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	<title>Feldpolitik &#187; kinder</title>
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		<title>Die 20%-Demokratie</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 17:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;. In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;.</p>
<p>In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und wie vorhersagbar hat die CDU-Kandidatin Helma Orosz die Wahl im zweiten Wahl<span style="text-decoration: line-through;">kampf</span>gang gewonnen. Die <a href="http://www.sz-online.de/special/wahl2008/popup.asp" target="_blank">SZ-Hochrechnung sch&#228;tzt</a> (Stand 18:52 Uhr), da&#223; die ehemalige Kinderg&#228;rtnerin und derzeitige s&#228;chsische Sozialministerin etwa 64% der Stimmen bekommen hat &#8211; bei einer Wahlbeteiligung von 33%. Damit ist sie<strong> von 21% der Dresdner Wahlberechtigten gew&#228;hlt</strong>, wird aber nat&#252;rlich trotzdem <strong>100%</strong> der Sch&#228;fchen regieren. Die Gr&#246;&#223;e jener Gruppe, die letztlich die Stadtregierung legitimiert, d&#252;rfte sich also langsam jener Gr&#246;&#223;enordnung n&#228;hern, die gr&#246;&#223;ere Lobbyorganisationen normalerweise vertreten.</p>
<p>Die Tendenz, da&#223; immer weniger Leute w&#228;hlen gehen, h&#228;lt also an. Nicht nur das <a href="http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/1061177.html" target="_blank">Vertrauen in die Marktwirtschaft</a> scheint Schaden genommen zu haben, auch der Glaube an die Demokratie. Dabei sind Fehlentwicklungen im bundesdeutschen System bereits an jener Stelle eingebaut, da&#223; gar nicht alle w&#228;hlen d&#252;rfen, die von den Volksvertretern dann regiert werden. So waren in der BRD im Jahr 2006 etwa 20% der Menschen j&#252;nger als 20 Jahre [<a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Bevoelkerung/Content100/lrbev01ga,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">destatis</a>] und auch im Jahr 2008 d&#252;rften etwa 20% der Einwohner Teenager und j&#252;nger sein. Da man erst ab 18 Jahren &#252;berhaupt w&#228;hlen darf, bedeutet dies, da&#223; fast ein F&#252;nftel der Gesellschaft gar kein politisches Mitspracherecht hat: Kinder und Jugendliche. Ihre Meinung z&#228;hlt nicht, sie haben keine Stimme. &#8220;Kinder sind unsere Zukunft&#8221; bleibt blo&#223;es Politikergeschwafel, so lange dies so ist.</p>
<p>Sollte es gew&#252;nscht sein, da&#223; sich wieder mehr Menschen in die Politik einbringen, so m&#252;&#223;te ein erster Schritt darin bestehen, Kindern und Jugendlichen das Wahlrecht zuzusprechen bzw. ihren Eltern zus&#228;tzliche Stimmen zuzugestehen. Wie w&#228;r&#8217;s Frau Orosz, tun Sie sich, der Demokratie, mir und Herbert Gr&#246;nemeyer einen Gefallen: <strong>Kinder an die Macht!</strong></p>]]></content:encoded>
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