Von Wachstumswünschen zu Regionalwährungen

Norbert am Monday, 29. November 2004, 23:19

Ich fühle mich nicht wohl in der Rolle des Klugscheißers. Auch wenn es manchmal den Eindruck machen mag. Mir wäre es wirklich lieber, wir hätten Politiker - wenn wir schon welche brauchen - die wissen, was sie tun.

"Regierung prognostiziert solides Wachstum bis 2008" titelt die Netzeitung. Die nächsten 4 Jahre soll die deutsche Wirtschaft um jeweils 1,7% wachsen, also bezogen auf die heutige Wirtschaftsleistung um 7,0%. Damit wäre die Wirtschaft nicht linear sondern exponentiell gewachsen. Über die Zeit nach 2008 macht die Regierung keine Angaben, wir können aber aufgrund der bisherigen Politik davon ausgehen, daß weiterhin auf Wachstum gesetzt wird. Bei einer Wachstumsrate von jährlich 1,7% werden die Deutschen in etwa 40 Jahren jährlich doppelt soviel konsumieren müssen wie heute - vorausgesetzt die Produktion wird im Land verkauft.

Besonders viel Weitblick zeigt die Regierung in dem Punkt, der sie besonders optimistisch stimmt: Die zurückhaltende Lohnpolitik. Stagnierende Löhne sollen also für Mehr Wachstum sorgen! Die Regierung glaubt durch nicht steigende Löhne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft gegenüber dem Ausland gefestigt zu haben. Zugleich signalisiert sie, woher das Geld kommen soll, was die Mehrproduktion kauft: Nicht die Binnenwirtschaft soll angekurbelt werden, sondern der Verkauf in andere Volkswirtschaften soll Geld ins Land spülen. Das bedeutet aber auch: Mehr Produktion im Inland, ohne daß die Bevölkerung durch steigene Löhne an dieser Mehrproduktion Teil hat. Nimmt man die Daten, die vor ziemlich genau einem Jahr in der Jungen Welt standen, so sind die "Wirtschaftsweisen" der Ansicht, daß ein Wachstum von 1,7% nicht ausreiche, um den Abbau von Arbeitsplätzen zu stoppen. Wachstum verhindert keine Arbeitslosigkeit! Das Wachstumsziel der Bundesregierung ist somit eine Luftnummer: Weder kann die Mehrproduktion wegen stagnierenden Löhnen im Inland abgesetzt werden noch wird das größte Gesellschaftsproblem überhaupt angegangen: Die Massenarbeitslosigkeit. Wozu also Wachstum, wenn es denen, die es erarbeiten sollen, sowieso nicht zugute kommt?

Weiterhin hofft die Regierung mit oben zerpflücktem Wachstumsschwindel endlich ihre Schulden absenken zu können. Nein. Falsch! Von Schuldenabbau ist keine Rede, es geht nur um die jährlichen zusätzlichen Schulden, die sogenannte "Neuverschuldung". Diese sollen von Jahr zu Jahr nicht mehr ganz so hoch ausfallen, damit der Euro-Stabilitätspakt eingehalten wird. Abgesehen davon, daß eine Währung wie der Euro aufgrund seiner Konzeption per Definition langfristig nicht stabil gehalten werden kann (die Europäischen Geldwächter bezeichnen 2% Inflation als "stabil", also eine Halbierung des Geldwertes alle 35 Jahre!) widerspricht dies der Humanität. Welchen Sinn hat die Aufrechterhaltung eines Standards wie dem Euro-Stabilitätspaktes, wenn den Menschen dadurch Leid geschieht? Wenn dadurch Sozialsysteme abgebaut werden, was nützen den Menschen dann noch die Pseudo-Stabilität des Euro?

