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	<title>Feldpolitik &#187; globalisierung</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>In Zukunft ohne Rechthaberindustrie</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 10:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welt ist im Wandel. Wir wissen es, seitdem Elektroautos Mainstream geworden sind, obwohl die Vorausschauenden auf sie seit den 90ern warten. Wir wissen es, seitdem es der Zinseszins in die Primetime geschafft hat. Wir ahnten es seit dem 11. September, f&#252;hlten es n&#228;herr&#252;cken seit dem finanziell wackeligen Herbst 2008 und wissen nun: Die Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist im Wandel.</p>
<p>Wir wissen es, seitdem Elektroautos Mainstream geworden sind, obwohl die Vorausschauenden auf sie seit den 90ern warten. Wir wissen es, seitdem es <a href="http://humane-wirtschaft.posterous.com/dirk-muller-erklart-bei-markus-lanz-ein-prinz" target="_blank">der Zinseszins in die Primetime</a> geschafft hat. Wir ahnten es seit dem 11. September, f&#252;hlten es n&#228;herr&#252;cken seit dem finanziell wackeligen Herbst 2008 und wissen nun: Die Zeit ist reif.</p>
<p>Doch wohin gehen wir? <a href="http://km21.org/ueberlegungen/kai_und_ei_90er.html" target="_blank">Was kommt nach dem Kapitalismus?</a> <strong>Das</strong> wissen wir nicht! Dabei sollten wir langsam anfangen, dar&#252;ber nachzudenken. Denn die Kreuzung, der wir uns n&#228;hern, muss uns l&#228;ngst nicht den Weg f&#252;hren, der sinnvoll w&#228;re. Warnungen, wie wir sie aus &#8220;Matrix&#8221;, &#8220;V wie Vendetta&#8221; oder &#8220;1984&#8243; kennen, sollten wir ernst nehmen. Deshalb werfen wir heute einen Blick zu Telepolis:</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32562/1.html" target="_blank">Lobbyist findet Kinderpornografie angeblich &#8220;gro&#223;artig&#8221;</a> ist der Artikel &#252;berschrieben. Er beschreibt, wie die Lobby der &#8220;Rechteinhaberindustrie&#8221; &#252;ber das Killer-Thema &#8220;Kinderpornos&#8221; versucht, Netzsperren zu installieren, die sp&#228;ter auch dazu genutzt werden k&#246;nnen, andere Inhalte im Internet zu sperren. Vor allem: &#8220;Urheberrechtlich gesch&#252;tzte Inhalte&#8221;.</p>
<p>Die digitale Revolution, deren Teil wir sind, l&#228;&#223;t uns sehen, was ein Baustein einer neuen Welt werden kann: Informationen, die sich frei verbreiten. Was freier Fluss von Informationen und globaler Zugang zu Informationen bedeutet wei&#223; jeder, der &#8220;mal schnell bei Wikipedia&#8221; schaut, Online-Landkarten nutzt oder mehr als eine Internetzeitung liest, um sein Bild von der Welt zu verfeinern. Mitte der 90er war das nicht ansatzweise m&#246;glich, weshalb uns Filme, die damals entstanden und in denen Computer, Mobiltelefone oder Technik-Szenarien vorkommen, fast schon wie aus der Zeit der Pferdekutschen vorkommen. Heute kann man fast weltweit Zugang zu diesem globalen Kommunikationsnetz bekommen, eine Demokratisierung der Wissensbeschaffung ohnegleichen! W&#228;hrend die M&#246;nche in den Kl&#246;stern B&#252;cher per Hand kopierten, revolutionierte Gutenberg mit dem Buchdruck die Informationsverbreitung. Angesichts der Echtzeit der Informationsverbreitung und der F&#252;lle der Informationen sind wir heute in einem v&#246;llig anderen Universum angekommen. Doch der Industrie gef&#228;llt das nicht. Sie will ihr Wissen monopolisiert wissen, weil sich deshalb Monopolrenditen statt angemessenem Unternehmerlohn herausschlagen l&#228;&#223;t. Und sie haben Gr&#252;nde! Tausende Arbeitspl&#228;tze sind in Gefahr. Milliardenums&#228;tze sind bedroht. <strong>Raubkopierer sind Verbrecher</strong>! So als w&#252;rde jemandem etwas fehlen, wenn ein anderer es <strong>auch</strong> besitzt.</p>
