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	<title>Feldpolitik &#187; geld</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Geld ohne Schuld? Unm&#246;glich!</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 13:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[geld]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich vorgestern beim Umundu-Festival bei Film &#38; Vortrag in der Diskussionsrunde mal wieder vor der Aufforderung stand, wir m&#246;gen doch schuldfreies Geld herstellen, will ich heute mal versuchen, diesen Punkt &#8220;auseinanderzunehmen&#8221;. Und w&#252;rde mich freuen, wenn sich eine Diskussion entspinnt&#8230; Gibt es Geld ohne Schuld? Aus meiner Sicht: Nein! Das heutige Geld wird geschaffen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vorgestern beim <a href="http://www.umundu.de/umundu10_waldviertel_geld" target="_blank">Umundu-Festival</a> bei Film &amp; Vortrag in der Diskussionsrunde mal wieder vor der Aufforderung stand, wir m&#246;gen doch schuldfreies Geld herstellen, will ich heute mal versuchen, diesen Punkt &#8220;auseinanderzunehmen&#8221;. Und w&#252;rde mich freuen, wenn sich eine Diskussion entspinnt&#8230;</p>
<p>Gibt es Geld ohne Schuld? Aus meiner Sicht: Nein! Das heutige Geld wird geschaffen, indem jemand einen Kredit nimmt. Die H&#246;he des Kredits, den die Zentralbank gew&#228;hrt, entspricht also der Menge des Geldes, das bei diesem Sch&#246;pfungsakt entsteht. Geld und Kredit sind zwei Seiten derselben Medaille, weshalb jeder, der fordert, man m&#246;ge die Staatsschulden verkleinern zugleich erkl&#228;ren muss, wessen Geldverm&#246;gen parallel verkleinert werden sollen&#8230;</p>
<p>Da sich aus der Kredithaftigkeit des Geldes und vor allem dessen heutiger Zinslast aber diverse Probleme ergeben (Stichworte Zinssystem, Debitismus), kommt immer &#246;fter die Forderung auf, Geld zu konstruieren, was ohne Kredit in die Welt kommt. Aber geht das?</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnte man Geld einfach so &#8220;verteilen&#8221;. Egal ob elektronisches Geld oder materielles Geld (&#8220;gedruckt&#8221; oder &#8220;golden&#8221;), im Moment der Geldsch&#246;pfung k&#246;nnte man es nat&#252;rlich einfach an jeden Wirtschaftsteilnehmer in einer gewissen H&#246;he ausgeben &#8211; vorausgesetzt es ist bei der materiellen Fassung genug Materie da, die sich verteilen l&#228;&#223;t (ein Problem, was bei elektronischem/Buchgeld nicht auftritt). Die Schuld-Freiheit ist dabei aber nur Illusion. Sie existiert nur in dem Moment, wo die &#8220;Geldscheine&#8221; zwar verteilt, aber noch gar kein &#8220;funktionierendes Geld&#8221; sind. So lange n&#228;mlich jeder Wirtschaftsteilnehmer nur passive Scheine in die Hand bekommt, handelt es sich nur um Papier, welches erst dann Zahlungsmittel wird, wo es andere als Zahlungsmittel akzeptieren! In dem Moment aber, wo <strong>nach</strong> der Verteilung/Sch&#246;pfung dieses angeblich schuldfreien Geldes die Zahlungsvorg&#228;nge in Gang kommen &#8211; also das eigentliche Wirtschaften beginnt, f&#252;r das man Geld braucht &#8211; entstehen wieder Schuldverh&#228;ltnisse! Denn: Wer seine &#8220;Geldscheine&#8221; <strong>ausgibt</strong>, bekommt daf&#252;r Leistung. Wer &#8220;Geldscheine&#8221; <strong>annimmt</strong> und daf&#252;r Leistung hergibt, hat <strong>Anspruch</strong> auf Leistung anderer. Die eingenommenen &#8220;Geldscheine&#8221; dokumentieren diesen Anspruch, sie selbst sind aber nicht die Erf&#252;llung dieses Anspruchs (Stichwort: Geld kann man nicht essen!). Sobald also Geld den Besitzer wechselt, haben wir ein Schuld-Verh&#228;ltnis, denn der &#8220;K&#228;ufer&#8221; hat (an sich wertlose) Geldscheine gegen (wertvolle) Leistung gewechselt und schuldet nun eine Gegenleistung. Der &#8220;Verk&#228;ufer&#8221; hat (wertvolle) Leistung erbracht und daf&#252;r (an sich wertlose) Geldscheine erhalten. Verwehrt man dem &#8220;Geldscheinbesitzer&#8221; nun die Wiedereinl&#246;sung seiner &#8220;Geldscheine&#8221;, betr&#252;gt man ihn, denn er hat Leistung erbracht ohne Gegenleistung zu gekommen. Kein Geldsystem w&#252;rde solcherlei Betr&#252;gereien &#252;berleben, die Leistenden w&#252;rden sich vertrauensw&#252;rdigere Verrechnungssysteme suchen. Daraus ergibt sich: Sobald Geld, egal wie es auf die Welt kommt, als Leistungsvermittler eingesetzt wird, entstehen Schuld-Verh&#228;ltnisse. Diese Schuld-Verh&#228;ltnisse beziehen sich weniger auf die &#8220;wir schulden uns Geld&#8221;-Ebene, sie beziehen sich auf die &#8220;wir schulden uns Leistung&#8221;-Ebene.</p>
<p>Geld ohne Schuld zu sch&#246;pfen bedeutet also: Papier zu bedrucken, welches nur so lange schuldfrei ist, wie es seinem eigentlichen Zweck &#8211; Tauschmittel! &#8211; <strong>nicht </strong>zugef&#252;hrt wird! Sobald bedrucktes Papier, unabh&#228;ngig davon, wie es in die Welt kam, jedoch <strong>als Tauschmittel benutzt</strong> wird, entstehen Schuld-Verh&#228;ltnisse, die das Geld dokumentiert.</p>
<p>Daraus schlu&#223;folgere ich: Geld ohne Schuld herstellen zu wollen kommt dem Versuch gleich, eine Medaille mit nur einer Seite herstellen zu wollen.</p>
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		<title>Gesucht: OpenHardware-Produzent</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 21:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[geld]]></category>
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		<description><![CDATA[Schade, da&#223; es sowas noch nicht als OpenHardware gibt:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schade, da&#223; es sowas noch nicht als OpenHardware gibt:</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/3BP5ax1qs5o" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3BP5ax1qs5o" /></object></p>
