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	<title>Feldpolitik &#187; demonstration</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Idioten auf den Barrikaden</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 14:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Traurig, aber wahr: Man steht heutzutage wie ein Idiot auf seinen Barrikaden.&#8221; ist der letzte Satz des lesenswerten Interviews mit Lars Kraume, dessen neuer Film &#8220;Die kommenden Tage&#8221; so manche apokalyptische Vision in bewegte Bilder fassen k&#246;nnte. Ich hab den Film noch nicht gesehen, den die FR mit vernichtender Kritik straft. Doch das Interview ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Traurig, aber wahr: Man steht heutzutage wie ein Idiot auf seinen Barrikaden.&#8221;</em> ist der letzte Satz des lesenswerten <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,726549,00.html" target="_blank">Interviews mit Lars Kraume</a>, dessen neuer Film &#8220;Die kommenden Tage&#8221; so manche apokalyptische Vision in bewegte Bilder fassen k&#246;nnte. Ich hab <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,726680,00.html" target="_blank">den Film</a> noch nicht gesehen, den die <a href="http://www.fr-online.de/kultur/film/zu-ernst-um-gut-zu-sein/-/1473350/4800430/-/index.html" target="_blank">FR</a> mit vernichtender Kritik straft. Doch das Interview ist Ausl&#246;ser, dass mal wieder ein Artikel auf feldpolitik.de erscheint.</p>
<p>Wir haben grade &#8220;Planet der Affen&#8221; mal wieder ausgegraben und sehen aktuell manchen Abend durch alle 5 Filme. Cineastisch bewandert suchen wir nach Filmfehlern und merken: Man k&#246;nnte solche Botschaften, wie sie &#8220;Planet der Affen&#8221;  angesichts der atomaren Bedrohung und der Hochn&#228;sigkeit der Menschheit gegen&#252;ber ihren nichtmenschlichen &#8220;Mitbewohnern&#8221; verdeutlicht, heute kaum noch drehen: So naiv werden wir leider nicht mehr, um diese einfache Weltsicht in Filme zu gie&#223;en.</p>
<p>Unsere Welt heute dagegen kommt mir zunehmend vor wie ein Fass, aus dem an dutzenden Stellen der Lebenssaft rinnt. Die USA bewegen sich wahlpolitisch wieder ins Bush-Zeitalter, w&#228;hrend sie <a title="Die Dollarschwemme" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,727152,00.html" target="_blank">w&#228;hrungspolitisch am Z&#252;nder fummeln</a>. Im Spiegel-Artikel findet sich der Satz: <em>&#8220;Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&#252;r Makro&#246;konomie und  Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, sieht die Ma&#223;nahmen als Akt der  Verzweiflung.&#8221;</em> Akt der Verzweiflung! Es glaube keiner, die Finanzkrise sei vorbei. Was das gro&#223;e Geld macht, das auf Bernankes FED da generiert, kann man auch im Spiegel lesen: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,725496,00.html" target="_blank">Bauernland in Bonzenhand.</a> Und bekommt einen Eindruck, von den kommenden Tagen.</p>
<p>Bildunterschrift im <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,726661,00.html" target="_blank">n&#228;chsten Artikel: &#8220;Demonstration gegen Stuttgart21: Wird das Land unregierbar?&#8221;</a> Wolfgang Kaden stellt die Frage, wieviel direkte Demokratie wir ertragen k&#246;nnen. Angesichts mancher Themen, wie der <a href="http://konsumpf.de/?p=9628" target="_blank">Frage nach der Atomkraft</a> habe ich wenige Zweifel, schaue ich mir dagegen die immense Vielfalt an Themen auf dem <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition" target="_blank">Petitions-Portal des Bundestags</a> an, dann frage ich mich schon manchmal, wo meine Mitbestimmung anfangen und wo sie aufh&#246;ren sollte. Also doch: <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank">Liquid Democracy</a>?</p>
<p>Demonstrieren jedenfalls, hab ich das Gef&#252;hl, bringt heutzutage kaum noch Punkte. Wer will gegen Ben Bernankes Geldpolitik erfolgreich auf die Stra&#223;e gehen? Wer will Peak Oil demonstrierend l&#246;sen? Da w&#228;r&#8217; man doch der letzte Idiot auf einer Barrikade, oder?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Aufstand im Osten</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 18:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[polit.büro]]></category>
