p>
<ul>
<li>Ein interessantes <a href="http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EDB907157DD7841A699F267495B9951FC~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Interview in der FAZ zum Thema &#8220;Die Kreditkrise ist noch lange nicht vorbei&#8221;</a>. (Und allgemein die Erinnerung, <a title="Globalisierung?" href="http://www.regionales-wirtschaften.de/4.24.0.0.1.0.phtml" target="_blank">Sicherungssysteme</a> ins &#246;konomische System zu integrieren&#8230;)</li>
<li>Spiegel-Online berichtet <a title="&#214;labh&#228;ngigkeit macht dumm!" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,522251,00.html" target="_blank">&#8220;&#214;lstaaten brauchen ihre eigenen Vorr&#228;te auf&#8221;</a> &#8211; ein weiterer Puzzlestein im <a title="Peak Oil" href="http://www.regionales-wirtschaften.de/4.10.0.0.1.0.phtml">Peak-Oil</a>-Szenario. Interessant im Hinblick auf den n&#228;chsten Link ist der Punkt, da&#223; der Artikel nicht etwa die &#214;labh&#228;ngigkeit der &#8220;modernen&#8221; Volkswirtschaften kritisiert, sondern damit schlie&#223;t, da&#223; &#8220;unerschlossene Gebiete&#8221; in denen &#214;lf&#246;rderung bislang untersagt war, angezapft werden soll. Pl&#252;ndern wir Naturschutzr&#228;ume? Saugen wir die Antarktis aus? Und was war nochmal mit dem Klimawandel, gab es da nicht einen kohlendioxistischen Zusammenhang?</li>
<li><a title="Denken in komplexen Zusammenh&#228;ngen?" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/696173/" target="_blank">&#8220;Gesellschaft mit beschr&#228;nkter Haftung&#8221;</a> hei&#223;t ein heute im Deutschlandfunk gesendeter Beitrag, der auch im Internet abrufbar ist (am rechten Rand unter &#8220;Audio On Demand&#8221;). Der Beitrag befa&#223;t sich damit, da&#223; die Menschheit Schwierigkeiten hat, die Auswirkungen des Klimawandels tats&#228;chlich zu erfassen und angemessen zu handeln. Zu Wort kommen Soziologen, Phychologen, Philosophen, Biologen. Zeit f&#252;r ein Unterrichtsfach namens &#8220;Denken in komplexen Zusammenh&#228;ngen&#8221;&#8230; (Dank an Stefan f&#252;r den Linktip)</li>
<li>Und noch ein interessanter Einblick in die Pr&#228;sidentschaftswahlk&#228;mpfe in den USA im Standard: <a title="Obama for President!" href="http://derstandard.at/?id=3143539" target="_blank">Oprah Winfrey unterst&#252;tzt Barack Obama</a> &#8211; und ich find das gut so!</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>Video: &#214;l.</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 08:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/iJm-ttla5mM" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/iJm-ttla5mM" wmode="transparent"></embed></object></p>]]></content:encoded>
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		<title>2007 &#8211; 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 16:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitdem ich im Jahr 2001 im Internet &#252;ber Texte gestolpert bin, die mir eine v&#246;llig neue Sichtweise auf die Wirtschaft darboten, warte ich darauf, da&#223; es kracht&#8230; F&#252;r mich war am &#252;berzeugendsten die Kombination meiner naturwissenschaftlich-mathematischen Kenntnisse aus dem POS-Unterricht mit dem Aufzeigen einer Zinseszins-Kurve. Jede Bank wirbt damit, da&#223; bei ihr angelegtes Verm&#246;gen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich im Jahr 2001 im Internet &#252;ber Texte gestolpert bin, die mir eine v&#246;llig neue Sichtweise auf die Wirtschaft darboten, warte ich darauf, da&#223; es kracht&#8230;</p>
