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	<title>Feldpolitik &#187; demokratie</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>B&#246;rsengang: Warum die UNO Facebook enteignen sollte</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 20:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[100 Milliarden US-Dollar will der 28j&#228;hrige Zuckerberg von stimmrechtslosen Aktion&#228;ren seines &#8220;Gesichtsbuchs&#8221; einsammeln, wo die Frage gestattet sein muss: Was genau an Facebook ist eigentlich soviel Geld wert? Geld verdienen, das tut Facebook mit Werbung. Werbung, das sei jenen gesagt, die Werbeblocker nutzen und ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen widmen, ist der Versuch von Unternehmen, Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>100 Milliarden US-Dollar will der 28j&#228;hrige Zuckerberg von stimmrechtslosen Aktion&#228;ren seines &#8220;Gesichtsbuchs&#8221; einsammeln, wo die Frage gestattet sein muss: Was genau an Facebook ist eigentlich soviel Geld wert? Geld verdienen, das tut Facebook mit Werbung. Werbung, das sei jenen gesagt, die Werbeblocker nutzen und ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen widmen, ist der Versuch von Unternehmen, Menschen auf subtilem Wege davon zu &#252;berzeugen, Dinge zu kaufen. Werbung selbst hat wenig Nutzen, auch wenn es mancher Marketingmann schafft, ihnen etwas Witz zu geben und somit wenigstens einen Hauch von Freude zu produzieren. Fernsehwerbung ist schon lange keine Freude mehr, sondern Diebstahl der Lebenszeit der Zuschauer.</p>
<p>Facebook ist ein global wirkendes Unternehmen. Global betrachtet aber muss die Frage gestellt werden: Was genau bringt uns als menschlicher Gesellschaft eigentlich dieses Unternehmen. Und noch mehr: Was bringt es uns, dass ein Pimpf wie Zuckerberg die diktatorische Macht &#252;ber diese Plattform hat. Der Verweis auf die Diktatur des Unternehmensgr&#252;nders ist wichtig, denn mit 900 Millionen Nutzern ist Facebook eben keine kleine Klitsche aus der Nachbargarage, sondern eine Plattform von globaler Bedeutung. Eben diese Gr&#246;&#223;enordnung ist es auch, die immer mal wieder Vergleiche mit einem Staat aufkommen lie&#223;en &#8211; sind 900 Millionen Nutzer doch fast soviel wie die Chinesische Volksrepublik an Bewohnern hat und mehr als doppelt so viel, wie es Europ&#228;er gibt.</p>
<p>Facebook ist ein kommerzielles Unternehmen. Der &#8220;B&#246;rsengang&#8221;, also der Verkauf von Unternehmensanteilen, betont diese kommerzielle Ausrichtung. Zwiesp&#228;ltig ist sie vor allem, weil Facebook selbst ja als &#8220;soziales Netzwerk&#8221; gilt und die Kommerzialisierung des Sozialen selten ein Weg war, der viel Soziales &#252;brig lie&#223;. Dennoch ist erstaunlich, welche Bedeutung dieses Plattform erreicht hat: Hunderte Millionen Menschen aus allen Ecken der Welt kommunizieren &#252;ber dieses System! Doch es ist als Verschwendung anzusehen, wenn der einzige Nutzen dieser Plattform letztlich sein soll, Werbeanzeigen zu verkaufen oder &#8211; fast noch schlimmer &#8211; die Werbung, diesen modernen Lebenszeitfresser, so &#8220;sozialisieren&#8221;, noch &#8220;intelligenter&#8221; zu machen, um noch mehr Mist zu verkaufen &#8211; dessen Produktion immer mit der Nutzung der zunehmend knapper werdenden Ressourcen einhergeht. Um wieviel interessanter w&#228;re es denn, wenn nicht Werbeschaltungen die &#8220;hidden agenda&#8221; dieser Plattform w&#228;ren, sondern die Evolution der globalen Demokratie?</p>
