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	<title>Feldpolitik &#187; polit.büro</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Wie wird man erster Mann im Staate?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 16:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bald ist wieder ein Posten zu vergeben: Bundespr&#228;sident gesucht, plus Frau. 20.000 Euro monatlich plus Schloss, Fahrer, Dienstwagen und allerlei Klimbim. Wir, das Volk, verschlei&#223;en grade einen nach dem anderen und brauchen dringend einen neuen. Der Vorletzte ist uns abhanden gekommen, weil er vor den Kulissen aussprach, was hinter den Kulissen l&#228;ngst getuschelt wird, n&#228;mlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bald ist wieder ein Posten zu vergeben: Bundespr&#228;sident gesucht, plus Frau. 20.000 Euro monatlich plus Schloss, Fahrer, Dienstwagen und allerlei Klimbim. Wir, das Volk, verschlei&#223;en grade einen nach dem anderen und brauchen dringend einen neuen. Der Vorletzte ist uns abhanden gekommen, weil er vor den Kulissen aussprach, was hinter den Kulissen l&#228;ngst getuschelt wird, n&#228;mlich dass wir uns mal Gedanken machen m&#252;ssen, ob wir unsere frisch renovierte Armee nun auch zum Rohstofferobern einsetzen wollen oder nicht. Und unser Noch-Pr&#228;sident wird jetzt den Hut (und seine Frau) nehmen, weil er mitten in der Finanzkrise einen Kredit aufgenommen hat. Das sind schon schwere Kaliber, die sich die beiden da geleistet haben.</p>
<p>Naja, dass der Wulff eher der Pr&#228;sident der oberen Zehntausend ist wu&#223;ten wir schon bei seiner Inthronisierung. Gauck ist ja quasi der verkappte Stasi-Mann, wer so lange im Aktendreck w&#252;hlt, der kann kaum von den M&#228;chtigen der M&#228;chtigen gewollt sein. Insofern war das Theater sch&#246;n, dass uns drei Wahlg&#228;nge nach dem Abendbrot bescherte und seit langem mal wieder zu intensivem Austausch an den Stammtischen des Landes f&#252;hrte, aber gew&#228;hlt ist gew&#228;hlt und Wulff sollte es schon sein. Gottseidank! Sonst h&#228;tten wir doch nie erfahren, was wir heute wissen: Wie es eben zugeht, hinter den Kulissen!</p>
<p>Merke: Wer BuPr&#228; werden woll, muss schon vorher &#252;ber ein angemessenes Anwesen verf&#252;gen. Ein H&#228;uschen im Gr&#252;nen unter einer halbe Mille ist da Standard. Wem das Geld fehlt, der muss eben gesch&#228;ftig werden und in seinen Kontakten mal schauen, wer da grade welches &#252;brig hat. Kredite &#8211; damit ist unsere Wirtschaft gro&#223; geworden! Und dass es absolut &#252;blich ist, erstmal im Freundes-, Bekannten- und Gesch&#228;ftspartnerkreis rumzufragen, wenn man etwas braucht, das wu&#223;ten wir schon hier im Osten &#8211; und keine Angst: Wir werden es alle bald wieder lernen. Die &#246;stlichen Seilschaften, die Gauck mit seiner Beh&#246;rde zerschlug, haben in Form ihres westlichen Pendants Wulff ins Amt gehievt. Bedenklich ist nur, dass eine entscheidende Rolle dabei tats&#228;chlich ein ausgewanderter Schrotth&#228;ndler spielte und nicht, wie man verschw&#246;rungstheoretisch annehmen d&#252;rfte, die Waffenlobby, die Pharmareferentengilde oder die Finanzgurus. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass das Bundespr&#228;sidentenamt so machtlos ist, dass sich dort die zweite Riege der oberen Zehntausend einkauft, w&#228;hrend die wirklich wichtigen (Hinter-)M&#228;nner sich um die wirklich wichtigen Politposten k&#252;mmern.</p>
<p>Wer plant, in die Politik zu gehen, kann das k&#252;nftig also entweder <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,803801,00.html" target="_blank">nackig</a> probieren oder er darf aus der BuPr&#228;-Aff&#228;re die richtigen Ideen herauskristallisieren: Lass dir dein Buch von einem Interviewer schreiben und von einem Strukturvertriebler die Anzeigen finanzieren. Der Schrotth&#228;ndler besorgt dir fehlendes Kleingeld. Es ist doch nur konsequent, die Methoden der Vetternwirtschaft auf den gro&#223;en Politikbetrieb anzuwenden, nur sollte man nicht so d&#228;mlich sein, Leuten, die wenig vertrauensw&#252;rdig sind, auf den Anrufbeantworter zu singen. In digitalen Zeiten macht sowas schnell die Runde und Journalistenbeschimpfung ist f&#252;r den Chefmultiplikator am oberen Staatsende ein Zeichen f&#252;r &#220;bermut.</p>
<p>Trotzdem: Es gilt zu hoffen, dass diese Aff&#228;re nicht mit einem schnellen R&#252;cktritt endet. Mal abgesehen davon, dass wir mit Thomas Gottschalk als einzig k&#252;nftig arbeitslosen Massenunterhalter auch nur wieder einen der oberen Tausend zur Verf&#252;gung haben, w&#252;nsche ich mir im Namen des Volkes mehr Details! Wie beispielsweise kommt die Info denn zum Spiegel, dass unser BuPr&#228; dem BiLD-Dieckmann auf den AB gequatscht hat? Hat Herr Gauck was in seinen Akten gefunden? Anonymous was bei einem Hack? Oder sind beim SPIEGEL ein paar Ex-Praktikanten von Rupert Murdoch untergekommen? Warum gibt jemand wie Carsten Maschmeyer &#252;ber 40.000 Euro f&#252;r Werbung f&#252;r ein Buch aus, das nicht seins ist und von dem er (angeblich) nichts hat? Warum kauft der RWE-Chef gleich <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-unter-druck-grossmann-konzern-kaufte-wulff-buecher-1.1242803" target="_blank">2500 Exemplare</a> davon?</p>