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		<title>Plutokratie &amp; Feudalismus</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/12/30/plutokratie-feudalismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 20:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[feld.politik]]></category>
		<category><![CDATA[geld.wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[staatsschulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Telepolis-Artikel m&#246;chte ich empfehlen: Rainer Sommer geht der Frage nach, wer eigentlich die fast 1,9 Billionen Dollar zur Verf&#252;gung gestellt hat, die die US-Regierung im Krisenjahr als Neuschulden aufgenommen hat. Das Fazit liest sich nicht grade so, als h&#228;tte das Geld jemand &#252;brig gehabt&#8230; Ein zweiteiliges Gespr&#228;ch mit dem Soziologen Hans J&#252;rgen Krysmanski ber&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Telepolis-Artikel m&#246;chte ich empfehlen:</p>
<ul>
<li>Rainer Sommer geht der Frage nach, <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31798/1.html" target="_blank">wer eigentlich die fast 1,9 Billionen Dollar zur Verf&#252;gung gestellt</a> hat, die die US-Regierung im Krisenjahr als Neuschulden aufgenommen hat. Das Fazit liest sich nicht grade so, als h&#228;tte das Geld jemand &#252;brig gehabt&#8230;</li>
<li>Ein zweiteiliges Gespr&#228;ch mit dem Soziologen Hans J&#252;rgen Krysmanski ber&#252;hrt wichtige Aspekte des Systems. In &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31762/1.html" target="_blank">Wer die F&#228;den zieht</a>&#8221; analysiert er den Kreis der Reichen und Superreichen und ihre Rolle in unserer Welt. Sein Fazit, da&#223; wenige Millionen den Planeten (mit mehreren Milliarden) beherrschen, f&#252;hrt sinnvollerweise nicht zu einer der &#252;blichen Verschw&#246;rungstheorien, sondern zeigt eher auf, wie die Mechanismen der Machtaus&#252;bung mittels Geld funkionieren. Im zweiten Teil traut sich der marxistisch gepr&#228;gte Krysmanski auch, die Frage der Staatsverschuldung anzugehen: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31763/1.html" target="_blank">&#8220;&#220;ber die Identit&#228;t der Gl&#228;ubiger des Schuldners Staat wird nie gesprochen&#8221;</a>. In der marxistischen Szene ist es nicht &#252;blich, die Schulden- und damit verbundene Zinsproblematik anzusprechen. Die Richtung des Interviews empfinde ich deshalb als angenehm, weil Krysmanski Ans&#228;tze durchblicken l&#228;&#223;t, mit der die Plutokratie zu brechen ist.</li>
</ul>
<p>Und dazu ein Blick ins Handelsblatt:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/essays/essay-die-weltwirtschaft-sucht-eine-neue-ordnung;2505961" target="_blank">Essay: Die Weltwirtschaft sucht eine neue Ordnung</a></li>
</ul>
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		<title>Weltw&#228;hrung voraus. US-Epoche endet.</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/03/24/weltwaehrung-voraus-us-epoche-endet/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 15:59:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[feld.politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltwährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Staatspr&#228;sident hat eine Rede geredet. Nicht nur, da&#223; er dort dauerhaftes Wirtschaftswachstum in Frage stellt, er fordert auch eine neue W&#228;hrung. Eine W&#228;hrung f&#252;r die Welt: Ich bleibe bei meinem Vorschlag, ein Bretton Woods II unter dem Dach der Vereinten Nationen zu organisieren, um eine grunds&#228;tzliche Reform der internationalen Wirtschafts- und Finanzordnung voranzutreiben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Staatspr&#228;sident hat <a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.653300/Berliner-Rede-2009-von-Bundesp.htm" target="_blank">eine Rede geredet</a>. Nicht nur, da&#223; er dort dauerhaftes Wirtschaftswachstum in Frage stellt, er fordert auch eine neue W&#228;hrung. Eine W&#228;hrung f&#252;r die Welt:</p>
<blockquote><p>Ich bleibe bei meinem Vorschlag, ein Bretton Woods II unter dem Dach der<br />
Vereinten Nationen zu organisieren, um eine grunds&#228;tzliche Reform der<br />
internationalen Wirtschafts- und Finanzordnung voranzutreiben. Wir<br />
brauchen ein neues, durchdachtes Weltw&#228;hrungssystem und ein politisches<br />
Verfahren f&#252;r den Umgang mit globalen Ungleichgewichten. (&#8230;) Die<br />
Europ&#228;ische Union sollte die Chance nutzen, dieses Friedensprinzip in eine<br />
neue &#196;ra der kooperativen Weltpolitik einzubringen. Wir wollen dabei aber<br />
weiter sorgsam darauf achten: Was die Menschen vor Ort selbst besser<br />
entscheiden k&#246;nnen, das bleibt ihnen auch in Zukunft &#252;berlassen. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Er fordert also eine Weltw&#228;hrung f&#252;r globalen Handel, die nicht der Dollar ist oder eine andere nationale W&#228;hrung, sondern einer unabh&#228;ngigen global organisierten Instanz untersteht: Den Vereinten Nationen. Damit w&#252;rde der n&#228;chste Schritt der Globalisierung in Angriff genommen: Ein politisches Dach f&#252;r unseren Planeten, der bislang vor allem von &#246;konomischen Interessen regiert wird. Doch K&#246;hler sagt auch, dass trotz aller globaler Strukturen die Menschen vor Ort das entscheiden solllen, was sie selbst entscheiden k&#246;nnen. <a title="wikipedia:Subsidiarit&#228;tsprinzip" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subsidiarit%C3%A4tsprinzip" target="_blank">Subsidiarit&#228;t</a> per excellence.</p>
<p>Interessant ist, da&#223; dieselben Signale derzeit aus China kommen:</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/international/:Zweifel-am-Dollar-China-fordert-neue-Weltw%E4hrung/491360.html" target="_blank">FTD: Zweifel am Dollar: China fordert neue Weltw&#228;hrung</a></p>