Der Irrtum der Politik liegt bereits darin überhaupt anzunehmen, die Staatsschulden könnten abgebaut werden. Dies ist eine Illusion resultierend aus einem Mißverständnis. Die Politik geht dabei von der Idee aus, Schulden seien eine einseitige Geschichte. Tatsächlich sind Schulden aber nur die eine Seite der Medaille, deren andere Seite "Vermögen" heißt. In einem volkswirtschaftlichen System, wie es Deutschland oder auch die EU darstellt, sind somit die Geldschulden immer so hoch, wie die Geldvermögen. Verleiht jemand Geld, so hat er selbst Vermögen, der Schuldner hat in selber Höhe Schulden. Was hier beispielhaft auf das Individuum bezogen war, läßt sich auf das Gesamtsystem übertragen: Geldschulden und Geldvermögen in einem Wirtschaftssystem sind immer gleich hoch. Alle Schulden, die der Staat hat, haben andere als Vermögen auf ihrem Sparkonto bzw. in ihren Staatspapieren. Wenn also der Staat gern seine Schulden abbauen will, müssen andere "im System" ihre Vermögen abbauen. Oder andersherum: Jede Regierung auf dem Planeten, die Schulden abbauen will, muß zugleich für einen Geldvermögensabbau im System sorgen. Es gibt nie nur Geldschulden oder nur Geldvermögen, es gibt immer Geldschulden-Geldvermögen-Paare.

In Deutschland versucht "das System" mit Hilfe "der Regierung" über die Kürzung der Sozialausgaben nicht nur die fortschreitende eigene Schuldenaufnahme zu kürzen, sondern sorgt zugleich dafür, daß Millionen Menschen ihre Ersparnisse anfassen und somit das Geldvermögen im Gesamtsystem senken und damit Schuldensenkungen überhaupt ermöglichen. Das Problem hier: Wie immer erwischt es die Ärmeren im System, grade jene, die am wenigsten Vermögen haben. Nicht wirklich betroffen sind dagegen Vermögende. Im Gegenteil erhalten diese, wie es im Kapitalismus aufgrund der Systemstruktur üblich ist, allein aufgrund ihres Besitzes noch mehr Geld. Das heutige Geldsystem läßt Geld dorthin fließen, wo schon Geld ist. Täte es dies nicht, wäre also eine Geldverzinsung von 0% fällig, so würde niemand das heutige Geld verleihen und in unserer hochgradig arbeitsteiligen Gesellschaft, in der Geld als Tauschmittel unerläßlich ist, würde eine Tauschkrise aus Geldmangel ausbrechen. Wir kennen sowas von der Deflationskrise in Mitteleuropa in den 1930ern, die letztlich dem Nationalsozialismus zum Aufstieg verhalf. Wie damals werden auch heute die Systematiken der Wirtschaft von der Politik ignoriert.

Dabei steckt die Regierung in einem Dilemma, aus dem sie nicht herauskommt. Ein Eingeständnis dieser Zustände würde nicht nur einen massiven Vertrauensverlust nach sich ziehen, sondern käme zugleich dem Eingeständnis gleich, daß weder das Wirtschaftssystem funktioniert, noch daß man eine Ahnung davon hat, wie es funktioniert. Wie viele Politiker mit Rückgrat würden solch eine Weltbild-Erschütterung überstehen? Wird jedoch der derzeitige Kurs beibehalten ist es nur eine Frage der Zeit, bis "gesellschaftliche Verwerfungen" der zunehmenden Armut folgen werden. Bereits jetzt müssen sich Arbeitsagenturen gegen Drohungen wappnen. Wer glaubt die Lage würde durch 1,7%iges Wirtschaftswachstum besser, der irrt.

Helfen können sich aus diesem Dilemma nur die Menschen selbst. Der Ausweg besteht darin, das fehlerhafte Euro-System durch regionale Währungen zu ergänzen. Diese regionalen Währungen helfen beim Aufbau neuer stabiler regionaler Wirtschaftsstrukturen und machen die Regionen unabhängiger in ihrer Versorgung mit Gütern und Leistungen, die die Region selbst bereitstellen kann. Dies wird spätestens dann wichtig, wenn sich die Ideen der Regierung zum Aufrechterhalten der bisherigen Wirtschaftsordnung als nicht tragbar erweisen. Das Vertrauen in die Staatspapiere kann dann rapide schwinden, die Handlungsunfähigkeit des Staates könnte die Folge sein, sprunghaft ansteigende Zinsen und irgendwann die Flucht aus dem Euro (wie es derzeit beim Dollar zu sehen ist) werden den nur auf diese Währung setzenden Wirtschaftsteilnehmer arg zusetzen. Regionale Währungen nutzen in erster Linie kleinen und mittelständischen Unternehmen, weil deren Sitz und ihr Absatzgebiet meist identisch oder nah beieinander liegend sind. KMUs, die sich in Interessengemeinschaften zur Nutzung alternativer Währungen entscheiden, kooperieren auf dieser Basis auch, um sich gegen die Übermacht global agierender Großkonzerne zu behaupten. Regionales Geld fragt zuerst regional produzierte Leistungen nach und kann nur schwer dazu eingesetzt werden, Leistungen irgendwo auf dem Globus billigst einzukaufen und in Hochpreisländern teuerst wieder zu verkaufen. Für Entwicklungsregionen, welche sich durch preiszerstörende Lieferungen von außerhalb der eigenen Lebensgrundlage beraubt sehen, sind umlaufgesichterte, regionale Währungen damit genauso nützlich, wie sie Regionen in den Industrieländern helfen können, den Schritt zur Dienstleistungsgesellschaft zu vollziehen und sich der Kapitalisierungslogik der Großkonzerne und der internationalen Finanzmärkte zu entziehen. Bürgermeister und Kommunalangehörige sollten sich deshalb aufgerufen fühlen, sich zum Wohle der Menschen in ihrer Region intensiver mit dem Thema Regionalwährungen auseinander zu setzen. Von der Bundesregierung scheint zur Stabilisierung der Wirtschaft nicht mehr viel zu erwarten.

