Financial Meltdown

Norbert am Dienstag, 13. Juni 2006, 09:19

Kommentare zum globalen Monopoly


Die Kernschmelze des Finanzsystems könnte begonnen haben. Sicher weiß man's nie so ganz genau, aber bedrohlich ist es schon: Plötzlich ist in den Medien immer öfter von Risiken an den Finanzmärkten zu lesen. Die felsenfeste Überzeugung, an den Aktienmärkten ginge es mit einem Löffelchen Geduld immer wieder bergauf, scheint dahinzuschmelzen wir Grönlands Gletscher. Und warum das ganze?

In "der westlichen Welt" sind in den letzten Wochen die Aktienbörsen eingebrochen. Nicht so stark, daß es bereits politische Auswirkungen hat, aber immerhin stark genug, um Reaktionen in den Medien hervorzurufen. Und die kritischen Stimmen mehren sich.

Dabei bleiben einige Entwicklungen in den deutschsprachigen Medien unbeachtet. Beispielsweise, daß die Kurse an arabische Börsen sich in den letzten Monaten zum Teil halbierten und bei einigen Anlegern zu Nervenzusammenbrüchen führten (nachzulesen im Schweizer Tagblatt). Welche Auswirkungen dieser Crash auf die Realwirtschaft hat, wird sich zeigen.

Die aktuellen Bewegungen an den Finanzmärkten sorgen zudem dafür, daß bestimmte Entwicklungen genauer unter die Lupe genommen werden. Im Manager-Magazin befaßt man sich unter dem Titel Ölmarkt: "Vagabundierendes Geld" beispielsweise damit, inwieweit Spekulatives Geld daran beteiligt ist, die Preise für Öl nach oben zu treiben. Hier zeigt sich, daß es längst nicht mehr nur die Realwirtschaft ist, die die Entwicklung an den Finanzmärkten bestimmt, sondern daß bereits eine enorme Rückwirkung der Finanzmärkte auf die Realwirtschaft stattfindet. Will sagen:
Spekulatives Geld, welches nur Buchwerte in einem Computer darstellt, sorgt für steigende Ölpreise. Öl ist jedoch nicht nur Spielball in einem Computer, es wird in der realen Welt dafür gebraucht, um Menschen zu ihrer Arbeit zu bringen, Produkte in den Supermarkt zu karren und Dünger herzustellen, der zur Nahrungsmittelversorgung benötigt wird. Die Frage, die an diesen Überlegungen hintenan hängt ist, wie lange sich die Menschen noch ihr Leben von Entwicklungen (und dahinterstehenden Akteuren) an den Finanzmärkten diktieren lassen werden (welche mit der Realversorgung kaum noch konstruktiv verbunden sind).

Weitere Aspekte der anstehenden Probleme an den Finanzmärkten: In Österreich ist vor einigen Wochen eine Bank einer Gewerkschaft pleite gegangen: Die Bawag. Sie hatte sich verspekuliert. Was der erste größere Fall der jüngeren Geschichte in Österreich ist, muß nicht der letzte bleiben. Tatsächlich ist es so, daß es sogar sehr unwahrscheinlich ist, daß dies der letzte Fall bleibt. Da unser Geldsystem so aufgebaut ist, daß es notwendigerweise eine ständig oberhalb von 0% liegenden Zinssatz benötigt, kommt es zwangsläufig bei alternden Volkswirtschaften zu einer Überschuldung. Nicht nur Geldvermögen werden dauerhaft verzinst (jede Bank wirbt mit dem Zinseszinseffekt und betreibt eigentlich unlauteren Wettbewerb, da auf die langfristigen, volkswirtschaftlichen Auswirkungen nicht hingewiesen wird), sondern auch die Schulden. Schulden, die sich exponentiell aufblähen, überschulden irgendwann eine Volkswirtschaft und zerbrechen das Wirtschaftsgefüge von innen.