<p>Na klar: Wenn man genug Geld hat, kann man es auch in seltsame Sachen stecken &#8211; wie B&#252;cher, die keiner liest, deren Kauf aber als Wette gelten: Als Wette auf einen k&#252;nftigen BuPr&#228;. Aber was hat man dann davon? Man kennt den Obermacker des Landes, kauft sich eine Eintrittskarte ins Schloss Bellevue. Es schadet sicherlich niemandem, wenn man in Gegenwart des BuPr&#228; sich herumtreiben darf oder gar von diesem eine Empfehlung bekommt, mit der man sich m&#246;glichen Gesch&#228;ftspartnern n&#228;hern kann. Seltsam nur, dass dieser Bundespr&#228;sident selbst noch Empfehlungen seines Schrotth&#228;ndlers <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2143304/BW-Bank-Geerkens-hat-Kontakt-zu-Wulff-hergestellt.html" target="_blank">bedarf</a>, um an g&#252;nstige Bank-Kredite zu kommen.</p>
<p>Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Steuerhinterzieher, Rote-Ampel-L&#228;ufer, Geschwindigkeits&#252;bertreter, Rechnungen-zu-sp&#228;t-Begleicher, Kohlendioxidemission&#228;re, Bargeldhorter, Notl&#252;ger &#8211; nur wenige werden sich finden lassen, die juristisch, moralisch und menschlich unfehlbar sind. Wenn Politik bedeutet, unfehlbar zu sein, steht die Abwicklung des Politikbetriebes vor der T&#252;r. Herr Gauck kennt sich mit Abwicklungen aus. Und zweifellos w&#228;re ein Fr&#252;hjahrsputz im Politb&#252;ro und den Amtsstuben der Anpassungsf&#228;higkeit des Landes zutr&#228;glich. Wo aber Gesch&#228;ftemachen als gesellschaftliche Triebfeder gilt, gibt es wenig Grund, die Politik davon auszunehmen. Da muss das Volk wohl mal in sich gehen und auch die Journalisten, die mit jedem Kr&#252;mel gerne auf die Kacke hauen und dabei nicht verraten, an welchen (moralischen?) Grunds&#228;tzen sie sich eigentlich orientieren. Moralverlust? Naja, als Alternative zur BuPr&#228;-Wahl steht noch die M&#246;glichkeit, den ganzen Staat zum Katholizismus konvertieren zu lassen und den Papst als obersten Hirten auf die Ranch zu holen. Der ist wenigstens konsequent in seinem Reden, was man von Akteuren der Partei mit dem gro&#223;en <strong>C</strong> nicht bedingungslos behaupten kann. Es sind aber auch schwierige Zeiten&#8230;</p>
<p>Wer aber macht nun den Bundespr&#228;sidenten? Wer w&#228;re geeignet, uns kreditfrei durch die Euro-Krise zu segeln, uns charmant den Weg durch den Klimawandel zu weisen, unserem fragmentierten Dasein moralischen Kompass zu geben und dies auf Basis von ausreichend Lebenserfahrung und empathischer Jugendliebe? J&#246;rg Asmussen hat jetzt Zeit, wo er nicht EZB-Chef wird, und Gottschalk eben mangels Fernsehshow. Die LINKE nomiert bestimmt Lafontaine pers&#246;nlich. Charlotte Roche w&#228;re mir da lieber. Oder Dieter Nuhr. Beide viel zu jung. Aber vielleicht zusammen ja alt genug?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Verfassungsschutz aufl&#246;sen: Jetzt!</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2011/11/24/verfassungsschutz-auflosen-jetzt/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 09:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geheimdienste transparent machen ist ein Ansinnen einer wahren Demokratie: Zehn Menschen k&#246;nnten noch leben, wenn die Geheimdienste ihre Arbeit getan h&#228;tten. Es ist Zeit, sie abzuschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geheimdienste transparent machen ist ein Ansinnen einer wahren Demokratie:</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/geheimdienste-hauptsache-es-macht-peng-11534221.html">Zehn Menschen k&#246;nnten noch leben, wenn die Geheimdienste ihre Arbeit getan h&#228;tten. Es ist Zeit, sie abzuschaffen.</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neues von Wicki</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/12/23/neues-von-wicki/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 22:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der SZ war k&#252;rzlich eine Karrikatur, auf der ein paar alte Damen um ihren Cafe-Tisch sitzend feststellten, dass ihre Gespr&#228;che etwas eint&#246;nig geworden sind. Sie sollten doch mal diese Vicky Lieks einladen, die h&#228;tte ja immer was interessantes zu erz&#228;hlen&#8230; Ein Interview mit einem Ehrenamtler der Wau-Holland-Stiftung zu den Wikileaks-Spenden. Im Februar sollen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der SZ war k&#252;rzlich eine Karrikatur, auf der ein paar alte Damen um ihren Cafe-Tisch sitzend feststellten, dass ihre Gespr&#228;che etwas eint&#246;nig geworden sind. Sie sollten doch mal diese Vicky Lieks einladen, die h&#228;tte ja immer was interessantes zu erz&#228;hlen&#8230;</p>