		<category><![CDATA[abwasser]]></category>
		<category><![CDATA[demonstration]]></category>
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		<description><![CDATA[Die MDR-Nachrichten &#252;berraschen heute nicht nur mit &#252;berdimensionierten Schneewarnungen, sondern auch mit einem Bericht aus Wittichenau. Die Kleinstadt bei Hoyerswerda ist vor allem bekannt f&#252;r den Start des Osterreitens, eines sorbischen Brauches sowie f&#252;r die Dichte an Kruzifixen in den Vorg&#228;rten, die proportional zur Dichte der Katholiken in der Stadt sind. Die Bilder des MDR [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/6970669.html" target="_blank">MDR-Nachrichten &#252;berraschen</a> heute nicht nur mit &#252;berdimensionierten Schneewarnungen, sondern auch mit einem Bericht aus Wittichenau. Die Kleinstadt bei Hoyerswerda ist vor allem bekannt f&#252;r den Start des Osterreitens, eines sorbischen Brauches sowie f&#252;r die Dichte an Kruzifixen in den Vorg&#228;rten, die proportional zur Dichte der Katholiken in der Stadt sind. Die Bilder des MDR zeigen heute protestierende Menschen. Der Grund: Die Stadt will Geld f&#252;r Abwasserkan&#228;le, die die Bewohner in den 1970ern selbst angelegt haben. Hier kommen diverse Entwicklungen der letzten Jahre zusammen, die vermutlich nicht nur in Wittichenau Wut entfacht. Denn: Der Ort Hoske, um den es geht, ist l&#228;ngst &#8220;eingemeindet&#8221;, also keine eigenst&#228;ndige Kommune mehr sondern quasi ein Ortsteil der Stadt Wittichenau. Erst diese &#8220;administrative Neuordnung&#8221;, die in den letzten Jahren Konjunktur hatte, macht es &#252;berhaupt m&#246;glich, da&#223; sich die Stadt den ortschaftlichen Ressourcen bem&#228;chtigen kann. Weiterhin flie&#223;t die Umstellung der kommunalen Rechnungslegung von der Kameralistik auf die Doppik in das Problem ein. Seit Jahren sind die Kommunen dabei, ihr altes (kameralistisches) Buchhaltungssystem (siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kameralistik" target="_blank">wikipedia</a>) auf die doppelte Buchf&#252;hrung umzustellen. Dies ist ein b&#252;rokratischer Kraftakt, der viele &#8220;K&#228;mmerer&#8221; und Verwaltungen herausfordert und teilweise Jahre dauert. Nach den Prinzipien der Doppik m&#252;ssen Verm&#246;gen aktiviert werden. Das hei&#223;t, da&#223; jedes Eigentum der Kommune bewertet werden muss und entsprechend in den B&#252;chern auftauchen muss. Diese Bewertung ist einerseits schwer, andererseits willk&#252;rlich &#8211; wer kauft schon die Abwasserkan&#228;le von Hoske? Mit 1 Million Euro steht der Selbstbau k&#252;nftig in den B&#252;chern und muss entsprechend abgeschrieben werden. Die Abschreibung soll gew&#228;hrleisten, da&#223; die Mittel f&#252;r k&#252;nftige Renovierungen zusammenkommen, ein Erhalt bzw. ein Ersatzbau also m&#246;glich werden. Buchhalterisch entstehen somit Kosten, f&#252;r die die Kommune aufkommen muss. Und so tut es Wittichenau genauso wie viele andere Kommunen: Der B&#252;rgermeister legt die Kosten konsequenterweise auf die B&#252;rger um.</p>
<p>Zu Konfliktstoff sorgt das, weil es schwer zu vermitteln ist: Pl&#246;tzlich soll bezahlt werden f&#252;r etwas, was man selbst gebaut hat? Nur weil man eingemeindet wurde? Nur weil pl&#246;tzlich die Doppik herrscht?  Und da in diesen buchhalterischen Kopfst&#228;nden auch immer verzinst wird, kommt eine weitere (Kosten-)Dimension hinzu, die so manchen B&#252;rger aufregt.</p>
<p>Und so werden im katholischen Wittichenau nach 20 Jahren mal wieder Transparente getragen und Kerzen entz&#252;ndet und es ist leicht vorhersagbar, da&#223; der Amtsschimmel, der ja oft Dinge baut, die keiner braucht, dann aber doch bezahlen soll, auch in anderen Kommunen mit dem Aufstand seiner Sch&#228;fchen rechnen muss.</p>]]></content:encoded>
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