Was aktuell heiß diskutiert wird (Telepolis: Warnung vor der Zinswende), ist die Zinspolitik der Notenbanken. Speziell die us-amerikanische Notenbank FED und die europäische Zentralbank EZB stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Aufgrund von Inflationsgefahren kündigten beide Zentralbanken an, die Zinssätze in den kommenden Monaten anzuheben. So gut dies auch aus Sicht der Zentralbanker gemeint ist, so desaströs könnte der Effekt sein. Denn steigende Zinsen bedeutet:
- weniger Geld in der Wirtschaft (und das bei permanenter Geldknappheit vor allem in sozialen Bereichen)
- steigende Belastungen für Verschuldete
- und daraus resultierend Firmenpleiten und Privatinsolvenzen bis hin zum möglichen Staatsbankrott (denn die Zinslasten für die Staatsschulden sind bereits der zweitgrößte Haushaltsposten der BRD – Konkursverwalter, bitte prüfen Sie auf Insolvenzverschleppung!)
- Wegfall aller Investitionen, die weniger Zinsen abwerfen als am Geldmarkt erzielbar ist (vor allem Investitionen in Soziales, Bildung, Kultur, Umwelt verzinsen sich meist schlechter und es ist deshalb mit einem weiteren Abbau zu rechnen)

Die angekündigten Zinssteigerungen könnten somit eine der letzten Aktionen der Verwalter des bestehenden Finanzsystems sein, denn sie beschleunigen die Schuldenproblematik nochmal. Ob das System über diese Schritte erneut in ein temporäres Gleichgewicht gerät (wie sich selbst die EZB mit Hinweisen auf Gefahren für das Weltfinanzsystem nicht ganz sicher scheint) oder ob wir Zeuge einer massiven Umgestaltung unseres Finanzwesens werden (mit entsprechenden gesellschaftlichen Auswirkungen) – sicher ist, der Zeitpunkt rückt näher.




PS: Man trifft sich
PPS: Angeblich können sich nur 30% der Deutschen vorstellen, daß keine Klimakatastrophe eintritt...

Peak Oil


Kommentare

  1. Von guan am Mittwoch, 14. Juni 2006, 21:02

    demnächst in euro-dollar? alles wieder von vorn? (NYSE kauft Euronext)

    mir schwant da nix gutes, ausser: amerika wird nach europa verlagert - europa "wird" amerika...

  2. Von Wieauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 14:31

    Oh Mann... Giralgeld ist nicht spekulatives Kapital... abgesehen davon sollten einen Kursverluste im Nahen Osten bei der derzeitigen politischen Lage (und der einhergehenden wirtschaftlichen Entwicklung) wirklich nicht überraschen, abgesehen davon dass die Märkte in Schwellenländern, u.a. im Nahen Osten, seit jeher gewaltigen Schwankungen unterworfen sind.

    Ach ja, dass der Ölmarkt sehr stark durch Spekulationen und dergleichen angeheizt wird ist nun wirklich nichts Neues, einzig und allein die Ausmaße des Spekulationshandels ( bzw. meiner Meinung nach auch der Hedge-Fonds) kann man kritisch betrachten (von einem Zusammenbruch zu sprechen ist jedoch maßlos übertrieben).

    Das Vertrauen in die Börse verliert mit Sicherheit nur der Kleinanleger, der vllt. in diesem Jahr - mit der Hoffnung auf steigende Kurse - eingestiegen ist. Wer auch nur das allergeringste vom Wirtschaftswesen versteht, wird seine Meinung nicht davon beeinflussen lassen (bzw. auch wer Ahnung von Kombinatorik/Statistik hat) . Abgesehen davon sollte man eine endgültige Meinung über die Börser wirklich nicht auf einige wenige Jahre beziehen (obwohl ich mit der seltsamerweise weit verbreiteten Meinung, es würde zwangsläufig bergaufgehen , nicht übereinstimme) .

    Oh Mann, den Schmarrn über das Geldsystem lasse ich mal lieber unkommentiert , allerdings ist die Bawag kein Einzelfall, wesentlich berühmter ist sicherlich der Bankrott der Barings-Bank (ich kenne jetzt nicht die Hintergründe des Bankrotts der Bawag, aber ein Bankrott durch Spekulation lässt auf menschliche Fehler, Korruption oder schlicht falsche mathematische Investitionsmodelle schließen - zumindest eins davon trifft sicher zu).