Peak Oil


Kommentare

  1. Von Ralf am Tuesday, 30. November 2004, 10:01

    Zitat: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." (Mark Twain)
    Auch ich bin dafür, ehrlich. Ich will dies nicht zerreden, denn der Ansatz mit der Regionalwährung ist wirklich super.
    Zum Thema Inflation habe ich doch noch eine Frage an alle Arbeitnehmer und Gewerkschafter: Tu was gegen Inflation, geh zu deinem Chef und bitte ihn höflichst, künftig die Löhne einzufrieren und Gewinne auf eine gesunde, schwarze Null zu führen. Oder gründe ein Unternehmen und tue dies.
    An alle Arbeitgeber, die (vielleicht doch hier und heimlich lesen?): bitte gebt Gewinne zurück an die Arbeitnehmer, Kunden etc.

    Sorry, aber dies ist NICHT sarkastisch gemeint.

  2. Von Michael am Tuesday, 30. November 2004, 10:29

    Schwarzseher !
    Seit ein paar Jahren kenne ich diese Seite und
    auch andere wie das-gibts-doch-nicht usw. wo immer wieder aufgezeigt wird in welches Schlamasel wir uns reiten und welche düsteren Zeiten auf uns zukommen bzw. wo wir schon mitten drin sind.
    Eines vorweg, ich bin ebenfalls dieser Meinung.
    Europa wird veramerikanisiert (Extremkapitalismus) und dem Durchschnittsbürger gehts immer schlechter.

    Trotz der vielen Meldungen, auch im Zusammenhang mit entsprechenden Zeitungsmeldungen werde ich, sobald ich mit anderen darüber rede als extremer Schwarzseher betitelt. Viele meiner Gesprächspartner geben dem kleinen Bürger die schuld weil diese ja jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt hätten, weil sies selber schuld wären.
    Leider sind auch noch viele der Meinung durch Mehrarbeit lässt sich das Problem schon lösen.

    Also am besten 45 Stundenwoche für alle, damit
    das Sozialsystem endlich ganz abgeschaft werden
    kann, oder auf private Träger abgewälzt werden kann die sich dann nur noch denen annehmen dies auch bezahlen können. Schafft eure Kinder ab, dann habt ihr mehr Zeit zum arbeiten.

  3. Von Alex am Tuesday, 30. November 2004, 11:10

    Ich kann es nicht mehr hören od. lesen, man muss nicht studiert haben, um zu erkennen, das man sich in einem begrenzten System nicht unbegrenzt ausdehnen kann...

    Es wird von politischer und wirtschaftswissenschaftlicher Seite viel geredet und diskutiert, ich erkenne nur "Betriebsblindheit". Es wird versucht - mit allen Mitteln - das man sich weiter im Kreis dreht.

    Wie sollten wir denn z.B. die Löhne anpassen, wenn wir durch die gewählte Abhängigkeit vom Export mit chinesischen Zwangsarbeitern konkurieren müssen?

    Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, wessen Interessen die "Politik" vertritt. Seit dieser Zeit sehe ich zwar klarer und erkenne manchmal das angestrebte Ziel, aber seit dem bin ich eher beunruhigt...