<p>Daher die Aufforderung: Die UNO als derzeit wichtigste globale Vertretung, sollte Facebook enteignen und de Plattform unter der Zielstellung, die Menschen aller Kulturen einander n&#228;her zu bringen, einsetzen. Facebook k&#246;nnte um wahrlich soziale Werkzeuge erweitert werden: Um Kommunikationskan&#228;le zu den wichtigen globalen Fragestellungen, um (digitale) &#246;ffentliche R&#228;ume, um an L&#246;sungswegen f&#252;r relevante Probleme zu arbeiten, um Abstimmungstools, um Demokratie zu erm&#246;glichen &#8211; in L&#228;ndern, die heute schon als Demokratie gelten, in solchen, die es noch nicht tun und vor allem: Als Tool f&#252;r eine echte globale Demokratie!</p>
<p>Solcherart Demokratiewerkzeug ist mit dem kommerziellen Ansatz nicht vereinbar, in den Facebook sich mit dem B&#246;rsengang in beschleunigtem Ma&#223;e hineinbegibt. Exponentiell dr&#252;ckende Zinsanspr&#252;che auf eingesetztes Kapital neigen dazu, das Verkaufen in den Vordergrund zu stellen und dr&#252;cken alles beiseite, was sich nicht in Dollar messen l&#228;&#223;t. Doch die Nationen dieser Welt k&#246;nnten mit Hilfe dieses Tools sehr schnell etwas erreichen, was es noch nicht in der Geschichte der Menschheit gab: Einen runden Tisch, an dem bereits heute fast 20% der Menschheit sitzen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bef&#246;rdert Wikileaks die Demokratie?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 12:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen gezielt an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen <strong>gezielt</strong> an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen Wert Informationen haben kommt immer auf den Kontext an, das gilt sowohl f&#252;r die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichungen als auch f&#252;r die Berichte der ins Zwielicht geratenen Botschaften. Die Analyse der Informationen &#252;bernehmen im Botschaftsmilieu die Au&#223;enministerien und andere &#246;ffentliche Institutionen als auch die <strong>Geheim</strong>dienste, w&#228;hrend die Wikileaks-Informationen jetzt <strong>von allen</strong> Medien, Journalisten und Bloggern der Welt analysiert und bewertet werden k&#246;nnen.</p>
<p>Ist das verwerflich?</p>
<p>Ist es verwerflich, dass wir Bewohner dieses Planeten erfahren, wie m&#228;chtige Menschen &#252;ber andere m&#228;chtige Menschen denken? Dass wir erfahren, wo Rechtsverst&#246;&#223;e begangen werden (Stichwort: Streubomben aus Gro&#223;britannien, Verletzung der R&#252;stungskontrollen in Deutschland) und wo vermutlich die Mafia regiert? Vielmehr ist es doch so, dass „Cablegate“ best&#228;tigt, was viele seit langem ahnten: Dass wir von echter Demokratie auf diesem Planeten noch weit entfernt sind, die meisten Absprachen in Hinterzimmern und nicht per &#246;ffentlicher Debatte stattfinden und die &#246;ffentlichen Stellen weit mehr wissen, als wir. Dabei sind <strong>wir</strong> das Fundament jeder Demokratie.</p>
<p>In der B&#246;rsenwelt gibt es – offiziell – das Verbot, Insiderinformationen zum Handel zu nutzen. Der Grund ist einleuchtend: Wer mehr (und fr&#252;her!) wei&#223; als seine Wettbewerber, kann dieses Wissen durch rechtzeitigen Kauf oder Verkauf von Wertpapieren nutzen und somit sich auf Kosten der anderen bereichern. Politik ist neben der B&#246;rse der gr&#246;&#223;te Geldumschlagplatz weltweit, die Staaten haben enorme Budgets. Kein Wunder, dass Korruption und Politik heute nahezu wie Schwestern sind. Aber in der Politik gibt es kein Verbot der Nutzung von Insiderinformationen. Vielmehr ist Heimlichtuerei an der Tagesordnung.</p>