<p>F&#252;r mich war am &#252;berzeugendsten die Kombination meiner naturwissenschaftlich-mathematischen Kenntnisse aus dem POS-Unterricht mit dem Aufzeigen einer Zinseszins-Kurve. Jede Bank wirbt damit, da&#223; bei ihr angelegtes Verm&#246;gen sich in einem bestimmten Zeitraum Dank Zins &amp; Zinseszins verdoppelt. Das klingt gut, l&#228;&#223;t aber zwei Dinge au&#223;er acht: Zeit und Grenzen.</p>
<p>Der Mensch in den westlichen Zivilisationen lebt, als g&#228;be es kein Morgen. Er konsumiert unbewu&#223;t, l&#228;&#223;t sich durch Filter leiten, die Werbung zwischen Netzhaut und Hirn gezogen hat und ist nur selten in der Lage, die tiefergehenden Wirkungen seines Handelns zu beurteilen. Sein Weltbild ist von der industriellen Revolution gepr&#228;gt und ihm fehlt das Gef&#252;hl, da&#223; es ein <strong>davor</strong> und ein <strong>danach</strong> gibt. Wir &#252;bersehen gern: Unser heutiges Wirtschaftssystem gibt es &#8211; ja nach Sichtweise &#8211; vielleicht gerade einmal 300 Jahre, wobei beispielsweise die deutsche Volkswirtschaft bereits mehrere Reboot-Vorg&#228;nge erleben durfte (Weltkriege + Inflation). Wir haben als Menschheit keine (bekannte!) Erfahrung in der l&#228;ngerfristigen Anwendung eines solchen Wirtschaftssystems und f&#252;r mich ist ganz klar: Ein Wirtschaftssystem, welches seinen Akteuren eine dauerhafte Verzinsung des eingesetzten Kapitals gr&#246;&#223;er 0% verspricht, gaukelt ihnen etwas vor. David Copperfield k&#246;nnte die Illusionen nicht besser darstellen.</p>
<p>Exponentielles Wachstum findet sich in unserem Wirtschaftsweltbild ja nicht nur auf Seiten der Geldverm&#246;gen. Wer ein wenig buchhalterisches Wissen besitzt dem brauche ich nicht erkl&#228;ren, da&#223; sich im Gleichklang mit den Geldverm&#246;gen auch die Geldschulden exponentiell entwickeln. Wer dieser Tage in den Medien h&#228;ufiger &#252;ber das Wort &#8220;Kredit&#8221; stolpert, sollte Zusammenh&#228;nge erf&#252;hlen&#8230; Da Geld nur Information ist, die man nicht essen kann, repr&#228;sentiert jede Geldeinheit den Anspruch auf ein St&#252;ckchen Leistungskraft der &#214;konomie. Ein Br&#246;tchen hier, ein Haarschnitt da, eine Reise dort &#8211; doch nur wenn die <strong>Menge der Anspr&#252;che</strong> mit der <strong>H&#246;he der Leistungskraft</strong> korreliert, nur dann ist es wahrscheinlich, da&#223; die Geldbesitzer ihre Lottoscheine auch einl&#246;sen k&#246;nnen. So lange alle so tun, als funktioniere dies, so lange merkt auch keiner, wenn zuviel Geld zu wenig Leistungskraft gegen&#252;bersteht. Wehe, wenn die Illusion Risse bekommt&#8230;</p>
<p>Grenzen. Das sinnlich wahrnehmende Individuum sieht keine Grenzen, wenn es sich auf diesem Planeten bewegt. Es kann dreimal um den Globus laufen, ohne an sein Ende zu sto&#223;en. Nat&#252;rlich: Das Raumschiff Erde ist gro&#223;, da fallen Grenzen erst sp&#228;t auf. Und so lange unser Wirtschaftssystem Platz zum Erobern neuer <span style="text-decoration: line-through;">R&#228;ume</span>M&#228;rkte hatte, so lange seine Leistungsbasis st&#228;ndig erweitert werden konnte, so lange wurden auch im Wirtschaftsversum keine Grenzen wahrnehmbar. Doch was kommt <strong>nach</strong> der Globalisierung? Die Raumfahrt tuckelt den CEOs leider hinterher, Filialen auf dem Mars scheinen aktuell in zu weiter Ferne, um dem exponentiellen Expansionsdrang eine neue Grundlage zu geben. Doch was ist, wenn die Finanzm&#228;rkte weitere zinseszinsbefeuerte Expansion fordern und die realwirtschaftliche Grundlage nicht hinterherwill?</p>