  4. Von Norbert am Tuesday, 30. November 2004, 11:12

    @Ralf: Wären nicht Genossenschaften ein perfekter Arbeitgeber, um Gewinne an die Genossenschaftler=Arbeitnehmer auszuschütten?

    @Michael: Das mit der Schwarzseherei kenne ich. Wird mir auch oft vorgeworfen. Ich geb zu, an einigen Stellen war ich voreilig. Die Dinge gehen langsamer, als man sie manchmal sieht. Aber sie gehen. Manche sahen den Krieg gegen Irak bereits am 11. September. Als der Krieg dann da war, erinnerte sich niemand an die ersten Mahner. Manche warnten vor einer kommenden Wirtschaftskrise, als sie jetzt da ist erinnert sich kaum noch jemand daran. Den Kollaps des Dollars vorherzusagen war auch nicht so schwer, jetzt fängt die Lawine langsam an mit Rollen. Das ist keine Schwarzseherei, das ist Logik gepaart mit systemischem Denken. Leider werden es die Leute wohl wieder erst kapieren, wenn es zu spät ist. Ist ja leider nicht das erste Mal...

  5. Von Ralf am Tuesday, 30. November 2004, 12:56

    @Norbert
    Prinzipiell sind Genossenschaften eine sehr gute Lösung, die im Handwerk sowie im Wohnungsbau ja auch gut funktioniert. Industrielle Projekte erfordern aber oft langfristige finanzielle Vorleistungen, die mir persönlich in genossenschaftlicher Form nicht bekannt sind (leider).
    Dazu kommt noch ein zweiter Faktor, der menschlichen Ursprungs ist: Wer schon einmal in einer leitenden Position gearbeitet hat, weiß wie schwierig es manchmal ist, alle Mitarbeiter von Sinn und Unsinn einzelner Entscheidungen zu überzeugen. Der Pädagoge nennt dies einen "Rollenkonflikt". Oft stößt man auf Unverständnis und Kritik und es bedarf zuweilen einer Portion Durchsetzungsvermögen, um dann einen Schritt vorwärts zu kommen. Wenn man dann auf Unverständnis trifft, ist man schnell mal der Doofe, Vollstreckungsgehilfe oder eben ganz pauschal das ungerechte Kapitalistenschwein (leider). Aus meiner Erfahrung hilft hier folgendes: Open Source (eher bekannt aus der Softwarewelt). Der transparente, ehrliche und erklärende Umgang mit allen Beteiligten. Das hilft meist, leider aber nicht immer.
    Insofern ist jede offen publizierte Information - wie auf diesen Seiten hier ;-) - eine gute Hilfe. Hoffen wir, dass es was bewirkt...

  6. Von Thomas am Tuesday, 30. November 2004, 13:04

    Ich finde es (um mit Herrn Spock zu reden) immer wieder faszinierend - wenn auch nicht logisch - daß diese doch eigentlich leicht zu durchschauenden Zusammenhänge gerade von denen nicht erkannt werden, die es in der Hand hätten, den Kurs zu ändern. Auch wenn ich mich jetzt dem Verdacht der Paranoia aussetze - mir scheint, als hätte dieser ganze Schwachsinn System. Die andere Möglichkeit wäre tatsächlich Schwachsinn. Ergo wird diese Welt entweder von Schwachsinnigen regiert, oder von Böswilligen. Ich weiß nicht, welche Variante vorzuziehen wäre.
    Leider werde ich in diesem Zusammenhang das Gefühl der persönlichen Machtlosigkeit nicht los.
    Meine Hoffnung begrenzt sich mittlerweile auf eine wachsende Regionalisierungsbewegung von unten. Wenn wir es schaffen, unsere unmittelbaren Regionen soweit als möglich zu stabilisieren und unabhängig zu machen, dann könnte das die Basis einer Neuen Welt sein - wenn die alte sich schließlich selbst gekillt hat.
    Vielleicht ist in diesem Zusammenhang die Demokratiebewegung von Prof. Johannes Heinrichs interessant. Auf seiner Internetseite www.viergliederung.de kann man schon einiges Interessantes erfahren. Die Kurzfassung des Buches "Revolution der Demokratie" steht dort auch kostenlos zum Download zur Vefügung.

  7. Von Norbert am Tuesday, 30. November 2004, 13:34

    @Ralf: 100% ACK. Ehrlichkeit rulez!