<ul>
<li><a href="http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2259277/" target="_blank">Ein Interview mit einem Ehrenamtler der Wau-Holland-Stiftung zu den Wikileaks-Spenden. Im Februar sollen die Finanzinfos offengelegt werden</a></li>
<li><a href="http://derstandard.at/1292462419507/Unterstuetzung-Reporter-ohne-Grenzen-spiegeln-Website-von-Wikileaks" target="_blank">Reporter ohne Grenzen hosten jetzt auch einen Wikileaks-Mirror</a> und geben ein Statement ab</li>
<li><a href="http://www.gulli.com/news/cia-schafft-wikileaks-expertengruppe-wikileaks-taskforce-w-t-f-2010-12-22" target="_blank">Laut Gulli.com hat die CIA eine eigene Wikileaks-Taskforce gegr&#252;ndet (&#8220;WTF&#8221;), um die Auswirkungen auf das eigene Tagesgesch&#228;ft zu untersuchen</a></li>
<li><a href="http://www.intern.de/internet-news/8685-wikileaksorg-raeumlicher-zusammenhang-zu-cia.html" target="_blank">Und auf intern.de fallen auch die K&#252;rzel CIA und WTF im Zusammenhang mit einem Domainumzug von wikileaks.org</a></li>
<li><a href="http://www.macnews.de/news/66976/wikileaks-app-apple-gibt-stellungnahme-ab/" target="_blank">Apple hat eine App von Igor Barinov verbannt, die Zugriff auf Wikileaks-Inhalte bietet: Weil sie &#8220;lokale Gesetze&#8221; verletzen. Barinov verweist auf andere Apps, die das ebenso tun&#8230;</a></li>
<li><a href="http://www.gulli.com/news/cablegate-norwegische-zeitung-erlangt-zugriff-auf-das-gesamte-archiv-2010-12-22" target="_blank">Bislang waren die Cablegate-Depechen nur tr&#246;pfchenweise bzw. f&#252;r ausgew&#228;hlte Medien zug&#228;nglich. Offenbar erweitert sich dieser Kreis nun langsam&#8230;</a> &#8211; erstmal nach Norwegen</li>
<li><a href="http://de.rian.ru/society/20101222/257951966.html" target="_blank">&#8230; und vermutlich auch Russland (Die Russen werden in n&#228;chster Zeit einiges Neues &#252;ber ihr Land erfahren)</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EA331ABC4528A4170AB4A5E76C2772A74~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">In der FAZ analysiert die Philosophieprofessorin Nicole Karafyllis das Weltbild von Assange (+ Bill Gates) aus Autismus-Sicht</a></li>
<li><a href="http://www.godmode-trader.de/nachricht/Wikileaks-Spanien-bei-Biotech-Saatgut-auf-der-Seite-USA-Monsanto,a2417451.html" target="_blank">Gentechnik auf hiesigen Feldern? Mit welchem Methoden auf Botschafter-Ebene gearbeitet wird, zeigen Depechen, die Jochen Stanzl gelesen hat</a>. Der Papst ist auch dabei&#8230;</li>
<li>R&#252;ckblick: &#8220;Cablegate&#8221; wird der Depeschen-&#8221;Skandal&#8221; genannt, weil &#8220;Cable&#8221; soviel wie &#8220;Depesche&#8221; und &#8220;gate&#8221; ein Hinweis auf die Watergate-Aff&#228;re ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re" target="_blank">Interessant am Wikipedia-Artikel zur Watergate-Aff&#228;re ist, dass damals auch das Zusammentragen von Informationen &#252;ber politische Gegner als problematisch angesehen wurde.</a> Wo ist eigentlich die Depesche hin, die davon sprach, dass US-Aussenministerin Hillary Clinton Informationen &#252;ber den UNO-Generalsektret&#228;r anfordern lie&#223;? Ach <a href="http://www.heute.at/news/welt/Wikileaks-CIA-und-Clinton-stecken-hinter-Spionage;art414,476842" target="_blank">hier</a>&#8230;</li>
<li><a href="http://www.laut.de/Wikileaks-enthuellt/Berlusconi-kneift-vor-Bono/21-12-2010" target="_blank">Hat Berlusconi Angst vor U2-Bono? Das zumindest interpretiert man bei laut.de</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wikileaks-war-meine-letzte-Hoffnung-/story/23226809" target="_blank">Interview im Schweizer Tagesanzeiger: &#8220;Rudolf Elmer publizierte auf Wikileaks Bankdaten. Er st&#246;rt sich aber zunehmend am Verhalten von Julian Assange.&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/artikel/17316/" target="_blank">Medienkritik im schweizer &#8220;Beobachter&#8221;: Redet nicht nur &#252;ber Wikileaks, fordert Konsequenzen f&#252;r die offengelegten Verst&#246;&#223;e!</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E4170819F8D994AC19596894AC4FC6C01~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Umberto Eco in der FAZ. &#220;berschrift: Schafft die Botschaften ab! Aus dem Text lese ich was anderes. Wie auch immer: Eine interessante Sicht auf Wikileaks&amp;Co.</a></li>