<p>Wir leben am Rande zweier Universen. Es liegt in unserer Hand, uns zu entscheiden. Denn zwei Philosophien treffen aufeinander: Die Philosophie des Eigentums und &#8211; etwas anderes. Wir kommen aus der Eigentumsgesellschaft. Ich will nicht mutma&#223;en, wann sie begann. Anhand der Diskussion um &#8220;geistiges Eigentum&#8221; zeigt sich jedoch, da&#223; es schwer ist, unseren Eigentumsbegriff der Vergangenheit einfach so in die Zukunft zu &#252;bertragen. Wem geh&#246;ren Informationen? Wem geh&#246;rt Wissen? Dem ersten, der etwas sagte, schrieb oder dachte? Dem, der es &#8220;patentiert&#8221;?</p>
<p>Da&#223; Wissen Eigentum ist, war bis hierher schon fast &#8220;nat&#252;rlich&#8221;. Es gab wenige M&#246;glichkeiten, es zu verbreiten, was das Geheimhalten erleichterte. Heute gen&#252;gen ein paar Fingerbewegungen und ganze Bibliotheken sind kopiert und k&#246;nnen in sekundenschnelle auf der anderen Seite des Planeten genutzt werden. Es gibt Gr&#252;nde, warum das problematisch ist. N&#228;mlich dann, wenn der Aufwand, der zur Erstellung des Wissens n&#246;tig war, nicht belohnt wird. Gut m&#246;glich, da&#223; nur noch wenige Idealisten den Aufwand betreiben wollen, um k&#252;nftig neues Wissen nutzbar zu machen. Doch &#8211; aus planetarischer Sicht &#8211; ist es ebenso problematisch, Wissen zur&#252;ckzuhalten. Warum m&#252;ssen hunderttausend Kranke sterben, obwohl Medikamente existieren, aber nicht hergestellt werden d&#252;rfen, weil die &#8220;Rechte&#8221; bei irgendwelchen Leuten liegen. Gier ist geil, schon klar. Weshalb unser k&#252;nftiger Umgang mit Informationen auch dar&#252;ber entscheidet, welchen Weg unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem geht. Denn nat&#252;rlich entsteht aus immateriellem Wissen materielle G&#252;ter. Schaltpl&#228;ne und Baupl&#228;ne. Rezepte und Algorithmen. Anleitungen und Zusammenh&#228;nge. Das ist alles kopierbares Material, welches sich in Maschinen und Medikamente, Geb&#228;ude und Werkzeuge verwandeln kann. Materielle Produkte, die uns allen helfen k&#246;nnen!</p>
<p>Seit Jahren sprechen wir &#252;ber Globalisierung. Seit Jahren wird mit ihr vor allem eines verbunden: Wirtschaftliche Expansion, weltumspannende Ausbeutung von Mensch und Natur, Anpassungsdruck an uns alle. Wo aber bleibt das globale Bewusstsein? Wer setzt sich die globale Brille auf, um sich die Welt des Eigentums einmal im planetaren Kontext anzuschauen? Begreifen wir uns als Spezies, als Schicksalsgemeinschaft unseres Planeten, als Besatzung des <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/987915/" target="_blank">Raumschiffs Erde</a>, dann w&#228;re es nur logisch, die Bibliotheken zu &#246;ffnen, das Wissen jedem verf&#252;gbar zu machen und den Beanspruchern des Geistes den Mittelfinger zu zeigen. <strong>Geistiges Eigentum ist geistiger Kleinmut!</strong> Egoismus in Reinform.</p>