<p>Das mag korrekt sein. Aber ist das unserem Anspruch an Demokratie auch w&#252;rdig? Wikileaks provoziert uns weltweit, unser Verst&#228;ndnis von Demokratie zu hinterfragen! Es provoziert uns, unsere „demokratischen Instrumente“ in Frage zu stellen. Staatliche Botschaften und „Maulw&#252;rfe“. Geheimdienste. Planfeststellungsverfahren. „Wenn Wahlen etwas &#228;ndern w&#252;rden, w&#228;ren sie verboten“, hei&#223; es. Diese Aussage gilt es angesichts der Macht der unsichtbaren Kr&#228;fte durchaus &#246;ffentlich zu diskutieren! Was passiert in Botschaften und wieviel Personal bleibt erhalten, wenn eine Wahl die Machtverh&#228;ltnisse eines Landes verschiebt? Sind unsere Staaten nicht eher <strong>B&#252;rokratien </strong>als <strong>Demokratien</strong>?</p>
<p>Vielleicht sind sie auch <strong>Plutokratien</strong>. Die Macht des Geldes k&#246;nnte als n&#228;chstes auf dem Seziertisch liegen, wenn Wikileaks wie angek&#252;ndigt Dokumente aus einer Gro&#223;bank ver&#246;ffentlicht. Dass diese Gro&#223;bank ihren Stammsitz in den USA hat, sollte nicht dazu f&#252;hren, die Heimat des modernen Kapitalismus als Hauptproblemzone anzusehen. Banken sind Global Player, sie haben l&#228;ngst alle geografischen Grenzen &#252;berschritten und sich entnationalisiert. Wikileaks k&#246;nnte man unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung als <strong>Botschaft neuen Typs</strong> ansehen: Die Botschaft der Staatenlosen. Julian Assange hat sich k&#252;rzlich gefragt, was es ihm n&#252;tzt, australischer Staatsb&#252;rger zu sein, hat ihm seine Regierung doch eindeutig signalisiert, dass er dort nicht mehr willkommen ist. Ja in der Tat: Was n&#252;tzt einem die dokumentierte Zugeh&#246;rigkeit zu einer nationalen Gemeinschaft, wenn diese Gemeinschaft debattenlos seine Mitglieder aussto&#223;en kann? Macht das Demokratie aus? Oder hat nicht vielmehr Demokratie an der Schwelle zum 3. Jahrtausend der modernen Zeitrechnung kaum noch etwas mit Nationen zu tun? Wir reden seit gut 20 Jahren von „Globalisierung“, aber unsere Institutionen basieren weiterhin auf einem 300 Jahre alten Nationalstaatskonzept, welches dringend einem Upgrade bedarf. Genau wie die Demokratie.</p>
<p>Das „Prinzip Wikileaks“ wird nicht mehr verschwinden, genausowenig wie die Webseite selbst. Vielmehr zeigt Wikileaks, dass die alten Regeln der materiellen Welt im Informationszeitalter an Macht verlieren. Und das ist gut so! Man erkennt das daran, dass selbst die Abschaltung der Webseite von Amazon-Servern (der Buchh&#228;ndler tritt auch als Datendienstleister auf), die L&#246;schung der Domain wikileaks.org aus einem US-DNS-Server (eine Art Telefonverzeichnis f&#252;r Internetseiten) oder auch die K&#252;ndigung des Paypal-Kontos (eine eBay-Tochter, die Zahlungsdienste anbietet) die Seite nicht kleinkriegen: Denn inzwischen gibt es &#252;ber 75 Kopien von Wikileaks im weltweiten Internet. Wer die ver&#246;ffentlichten Daten aus dem Netz zur&#252;ckholen will muss also inzwischen ein Vielfaches an Diensten und Bankkonten abschalten und die Liste der „Staatsfeinde“, die wie „Terroristen gejagt werden sollen“ (Zitat: US-Au&#223;enministerin Hillary Clinton), um diverse Personen vergr&#246;&#223;ern. Nach den Regeln des materiellen Zeitalters ist Wikileaks ein „Dieb“, der Daten gestohlen hat. Doch das Konzept des „Diebstahls“ versagt in der digitalen Welt, das mussten schon die Musikkonzerne erfahren. Wer eine materielle Sache stiehlt, nimmt jemandem etwas weg, was dieser daraufhin nicht mehr nutzen kann. Autodiebe verschieben Wagen von einer Person zu einer anderen und dem Ursprungsbesitzer fehlt das Fahrzeug tats&#228;chlich. Wer Informationen, Daten, Wissen oder Audio-Dateien kopiert, nimmt niemandem etwas weg! Er multipliziert es. An diesem Problem knobelt das gesamte juristische System, welches als Teil-System unserer Demokratie anzusehen ist, seit der Entwicklung des Internets in besonderem Ma&#223;e. Mit bislang schwachem Erfolg. Kein Wunder: Denn so sehr man sich auch bem&#252;ht, das Materie-Denken in die immaterielle Welt zu &#252;bertragen, umso mehr muss man scheitern.</p>