<li><a href="http://medienradio.org/mr/mr036-der-spiegel-und-wikileaks/" target="_blank">Holger Stark im Podcast-Interview auf medienradio.org &#252;ber die Kooperation zwischen dem SPIEGEL und Wikileaks.</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>WikiLeaksUniverse</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 21:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Does your business do business with Bank of America? Our advise is to place your funds somewhere safer.&#8221; Dieser Satz findet sich auf Twitter &#8211; im WikiLeaks-Kanal. Bank of America hat die Bearbeitung von Zahlungen an Wikileaks eingestellt. Man k&#246;nnte obigen Satz also als Retourkutsche lesen, es k&#246;nnte aber auch ein Hinweis darauf sein, woher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Does your business do business with Bank of America? Our advise is to place your funds somewhere safer.&#8221;</em></p>
<p>Dieser Satz findet sich auf <a href="http://twitter.com/wikileaks" target="_blank">Twitter &#8211; im WikiLeaks-Kanal.</a> Bank of America <a href="http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_bank_of_america_stellt_zahlungen_an_wikileaks_ein_story-39002364-41542815-1.htm" target="_blank">hat die Bearbeitung von Zahlungen an Wikileaks eingestellt</a>. Man k&#246;nnte obigen Satz also als Retourkutsche lesen, es k&#246;nnte aber auch ein Hinweis darauf sein, woher die n&#228;chsten Dokumente kommen, die das planetare Datenleck ja bereits angek&#252;ndigt hat.</p>
<p>Das Problem: Wenn Wikileaks weiterhin so z&#228;h den Datensaft in die globalen Kan&#228;le sickern l&#228;&#223;t, dauert es noch 3000 Tage, bis &#8220;Cablegate&#8221; beendet ist. Ob dann die Bank-Informationen noch jemanden interessieren, ist fraglich. Im Schnitt ver&#246;ffentlichten die Datenlecker in den vergangenen 22 Tagen 83 Botschaftsdepechen pro Tag. Bei einem Fundus von einer Viertelmillion Depechen vergeht einfach ein gutes St&#252;ckchen Zeit.</p>
<p>Allerdings: Meine Bef&#252;rchtung, dass die Medien sich nicht mehr um die Depechen scheren w&#252;rden, je l&#228;nger dieser Prozess andauert, wird offenbar dadurch nicht best&#228;tigt, dass sich immer mal wieder interessantes Material finden l&#228;&#223;t. <a href="http://derstandard.at/1292462272139/Wikileaks-Agenten-Tod-im-Irak-holt-Berlusconi-ein" target="_blank">Berlusconi hat die Ermittlungen zum Tod eines italienischen Geheimagenten im Irak unterbunden</a>, um die italienisch-usamerikanischen Beziehungen nicht zu gef&#228;hrden. <a href="http://derstandard.at/1292462231007/Wikileaks-Peking-bezahlt-Nepal-fuer-Zurueckweisung-von-Tibetern" target="_blank">China bezahlt nepalesische Polizisten</a>, wenn sie tibetanische Fl&#252;chtlinge zur&#252;ckweisen. Gregor Gysi hat ins Parteiprogramm <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,735691,00.html" target="_blank">die Aufl&#246;sung der Nato statt den Austritt Deutschlands</a> reinschreiben lassen, weil ersteres nur mit Zustimmung anderer L&#228;nder und damit unrealistischer ist. Ob das stimmt? Wissen wir nicht, es steht in einer Depesche. In einer solchen steht auch, dass Michael Moores Film &#8220;Sicko&#8221; in Kuba verboten sei, was <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/148966" target="_blank">laut Moore nicht stimmt</a>.</p>
<p>Doch die Welt, die Wikileaks anregt, wird gr&#246;&#223;er. Im <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/wikileaks-jetzt-wissen-wirs-und-weiter/3637154.html" target="_blank">Tagesspiegel stellen Manuel Scheidegger und Johannes Schneider </a>eine wichtige Frage: Worum geht es bei Wikileaks? Wohin f&#252;hrt uns das? Wohin soll es uns f&#252;hren? Im Westen sagt man, dass &#8220;Geheimnisverrat&#8221; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Ueber-Geheimnisse-und-ihren-Verrat-von-Ulrich-Reitz-id4082326.html" target="_blank">auch in Lokalredaktionen Tagesgesch&#228;ft</a> ist. Bei CreateOrDie befasst man sich mit <a href="http://createordie.de/cod/news/Wikileaks-Kinder-%26ndash%3B-Openleaks-und-WAZ-Recherche-057829.html" target="_blank">den &#8220;Kindern von Wikileaks&#8221;</a> &#8211; den angek&#252;ndigten Alternativ-Plattformen f&#252;r investigatives Material (inklusive NDR-Interview mit Daniel Domscheit-Berg). In den Niederlanden ist man laut taz bereits auf dem Weg, <a href="http://blogs.taz.de/meineguete/2010/12/20/niederlande_bekommt_wikileaks-lokal/" target="_blank">lokale Lecks</a> aufzusetzen. Auf YouTube gibt es eine neue Videokategorie: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hl4NlA97GeQ" target="_blank">Wikileaks-Nachrichten als HipHop-Video</a> (inklusive Hillary Clinton, Alex Jones (&#8220;Inside job!&#8221;), Berlusconi und andere &#8211; gefunden im Wikileaks-Twitter-Kanal). In Gro&#223;britannien hat ein Gericht erstmals zugelassen, <a href="http://orf.at/stories/2032102/" target="_blank">dass Blog- und Twitter-Nachrichten aus dem Gerichtssaal</a> m&#246;glich sind: Bei der Anh&#246;rung zum Auslieferungsverfahren gegen Assange. Wenn das keine Vielzahl an Reaktionen ist, die allein auf 83 Botschaftsdepechen pro Tag zur&#252;ckgehen&#8230;</p>
