an.reg.ung.en III

Norbert am Sunday, 30. July 2006, 17:49

Sommerloch.
Zückt die Stopfnadeln!

Die Instabilitäten in unserem Wirtschaftssystem werden langsam sichtbarer, an verschiedenen Ecken wird gewarnt und informiert, nachgefragt und heruntergespielt:
DerStandard: Internationaler Währungsfonds: US-Dollar überbewertet - laut IWF könnte ein Fall der US-Währung um 15-35% bevorstehen. Die deutsche Exportwirtschaft und mit ihr die exportorientierte Politiker-Kaste wird sich alles andere als freuen...

Das Manager-Magazin fragt (und jeder darf antworten): Kommt jetzt der Absturz? - "Immer mehr Experten warnen vor einer großen weltwirtschaftlichen Krise. Die Nervosität an den Märkten nimmt deutlich zu. Vorboten eines Crashs, der die ökonomische Weltkarte nachhaltig verändern wird? Oder alles bloß übertriebene Ängste kleinmütiger Europäer?"

Und Die Welt zeigt anschaulich die Zusammenhänge zwischen der auf Krediten aufgebauten US-Immobilienblase und den Gefahren, die durch steigende Zinsen auf die Häuslebauer zukommen: Immobilienmarkt - Wackelige Konstruktion. Der amerikanische Traum vom eigenen Heim ist auf Kredite gebaut - Vielen US-Bürgern droht die Überschuldung

Nunja, irgendwann muß es ja mal passieren...

(Achtung: Der Frühbucherrabatt für den 4. Regiogeldkongreß in Weimar Ende September gilt nur noch bis morgen, 31. Juli. Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Währungssystem werden dort diskutiert...
...der Osten is'ne Reise wert...)


Telepolis ist bekanntlich immer einen täglichen Besuch wert. Heute will ich mal einen Artikel von gestern hervorheben, den ich sehr interessant fand. Er setzt sich mit dem Phänomen auseinander, wie (Land-)Karten von unserer Weltsicht geformt werden und wie andersherum unser Weltbild von Landkarten geprägt wird: Mit Karten die Welt(en) verstehen - Wie Kartographien unsere Weltbilder beeinflussen. Ein Hinweis im Artikel auf die Arte-Doku-Serie "Mit offenen Karten" bringt bei den einschlägigen Tauschbörsen flotte Ergebnisse und die Dokus sind echt sehenswert!!

Gestern gabs bei sonorous eine nette Party und solch Zusammenkünfte zeigen immer mal wieder, daß das Thema 9-11 nicht nur nicht vom Tisch ist, sondern daß das allgemeine Mißtrauen gegenüber (staatlichen) Institutionen weiter zunimmt, verschwörungstheoretische Weltsichten Verbreitung finden und die Paranoia weitersickert. Gut so - so lange es das Selberdenken lehrt! Beim Spiegel darf man heute lesen, daß die übers Internet verbreitete Doku "Loose Change" über die Seltsamkeiten des 11. September 2001 sich zu einem "Online-Bestseller" entwickelt: Doku "Loose Change" - Internetfilm über 9/11 bricht alle Rekorde

Lesenswert und ebenfalls beim Spiegel fand ich das Interview mit "Jungautor Ric Graf". Es stellt die Frage, nach der Zielsetzung der Generation, die das Teenie-Alter grad verläßt. Was bringt das Leben außer Playstation, keinen Ausbildungsstellen und einer Hoffnung zwischen Zahnrad im Wirtschaftsgetriebe oder Außsätzigendasein auf HartzIV? Wo, bitte, geht's zu mir selbst?

Dr. Motte weiß einen Weg. Seine Gedanken wurden auf der Fuckparade 2006 vorgetragen. Und mit (r)evolutionären Grüßen durch den digitalen Äther sei dieser Text nicht direkt auf Mottes Blog zu lesen sondern bei ihr!

Zu schließen sei mit:
Wenn ich nicht dazu tanzen kann ist es nicht meine Revolution.

Peak Oil



Empfehlung:
Peak Oil