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	<title>Feldpolitik &#187; dresden</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Stadtmarketing, Teil 1. Heute: Dresden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 22:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[medien.politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Dresden ist&#8217;ne Reise wert. Das wei&#223; man seit letztem Wochenende nicht nur in Braunschweig, das wissen seit Jahren viele Leser und Leserinnen der allgemeinen Medienlandschaft. Frei nach dem Motto, jede Nachricht ist eine gute Nachricht bem&#252;hen wir Bewohner uns seit Jahren, immer neue Ereignisse zu generieren, damit die Welt uns sieht und h&#246;rt und wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dresden ist&#8217;ne Reise wert. Das wei&#223; man seit letztem Wochenende nicht nur in <a href="http://www.oi-zeit.de/" target="_blank">Braunschweig</a>, das wissen seit Jahren viele Leser und Leserinnen der allgemeinen Medienlandschaft. Frei nach dem Motto, jede Nachricht ist eine gute Nachricht bem&#252;hen wir Bewohner uns seit Jahren, immer neue Ereignisse zu generieren, damit die Welt uns sieht und h&#246;rt und wir nicht den Eindruck bekommen, Dresden verkomme erneut zum Tal der Ahnungslosen &#8211; so ganz ohne Aufmerksamkeit der &#8220;Westpresse&#8221;. Unser Programm reicht von Architektur bis Kabarett, von Krimi bis Katastrophenfilm, von Kunst bis Knallk&#246;rper, von Sportereignis bis Demokratie in Reinform &#8211; man wei&#223; gar nicht, wo man anfangen soll.</p>
<p>Unser Fu&#223;ballverein brilliert dadurch, da&#223; er sich in der dritten Liga eins dieser hypermodernen Stadien bauen l&#228;&#223;t, was er sich <a href="http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/6856765.html" target="_blank">nicht leisten</a> kann. Daf&#252;r ist der Laden Vorreiter beim GenderMainstreaming, denn die grade frisch einfusionierte Frauenmannschaft ist inzwischen erfolgreicher als die alternden Kerle. Muss aber sein, denn n&#228;chstes Jahr ist <a href="http://www.ffc-fortuna.de/aktuell_nachrichten.htm" target="_blank">Frauenfu&#223;ball-WM, auch in Dresden!</a> Ob die genauso lebhaft wird, wie das hiesige Hooligan-Milieu?</p>
<p>Mit der Architektur haben wir es ganz besonders, die ersten Ger&#252;chte werden laut, die Betonmafia h&#228;tte sich in den Dresdner Stadtrat eingekauft.  Lukrativ, lukrativ, dieser Betonmarkt. Denn trotz <a href="http://www.peak-oil.com">Peak Oil</a> bauen wir <a href="http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/11/22/ach-dieses-dresden/" target="_blank">Canaletto-Blick-Br&#252;cken</a> und planen <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2305317" target="_blank">vierspurig</a>. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte seine Ferien bei uns planen!</p>
<p>Dresden ist Einkaufsmeile schlechthin, der ans&#228;ssige s&#228;chsische Landtag plant nicht nur, die Laden&#246;ffnungszeiten <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/dpa/2009/12/03/koalition-will-ladenoeffnungszeiten-freigeben.html" target="_blank">endlich</a> freizugeben, wir haben auch die gr&#246;&#223;ten Einzelhandelsfl&#228;chen in Sachsen. Da sind wir stolz drauf, wir wollen halt mithalten! Und jeder Quadratmeter bedeutet Umsatz bei den Betonindustrie und wir wissen ja alle, wie n&#246;tig wir Wachstum und Arbeitspl&#228;tze brauchen. <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2265052" target="_blank">900.000 Quadratmeter</a> bei 500.000 Einwohnern, bald gilt: 2 Quadratmeter f&#252;r jeden! Hier gibt es was zu kaufen!</p>
<p>Ja, wir sind in der Wettbewerbs- und Werbewelt angekommen! Wir wissen, wie man sich vermarktet und die d&#252;nne <a title="Stadtwiki Dresden" href="http://dresden.stadtwiki.de/" target="_blank">Haut einer Stadt</a> zu Markte tr&#228;gt.  Un&#252;bertroffen ist aber das elegante Zusammenspiel zwischen den Medien und unserem politischen Kulturprogramm. Man nehme: Ein Bild, eine Bild und eine bildsch&#246;ne Oberb&#252;rgermeisterin, bilde letzteres auf ersterem ab (mit Canalettobeton als formsch&#246;nen Hintergrund) und lasse zweitere emp&#246;rt zu letzterer laufen, um dann vor Gericht zu ziehen. Zu verwirrend? Stimmt doch gar nicht:</p>