    Und zur Zinserhöhung: Oh mein Gott...mit Verlaub, eine Erhöhung um 0,25 Punkte (oder um 0,5) hat nicht einmal im Entferntesten solch drastische Auswirkungen . Abgesehen davon werfen "Investitionen" in Soziales, Bildung, Kultur, Umwelt absolut nichts ab und haben eigentlich auch nichts mit der Wirtschaft, geschweige denn mit der Zinserhöhung zu tun - insbesondere für Firmen, aber auch für den Staat (der auch keine an Gewinnmargen orientierte Investitionspolitik verfolgt).

    Abgesehen davon sind die Börsen nun wahrlich nicht eingebrochen, das wäre sicherlich übertrieben, obgleich sicherlich jeder Zuschauer von n-tv (zur Hölle mit n24) bzw. jeder der sich etwas intensiver mit der Börse beschäftigt die Verluste in den letzten Wochen bemerkt hat, die aber nur etwas über 10% des Höchststandes betragen und auch Gewinnmitnahmen und Marktkorrekturen waren (abgesehen von der pol. und wirt. Entwicklung).

    siehe z.B.:
    http://www.faz.net/d/invest/indizes1.aspx?idnotation=20735

  3. Von Wieauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 14:38

    Ach ja, man betrachte einmal die langfristige Entwicklung der Börse , d.h. z.B. der letzten 5 Jahre: Es sollte auffallen, dass man nicht sehr deutlich unter den ehemaligen Höchstständen liegt.

    Ach ja - zur Klimakatastrophe: Ernsthaft, wen juckts? Die Leute interessiert der tägliche Hungertod von zehntausenden Kindern einen Scheiß, dann sollen sich diese Ar*******er auch net wegen der Klimakatastrophe aufregen . Ach halt, das betrifft ja sie selbst, DA ist der Unterschied ja wieder GANZ anders. Mit Verlaub: Wenn all die Tier- und Umweltschützer in den letzten Jahren mal lieber gegen die Armut auf der Welt gekämpft hätten, die Welt wäre ein schönerer Ort.

    Ah, jetzt hab ichs: Die Klimakatastrophe ist eine Verschwörung Deutschlands um durch die Zuwanderungsströme Deutschland zu beleben und die Rentner wie bei der Flut in Hamburg damals in ihren Betten ertrinken zu lassen. Haha ... wieso ist DA eigentlich noch niemand drauf gekommen , macht doch mehr Sinn als Area 51 .

    Ansonsten noch schönes Wochenende Euch allen.

  4. Von wasauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 19:09

    Zynismus ist die Hilflosigkeit des Denkenden? :-)

    "The US dollar exists today only as a result of global manipulation."
    (Leider nur noch Guugle-Cache...)

  5. Von Wieauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 20:15

    Mann, ohne Zynismus und Ironie wär das Leben nur halb so schön (und auch nicht zu ertragen) ;-)

    Abgesehen davon ist der untere Artikel sehr, sehr schwach und sollte er wirklich von einem Berater der Montpelier-Gruppe kommen (von der ich zugegebenermaßen noch nichts gehört habe) und sollte der Typ wirklich ein Wirtschaftsstudium durchgezogen haben, dann gibt es nur folgende Erklärungen:
    a)Er ist auf Drogen
    b)Er ist ein kompletter Idiot und hat sein Studium durch Beziehung/Bestechung usw.
    c)Er ist ein Typ der sich aufspielt und offensichtlich keine Ahnung hat

    Abgesehen davon sind seine Schlußfolgerungen bar jeglicher Logik/Rationalität . So einen Schwachsinn kann er - falls der Artikel wirklich von ihm ist - nur im Internet posten , mit der extrem dürftigen Anzahl an Quellen und der - wie jeder zustimmen muss - nicht vorhandenen Begründung/Beweisführung würde so etwas als Fachartikel gnadenlos durchfallen.