<p>„Man kann Probleme nicht mit derselben Denkweise l&#246;sen, durch die sie entstanden sind“ wird Albert Einstein (insbesondere im Internet) vielfach zitiert. Wenn Wikileaks ein Problem darstellt, insbesondere eines f&#252;r die Demokratie, dann muss das demokratische Denken sich weiterentwickeln. <strong>Wenn</strong> Wikileaks ein Problem darstellt, ist die Frage, wie die planetare Demokratie (und nicht nur ihr Teilausschnitt in Europa) mit dem Problem umzugehen lernt. Verbote auszusprechen oder F&#252;hrungsfiguren wie Julian Assange zu t&#246;ten (wie es durchaus &#246;ffentlich gefordert wird und nicht&#246;ffentlich mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit vorbereitet wird), l&#246;st das Problem nicht. Es wird es – analog dem Dezentralisierungs-Prinzip des Informationszeitalters &#8211; multiplizieren. Solche „L&#246;sungsvorschl&#228;ge“ rufen Assoziationen hervor wie „1984“ (George Orwells Roman &#252;ber einen totalit&#228;ren &#220;berwachungsstaat) oder „Alexander Litwinenko“ (Ex-KGB-Agent, von Unbekannten in London mit radioaktivem Material vergiftet). Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun. Sehr wohl wird sich aber auch das demokratische Prinzip mit der Frage auseinandersetzen, wie es sich an das digitale Zeitalter anpasst. F&#252;r dieses gilt genau wie f&#252;r Wikileaks: Es geht so schnell nicht wieder weg.</p>
<p>Nachtrag: Ken Jebsen auf KenFM (FRiTZ) zu Wikileaks:</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" /></object></p>]]></content:encoded>
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		<title>Demokratie? Zu sp&#228;t!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 19:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Populisten sagen es so: Nur Volksentscheide bilden die wahren Mehrheiten im Land ab. Doch bei einem solchen Votum gewinnt, wer am meisten in die Stimmungsmache investieren kann. Das Resultat ist gekaufte Politik &#8211; und weniger Demokratie. So schreibt Christoph Schwennicke in seinem lesenswerten Spiegel-Kommentar, in dem er den Schluss zieht: Volksabstimmungen sind keine gute Idee, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Populisten sagen es so: Nur Volksentscheide bilden die wahren Mehrheiten im Land ab. Doch bei einem solchen Votum gewinnt, wer am meisten in die Stimmungsmache investieren kann. Das Resultat ist gekaufte Politik &#8211; und weniger Demokratie.</p></blockquote>
<p>So schreibt Christoph Schwennicke in seinem <a title="Direkte Demokratie?" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,664646,00.html" target="_blank">lesenswerten Spiegel-Kommentar</a>, in dem er den Schluss zieht: Volksabstimmungen sind keine gute Idee, weil sie von jenen beeinflusst werden kann, die daf&#252;r ausreichend Geld haben. Er pl&#228;diert stattdessen f&#252;r eine Reform des Wahlrechts, f&#252;r die M&#246;glichkeit zu <a href="http://www.wahlrecht.de/lexikon/kumulieren.html" target="_blank">kumulieren und panaschieren</a>, also eine ausgefeiltere Technik, wie wir W&#228;hler unsere Stimmen verteilen k&#246;nnen. Er pl&#228;diert f&#252;r ein Verbot privater Parteispenden sowie mehr Direkt- statt Listenkandidaten. Zweifellos sind seine Vorschl&#228;ge gut, sinnvoll und notwendig. Also: Umsetzen!</p>