<p>Und wer sich mit eben diesen Depeschen etwas intensiver befassen will, kann das beim &#8220;<a href="https://cablegame.appspot.com/" target="_blank">Cable Game&#8221;</a> tun und dort Schlagworte (Namen, Organisationen, Orte, Ereignisse oder Themen) markieren und dazu beitragen, die Informationen aufzubereiten und einzuordnen. (Have fun :-) )</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bef&#246;rdert Wikileaks die Demokratie?</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/12/06/wikileaks-vs-demokratie/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 12:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen gezielt an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen <strong>gezielt</strong> an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen Wert Informationen haben kommt immer auf den Kontext an, das gilt sowohl f&#252;r die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichungen als auch f&#252;r die Berichte der ins Zwielicht geratenen Botschaften. Die Analyse der Informationen &#252;bernehmen im Botschaftsmilieu die Au&#223;enministerien und andere &#246;ffentliche Institutionen als auch die <strong>Geheim</strong>dienste, w&#228;hrend die Wikileaks-Informationen jetzt <strong>von allen</strong> Medien, Journalisten und Bloggern der Welt analysiert und bewertet werden k&#246;nnen.</p>
<p>Ist das verwerflich?</p>
<p>Ist es verwerflich, dass wir Bewohner dieses Planeten erfahren, wie m&#228;chtige Menschen &#252;ber andere m&#228;chtige Menschen denken? Dass wir erfahren, wo Rechtsverst&#246;&#223;e begangen werden (Stichwort: Streubomben aus Gro&#223;britannien, Verletzung der R&#252;stungskontrollen in Deutschland) und wo vermutlich die Mafia regiert? Vielmehr ist es doch so, dass „Cablegate“ best&#228;tigt, was viele seit langem ahnten: Dass wir von echter Demokratie auf diesem Planeten noch weit entfernt sind, die meisten Absprachen in Hinterzimmern und nicht per &#246;ffentlicher Debatte stattfinden und die &#246;ffentlichen Stellen weit mehr wissen, als wir. Dabei sind <strong>wir</strong> das Fundament jeder Demokratie.</p>
<p>In der B&#246;rsenwelt gibt es – offiziell – das Verbot, Insiderinformationen zum Handel zu nutzen. Der Grund ist einleuchtend: Wer mehr (und fr&#252;her!) wei&#223; als seine Wettbewerber, kann dieses Wissen durch rechtzeitigen Kauf oder Verkauf von Wertpapieren nutzen und somit sich auf Kosten der anderen bereichern. Politik ist neben der B&#246;rse der gr&#246;&#223;te Geldumschlagplatz weltweit, die Staaten haben enorme Budgets. Kein Wunder, dass Korruption und Politik heute nahezu wie Schwestern sind. Aber in der Politik gibt es kein Verbot der Nutzung von Insiderinformationen. Vielmehr ist Heimlichtuerei an der Tagesordnung.</p>
<p>Das mag korrekt sein. Aber ist das unserem Anspruch an Demokratie auch w&#252;rdig? Wikileaks provoziert uns weltweit, unser Verst&#228;ndnis von Demokratie zu hinterfragen! Es provoziert uns, unsere „demokratischen Instrumente“ in Frage zu stellen. Staatliche Botschaften und „Maulw&#252;rfe“. Geheimdienste. Planfeststellungsverfahren. „Wenn Wahlen etwas &#228;ndern w&#252;rden, w&#228;ren sie verboten“, hei&#223; es. Diese Aussage gilt es angesichts der Macht der unsichtbaren Kr&#228;fte durchaus &#246;ffentlich zu diskutieren! Was passiert in Botschaften und wieviel Personal bleibt erhalten, wenn eine Wahl die Machtverh&#228;ltnisse eines Landes verschiebt? Sind unsere Staaten nicht eher <strong>B&#252;rokratien </strong>als <strong>Demokratien</strong>?</p>
<p>Vielleicht sind sie auch <strong>Plutokratien</strong>. Die Macht des Geldes k&#246;nnte als n&#228;chstes auf dem Seziertisch liegen, wenn Wikileaks wie angek&#252;ndigt Dokumente aus einer Gro&#223;bank ver&#246;ffentlicht. Dass diese Gro&#223;bank ihren Stammsitz in den USA hat, sollte nicht dazu f&#252;hren, die Heimat des modernen Kapitalismus als Hauptproblemzone anzusehen. Banken sind Global Player, sie haben l&#228;ngst alle geografischen Grenzen &#252;berschritten und sich entnationalisiert. Wikileaks k&#246;nnte man unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung als <strong>Botschaft neuen Typs</strong> ansehen: Die Botschaft der Staatenlosen. Julian Assange hat sich k&#252;rzlich gefragt, was es ihm n&#252;tzt, australischer Staatsb&#252;rger zu sein, hat ihm seine Regierung doch eindeutig signalisiert, dass er dort nicht mehr willkommen ist. Ja in der Tat: Was n&#252;tzt einem die dokumentierte Zugeh&#246;rigkeit zu einer nationalen Gemeinschaft, wenn diese Gemeinschaft debattenlos seine Mitglieder aussto&#223;en kann? Macht das Demokratie aus? Oder hat nicht vielmehr Demokratie an der Schwelle zum 3. Jahrtausend der modernen Zeitrechnung kaum noch etwas mit Nationen zu tun? Wir reden seit gut 20 Jahren von „Globalisierung“, aber unsere Institutionen basieren weiterhin auf einem 300 Jahre alten Nationalstaatskonzept, welches dringend einem Upgrade bedarf. Genau wie die Demokratie.</p>