    Ach ja - zu oben: Ich gebe zu dass ich Tier- und Umweltschützern kritisch gegenüberstehe, aber das auch nur weil ihre Weltanschauung halt schwachsinnig und letztlich auch unmoralisch bzw. zynisch und pervers ist (denn mit Verlaub: dass z.B. die PETA bei ihren Aktionen sehr oft die wirt. und pol. Hintergründe ausser Acht lässt ist wohl offensichtlich). Ich geb zu, das war zynisch, aber ich mag die Typen einfach nicht.

    Abgesehen davon: Jeder der sich mehr für Tiere als für Menschen engagiert ... naja...

    Ach ja: Wieso setzen sich Tierschützer eigentlich nicht gegen die billionenfache Abtötung von Insekten zur Wehr, warum demonstriert niemand gegen den tagtäglichen trilliardenfachen Mord an Einzellern ? Wann ist denn für die eine Kreatur ein Lebewesen dass es "wert" ist, geschützt und geliebt zu werden ? Das sind größtenteils Heuchler, deren Interesse vorwiegend auf niederen Motiven und Schuldgefühlen beruht.

  6. Von wasauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 20:52

    Die Montpelier Group sollte man aber zumindest schonmal gehört haben, wenn man sich s o mit Finanzen insgesamt auskennen wollte.

    Zu den anderen, letzteren Äusserungen enthalte ich mich lieber, denn es macht für mich keinen Sinn, sich darüber streiten zu wollen. Das wäre mir doch zu müssig & für mich die reine Zeitverschwendung...

    :-)

  7. Von Wieauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 23:00

    Mmh, ist halt Ansichtssache bei der sich sicherlich jeder im Recht fühlt ...

    Naja, ich möchte nicht behaupten dass ich ein allzu großes Wissen bezüglich des internationalen Firmenwesens besitze - man lernt nie aus.

  8. Von wasauchimmer am Freitag, 16. Juni 2006, 23:42

    Konsens ist der Schlüssel, wenn er bestärkt wird (der Wille dazu, ernsthaften Diskurs zuzulassen). Ignoranz oder die Gier nach "realen Werten" killt die eigentlich fortschrittlichen Gedanken. Und ohne Ideen gäbe es uns alle nicht, noch nicht oder längst nicht mehr.
    Warum also tötet man sie weiterhin permanent? - Aus Dummheit, sich endgültig der Dummheit zu entsagen??

  9. Von 2ndRalf am Montag, 19. Juni 2006, 00:33

    DASS in diesem System eine Menge nicht stimmt, dass es Menschen gibt, die dies wahrnehmen, scheint ja wohl zweifelsfrei festzustehen. Ob deren Analysen und Schlussfolgerungen letztlich den Kern des Problems 100%-ig treffen, ist natürlich kaum anzunehmen - schließlich sind wir ja alle nur Menschen. Immerhin habens ein paar geschafft, sich - über die öffentlich publizierte Meinung hinaus - ein eigenes Bild herauszuarbeiten und eigene Schlüsse zu ziehen, was einigen von ihnen nicht mehr als den Hohn ihrer Zeitgenossen oder gar Verfolgung einbrachte. Ob Wissenschaft, Journalismus oder was sonst auch noch dazu zählen darf, deren Weg ist Tag für Tag übersät mit Stolpersteinen, die ihnen - viel zu oft bewusst - von ahnungslosen Grünschnäbeln (WIEAUCHIMMER diese heißen mögen...) in den Weg gelegt werden. GENAU DAS macht die Sache so schwer. Im Übrigen ist es oft nicht nur eine Frage von Wissen oder Dummheit, sondern vielmehr im Verlauf gewonnene Lebenserfahrung (Weisheit genannt, kann man NICHT mit dem Löffel fressen!)