<p>Wie wir das Problem l&#246;sen, da&#223; &#8220;dann niemand mehr forschen will&#8221;? Dieses Argument halte ich f&#252;r Unsinn. So lange es Probleme gibt, wird jemand versuchen, sie zu l&#246;sen. Albert Einstein war genau wie Niklas Luhmann Beamter, kein professioneller Forscher in industriellen Forscherteams! James Watt und Gutenberg d&#252;rften sich genau wie die Erfinder des Rades nicht deswegen an die Arbeit gemacht haben, weil sie sich eine &#252;berlebenslange Rente in Form von Geld versprachen. Dasselbe gilt f&#252;r Autoren, Filmemacher und Musiker. Wer nicht des Spasses wegen kreativ ist, sondern der Gier wegen, dem wird die Kreativit&#228;t geh&#246;rig abgehen. Wie weit kommen wir dann?</p>
<p>Deshalb ein fettes <strong>JA</strong> zur Forderung, das Patentwesen zu reformieren, es an die digitalen Gegebenheiten anzupassen oder gleich: Es abzuschaffen. Ein fettes <strong>NEIN</strong> an die Rechthaberindustrie, das globale Medium Internet zu kastrieren und damit zugleich die Front zur Zensur zu &#246;ffnen. Eure &#8220;Industrie&#8221; ist an einem &#228;hnlichen Punkt angekommen, wie die Kutschenhersteller zu Beginn des Automobilzeitalters. Nehmt es hin! Lasst euch was einfallen! Aber h&#246;rt auf, wie kleine Kinder bockig stehenzubleiben, w&#228;hrend die Karawane weiterzieht.</p>
<p>Das Neue w&#228;chst, wie so oft, in den Nischen. <a href="http://manufakturingruendung.ch/de/open_source_technology_camp" target="_blank">Open Source Technology</a> kommt nach der Open Source Software. Nach den Informatikern sind die Ingenieure dran, ihr Wissen breit zu streuen. Der Ansatz f&#252;hrt uns weiter weg von der alten Eigentumsgesellschaft in eine wahrhaftig globale Welt, in der wir f&#252;r die Menschen auf der anderen Seite des Planeten mitdenken &#8211; und sie f&#252;r uns. Das alte Europa, dessen Teil die meisten Leser dieses Textes sein d&#252;rften, hat ausgedient. Bleibt das Spiel das alte, erdr&#252;cken uns die Schwergewichte Asiens. Mich wird das nicht st&#246;ren, ich lern auch noch chinesisch! Aber wer will, da&#223; seine Kultur erhalten bleibt, der sollte sie weiterentwickeln. Und f&#252;r Europa und speziell die sagenumwobenen Dichter und Denker bedeutet das nicht, sein Wissen einzusperren, sondern es zu verbreiten! Denn nur so kann es mitgestalten, auf dem Planeten in Erinnerung bleiben und Einfluss nehmen auf seine Zukunft.</p>
<p>In diesem Sinne: In Zukunft ohne Rechthaberindustrie!</p>]]></content:encoded>
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		<title>2007 &#8211; 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 16:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitdem ich im Jahr 2001 im Internet &#252;ber Texte gestolpert bin, die mir eine v&#246;llig neue Sichtweise auf die Wirtschaft darboten, warte ich darauf, da&#223; es kracht&#8230; F&#252;r mich war am &#252;berzeugendsten die Kombination meiner naturwissenschaftlich-mathematischen Kenntnisse aus dem POS-Unterricht mit dem Aufzeigen einer Zinseszins-Kurve. Jede Bank wirbt damit, da&#223; bei ihr angelegtes Verm&#246;gen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich im Jahr 2001 im Internet &#252;ber Texte gestolpert bin, die mir eine v&#246;llig neue Sichtweise auf die Wirtschaft darboten, warte ich darauf, da&#223; es kracht&#8230;</p>
<p>F&#252;r mich war am &#252;berzeugendsten die Kombination meiner naturwissenschaftlich-mathematischen Kenntnisse aus dem POS-Unterricht mit dem Aufzeigen einer Zinseszins-Kurve. Jede Bank wirbt damit, da&#223; bei ihr angelegtes Verm&#246;gen sich in einem bestimmten Zeitraum Dank Zins &amp; Zinseszins verdoppelt. Das klingt gut, l&#228;&#223;t aber zwei Dinge au&#223;er acht: Zeit und Grenzen.</p>