<ul>
<li>das Bild, um das es geht, findet sich auf der <a href="http://www.erika-lust.de/malerei.htm" target="_blank">urspr&#252;nglichen Seite</a> nicht mehr</li>
<li><strong>die</strong> Bild, die <strong>das</strong> Bild unserer Oberb&#252;rgermeisterin Orosz zur Emp&#246;rung vorgelegt hat, hat ihren Erlebnisbericht <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/aktuell/2009/10/30/dresdens-oberbuergermeisterin/gibt-es-jetzt-als-nacktbild.html" target="_blank">hier geschildert</a>. Da sieht man auch <strong>das</strong> Bild, aber leicht zensiert. (Nat&#252;rlich!) Unter dem werbewirksamen Titel: <strong>Oberb&#252;rgermeisterin Orosz ganz nackt im Internet!</strong> Wer w&#252;rde da <strong>nicht</strong> klicken?<strong><br />
</strong></li>
<li>Und wer dann trotzdem nach<strong> dem</strong> Bild sucht, bekommt dazu noch <a href="http://www.messitschbyburns.de/archives/796" target="_blank">einen netten Text</a>.</li>
</ul>
<p>Ich meine: Besseres Stadtmarketing ist nahezu unm&#246;glich. Gr&#252;&#223;e nach Toronto!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die 20%-Demokratie</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 17:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[feld.politik]]></category>
		<category><![CDATA[polit.büro]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[kinder]]></category>
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		<description><![CDATA[Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;. In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;.</p>
<p>In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und wie vorhersagbar hat die CDU-Kandidatin Helma Orosz die Wahl im zweiten Wahl<span style="text-decoration: line-through;">kampf</span>gang gewonnen. Die <a href="http://www.sz-online.de/special/wahl2008/popup.asp" target="_blank">SZ-Hochrechnung sch&#228;tzt</a> (Stand 18:52 Uhr), da&#223; die ehemalige Kinderg&#228;rtnerin und derzeitige s&#228;chsische Sozialministerin etwa 64% der Stimmen bekommen hat &#8211; bei einer Wahlbeteiligung von 33%. Damit ist sie<strong> von 21% der Dresdner Wahlberechtigten gew&#228;hlt</strong>, wird aber nat&#252;rlich trotzdem <strong>100%</strong> der Sch&#228;fchen regieren. Die Gr&#246;&#223;e jener Gruppe, die letztlich die Stadtregierung legitimiert, d&#252;rfte sich also langsam jener Gr&#246;&#223;enordnung n&#228;hern, die gr&#246;&#223;ere Lobbyorganisationen normalerweise vertreten.</p>
<p>Die Tendenz, da&#223; immer weniger Leute w&#228;hlen gehen, h&#228;lt also an. Nicht nur das <a href="http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/1061177.html" target="_blank">Vertrauen in die Marktwirtschaft</a> scheint Schaden genommen zu haben, auch der Glaube an die Demokratie. Dabei sind Fehlentwicklungen im bundesdeutschen System bereits an jener Stelle eingebaut, da&#223; gar nicht alle w&#228;hlen d&#252;rfen, die von den Volksvertretern dann regiert werden. So waren in der BRD im Jahr 2006 etwa 20% der Menschen j&#252;nger als 20 Jahre [<a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Bevoelkerung/Content100/lrbev01ga,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">destatis</a>] und auch im Jahr 2008 d&#252;rften etwa 20% der Einwohner Teenager und j&#252;nger sein. Da man erst ab 18 Jahren &#252;berhaupt w&#228;hlen darf, bedeutet dies, da&#223; fast ein F&#252;nftel der Gesellschaft gar kein politisches Mitspracherecht hat: Kinder und Jugendliche. Ihre Meinung z&#228;hlt nicht, sie haben keine Stimme. &#8220;Kinder sind unsere Zukunft&#8221; bleibt blo&#223;es Politikergeschwafel, so lange dies so ist.</p>
<p>Sollte es gew&#252;nscht sein, da&#223; sich wieder mehr Menschen in die Politik einbringen, so m&#252;&#223;te ein erster Schritt darin bestehen, Kindern und Jugendlichen das Wahlrecht zuzusprechen bzw. ihren Eltern zus&#228;tzliche Stimmen zuzugestehen. Wie w&#228;r&#8217;s Frau Orosz, tun Sie sich, der Demokratie, mir und Herbert Gr&#246;nemeyer einen Gefallen: <strong>Kinder an die Macht!</strong></p>]]></content:encoded>
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