<p>Das „Prinzip Wikileaks“ wird nicht mehr verschwinden, genausowenig wie die Webseite selbst. Vielmehr zeigt Wikileaks, dass die alten Regeln der materiellen Welt im Informationszeitalter an Macht verlieren. Und das ist gut so! Man erkennt das daran, dass selbst die Abschaltung der Webseite von Amazon-Servern (der Buchh&#228;ndler tritt auch als Datendienstleister auf), die L&#246;schung der Domain wikileaks.org aus einem US-DNS-Server (eine Art Telefonverzeichnis f&#252;r Internetseiten) oder auch die K&#252;ndigung des Paypal-Kontos (eine eBay-Tochter, die Zahlungsdienste anbietet) die Seite nicht kleinkriegen: Denn inzwischen gibt es &#252;ber 75 Kopien von Wikileaks im weltweiten Internet. Wer die ver&#246;ffentlichten Daten aus dem Netz zur&#252;ckholen will muss also inzwischen ein Vielfaches an Diensten und Bankkonten abschalten und die Liste der „Staatsfeinde“, die wie „Terroristen gejagt werden sollen“ (Zitat: US-Au&#223;enministerin Hillary Clinton), um diverse Personen vergr&#246;&#223;ern. Nach den Regeln des materiellen Zeitalters ist Wikileaks ein „Dieb“, der Daten gestohlen hat. Doch das Konzept des „Diebstahls“ versagt in der digitalen Welt, das mussten schon die Musikkonzerne erfahren. Wer eine materielle Sache stiehlt, nimmt jemandem etwas weg, was dieser daraufhin nicht mehr nutzen kann. Autodiebe verschieben Wagen von einer Person zu einer anderen und dem Ursprungsbesitzer fehlt das Fahrzeug tats&#228;chlich. Wer Informationen, Daten, Wissen oder Audio-Dateien kopiert, nimmt niemandem etwas weg! Er multipliziert es. An diesem Problem knobelt das gesamte juristische System, welches als Teil-System unserer Demokratie anzusehen ist, seit der Entwicklung des Internets in besonderem Ma&#223;e. Mit bislang schwachem Erfolg. Kein Wunder: Denn so sehr man sich auch bem&#252;ht, das Materie-Denken in die immaterielle Welt zu &#252;bertragen, umso mehr muss man scheitern.</p>
<p>„Man kann Probleme nicht mit derselben Denkweise l&#246;sen, durch die sie entstanden sind“ wird Albert Einstein (insbesondere im Internet) vielfach zitiert. Wenn Wikileaks ein Problem darstellt, insbesondere eines f&#252;r die Demokratie, dann muss das demokratische Denken sich weiterentwickeln. <strong>Wenn</strong> Wikileaks ein Problem darstellt, ist die Frage, wie die planetare Demokratie (und nicht nur ihr Teilausschnitt in Europa) mit dem Problem umzugehen lernt. Verbote auszusprechen oder F&#252;hrungsfiguren wie Julian Assange zu t&#246;ten (wie es durchaus &#246;ffentlich gefordert wird und nicht&#246;ffentlich mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit vorbereitet wird), l&#246;st das Problem nicht. Es wird es – analog dem Dezentralisierungs-Prinzip des Informationszeitalters &#8211; multiplizieren. Solche „L&#246;sungsvorschl&#228;ge“ rufen Assoziationen hervor wie „1984“ (George Orwells Roman &#252;ber einen totalit&#228;ren &#220;berwachungsstaat) oder „Alexander Litwinenko“ (Ex-KGB-Agent, von Unbekannten in London mit radioaktivem Material vergiftet). Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun. Sehr wohl wird sich aber auch das demokratische Prinzip mit der Frage auseinandersetzen, wie es sich an das digitale Zeitalter anpasst. F&#252;r dieses gilt genau wie f&#252;r Wikileaks: Es geht so schnell nicht wieder weg.</p>
<p>Nachtrag: Ken Jebsen auf KenFM (FRiTZ) zu Wikileaks:</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" /></object></p>]]></content:encoded>
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		<title>20 Euro f&#252;r den Staatsfeind #1</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 15:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Botschaften zu &#246;ffnen ist heute schon fast, wie Stasi-Archive zu &#246;ffnen. F&#252;r mich ist die Frage von vergangenen Sonntag gekl&#228;rt: Die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichung von 250.000 &#8220;Kabeln&#8221; wirbelt zwar eine Menge Staub auf, aber dadurch lernen wir mehr &#252;ber die feldpolitischen Zusammenh&#228;nge als durch jahrelanges Studium der Bildzeitung. Putin und Berlusconi sind einander sehr nah, vielleicht machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Botschaften zu &#246;ffnen ist heute schon fast, wie <a href="http://derstandard.at/1289609413976/Wikileaks-Enthuellungen-Spionage-Aufruf-soll-von-CIA-stammen" target="_blank">Stasi-Archive</a> zu &#246;ffnen. F&#252;r mich ist <a href="http://feldpolitik.de/2010/11/28/offene-botschaft/" target="_blank">die Frage von vergangenen Sonntag</a> gekl&#228;rt: Die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichung von 250.000 &#8220;Kabeln&#8221; wirbelt zwar eine Menge Staub auf, aber dadurch lernen wir mehr &#252;ber die feldpolitischen Zusammenh&#228;nge als durch jahrelanges Studium der Bildzeitung.</p>