<p>Das us-amerikanische Zeitalter endet. Die Neugestaltung des Dollars nach dem Vietnam-Krieg von einer Gold-W&#228;hrung zu einer &#214;l-W&#228;hrung hat fast 40 Jahre lang immense Vorteile f&#252;r 250 Millionen Menschen auf dem 6-Milliarden-Planeten gebracht. Diese Zeit, so zeichnet sich ab, ist vorbei. Nicht nur, da&#223; die USA ihre Schulden beim Rest des Planeten nicht mehr begleichen k&#246;nnen, auch hat sich das dort ausufernde profitorientierte Wirtschaftssystem &#252;berholt. Eine Weltw&#228;hrung, die f&#252;r die Verrechnungen von Importen und Exporten nutzbar w&#228;re, w&#252;rde das Ungleichgewicht beenden, welches die Nationalw&#228;hrung Dollar dem Rest der Welt bedeutete. Die Vorteile f&#252;r die Geldmacher in Nordamerika w&#228;ren dahin, die Nachteile f&#252;r den Rest der Welt ebenso.</p>
<p>Was in riesigen W&#228;hrungsr&#228;umen bleibt, und daran wird auch eine Weltw&#228;hrung nichts &#228;ndern, ist die Tendenz, Geld in manchen geografischen R&#228;umen zu konzentrieren und aus anderen &#8220;abzusaugen&#8221;. Eine Weltw&#228;hrung als alleiniges Zahlungsmittel auf dem Globus w&#252;rde die Vielfalt der Kulturen gleichschalten, St&#228;dte st&#228;rken und l&#228;ndliche Regionen schw&#228;chen, Industriel&#228;nder bevorteilen und Entwicklungsl&#228;nder benachteiligen. Deshalb ist es notwendig, unterhalb der Globalw&#228;hrungsebene weitere W&#228;hrungsebenen zu etablieren. Sonst sind Konflikte und unerw&#252;nschte Nebenwirkungen vorprogrammiert.</p>
<p><a href="http://www.regionales-wirtschaften.de/14.50.0.0.1.0.phtml" target="_blank"><img title="Mehrschichtiges W&#228;hrungssystem" src="http://www.regionales-wirtschaften.de/bilder/mehrschichtiges-waehrungssystem.jpg" alt="Mehrschichtiges W&#228;hrungssystem" width="600" height="450" /></a></p>
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		<title>Unternehmen horten Bares: Die selbstverst&#228;rkende Krisenschraube</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/03/23/unternehmen-horten-bares-die-selbstverstaerkende-krisenschraube/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 15:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[geld.wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[finanzsystem]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Besondere an der &#8220;Naturkatastrophe Wirtschaftskrise&#8221;: Die Natur hat sich gar nicht eingemischt. Das menschengemachte Wirtschaftsspiel wird nat&#252;rlich immer beeinflusst von der Natur &#8211; das Wetter beeinflusst die Ernten, die Rohstoffernte beeinflusst die Rohstoffpreise, Epidemien beeinflussen Pflanzen und Tiere und damit Angebot und Nachfrage &#8211; aber in den letzten Jahren hielt sich die Natur zur&#252;ck. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Besondere an der &#8220;Naturkatastrophe Wirtschaftskrise&#8221;: Die Natur hat sich gar nicht eingemischt. Das menschengemachte Wirtschaftsspiel wird nat&#252;rlich immer beeinflusst von der Natur &#8211; das Wetter beeinflusst die Ernten, die Rohstoffernte beeinflusst die Rohstoffpreise, Epidemien beeinflussen Pflanzen und Tiere und damit Angebot und Nachfrage &#8211; aber in den letzten Jahren hielt sich die Natur zur&#252;ck. Und trotzdem bricht die Krise wie eine Naturgewalt &#252;ber uns hinein, scheinbar unbeeinflussbar und wie aus heiterem Himmel.</p>
<p>Weil die innere Natur nicht beachtet wird: Die Psyche. Im menschlichen Spiel namens &#8220;Wirtschaft&#8221; spielen Menschen. Domestizierte Affen, wie RAWilson sagt. Und wir haben unser Wirtschaftssystem nicht gerade so gebaut, da&#223; es mit unserer eigenen Psyche spielschonend zusammenarbeitet. Vielmehr ist zumindest ein Teil des Systems so aufgebaut, da&#223; es Krisen selbstverst&#228;rkt: Das Geldsystem. Dazu lese man <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Statt-Investitionen-Unternehmen-horten-Bargeld/490048.html" target="_blank">diesen Financial-Times-Beitrag vom 20.M&#228;rz</a>, dessen Aussage sich in seinem Titel zusammenfasst: <strong>Unternehmen horten Bargeld</strong>.</p>
<p><strong>Weil</strong> die Aussichten auf die k&#252;nftige Wirtschaftsentwicklung unklar sind und eher mit einer geringen Nachfrage der eigenen Produkte gerechnet wird, geben die Unternehmen selbst kein Geld mehr aus. Aus dieser Situation l&#228;&#223;t sich jedoch die weitere Entwicklung ableiten: <strong>Weil</strong> die Unternehmen kein Geld mehr ausgeben, m&#252;ssen alle Wirtschaftsakteure mit einer geringeren Nachfrage rechnen. Nun mag das f&#252;r unsere Umwelt und den Betonwahn unserer Spezies eher heilend sein, f&#252;r unser gesellschaftliches Zusammenleben ist das eher Sprengstoff. Da an Unternehmen immer Arbeitspl&#228;tze dranh&#228;ngen, die einerseits f&#252;r die finanzielle Unterf&#252;tterung der (ungewissen) Nachfrage verantwortlich sind, andererseits bei vielen Menschen notwendig f&#252;r eine halbwegs stabile Psyche sind, ist es nicht gerade unwichtig, ob der Fluss des Geldes in Gang kommt oder stockt. Horten alle Geld, stockt genau der Geldfluss, dessen Stocken die Hortung erst ausl&#246;sen. Unser Geldsystem wirkt in krisenhaften Situationen wie der jetzigen also krisenverst&#228;rkend.</p>
<p><strong>Ein L&#246;sungsansatz:</strong> Die sanfte Erh&#246;hung der integrierten Geldhaltekosten von heute 0% auf bis zu 8% als zus&#228;tzliches geldpolitisches Werkzeug der Zentralbank.</p>
<p>Das hei&#223;t: Au&#223;er dem Zinssatz bei der Kreditvergabe h&#228;tte die Zentralbank die Geb&#252;hrenh&#246;he auf Bargeld als weiteren steuernden Hebel der Geldpolitik. Hortungen, wie sie derzeit zu beobachten sind, w&#252;rde durch Erh&#246;hung der Geldhaltekosten entgegengewirkt. Dies kann geschehen, indem auf Bankkonten kontostandsabh&#228;ngige Geb&#252;hren erhoben werden und Bargeld serienm&#228;&#223;ig zur Erneuerung aufgerufen wird.</p>