    P.S. @Norbert: weiter so.
    P.P.S.: Wenn es Zeit wird, aktiv gegen den Mainstream zu steuern, sollte man endlich damit anfangen. Aber an welcher Stelle und wie - da glaube ich, liegen schon Norbert, guan und ... etwas weiter auseinander. Wenn ich so an mich denke - Frau, vieleviele Kinder, Haus, verdammt viel Arbeit - da finde ich kaum noch Zeit mal hier vorbei zu schauen, geschweige irgend welche Workshops o. ä. zu besuchen, oder oder oder...
    Gibt es jedoch vielleicht Systeme von Aktivisten, die - ähnlich den Open Source Projekten - von Maintainern koordiniert werden, und somit auch einen (wenn auch geringen) Anteil an Mitarbeit ermöglichen, ohne dass man gleich mit Arbeit und Erfolgserwartungen überschüttet wird?

    Schöne Sommergrüße aus der Lausitz.

  10. Von Norbert am Dienstag, 20. Juni 2006, 13:19

    @wieauchimmer; zu deinem Kommentar, die 0.25% Zinserhöhung seien vernachlässigbar:
    klar sind 0.25% nicht viel. Aber sie sind der Beginn eines Trends. Leider ist es so, daß viele Ökonomen auf dem Augen blind sind, Trends in die Zukunft forzuschreiben, um die langfristigen Auswirkungen vorhersagen zu können (stattdessen schauen sie sich lieber die Aktienkurse der Vergangenheit an).

    zu deiner Aussage, Soziales und Umwelt hätte nichts mit Wirtschaft zu tun, weil diese "nichts abwerfen":
    Genau getroffen! Eben WEIL Investitionen in diese Branchen nicht so viel abwerfen, finden sie umso weniger statt, je höher der Geldmarktzinssatz ist. Da JEDE Investition mindestens den Geldmarktzinssatz erwirtschaften muß, fallen all jene Branchen (systemimmanent) nicht ins Interesse privater Initiativen, die weniger abwerfen als den Geldmarktzins. Umgekehrt gilt: Je niedriger die Zinssätze, umso eher lohnen (auch private) Investitionen auch in bislang "unterbewirtschaftete" Bereiche, wie eben Soziales, Kultur und Umwelt.
    Ansonsten gilt aus unternehmerischer Sicht: Ist doch egal, in welcher Branche ein Unternehmer aktiv ist, wichtig ist, daß es sich betriebswirtschaftlich trägt. Und wer hat festgelegt, daß Kindergärten & Co. nicht als private Initiative entstehen dürfen sondern immer auf Papa Staat warten müssen?

    Zum Thema Zinsen/Finanzmärkte allgemein empfiehlt sich auch ein aktueller Blick nach Ungarn:
    Staatsanleihen: Ungarns Finanzmärkte kommen nicht zur Ruhe

    Ansonsten fiel mir noch ein aktueller Artikel in der Welt auf, in der es u.a. folgenden Abschnitt zu lesen und zu bedenken gibt:

    Nach dem Platzen der Börsenblase im Jahr 2000 läuteten die Notenbanken eine lang anhaltende Phase des billigen Geldes ein. Dadurch konnten beispielsweise Autobauer ihre Fahrzeuge mit dem Angebot einer Null-Prozent-Finanzierung an den Mann bringen. Insgesamt wurde dadurch die Nachfrage und somit die Wirtschaft stimuliert.
    WAMS: Angst beherrscht die Finanzmärkte

  11. Von JoBlack am Sonntag, 30. Juli 2006, 20:04

    Zinsbasiertes Geld führt durch den Verschuldungszwang immer zu einem Crash bzw. zu einer Deflation.

    Das kann jeder per Taschenrechner nachprüfen (Zinseszinsrechnung).

    Entweder man läßt die Währung gegen die Wand fahren oder man setzt beispielsweise auf umlaufgesichertes Geld (auch Freigeld genannt).

    Da an ersterem erhöhtes Interesse besteht (immerhin kann man in einer Deflation gute Immobilienschnäppchen machen) wird wohl auch erstes kommen.

    Haltet Euer (Bar)Geld zusammen - lange geht es nicht mehr.



Empfehlung:
Peak Oil