<p>Die Schlussfolgerung jedoch, da&#223; Volksabstimmungen deshalb abzulehnen sind, weil sie durch zuviel Geld beeinflusst werden k&#246;nnten, ist jedoch kurzsichtig. Ist es denn das Problem der Demokratie, wenn sie von der &#214;konomie vereinnahmt wird? Wenn die Macht des Geldes, die Schwennicke f&#252;rchtet, die Macht des Volkes kaufen kann, ist es dann logisch, da&#223; sich das Volk deshalb seiner Macht beschneidet statt sie voll auszuleben? Ist der Spiegel-Kommentar nicht vielmehr Ausdruck dessen, da&#223; es eigentlich schon <strong>zu sp&#228;t</strong> ist f&#252;r die Demokratie,weil sie schon l&#228;ngst durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plutokratie" target="_blank">Plutokratie</a> ersetzt ist &#8211; die Herrschaft des Geldes?</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Papaaaaaa&#8230;.!&#8221;</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2008/09/29/papaaaaaa/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 11:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In n&#228;chster Zeit werden hier wohl &#252;berwiegend Kommentare zum Wirtschaftsgeschehen zu finden sein. Das Thema wird wohl so schnell nicht mehr &#8220;weggehen&#8221;. Auch wenn &#8211; oder gerade weil &#8211; die US-Regierung ihr 700-Milliarden-Dollar-Programm aufgelegt haben&#8230; Am Freitag war dies ja noch nichtmal sicher. Da kam pl&#246;tzlich die Meldung, das Paket sei gescheitert. Offenbar hat man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In n&#228;chster Zeit werden hier wohl &#252;berwiegend Kommentare zum Wirtschaftsgeschehen zu finden sein. Das Thema wird wohl so schnell nicht mehr &#8220;weggehen&#8221;. Auch wenn &#8211; oder gerade weil &#8211; die US-Regierung ihr 700-Milliarden-Dollar-Programm aufgelegt haben&#8230;</p>
<p>Am Freitag war dies ja noch nichtmal sicher. Da kam pl&#246;tzlich die Meldung, das Paket sei gescheitert. Offenbar hat man dann &#252;bers Wochenende durchverhandelt und sich doch darauf geeinigt, da&#223; die US-Regierung so manchem kriselnden Finanzinstitut diverse Risikoposten abkauft.</p>
<p>700 Milliarden? Was man damit anstellen k&#246;nnte&#8230; 2600 Frauenkirchen bauen, steht heute in der S&#228;chsischen Zeitung. Oder Afrika 10 Jahre ein Superaufbauprogramm verpassen (die UNO sch&#228;tzt die ben&#246;tigten Hilfsgelder auf ca. 70 Milliarden pro Jahr). Genausowenig, wie das Geld vor Jahren, &#8220;als noch alles gut war&#8221;, zusammenkam, wird es nat&#252;rlich diesmal zusammenkommen. Nein, 700 Milliarden werden verwendet, um Verluste auszugleichen, die irgendwo im undurchsichten Finanzdickicht entstanden sind. Verluste, die ansonsten Sparer, Aktion&#228;re und Gl&#228;ubiger tragen m&#252;ssten, denn jeder Schuld steht nat&#252;rlich ein Verm&#246;gen in gleicher H&#246;he gegen&#252;ber.</p>
<p>Und nun, nachdem Kredite seit einigen Jahren zwischen den Finanzjongleuren hin- und herverkauft wurden, wird also an Papa Staat verkauft. Und die n&#228;chste Zeitbombe aufgeschichtet. Denn wer wird einem Staat namens USA noch Vertrauen und Kredit geben, der auf einer riesigen Zeitbombe in Form der Staatsverschuldung sitzt? Klar ist: Abgestottert werden die neuen Schulden nur in Form von neuen Steuern. Und die f&#252;hren zu h&#246;heren Preisen, sinkender Wirtschaftskraft und weiteren Vertrauensverlusten. Denn es ist kein Staat bekannt, der jemals seine Schulden wieder zur&#252;ckzahlen konnte. Der Druck im System &#228;u&#223;erte sich immer in Form von Inflation, also einer Entwertung der Kredite bei gleichzeitiger Entwertung der Geldverm&#246;gen (Geldschulden == Geldverm&#246;gen!). Was nun das n&#228;chste Problem aufrei&#223;t und die Krise global werden l&#228;&#223;t: Das <a href="http://www.killerzins.de/dollar-dilemma.htm" target="_blank">Dollar-Dilemma</a>.</p>