<p>Putin und Berlusconi sind einander sehr nah, vielleicht machen sie sogar Gesch&#228;fte miteinander. Gro&#223;britannien umgeht das Streubombenverbot, deutsches Milit&#228;rger&#228;t wird illegal au&#223;er Landes geschafft, die afghanische &#8220;Regierung&#8221; ist korrupt durchsetzt, aber Russland ist als quasi Mafia-Staat schon ein paar Schritte weiter. Wann gab es das schon mal in solcher Deutlichkeit zu lesen?</p>
<p>Skandal&#246;s insbesondere: All das wissen die US-Diplomaten und reichen es brav an ihre Befehlsgeber weiter &#8211; aber sie geben es nicht an die &#214;ffentlichkeit. <strong>Warum nicht?</strong> Da muss erst ein Ex-Australier mit Vergewaltigungsverdacht kommen, der jetzt einen Robin-Hood-Anstrich kriegt, insbesondere, wenn er <a title="wikileaks" href="http://wikileaks.de" target="_blank">auf seiner Webseite</a> mit einem auff&#228;llig &#228;hnlichen Gesichtsausdruck wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Wales" target="_blank">wikipedia-Gr&#252;nder Jimmy Wales</a> um Unterst&#252;tzung wirbt. Normalerweise reagier ich nicht so sehr auf Werbung, aber f&#252;r gekonnt gesetzte Ironie sind meine Ganglien immer offen: <a href="http://213.251.145.96/support.html" target="_blank">Meine 20 Euro f&#252;r Wikileaks sind unterwegs! </a>Steuerlich absetzbar versteht sich. Und auch auf die Gefahr hin, dass das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech#Beispiele_f.C3.BCr_Neusprech_in_.E2.80.9E1984.E2.80.9C" target="_blank">Miniwahr</a> mich sp&#228;ter der Unterst&#252;tzung einer terroristischen Vereinigung drankriegt: Mit den Euros kann man eh bald nix mehr anfangen&#8230;</p>
<p>Das Besondere: Wann kann man schonmal einen Staatsfeind unterst&#252;tzen, der das nicht nur in einem, sondern in vielen Staaten ist? Gegen die subtile Untergrabung des globalen Machtsystems durch die mutigen Wikileaks ist Osama bin Ladin wirklich nur ein brachialer Terrorist. Wie Informationen dagegen die globale Ordnung in Schwingungen versetzen, zeigen eindeutig 250.000 &#8220;Kabel&#8221;.</p>
<p>Tja, und nun zu dir, lieber Jeff Bezos: <strong>Amazon?</strong> Kommt bei mir jetzt nochmal extra auf die schwarze Liste (<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-bestreitet-politischen-Druck-wegen-Wikileaks-3-Update-1146758.html" target="_blank">wegen Kollaboration mit dem System</a>). Hab ich mich doch sowieso schon bem&#252;ht, meine <a href="http://www.buchhandlung-hupbach.de/" target="_blank">B&#252;cher wieder lokal</a> zu kaufen, wird es dieses Weihnachtsgesch&#228;ft noch ein bisschen enger f&#252;r den gro&#223;en Bruder aus Verkaufistan.</p>
<p>Aufruf an den Rest der Welt: Mach mit. Mach&#8217;s nach. Mach&#8217;s besser!</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Im oben verlinken Heise-Artikel findet sich ein Link zu einem Artikel in der S&#252;ddeutschen. Wer die Hintergr&#252;nde und damit zugleich die strategische Wichtigkeit der Kabel-Ver&#246;ffentlichungen besser verstehen will, sollte sich von der SZ <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-gruender-julian-assange-der-gegenverschwoerer-1.1031477" target="_blank">in die Welt &#8220;Der Gegenverschw&#246;rer&#8221;</a> entf&#252;hren lassen. Dieser Artikel d&#252;rfte damit auch der Auftakt sein, zu einer breiteren Debatte dar&#252;ber, was Wikileaks f&#252;r die planetare Gesellschaft bedeutet. Und genau darum muss es angesichts der sp&#252;rbaren gro&#223;en Ver&#228;nderungen gehen: Um die Frage, wie unsere Spezies sich k&#252;nftig auf dem Raumschiff Erde einrichten will<a href="http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=193">.</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Offene Botschaft</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/11/28/offene-botschaft/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 21:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der neue Wikileaks-Coup: Eintritt in ein neues Zeitalter der Informationsfreiheit oder Aufreissen einer Nebelbombe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Wikileaks-Coup: Eintritt in ein neues Zeitalter der Informationsfreiheit oder Aufreissen einer Nebelbombe?