<p>Dann h&#228;tte man ein antizyklisch wirkendes Werkzeug in der Hand: Kommt es zu Geldhortungen werden die Geldhaltekosten erh&#246;ht, um die Eskalation der Wirtschaftskrise durch den Teufelskreis von Geldhortungen und Krisenerwartungen zu unterbrechen. Beruhigt sich die (Massen-)Psyche, weil durch das Enthorten wieder Nachfrage entsteht und der Geldfluss in Gang bleibt (=Auftr&#228;ge =Ums&#228;tze =Liquidit&#228;t =Investitionsmittel), k&#246;nnen die Geldhaltekosten wieder auf ein anderes Niveau gesenkt werden.</p>
<p>Ohne solche gegenwirkenden Instrumente wird die Krise in Resonanz mit unserer Psyche selbstverst&#228;rkend. Als Ergebnis k&#246;nnen sicherlich interessante gesellschaftliche Entwicklungen rauskommen, die hoffentlich weiterf&#252;hrend sind. Aber sicher ist das nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie geht die Finanzkrise weiter?</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/01/13/wie-geht-die-finanzkrise-weiter/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 17:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedanken.feld]]></category>
		<category><![CDATA[geld.wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[währung]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie gehts weiter in Sachen Finanzkrise? War&#8217;s das schon? Man k&#246;nnte meinen, alles ist gesagt, das meiste ist klar: Staatsgarantie f&#252;r Spareinlagen, die (bislang) gr&#246;&#223;ten Problemkinder der Bankenszene verstaatlicht, Konjunkturpakete f&#252;r&#8217;s Ankurbeln der Wirtschaft. Na super. Alles wie immer, eine Wirtschaftsflaute wie jede andere auch&#8230; ? Nein. ARD Jahresr&#252;ckblick &#8211; 2008 &#8211; Wie das Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gehts weiter in Sachen Finanzkrise? War&#8217;s das schon? Man k&#246;nnte meinen, alles ist gesagt, das meiste ist klar: Staatsgarantie f&#252;r Spareinlagen, die (bislang) gr&#246;&#223;ten Problemkinder der Bankenszene verstaatlicht, Konjunkturpakete f&#252;r&#8217;s Ankurbeln der Wirtschaft. Na super. Alles wie immer, eine Wirtschaftsflaute wie jede andere auch&#8230; ?</p>
<p>Nein.</p>
<blockquote><p>ARD Jahresr&#252;ckblick &#8211; 2008 &#8211; Wie das Land am finanziellen GAU vorbeischlitterte.</p>
<p>Im Herbst stand Deutschland drei Wochen lang am Rand des finanziellen GAU. Ein paar Tage noch und die Geldautomaten h&#228;tten keine Scheine mehr ausgespuckt. Wie konnte es so weit kommen? Und wer eilte zur Rettung? Ein Blick zur&#252;ck in den Abgrund.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzkrise250.html" target="_blank">http://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzkrise250.html</a></p></blockquote>
<p>Das System war also schon so zerbrechlich, da&#223; gar nicht mehr viel fehlte und die Geldautomaten w&#228;ren zu gewesen. Die Staatsgarantie der deutschen Bundeskanzlerin hatte den Abfluss der Einlagen der B&#252;rger zweifellos gebremst und damit sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, das Gesamtsystem lauff&#228;hig zu halten. Wenn alle ihe Ersparnisse unters Kopfkissen gelegt h&#228;tten, w&#228;re das System mangels Geld zusammengebrochen. Zwar w&#228;re dann auch die Kohle unterm Kopfkissen nicht mehr soviel wert gewesen, aber so weit denken ja die wenigsten. Der Staat ist immer noch eine m&#228;chtige Autorit&#228;t, der wir alle sehr viel Glauben schenken. Trotz aller Meckerei auf die Politik.</p>
<p>Ein paar interessante Hinweise, wie es mit der Finanzkrise weitergeht, liefert Nadine Oberhuber in der FAZ. Sie fragt: <a href="http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E9C26B6E099A649D28690156392B1D47D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Staatsanleihen &#8211; Wann platzt die erste?</a> Sie stellt fest, da&#223; US-Geldanleger bereit sind, eine negative Verzinsung zu akzeptieren, um ihr Geld in US-Staatsanleihen anzulegen. Also in Schuldscheinen der US-Regierung, mit dem diese ihre Kredite finanziert. Den Anlegern ist es also lieber, sie verzichten auf eine Verzinsung oder akzeptieren sogar ein kleines Abschmelzen ihres Verm&#246;gens, um es in &#8220;Sicherheit&#8221; zu bringen. Wobei die Sicherheit tr&#252;gerisch ist, wie auch der FAZ-Artikel bemerkt. Denn bislang ist ja nicht viel passiert im Gesamtsystem Wirtschaft. Selbst wenn die Banken 1,4 Billionen Dollar abschreiben werden (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29521/1.html" target="_blank">zweite Sch&#228;tzung des Internationalen W&#228;hrungsfonds IWF</a>, dessen Pleite auch nicht mehr auszuschlie&#223;en ist), ist dies ein Klacks gegen die Summen, die rund um den Globus renditehungrig vagabundieren. Und es relativiert sich, wenn man die Summen zusammenfasst, die die Nationalstaaten f&#252;r Sicherungsma&#223;nahmen und Konjunkturpakete locker machen. 500 Milliarden Euro in Deutschland, 700 Milliarden Dollar in den USA f&#252;r Staatsgarantien, dazu hunderte Milliarden als Konjunkturpakete &#8211; und der Planet umfasst mehr L&#228;nder als nur das 80-Millionen-Land in Mitteleuropa und die 250 Millionen in Nordamerika. Billionen werden rund um den Globus auf Staatswegen in die Wirtschaft gepumpt und damit auch das wirtschaftliche Gewebe enorm umgebaut. Denn der Staat nimmt zunehmend Einfluss und zentralisiert noch mehr Wirtschaftsfelder &#8211; grade &#252;ber Bankbeteiligungen, die zentrale Schaltstellen im Wirtschaftsleben sind. Doch die intensive Ausweitung der Staatsanleihen verbunden mit Krisensymptomen im Wirtschaftssystem lassen die Preise f&#252;r die Absicherung der Kredite explodieren. Die FAZ:</p>
<blockquote><p>Es gibt einen Markt, der misst, wie hoch das Risiko ist, dass ein Staat als R&#252;ckzahler ausf&#228;llt und am Ende der Laufzeit seine Schulden nicht begleichen kann. Den Markt der „Credit Default Swaps“ (CDS), der Wertpapiere, mit denen L&#228;nder und Firmen sich gegen den Ausfall von Krediten absichern. Auch dort steigen die Preise so stark, dass es Sorgen macht.</p>