<p>So k&#246;nnte man die Situation von L&#228;ndern wie China, Saudi-Arabien oder Taiwan bezeichnen, die seit Jahren Produkte in die USA liefern und sich daf&#252;r mit gr&#252;nen Scheinen bezahlen lassen. Milliarden von W&#228;hrungsreserven liegen bei den Zentralbanken dieser Welt herum und werden bei steigender Inflation immer weniger wert. Sollen die Zentralbanken einfach darauf warten und ihre Guthaben abschreiben? Oder sollen sie ihre Reserven auf den Markt werfen, um damit harte Ware, Lizenzen, Unternehmen, Einfluss oder andere W&#228;hrungen zu kaufen? Tun sie es, so sackt der Dollarkurs ab und macht die restlichen Reserven wertloser. Tun sie es nicht, m&#252;ssen die Akteure damit rechnen, da&#223; die anderen es tun &#8211; und auch damit w&#252;rden die Reserven durch eine absehbare Dollarschw&#228;che weniger wert. Wahrscheinlich ist jedoch: Irgendwann wird auch diese Spirale in Gang gesetzt &#8211; eine Trennung vom Dollar auf dem globalen Markt.</p>
<p>Womit kaufen die Amis dann ihr &#214;l? Oder spielen sie dann wieder den Cowboy, der sich holt, was er braucht? Oder stimmt ihr Ruf und die US-Wirtschaft stellt innerhalb (historisch) k&#252;rzester Zeit auf energetische Selbstversorgung um&#8230;?</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,580333,00.html" target="_blank">&#8220;Wir stehen vor einer Epochenwende&#8221;</a> wird der &#8220;Wirtschaftsweise Bofinger&#8221; im Spiegel zitiert. Er sieht das Vertrauen in das Marktkonzept brechen. Und glaubt: Papa Staat wird mehr gefordert, Papa Staat wird mehr eingreifen m&#252;ssen, Papa Staat kehrt zur&#252;ck.</p>
<p>Manche Kritiker an Kapitalismus, Globalisierung und dem Finanzsystem m&#246;gen erfreut sein, mir macht das Angst! Wer ist der Staat? Nach wem wird da gerufen, der es bittsch&#246;n regeln soll? Ist das derselbe Staat, der sich heute durch <a href="http://www.freiheitstattangst.de/" target="_blank">&#220;berwachungsma&#223;nahmen eines paranoiden Innenministers</a>, Registrierungsma&#223;nahmen in Form lebenslanger Steuernummern, steuernden Spitzeln in der NPD und anderen Parteien und B&#252;rokratiesierungen, da&#223; es einem die Luft nimmt, auszeichnet? Ist das der Staat, der repr&#228;sentiert wird von 600 (aus)gew&#228;hlen Abgeordneten, die keinen Schritt tun k&#246;nnen, ohne von Lobbyisten behelligt zu werden? Der Staat, der sich Gesetze von jenen Lobbyisten schreiben l&#228;&#223;t, <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=848&amp;sid=156" target="_blank">die direkt in seinen heiligen Hallen hocken</a>?</p>
<p>So sehr der Ruf nach Papa Staat verst&#228;ndlich ist in einer Zeit, in der sich die Br&#252;chigkeit des bestehenden Systems zeigt und in der Zusammenh&#228;nge nur schwer verst&#228;ndlich sind, so sehr mu&#223; zugleich die Frage nach unserem <strong>Staatsverst&#228;ndnis</strong> auf den Tisch. Eine kastrierte Demokratie, in der die Menschen nichtmal bei der angestrebten EU-Verfassung mitreden d&#252;rfen und in der parteilose Abgeordnete nicht in das oberste Vertretergremium gew&#228;hlt werden d&#252;rfen (in den Bundestag k&#246;nnen nach derzeitiger Gesetzeslage keine &#8220;Freien W&#228;hler&#8221; einziehen,wie dies auf kommunaler und Landesebene m&#246;glich ist)? Ein b&#252;rokratischer Moloch, der nun also noch st&#228;rker Wirtschaft regulieren soll (wobei die meisten Berufspolitiker mangels pers&#246;nlicher unternehmerischer Erfahrung nichtmal wissen, wie Wirtschaft wirklich geht) &#8211; von da ist es nur noch ein kurzer Sprung bis zu Strukturen, die letztlich wieder jeden und alles steuern wollen. Aber auf diesen totalit&#228;ten Papa will ich gern verzichten!</p>