    @Thomas: Ich weiß nicht, ob es dich beruhigt, aber ich glaube nicht an die Böswilligkeit. Ich denke, wir werden von Schwachsinnigen regiert. Ich sehe es an den Profs und Experten, an die ich ab und zu gerate und wie die selbst offensichtliche mathematische und logische Zusammenhänge nicht sehen WOLLEN. Ich sehe das von psychologischer Seite: Das "psychische System Professor" schützt sich selbst, indem es dogmatisch am bisherigen Weltbild festhält. Es würde ansonsten Gefahr laufen, sein bisheriges Leben als "unter falschen Annahmen" geführt zu haben. Das kann die Psyche ganz schön treffen, wie einige DDRler nach dem Mauerfall aus ähnlichen Gründen zu spüren bekamen.

    Ich sehe inzwischen auch als einige Möglichkeit eine "Regionalisierungsbewegung". Will dazu auf ein Buch hinweisen, was Thomas K. (der hier auch ab und zu mitschreibt) geschrieben hat: Entwicklunsprojekt Ökonomie. Und ich will mich selbst (und mitarbeitende Partner) gern als Vortragenden/Beratenden anbieten, wenn sich in den einzelnen Regionen Interessierte zusammenfinden und Input bzw. Ideen brauchen, wie eine Regionalisierung umgesetzt werden kann. Siehe: regionales-wirtschaften.de

    Johannes Heinrichs geht mir im Übrigen nicht weit genug, ich präferiere ein direktdemokratisches Modell, Heinrichs setzt doch weiterhin auf sowas wie Parlamente, oder?

  8. Von Andrej am Thursday, 02. December 2004, 22:58

    Huhu an alle,

    des Herrn Professors Buch habe ich gelesen, für ok und mit einigen tollen Ideen befunden und wieder weg gelegt. Wer heutzutage bei einem potentiellen Nichtwähler- Anteil von 40-50% (wenn man die durch Wahlwerbung motivierten mal abzieht) auf eine parlamentarischen Demokratie im heutigen Sinne hofft, der sieht die "realität" nicht.

    Gruss
    Andrej

  9. Von Allanon am Friday, 03. December 2004, 20:16

    Regionalwährungen könnten verdammt wichtig werden. Vorallem wenn es mal wirklich ( und das das kommt, davon bin ich überzeugt ) in Richtung Bargeldloser Zahlungsverkehr geht. ( Die "Karte" für alles, RFID Chips, wie auch immer ) Da wäre es direkt noch ein Weg sich ein Stück "Freiheit" zu bewahren und nicht zum komplett "durchleuchteten" Bürger zu werden, dessen Indentität in Bits und Bytes abgespeichert ist.

  10. Von Ralf am Saturday, 04. December 2004, 19:34

    @Allanon:
    Gestern hab ich noch bzgl. Regionalförderung und -geld gemeint, ein "Schlüsselerlebnis" wär schon nötig, damit Freigeld wirklich vom Volk akzeptiert und genutzt wird. Das Beispiel mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr wär' so eins. Hier wo ich wohne, in der Lausitz, verabschieden sich derweil die ersten Landwirte aus der EU-Förder-Gängelei und werden Eigenversorger und -vermarkter. Kein Wunder...

  11. Von Heidi Muehlisch am Saturday, 12. March 2005, 15:20

    Habe auf der Suche nach Regionalwährungen Deine Ausführungen gelesen. Ich bin Mitglied bei Joytopia: Natürliche Ökonomie mit dem Zahlungsmittel DANK der nach einem festegelegten Satz einer Abwertung unterliegt. Vielleicht magst Du im Internet ja einfach mal unter Joytopia reinsehen. Das Forum und der Markt sind allerdings erst ganz neu online angelegt, bisher hatten wir immer über die Joypost offline gearbeitet, deshalb sind dort noch nicht sehr viele Beiträge. Die Mitglieder sind vor allem in Deutschland und Österreich.

    Liebe Grüße,
    Heidi Mühlisch

    P.S. Darf ich Deine Ausführungen in das Forum setzen?

  12. Von Norbert am Saturday, 12. March 2005, 16:17

    @Heidi: Klar!
    Wäre nett, wenn du die Quelle angibst.
    Mehr Infos gibts auf regionales-wirtschaften.de



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