<p>Der Mensch in den westlichen Zivilisationen lebt, als g&#228;be es kein Morgen. Er konsumiert unbewu&#223;t, l&#228;&#223;t sich durch Filter leiten, die Werbung zwischen Netzhaut und Hirn gezogen hat und ist nur selten in der Lage, die tiefergehenden Wirkungen seines Handelns zu beurteilen. Sein Weltbild ist von der industriellen Revolution gepr&#228;gt und ihm fehlt das Gef&#252;hl, da&#223; es ein <strong>davor</strong> und ein <strong>danach</strong> gibt. Wir &#252;bersehen gern: Unser heutiges Wirtschaftssystem gibt es &#8211; ja nach Sichtweise &#8211; vielleicht gerade einmal 300 Jahre, wobei beispielsweise die deutsche Volkswirtschaft bereits mehrere Reboot-Vorg&#228;nge erleben durfte (Weltkriege + Inflation). Wir haben als Menschheit keine (bekannte!) Erfahrung in der l&#228;ngerfristigen Anwendung eines solchen Wirtschaftssystems und f&#252;r mich ist ganz klar: Ein Wirtschaftssystem, welches seinen Akteuren eine dauerhafte Verzinsung des eingesetzten Kapitals gr&#246;&#223;er 0% verspricht, gaukelt ihnen etwas vor. David Copperfield k&#246;nnte die Illusionen nicht besser darstellen.</p>
<p>Exponentielles Wachstum findet sich in unserem Wirtschaftsweltbild ja nicht nur auf Seiten der Geldverm&#246;gen. Wer ein wenig buchhalterisches Wissen besitzt dem brauche ich nicht erkl&#228;ren, da&#223; sich im Gleichklang mit den Geldverm&#246;gen auch die Geldschulden exponentiell entwickeln. Wer dieser Tage in den Medien h&#228;ufiger &#252;ber das Wort &#8220;Kredit&#8221; stolpert, sollte Zusammenh&#228;nge erf&#252;hlen&#8230; Da Geld nur Information ist, die man nicht essen kann, repr&#228;sentiert jede Geldeinheit den Anspruch auf ein St&#252;ckchen Leistungskraft der &#214;konomie. Ein Br&#246;tchen hier, ein Haarschnitt da, eine Reise dort &#8211; doch nur wenn die <strong>Menge der Anspr&#252;che</strong> mit der <strong>H&#246;he der Leistungskraft</strong> korreliert, nur dann ist es wahrscheinlich, da&#223; die Geldbesitzer ihre Lottoscheine auch einl&#246;sen k&#246;nnen. So lange alle so tun, als funktioniere dies, so lange merkt auch keiner, wenn zuviel Geld zu wenig Leistungskraft gegen&#252;bersteht. Wehe, wenn die Illusion Risse bekommt&#8230;</p>
<p>Grenzen. Das sinnlich wahrnehmende Individuum sieht keine Grenzen, wenn es sich auf diesem Planeten bewegt. Es kann dreimal um den Globus laufen, ohne an sein Ende zu sto&#223;en. Nat&#252;rlich: Das Raumschiff Erde ist gro&#223;, da fallen Grenzen erst sp&#228;t auf. Und so lange unser Wirtschaftssystem Platz zum Erobern neuer <span style="text-decoration: line-through;">R&#228;ume</span>M&#228;rkte hatte, so lange seine Leistungsbasis st&#228;ndig erweitert werden konnte, so lange wurden auch im Wirtschaftsversum keine Grenzen wahrnehmbar. Doch was kommt <strong>nach</strong> der Globalisierung? Die Raumfahrt tuckelt den CEOs leider hinterher, Filialen auf dem Mars scheinen aktuell in zu weiter Ferne, um dem exponentiellen Expansionsdrang eine neue Grundlage zu geben. Doch was ist, wenn die Finanzm&#228;rkte weitere zinseszinsbefeuerte Expansion fordern und die realwirtschaftliche Grundlage nicht hinterherwill?</p>