<p>Es ist Zeit f&#252;r eine neue B&#252;rgerbewegung. Bewegt euch! &#220;bernimmt eine anonyme Macht, die uns nur  alle 4 bis 7 Jahre zur Abgabe unserer Stimme aufruft, die Kontrolle &#252;ber das Terrain, in dem wir t&#228;glich meist mehrere Stunden verbringen (=Wirtschaft!), dann r&#252;ckt Orwells Vision von 1984 wieder ein grusliges St&#252;ck n&#228;her. Vielmehr mu&#223; staatliche und wirtschaftliche Macht in die H&#228;nde der Menschen, f&#252;r die Staat und Wirtschaft da sein sollen. Staat, das ist ein Instrument, ein Werkzeug. Es darf nicht einzelnen &#252;berlassen werden, die es nach ihrem Gutd&#252;nken gestalten und einsetzen, es mu&#223; breit in der Bev&#246;lkerung verankert werden. Schauen wir in die Schweiz, wie das dortige politische System organisiert ist! Denken wir &#252;ber Elemente direkter Demokratie nach. Skizzieren wir Finanzsysteme, die nicht Einzelnen und B&#252;rokraten geh&#246;ren, sondern uns, den Menschen! Denken wir &#252;ber Teilhabe-Modelle nach, bei denen auch Wirtschaftstrukturen demokratisiert werden (z.B. Belegschaftsunternehmen).</p>
<p>Denn wenn schon &#8220;Epochenwende&#8221;, dann doch bitte richtig&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die 20%-Demokratie</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 17:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;. In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt: 80% der Nutzer nutzen bei einer Software etwa 20% der vorhandenen Funktionen. Manche sagen auch: 20% der Bev&#246;lkerung besitzen 80% des Eigentums. So ungef&#228;hr wirds wohl stimmen. Und jetzt kommen wir langsam zum n&#228;chsten 20%-Spektakel: 20% der Bev&#246;lkerung bestimmen, wie mit ihnen und den 80% anderen umgegangen wird&#8230;.</p>
<p>In Dresden waren Oberb&#252;rgermeisterwahlen und wie vorhersagbar hat die CDU-Kandidatin Helma Orosz die Wahl im zweiten Wahl<span style="text-decoration: line-through;">kampf</span>gang gewonnen. Die <a href="http://www.sz-online.de/special/wahl2008/popup.asp" target="_blank">SZ-Hochrechnung sch&#228;tzt</a> (Stand 18:52 Uhr), da&#223; die ehemalige Kinderg&#228;rtnerin und derzeitige s&#228;chsische Sozialministerin etwa 64% der Stimmen bekommen hat &#8211; bei einer Wahlbeteiligung von 33%. Damit ist sie<strong> von 21% der Dresdner Wahlberechtigten gew&#228;hlt</strong>, wird aber nat&#252;rlich trotzdem <strong>100%</strong> der Sch&#228;fchen regieren. Die Gr&#246;&#223;e jener Gruppe, die letztlich die Stadtregierung legitimiert, d&#252;rfte sich also langsam jener Gr&#246;&#223;enordnung n&#228;hern, die gr&#246;&#223;ere Lobbyorganisationen normalerweise vertreten.</p>
<p>Die Tendenz, da&#223; immer weniger Leute w&#228;hlen gehen, h&#228;lt also an. Nicht nur das <a href="http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/1061177.html" target="_blank">Vertrauen in die Marktwirtschaft</a> scheint Schaden genommen zu haben, auch der Glaube an die Demokratie. Dabei sind Fehlentwicklungen im bundesdeutschen System bereits an jener Stelle eingebaut, da&#223; gar nicht alle w&#228;hlen d&#252;rfen, die von den Volksvertretern dann regiert werden. So waren in der BRD im Jahr 2006 etwa 20% der Menschen j&#252;nger als 20 Jahre [<a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/Bevoelkerung/Content100/lrbev01ga,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">destatis</a>] und auch im Jahr 2008 d&#252;rften etwa 20% der Einwohner Teenager und j&#252;nger sein. Da man erst ab 18 Jahren &#252;berhaupt w&#228;hlen darf, bedeutet dies, da&#223; fast ein F&#252;nftel der Gesellschaft gar kein politisches Mitspracherecht hat: Kinder und Jugendliche. Ihre Meinung z&#228;hlt nicht, sie haben keine Stimme. &#8220;Kinder sind unsere Zukunft&#8221; bleibt blo&#223;es Politikergeschwafel, so lange dies so ist.</p>