<p>Noch vor zwei Jahren reichte ein Dollar, um eine zehnj&#228;hrige amerikanische Staatsanleihe &#252;ber 10.000 Dollar ein Jahr lang abzusichern. Anfang 2008 waren es rund acht Dollar, und jetzt kostet es sogar 62. F&#252;r deutsche Papiere sieht es nicht viel besser aus, die werden jetzt f&#252;r 43 Dollar versichert.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E9C26B6E099A649D28690156392B1D47D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a></p></blockquote>
<p>Die &#220;bernahme der (privaten) Kredite der Banken in die B&#252;cher des Staates stellen letztlich nur eine <strong>Verschiebung des Problems</strong> dar. Keine L&#246;sung. Der Staat ist in die L&#252;cke gesprungen, die die ersten Vertrauensverluste in das Finanzsystem gerissen haben. Aber die Gr&#252;nde f&#252;r die Vertrauensverluste, sind die tats&#228;chlich getilgt?</p>
<p>Das n&#228;chste Schlacht-Feld k&#246;nnten also die Staaten sein. Nach der Pleite diverser Banken stehen uns die Pleiten diverser Staaten bevor. Wenn auch zu den Staaten keine Kredite mehr flie&#223;en, m&#252;ssen sie h&#246;here Zinsen zahlen, um Geld anzulocken. Doch das Risiko in Staatsanleihen nimmt exponentiell zu, schon heute gehen fast 25% der deutschen Steuereinnahmen als Zinszahlungen an die Gl&#228;ubiger. Und wieviel wird es &#8220;nach derWirtschaftskrise&#8221; sein? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer R&#252;ckzahlung der Staatskredite? Wann bricht auch hier der Glauben? Und wohin flie&#223;en die existierenden Gelder dann, wenn sie sich weder an den Weltb&#246;rsen noch bei den Staaten blicken lassen wollen? In Grund und Boden. Und sie entladen sich in steigenden Preisen, was man gemeinhin Inflation nennt. Aber bevor es dahin kommt, wird das Vertrauen in die Staatsgebilde schwinden und der Druck auf die Politik zunehmen.</p>
<p>Doch Menschen werden nicht einfach dastehen und Prozesse ablaufen lassen, die sie f&#252;r wenig w&#252;nschenswert halten. Aktio = Reaktio d&#252;rfte in diesem Fall den Aufbau neuer W&#228;hrungsysteme beschleunigen. Wir wissen, was mp3 und das Internet mit der Musikindustrie angestellt haben, wir k&#246;nnen ahnen, was elektronische Verrechnungssysteme und Internet mit der Finanzbranche anstellen&#8230;</p>
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		<title>Die n&#228;chste Blase</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 13:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obama und Merkel sei dank: Die Finanzkrise ist kurzerhand ein wenig in den Hintergrund ger&#252;ckt. Das Versprechen der Bundesregierung, alle Geldverm&#246;gen zu garantieren wird zauberhaft flankiert von Briefen, die fast jede Bank an ihre Kunden schickt und darin deutlich macht: &#8220;Wir sind sicher! Wir geh&#246;ren dem Einlagensicherungsfond an und haben hier noch eine Versicherung Ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obama und Merkel sei dank: Die Finanzkrise ist kurzerhand ein wenig in den Hintergrund ger&#252;ckt. Das Versprechen der Bundesregierung, alle Geldverm&#246;gen zu garantieren wird zauberhaft flankiert von Briefen, die fast jede Bank an ihre Kunden schickt und darin deutlich macht: &#8220;Wir sind sicher! Wir geh&#246;ren dem Einlagensicherungsfond an und haben hier noch eine Versicherung Ihrer Einlagen und au&#223;erdem hat die Bundesregierung eine Staatsgarantie abgegeben&#8221;. Wenn alles so sicher ist, wozu dann solch eine Brief-Offensive?</p>
<p>Die Krux der Staatsgarantie ist die, da&#223; die Steuerzahler letztlich &#252;ber Papa Staat f&#252;r ihre eigenen Einlagen garantieren. Die Geld-Illusion geht weiter, so lange diese Zusammen-H&#228;nge nicht in der breiten Masse ankommen. Dass dies nicht thematisiert wird macht Sinn, k&#246;nnten allzu negative Nachrichten und Gedankenfetzen doch schnell zur selbsterf&#252;llenden Prophezeiung werden, womit die Illusion-Haftigkeit des Finanziellen eigentlich noch deutlicher wird. An der Psyche h&#228;ngt das ganze System&#8230;</p>
<p>Doch die n&#228;chste Welle ist schon im Anmarsch. Die Abst&#228;nde zwischen den zerst&#246;rerischen Sch&#252;ben im Finanzsystem wurden in den letzten 2 Jahren immer k&#252;rzer, ich rechne sp&#228;testens mit Beginn des n&#228;chsten Jahres mit den n&#228;chsten Finanzleichen, die irgendeinem Tresor ausgegraben werden die Branche und uns Wirtschaftsteilnehmer aufschrecken werden. Gr&#246;&#223;ter Favorit derzeit: Die Kreditkartenblase. Nicht nur, da&#223; vor allem US-Banken Wucherzinsen von ihren &#8220;Kunden&#8221; verlangen, <a title="Telepolis" href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/118497" target="_blank">nun hat die Branche offenbar Probleme, ihre Kredite weiterzuverkaufen</a>. Denn dies war bislang in diesem Spielfeld des Finanzbereichs immer noch m&#246;glich. Sicherlich: Auch Kreditkarten-Firmen werden sich unter den &#8220;Finanz-Schutzschirm&#8221; der USA oder Europas fl&#252;chten, aber die Offenbarung weiterer Pleiten und Probleme wird das Mi&#223;trauen ins Gesamtsystem verst&#228;rken und damit den Abzug der Mittel aus dem System. Genau das wollen die Banken mit ihren Briefen verhindern. Die Frage, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/einwa4.htm#7" target="_blank">wer heute eigentlich noch Geld hortet</a>, wird in diesen Zeiten sehr schnell beantwortet. Dass dem auf Liquidit&#228;t angewiesenen Wirtschaftssystem ruckzuck das Flussmittel ausgeht, wenn Geld nicht <a title="Telepolis: Kreislaufkollaps" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16514/1.html" target="_blank">kursiert</a> sondern rumliegt, wird deutlich. Gegen solche systemischen Krisen hilft auch kein Einlagensicherungsfond, was sich zunehmend rumspricht.</p>
<p>Die Zinssenkungen in Japan, USA und Europa werden die Probleme kaum l&#246;sen, bereits jetzt gibt es gro&#223;e Differenzen zwischen den Zinsen, die die Banken f&#252;r Zentralbankgeld zahlen m&#252;ssen und den Zinsen, die sie ihren Kunden anbieten. Zu hoffen, die grosse Politik f&#228;nde L&#246;sungen, erscheint mir zu sp&#228;t. Man ist dort Verwalter, nicht Vision&#228;r. Deshalb m&#246;chte ich die Aufmerksamkeit gern mal wieder auf die kleinen, basisdemokratischen Entwicklungen lenken, die hierzulande vor sich gehen:</p>