<p>Oder nicht <em>kann</em>?  Denn Grenzen gibt es nicht nur rein r&#228;umlich, es gibt sich auch in anderen Bereichen. Menschliche Belastung beispielsweise. Oder &#214;l: Das Stichwort Peak Oil ist in meiner Tageszeitung immer noch nicht angekommen. Es besagt, da&#223; die F&#246;rdergeschwindigkeit von &#214;l mit der Verbrauchsgeschwindigkeit nicht Schritt halten kann. Als Begr&#252;ndung ist zu h&#246;ren, da&#223; die seit Jahren und Jahrzehnten angezapften Erd&#246;l-L&#228;ger mit sinkenden Reserven auch sinkenden Druck ausgesetzt sind, wobei gleichzeitig die sich zunehmend industrialisierenden L&#228;nder in Asien und Afrika den Verbrauch in ungekannte H&#246;hen jagen. Wo sich Verbrauchskurve und Produktionskurve in einem entsprechenden Diagramm kreuzen, dort sind steigende &#214;l-Preise und &#214;lknappheit programmiert. Was bedeutet das in Volkswirtschaften, bei denen G&#252;ter &#252;ber gro&#223;e Distanzen zur Versorgung der Bev&#246;lkerung transportiert werden m&#252;ssen und die Menschen t&#228;glich ihr F&#228;&#223;chen &#214;l brauchen, um &#8220;auf Arbeit&#8221; zu kommen? Ich war bei der <a title="wikipedia: &#214;lkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lkrise#Die_erste_.C3.96lkrise_1973" target="_blank">ersten &#214;lkrise</a> nicht dabei, vielleicht erinnern sich &#8220;die Alten&#8221; noch&#8230; !?</p>
<p>5 Jahre gebe ich dem aktuellen System f&#252;r eine gro&#223;e Umstrukturierung. Irgendwo zwischen 2007 und 2012  werden manche Illusionen dem Publikum offbart. Auswirkungen? Ungewi&#223;. Bis auf eines: &#196;nderungen sicher&#8230;</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Wenn in China im Jahr 2030 auf 3 Menschen 4 Autos k&#228;men wie heute bei uns [USA], w&#228;ren das 1,1 Milliarden Autos. Die gesamte Weltflotte liegt derzeit bei 800 Millionen. China w&#252;rde dann t&#228;glich 99 Millionen Barrel &#214;l verbrauchen. Heute liegt die Weltproduktion bei 84 Millionen t&#228;glich. Und das l&#228;sst sich nicht wesentlich steigern.</p>
<p class="MsoNormal">China zeigt uns eines ganz deutlich: Das westliche Modell einer &#246;labh&#228;ngigen, autozentrierten Wegwerfgesellschaft funktioniert dort nicht. Und es funktioniert nicht f&#252;r Indien, wo bald vielleicht sogar noch mehr Menschen leben und nicht f&#252;r die 3 Milliarden Menschen in den Entwicklungsl&#228;ndern, die ebenfalls den amerikanischen Traum tr&#228;umen.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">Lester Brown, <span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman';">Pr&#228;sident <a href="http://www.earth-policy.org/" target="_blank">Earth Policy Institute</a></span></p>
</blockquote>
<p>Und es bleibt die Frage: Wenn es dort nicht funktioniert, wie lange kann es dann (noch) bei uns funktionieren?</p>]]></content:encoded>
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