<p>Oder nicht <em>kann</em>?  Denn Grenzen gibt es nicht nur rein r&#228;umlich, es gibt sich auch in anderen Bereichen. Menschliche Belastung beispielsweise. Oder &#214;l: Das Stichwort Peak Oil ist in meiner Tageszeitung immer noch nicht angekommen. Es besagt, da&#223; die F&#246;rdergeschwindigkeit von &#214;l mit der Verbrauchsgeschwindigkeit nicht Schritt halten kann. Als Begr&#252;ndung ist zu h&#246;ren, da&#223; die seit Jahren und Jahrzehnten angezapften Erd&#246;l-L&#228;ger mit sinkenden Reserven auch sinkenden Druck ausgesetzt sind, wobei gleichzeitig die sich zunehmend industrialisierenden L&#228;nder in Asien und Afrika den Verbrauch in ungekannte H&#246;hen jagen. Wo sich Verbrauchskurve und Produktionskurve in einem entsprechenden Diagramm kreuzen, dort sind steigende &#214;l-Preise und &#214;lknappheit programmiert. Was bedeutet das in Volkswirtschaften, bei denen G&#252;ter &#252;ber gro&#223;e Distanzen zur Versorgung der Bev&#246;lkerung transportiert werden m&#252;ssen und die Menschen t&#228;glich ihr F&#228;&#223;chen &#214;l brauchen, um &#8220;auf Arbeit&#8221; zu kommen? Ich war bei der <a title="wikipedia: &#214;lkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lkrise#Die_erste_.C3.96lkrise_1973" target="_blank">ersten &#214;lkrise</a> nicht dabei, vielleicht erinnern sich &#8220;die Alten&#8221; noch&#8230; !?</p>
<p>5 Jahre gebe ich dem aktuellen System f&#252;r eine gro&#223;e Umstrukturierung. Irgendwo zwischen 2007 und 2012  werden manche Illusionen dem Publikum offbart. Auswirkungen? Ungewi&#223;. Bis auf eines: &#196;nderungen sicher&#8230;</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Wenn in China im Jahr 2030 auf 3 Menschen 4 Autos k&#228;men wie heute bei uns [USA], w&#228;ren das 1,1 Milliarden Autos. Die gesamte Weltflotte liegt derzeit bei 800 Millionen. China w&#252;rde dann t&#228;glich 99 Millionen Barrel &#214;l verbrauchen. Heute liegt die Weltproduktion bei 84 Millionen t&#228;glich. Und das l&#228;sst sich nicht wesentlich steigern.</p>
<p class="MsoNormal">China zeigt uns eines ganz deutlich: Das westliche Modell einer &#246;labh&#228;ngigen, autozentrierten Wegwerfgesellschaft funktioniert dort nicht. Und es funktioniert nicht f&#252;r Indien, wo bald vielleicht sogar noch mehr Menschen leben und nicht f&#252;r die 3 Milliarden Menschen in den Entwicklungsl&#228;ndern, die ebenfalls den amerikanischen Traum tr&#228;umen.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">Lester Brown, <span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman';">Pr&#228;sident <a href="http://www.earth-policy.org/" target="_blank">Earth Policy Institute</a></span></p>
</blockquote>
<p>Und es bleibt die Frage: Wenn es dort nicht funktioniert, wie lange kann es dann (noch) bei uns funktionieren?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Globalisierung gestalten durch regionales Geld</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 08:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[feld.versuche]]></category>
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		<description><![CDATA[Anl&#228;&#223;lich der Meldung &#8220;Erste s&#228;chsische Regionalw&#228;hrung &#8220;Zschopautaler&#8221; startet am 17. August 2007&#8221; m&#246;chte ich ein paar Worte zu diesem Ph&#228;nomen verlieren, welches ich f&#252;r extrem bedeutsam halte. Nicht nur, weil schon der Gedanke (r)evolution&#228;r erscheint, da&#223; eine Gruppe von Akteuren ihr eigenes Geld macht, sondern auch, weil ich die Wirkung von regionalem Geld im Prozess [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anl&#228;&#223;lich