<ul>
<li><a title="Potsdam" href="http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=18702" target="_blank">Keine Angst vorm gro&#223;en Crash.</a></li>
<li><a href="http://www.openpr.de/news/250779.html" target="_blank">Regiogeld-Verband schl&#228;gt Erweiterung des Finanzsystems vor</a></li>
<li><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1611669_Unabhaengig-von-den-Banken.html" target="_blank">Alternative Kreditsysteme boomen</a></li>
</ul>
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		<title>Der Tod der Kapitalgedeckten Rente?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 14:28:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soeben schwappt durch die medialen Kan&#228;le die Meldung: US-Pensionskassen haben in den vergangenen 15 Monaten 2 Billionen Dollar an Wert verloren. Diese Werte sind eigentlich daf&#252;r gedacht, da&#223; Menschen, die in diese Fonds investieren, im Alter davon leben k&#246;nnen &#8211; indem sie ihre Anteile wieder verkaufen und zu Geld machen, mit dem sie ihre Br&#246;tchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben schwappt durch die medialen Kan&#228;le die Meldung:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582969,00.html" target="_blank">US-Pensionskassen haben in den vergangenen 15 Monaten 2 Billionen Dollar an Wert verloren.</a> Diese Werte sind eigentlich daf&#252;r gedacht, da&#223; Menschen, die in diese Fonds investieren, im Alter davon leben k&#246;nnen &#8211; indem sie ihre Anteile wieder verkaufen und zu Geld machen, mit dem sie ihre Br&#246;tchen kaufen.</p>
<p>In den letzten Jahren wurden auch in Europa kapitalgedeckte Modelle intensiv beworben, sogar staatlich gef&#246;rdert, und das gesetzliche Modell wurde eher zum Auslaufmodell erkl&#228;rt. Vorgeblicher Grund: Im Kapitalgedeckten Rentensystem gibt es h&#246;here Renditen, &#252;ber die Zeit ja bekanntlich mit Zins und Zinseszins. Und auf dem Papier ergibt das nat&#252;rlich h&#252;bsche Zahlen&#8230;</p>
<p>Nun ist aber das Problem, da&#223; man Zahlen nicht essen kann. Geld im Computer sind nur ANSPR&#220;CHE auf Leistung, nie die Leistung selbst. Nur wenn es einer Gesellschaft gelingt, im selben Ma&#223;e G&#252;ter und Leistungen zu produzieren, wie die Anspr&#252;che anwachsen, ist das Geld noch dasselbe Wert wie die Leistungen, die man damit irgendwann kaufen will.</p>
<p>Systemisch gesehen sind hier aber mehr Parameter zu beachten als nur die auf dem Papier stehende Geldmenge. Es ist beispielsweise nicht unwichtig, wie hoch die Wirtschaftskraft einer Gesellschaft ist und ob aus dieser Wirtschaftskraft &#252;berhaupt die geforderten Leistungen beziehbar sind. Problematisch wird es beispielsweise, wenn eine Gesellschaft &#8220;&#252;beraltert&#8221;, wenn also tendenziell weniger arbeitende Menschen mehr Rentnern gegen&#252;berstehen. Es sollte LOGISCH sein, da&#223; dann vermutlich weniger produziert wird, obwohl MEHR Menschen versorgt werden m&#252;ssen.</p>
<p>Ein Umlageverfahren, wie es die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland darstellt, kommt nur bei unsinniger Berechnung (&#8220;Rentenformel&#8221;) in den Zwiespalt, mehr zu versprechen als es leisten kann. Beim Umlageverfahren werden Einnahmen der Rentenkasse SOFORT wieder verwendet, um die DERZEITIGEN Rentner zu versorgen. Es m&#252;ssen keine &#8211; risikoreichen &#8211; zwischenzeitlichen Umverteilungen innerhalb des Wirtschaftssystems vorgenommen werden, um Verzinsungen zu erwirtschaften, sondern es ist klar und deutlich: Es kann nicht mehr gegessen werden, als produziert wird.</p>
<p>Nat&#252;rlich behebt solch ein Rentensystem nicht das Problem der &#220;beralterung. Aber es bewahrt vor der Illusion, &#8220;die Rente sei sicher&#8221; und stellt au&#223;erdem klar: Rentner gibt es nur durch gesellschaftliche Solidarit&#228;t! Nur wenn die Arbeitsf&#228;higen willens und in der Lage sind, die &#228;lteren Menschen mit zu versorgen, gibt es eine Altersvorsorge.<br />
Bricht dieser &#8220;Generationenvertrag&#8221; oder wird er durch den Umweg &#252;ber Kapitaldeckung gebrochen (was nichts anderes als der Versuch ist, Einzelne in ihren Rentenanspr&#252;chen zu &#252;bervorteilen, was logischerweise auf Kosten anderer geht, denn es kann ja nicht mehr verteilt werden, als produziert wird); wird also dieser Generationenvertrag gebrochen, ist Geld nur noch Papier.</p>
<p>Was lernen wir also aus den Entwicklungen der US-Pensionsfonds&#8230;?</p>
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		<title>Fast wie im Film: Systemkrise ahoi!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 13:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seltsame Bl&#252;ten zeigen sich am medialen Himmel unter der Sonne der &#8220;finanziellen Kernschmelze&#8221;: Selbstkritik wird machbar. Und das nicht nur im Vatikan: Auch im SPIEGEL. Dort findet sich der selbstkritische Artikel von Wolfgang Kaden, der Schuldige und ihre Komplizen beschreibt. Darunter auch: Journalisten. Aber nicht zu fr&#252;h gefreut: Auch wir Otto Normalanleger werden genannt. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seltsame Bl&#252;ten zeigen sich am medialen Himmel unter der Sonne der &#8220;finanziellen Kernschmelze&#8221;: Selbstkritik wird machbar. Und das nicht nur im Vatikan:</p>
<p><a title="Der Papst zur Finanzkrise" rel="attachment wp-att-75" href="http://feldpolitik.de/2008/10/08/fast-wie-im-film-systemkrise-ahoi/der-papst-zur-finanzkrise/" target="_blank"><img class="imageframe imgalignleft" src="http://feldpolitik.de/wp-content/uploads/2008/10/papst_zur_finanzkrise.jpg" alt="Der Papst zur Finanzkrise" width="550" height="458" /></a></p>