<p>Sollte es gew&#252;nscht sein, da&#223; sich wieder mehr Menschen in die Politik einbringen, so m&#252;&#223;te ein erster Schritt darin bestehen, Kindern und Jugendlichen das Wahlrecht zuzusprechen bzw. ihren Eltern zus&#228;tzliche Stimmen zuzugestehen. Wie w&#228;r&#8217;s Frau Orosz, tun Sie sich, der Demokratie, mir und Herbert Gr&#246;nemeyer einen Gefallen: <strong>Kinder an die Macht!</strong></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Qual der Wahl</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 16:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Demokratie = Volksherrschaft. Repr&#228;sentative Demokratie = Machttransfer an Volksvertreter. Aber was macht mensch, wenn die Liste der Parteien und Parteig&#228;nger ihm gar keine M&#246;glichkeit bietet, nach seinem Gewissen abzustimmen? Wie ein Vegetarier, der sich zwischen Schwein und Rind entscheiden soll, so f&#252;hlen nicht wenige, wenn sie an der Wahlurne stehen. Und gehen deshalb oft gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratie = Volksherrschaft.</p>
<p>Repr&#228;sentative Demokratie = Machttransfer an Volksvertreter.</p>
<p>Aber was macht mensch, wenn die Liste der Parteien und Parteig&#228;nger ihm gar keine M&#246;glichkeit bietet, nach seinem Gewissen abzustimmen? Wie ein Vegetarier, der sich zwischen Schwein und Rind entscheiden soll, so f&#252;hlen nicht wenige, wenn sie an der Wahlurne stehen. Und gehen deshalb oft gar nicht erst hin&#8230;</p>
<p>Es st&#246;rt die etablierten Parteien oft gar nicht, da&#223; nur die H&#228;lfte der Bev&#246;lkerung abgestimmt hat und sie von dieser H&#228;lfte nur ein Drittel der Stimmen kriegen &#8211; trotzdem wird Anspruch auf die Regierungsmacht erhoben. Dabei vertreten solche Wahlgewinner eigentlich nur noch eine Minderheit, die wahlboykottierende Mehrheit wird ignoriert. Man mu&#223; sie ignorieren! Alles andere m&#252;&#223;te in einem Eingest&#228;ndnis des politischen Bankrotts enden.</p>
<p>Gruppierungen, die sich f&#252;r Direkte Demokratie einsetzen, werden immer aktiver. Mehr Demokratie e.V. fordert in den kommenden Wochen ein neues <a title="Direkte Demokratie in Hamburg" href="http://www.mehr-demokratie-hamburg.de/" target="_blank">Wahlrecht f&#252;r Hamburg</a>; der Omnibus ist best&#228;ndig f&#252;r direkte Demokratie unterwegs, bei den letzten Bundestagswahlen forderte er durch die <a title="Aktion Volksabstimmung" href="http://www.aktion-volksabstimmung.de/" target="_blank">Aktion Volksabstimmung</a> zu einem kreativen Wahlboykott zugunsten der Einf&#252;hrung direktdemokratischer Elemente auf.</p>
<p>In &#214;sterreich haben sich kreative nun etwas anderes ausgedacht, wie der Standard berichtet: Die Initiative <a title="Qual der Wahl" href="http://www.qualderwahl.at/" target="_blank">qualderwahl.at</a> will daf&#252;r sorgen, da&#223; auf Wahlzetteln immer auch ein Feld ankreuzbar ist, welches besagt:</p>
<p><a title="Der Standard" href="http://derstandard.at/?id=2987728" target="_blank">Ich bin mit keiner der Auswahlm&#246;glichkeiten einverstanden.</a></p>
<p>Dieser Link f&#252;hrt zum &#246;sterreichischen Standard, eine Online-Zeitung, die ich schon deshalb immer gern lese, weil sie einen deutschsprachigen Blick von au&#223;en auf die Zust&#228;nde in dem Land wirft, in dem ich lebe. So ein Blick von au&#223;en kann heilsam sein und neue Blickwinkel er&#246;ffnen. Abseits davon ist der Standard sehr progressiv. Dies schl&#228;gt sich derzeit in einer Serie nieder, die &#8220;<span id="leadtxt">die sich mit m&#246;glichen Ursachen des vielerorts zunehmend zu beobachtenden Desinteresses an politischen Entscheidungsprozessen auseinandersetzt&#8221;. Der Artikel <a title="Der Standard" href="http://derstandard.at/?id=2989218" target="_blank">&#8220;Die fingierte Demokratie&#8221;</a> setzt sich mit den Stolperfallen des &#8220;demokratischen Systems&#8221; in Austria auseinander, eine Diskussion, die in der Bundesrepublik Deutschland bislang kaum in gro&#223;en Publikationen gef&#252;hrt wird. </span></p>]]></content:encoded>
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