der Meldung &#8220;<a title="Zschopautaler" href="http://www.openpr.de/news/149760/Erste-saechsische-Regionalwaehrung-Zschopautaler-startet-am-17-August-2007.html" target="_blank">Erste s&#228;chsische Regionalw&#228;hrung &#8220;Zschopautaler&#8221; startet am 17. August 2007</a>&#8221; m&#246;chte ich ein paar Worte zu diesem Ph&#228;nomen verlieren, welches ich f&#252;r extrem bedeutsam halte. Nicht nur, weil schon der Gedanke (r)evolution&#228;r erscheint, da&#223; eine Gruppe von Akteuren <em>ihr eigenes Geld </em>macht, sondern auch, weil ich die Wirkung von regionalem Geld im Prozess der Globalisierung f&#252;r wegweisend halte. Ja ich will sogar soweit gehen: Regionalgeld bietet den Menschen die M&#246;glichkeit, sich an der Gestaltung des Prozesses namens &#8220;Globalisierung&#8221; &#252;berhaupt zu beteiligen!</p>
<p>Wo hat mensch denn heute noch Mitsprachem&#246;glichkeiten? In der Politik durchs Kreuzchenmachen alle 4 Jahre? Durch Abstimmung mit den F&#252;&#223;en, indem man &#8220;nach dr&#252;ben&#8221; geht? Die Macht des Geldbeutels ist die einzige Macht, die Konsumenten noch bleibt, aber selbst diese wird zunehmend beschnitten, indem immer mehr Produktionsprozesse sich in immer weniger H&#228;nden sammeln. Allein die Tatsache, da&#223; Regionalgeld Alternativen zur bestehenden Monopolisierung des Geldsystems und der damit einhergehenden Einbahnstra&#223;enmentalit&#228;t der &#214;konomie m&#246;glich macht, allein das ist es Wert, diese Entwicklung zu beobachten und zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Ich habe die letzten feldpolitik-armen Monate und Jahre damit verbracht, mich mit diesem Thema intensiv zu befassen. Intensivere Auseinandersetzungen finden sich auf <a title="Regionalgeld f&#252;r eine neue Art zu Wirtschaften" href="http://www.regionales-wirtschaften.de" target="_blank">www.regionales-wirtschaften.de</a>. Wir haben dem Regiogeld-Verband ein neues Image samt Imagemappe und Messestand gebaut und auch eine neue Webseite wird demn&#228;chst folgen. Ziel des Ganzen: Die Idee zu verbreiten und Unterst&#252;tzer zu finden. F&#246;rdermitglieder jederzeit willkommen: <a href="http://www.regiogeld.de/" target="_blank">www.regiogeld.de</a></p>
<p>&#220;ber 50 Regiogeld-Initiativen und ca. 20 umlaufende Regionalgelder gibt es inzwischen im deutschsprachigen Raum. &#220;ber 2000 Unternehmen akzeptieren solche alternativen Zahlungsmittel und dank der lokalen Arbeit der einzelnen Initiativen werden es t&#228;glich mehr. Das Werkzeug Regionalgeld hilft nicht nur, neue Netzwerke zwischen den meist kleinen Firmen zu kn&#252;pfen, es sorgt auch daf&#252;r, da&#223; die Kaufkraft nicht unbedingt in die Kan&#228;le der riesigen global operierenden Firmen flie&#223;t. Das ist bei den aktuellen Gr&#246;&#223;enordnungen dieses Ph&#228;nomens alles andere als spektakul&#228;r, aber es l&#228;&#223;t vielleicht erahnen, was sich entwickeln kann. (Hinzu kommt: Das Vertrauen in das etabliertes Wirtschaftssystem ist <a href="http://feldpolitik.de/2007/07/30/weltwirtschaftwackelt/">auf wackeligem Sand gebaut</a>.)</p>
<p>Viel Erfolg den Menschen im Zschopautal, viel Erfolg den anderen Regiogeld-Initiatoren. M&#246;ge die Idee sich verbreiten und m&#246;ge jeder einmal die interessante Erfahrung machen, mit &#8220;Selbstgemachtem&#8221; einkaufen zu gehen&#8230;</p>]]></content:encoded>
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