<p>Auch im SPIEGEL. Dort findet sich der selbstkritische Artikel von Wolfgang Kaden, der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582689,00.html" target="_blank">Schuldige und ihre Komplizen</a> beschreibt. Darunter auch: Journalisten. Aber nicht zu fr&#252;h gefreut: Auch wir Otto Normalanleger werden genannt. Und das m&#246;chte sein! Schlie&#223;lich sind auch wir Teil des Systems und nutzten seine Eigendynamik bislang unkritisch zum eigenen Vorteil aus. Wie lange noch? Und eine interessante Frage wirft der Artikel im Spiegel auf: Wie hoch sollten Wachstumserwartungen k&#252;nftig sein? Hoffen wir, da&#223; diese Fragen im medialen Universum k&#252;nftig eine Rolle spielen&#8230;</p>
<p>Ebenfallsim SPIEGEL: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/inhalt/0,1518,582439,00.html" target="_blank">Ein Interview mit Noam Chomsky</a>. Grunds&#228;tzliche Systemkritik bekommt eine mediale B&#252;hne. Chomsky, der mit Kapitalismuskritik und anarchistischen Ideen schon l&#228;nger durch die Lande zieht, spricht nochmal das Einparteiensystem der USA, die Illusion der Europ&#228;er bez&#252;glich Barack Obama und den Wahn der Konsumreligion an. Mehr davon, bitte!</p>
<p>Der drohende Staatsbankrott Islands f&#252;hrt nicht nur zu verst&#228;rkten Besucherzahlen auf diesen Seiten (allein gestern 56 Besucher, die &#252;ber Google nach &#8220;Staatsbankrott&#8221; suchend <a href="http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=246" target="_blank">auf diesen Artikel von 2004</a> stolperten), er f&#252;hrt auch zu Ger&#252;chten. So wird n&#228;mlich derzeit die <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/140/313048/text/" target="_blank">angebliche Kreditzusage von Ru&#223;land an Island gehandelt</a>. Angeblich gibt es noch gar keine Absprachen zwischen den beiden L&#228;ndern. Interessant w&#228;re es aber auf jeden Fall, schlie&#223;lich sind Kreditverbindungen immer ein interessantes Mittel, Einflu&#223; zu nehmen. Davon wissen die Entwicklungsl&#228;nder ein Lied zu singen, h&#228;ngen sie doch teilweise seit Jahrzehnten am Kredit-Tropf der Nordl&#228;nder. Wobei die Zinszahlungen f&#252;r die Kredite die j&#228;hrliche Entwicklungshilfe um ein Vielfaches &#252;bertrifft. Bilden wir uns blo&#223; nicht ein, wir zahlen faire Marktpreise f&#252;r Bananen und Rohstoffe aus dem S&#252;den&#8230;</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Konzertierte-Aktion-Sieben-Zentralbanken-senken-Zinsen/423459.html" target="_blank">7 Notenbanken senken die Zinsen</a>, w&#228;hrend die Tagesgeldzinsen im Steigen befindlich sind. Das k&#246;nnte kurzfristig was bringen, d&#252;rfte aber mittelfristig zeigen, da&#223; die Instrumente der Notenbanken nicht ausreichend sind, um auf systemische Krisen zu reagieren (vielleicht sollten sie dann mal in der <a href="http://www.dallasfed.org/research/swe/2003/swe0304a.html" target="_blank">Bibliothek der FED Dallas</a> kramen). Die <a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5jPY6y1EaqFyGcMwRvxa4RNqRwkTA" target="_blank">Leute kaufen Gold</a> (denkt dran: Kann man nicht essen!). Die B&#246;rsen gehen tendenziell in den Keller, haben aber im Tagesverlauf Schwankungen von mehreren Prozent, so da&#223; ich mich manchmal &#228;rgere, da&#223; ich kein Million&#228;r bin und mich mit dem Thema auskenne, sonst lie&#223;en sich sicherlich am Tag 10 bis 20% verdienen &#8211; Hoch-Zeit f&#252;r Spekulanten! Verdoppelt hat sich das Verm&#246;gen von Besitzern von VW-Aktien seit Anfang September. Was dort derzeit los ist, wei&#223; keiner. W&#228;hrend die meisten Aktien massiv verlieren legt Volkswagen zu, so als sei es der einzige Konzern, der <a title="Peak Oil" href="http://www.peak-oil.com" target="_blank">Peak Oil</a> ein Schnippchen schl&#228;gt und das erste &#8220;Perpetuum Mobil&#8221; auf den Markt bringt. Wer wei&#223;!? Die Stammaktie legte allein am Dienstag um &#252;ber 50% zu, obwohl Automobile derzeit <a href="http://www.nachrichten.at/wirtschaft/741577?PHPSESSID=2bd00adec16302fbca337302882e0ccf" target="_blank">nicht besonders beliebt</a> sind. Bei der Financial Times ist dazu zu lesen: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Total-verr%FCckter-Kursanstieg-VW-%3D-Daimler-BMW-GM-Ford/422874.html" target="_blank">Der B&#246;rsenkurs verliert jeden Bezug zur realen wirtschaftlichen Lage.</a> Man kommt sich bissl vor, wie im Film, oder?</p>
<p>Na dann, mal gucken, was die n&#228;chste Folge bringt&#8230;</p>
<p>PS: Apropos Kredite und so. Die CIA hat ein Ranking auf ihrer Seite. Betrachtet man den Planet Erde als gro&#223;e Bank, bei der das eine Land im Plus und das andere Land im Minus ist, dann sahen die Kontost&#228;nde Stand 2007 <a href="https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2187rank.html" target="_blank">so aus</a>. Die Liste zeigt also: Wer schuldet wem? Oben die Lieferanten, die noch auf Gegenleistung warten, unten die Empf&#228;nger der letzten Jahre, die eigentlich noch liefern m&#252;ssten&#8230; Naja. Vielleicht doch lieber ein <a href="http://www.erlassjahr.de/" target="_blank">Schuldenerlassjahr</a>?</p>
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		<title>Nat&#252;rliche Auslese</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 12:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[V&#246;lker h&#246;rt die Signale: Die Deutsche Bank ist fl&#252;ssig! Steht im Spiegel! Ein *Ping* geht durch die Netze, die Dicke Berta steht! Beruhigt euch! &#8220;Der Bedarf an Liquidit&#228;t ist bei der Deutschen Bank jeden Tag mehrfach &#252;berdeckt&#8221; wei&#223; Hugo B&#228;nzinger, Risikovorstand. Dasselbe gilt f&#252;r die Commerzbank. Na also. Nur ein paar Peanuts liegen noch rum, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>V&#246;lker h&#246;rt die Signale: Die Deutsche Bank ist fl&#252;ssig! <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582263,00.html" target="_blank">Steht im Spiegel! </a>Ein *Ping* geht durch die Netze, die Dicke Berta steht! Beruhigt euch! &#8220;Der Bedarf an Liquidit&#228;t ist bei der Deutschen Bank jeden Tag mehrfach &#252;berdeckt&#8221; wei&#223; Hugo B&#228;nzinger, Risikovorstand. Dasselbe gilt f&#252;r die Commerzbank.</p>
<p>Na also.</p>
<p>Nur ein paar Peanuts liegen noch rum, in &#8220;Commercial-Paper&#8221;-Wertpapieren. Commercial Paper? Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Commercial_Paper" target="_blank">wei&#223;</a> dazu:</p>
<blockquote><p><em>Commercial Papers [geh&#246;ren zu Geldmarktpapieren]</em>, auch <em>CP</em> genannt, die vornehmlich durch erstklassige Industrieadressen oder in Form <a title="Forderungsbesichertes Wertpapier" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forderungsbesichertes_Wertpapier">forderungsbesicherter Wertpapiere</a> (Asset-backed Commercial Papers kurz <a class="mw-redirect" title="ABCP" href="http://de.wikipedia.org/wiki/ABCP">ABCP</a>) durch spezielle Emissionsgesellschaften (<a title="Conduit (Kapitalmarkt)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Conduit_%28Kapitalmarkt%29">Conduits</a>) begeben werden. In der Regel ist Voraussetzung f&#252;r die Platzierung und den Handel ein ausgezeichnetes <a title="Rating" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rating">Rating</a> des <a title="Emittent (Finanzmarkt)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emittent_%28Finanzmarkt%29">Emittenten</a>. Commercial Papers werden zur Deckung eines kurzfristigen Kreditbedarfs ausgegeben.</p></blockquote>
<p>Aha.</p>
<p>Hmm. Banken handeln also mit Wertpapieren, die von &#8220;erstklassigen Industrieadressen&#8221; herausgegeben werden (ich hoffe, nicht nur Chemie- und R&#252;stungsfirmen) und mit denen die sich kurzfristig finanzieren. Die Deutsche Bank besitzt ein paar davon und der Handel mit ihnen ist derzeit nicht so leicht m&#246;glich.</p>
<p>Abhilfe? Gibt es! Aber nur f&#252;r &#8220;gute Adressen&#8221;. Denn f&#252;r die ist man bei der Deutschen Bank offen. Gute Adressen d&#252;rfen bei der Deutschen wieder handeln! Laut Spiegel geh&#246;ren dazu BNP Paribas, HSBC und JP Morgan &#8211; aber auch die Deutsche Bank selbst. Alles klar?</p>
<p>Zur franz&#246;sischen BNP Paribas geh&#246;rt auch CortalConsors, deutsche Online-Bank. Die haben k&#252;rzlich nicht nur ihre Festgeldzinsen angehoben, sondern das gleich mal zum Anla&#223; genommen, ihre Kunden auch dar&#252;ber zu informieren, da&#223; die Mutterbank mit AA+ bewertet wurde &#8211; also als ziemlich sicher gilt. War das vor Jahresfrist eine Bemerkung wert? Welcher Bankkunde interessiert(e) sich schon daf&#252;r, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rating">globale Etikettieragentur Standard &amp; Poor&#8217;s</a>, seine (Haus-)Bank bewertet? Standard &amp; Poors &#252;brigens: Eine der drei gro&#223;en Etiketteure, die zusammen 85% Marktanteil ausmachen. (Fehlen also nur 15% Marktanteil und zwei Gro&#223;fusionen zum Monopol&#8230;)</p>
<p>HSBC ist laut <a href="http://www.forbes.com/lists/2008/18/biz_2000global08_The-Global-2000_Rank.html">Forbes-Liste</a> das gr&#246;&#223;te Unternehmen der Welt. Branche: Banking. Location: Gro&#223;britannien. Historie: HSBC steht f&#252;r <em>Hongkong and Shanghai Banking Corporation</em>, man stammt gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ig also aus Asien und ist stark im Islamic Banking verankert. JP Morgan ist nicht nur das global viertgr&#246;&#223;te Unternehmen auf diesem Planeten laut Forbes-Liste, es hat auch den Titel &#8220;Bank-R&#228;uber des Jahres 2004&#8243; von der Schutzgemeinschaft der Kleinanleger verliehen bekommen. <a href="http://www.finanzen.net/nachricht/SdK_JP_Morgan_Chase_sind_die_Bank_Raeuber_des_Jahres_2004_267620" target="_blank">Die Story dazu zeigt</a>, was f&#252;r Gesch&#228;ftspraktiken an so mancher Ecke auf Lauer liegen, sogar in &#8220;besseren Adressen&#8221;.</p>
<p>Zwei europ&#228;ische, eine amerikanische und eine asiatisch ausgerichtete Bank werden also explizit &#246;ffentlich eingeladen. Eine Handvoll der gr&#246;&#223;ten Unternehmen der Welt handeln in den (virtuellen?) R&#228;umen der Deutschen Bank mit ihren Wertpapierchen von der Industrie. Und vor allem bei ihnen, so der Tenor des Artikels, ist unser Geld sicher.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kredit" target="_blank">Kredit=Vertrauen=Geld.</a></p>
<p>Und die anderen Banken? Die vielen, die Hugo B&#228;nzinger nicht nennt, was ist mit denen? Wenn demn&#228;chst viele deren Kunden &#8220;ihr Geld&#8221; zu den &#8220;guten Adressen&#8221; schaufeln, beginnt bei der kapitalistischen Auslese ein neues Tempo. Billigste weniger gute Adressen ohne Frischgeld stehen dann wenigen fetten R&#228;ubern gegen&#252;ber, preiswert per &#8220;Nothilfepaket zu retten&#8221;. Und bestimmt bereit im Fall des Falles, aus ihrem Geldpapiermarkt das &#8220;papiermarkt&#8221; zu streichen, um eine globale Konzernw&#228;hrung zu erschaffen. Eine private W&#228;hrung f&#252;r bessere Adressen?</p>
<p>Tja. Monopole und Kartelle werden sogar von der Mainstream-Wirtschaftstheorie als problematisch angesehen. Aber&#8221;angesichts der aktuellen Umst&#228;nde&#8221; w&#228;re es nicht verwunderlich, wenn sich Papa Staat an zwei/drei fetten Rettungsp&#228;ckchen &#252;berhebt und dann galant &#252;ber neue Zusammenschl&#252;sse hinwegsieht. Naja, k&#246;nnen wir nur hoffen, da&#223; die <a href="http://www.db.com/csr/en/content/facts_and_figures.htm" target="_blank">soziale Verantwortung der Deutschen Bank tats&#228;chlich integraler Bestandteil der Unternehmenskultur</a> ist&#8230;</p>
<p>just listening to Olli Schulz &amp; Der Hund Marie: Weil die Zeit sich so beeilt&#8230;</p>
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