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Strategische Ellipse</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/11/18/die-strategische-ellipse/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 09:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinen Vorbereitungen zum Vortrag auf der Transition-Konferenz ist mir erneut ein Begriff in die Augen gefallen, der es eigentlich l&#228;ngst auf die feldpolitik geschafft haben sollte. Allein, er war mir vor der Bundeswehr-Studie nie begegnet: Die Strategische Ellipse. Dieser Begriff taucht in der Studie mehrfach auf. Beim ersten Lesen war mir gar nicht ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Vorbereitungen zum Vortrag auf der <a href="http://feldpolitik.de/2010/11/07/1-deutschsprachige-transition-konferenz/">Transition-Konferenz</a> ist mir erneut ein Begriff in die Augen gefallen, der es eigentlich l&#228;ngst auf die feldpolitik geschafft haben sollte. Allein, er war mir <a href="http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php" target="_blank">vor der Bundeswehr-Studie</a> nie begegnet:</p>
<p><strong>Die Strategische Ellipse.</strong></p>
<p>Dieser Begriff taucht in der Studie mehrfach auf. Beim ersten Lesen war mir gar nicht ganz klar, was damit gemeint sein k&#246;nnte. Ich wei&#223;, was eine Ellipse ist, aber dass diese ein konkretes geografisches Gebiet umrei&#223;t, wird eigentlich erst deutlich, wenn man sich das einmal auf einer Landkarte anschaut:</p>
<p><a href="http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Bilder/Kurzstudie2009/Ene__Kurz2009__StratEll__g,property=default.jpg"><img class="aligncenter" title="Die Strategische Ellipse" src="http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Bilder/Kurzstudie2009/Ene__Kurz2009__StratEll__g,property=default.jpg" alt="" width="500" /></a></p>
<p>(Quelle: Bundesanstalt f&#252;r Geowissenschaften und Rohstoffe)</p>
<p>Die Bundeswehr-Studie befasst sich mit Peak Oil, dem &#214;lf&#246;rdermaximum, aus einem &#8220;sicherheitspolitischen Blickwinkel&#8221;. Man kann auch sagen: Aus einem geopolitischen Blickwinkel. (Am Rande: deutschsprachige Google-Treffer f&#252;r &#8220;Peak Oil&#8221;: 110.000. &#8220;Strategische Ellipse&#8221;: 4280) Insbesondere wird die k&#252;nftige Rolle der Bundeswehr beleuchtet und hinterfragt, wenn es darum geht, die Energieversorgung der Bundesrepublik zu sichern. Es ist keine milit&#228;rische Kampfschrift, aber das Papier enth&#228;lt doch ganz deutlich Hinweise darauf, dass k&#252;nftig mit zunehmenden Konflikten zu rechnen ist.</p>
<p>Szenenwechsel.</p>
<p>November 2010. Die Internationale Energieagentur bringt ihren neuen &#8220;World Energy Outlook&#8221; heraus, ihren <a title="deutschsprachige Zusammenfassung" href="http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2010/weo2010_es_german.pdf">Jahresbericht</a>. Eindeutige Aussage: Der Peak f&#252;r Roh&#246;l war 2006. Die k&#252;nftigen Projektionen gehen nat&#252;rlich nicht davon aus, dass das Erd&#246;l-Angebot sinkt &#8211; das w&#228;re ein Tabubruch. M&#246;glicherweise ein Dammbruch.</p>
<p>Wer sich aber die Grafiken anschaut, die die Prognosen der k&#252;nftigen Erd&#246;lversorgung darstellen, stellt eins fest:</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33646/33646_1.jpg"><img class="aligncenter" title="Peak Oil 2006, Vorrausschau durch den IEA WOE 2010" src="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33646/33646_1.jpg" alt="" width="450" height="221" /></a></p>
<p>Die prognostizierten Mengen (leicht zu f&#246;rdernden) Roh&#246;ls <strong>aus bereits aktiven Feldern</strong> gehen seit 2006 zur&#252;ck (dunkelblaue Fl&#228;che). Wo heute noch 60 Millionen Fass t&#228;glich sprudeln sollen es nach dieser Prognose in 15 Jahren nur noch die H&#228;lfte sein (sinnbildlich gesprochen: Also auch nur noch halbsoviele Auto- und LKW-Fahrten!) Die graue Fl&#228;che zeigt jene Felder, die schon bekannt, aber noch nicht erschlossen sind (was &#252;blicherweise gewisse Zeit dauert). Und gl&#252;cklicherweise weiss die IEA, dass weitere Felder gefunden und erschlossen werden (hellblaue Fl&#228;che), die den F&#246;rderabfall der heutigen Felder <strong>absolut ausgleichen</strong>. Bis 2035 ist nach dieser Prognose also die &#214;lversorgung gesichert, denn der steigende Bedarf (China! Indien!) wird durch unkonventionelle &#214;lvorkommen (z.B. &#214;lsand aus Kanada, gelb) sowie fl&#252;ssiges Erdgas (rosa) befriedigt. Ende gut, alles gut?</p>
<p>Nur, wenn die Prognosen so stimmen.</p>
<p>Egal ob sie es tun oder nicht: Niemand, der die Aufrechterhaltung unseres heutigen Verkehrs- und Warensystems gew&#228;hrleisten will, wird sich auf dieser Prognose ausruhend zur&#252;cklehnen. Selbst <a href="http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Politik/PolitikContainer/1645997-8/eu-kommissar-fordert-1000-mrd.-euro-f%C3%BCr-energieausbau.csp" target="_blank">G&#252;nter Oettinger hat 1 Billion Euro f&#252;r eine europ&#228;ische Energiestrategie</a> in Aussicht gestellt. Nein, vielmehr r&#252;ckt die <strong>Strategische Ellipse</strong> weiter in den Fokus. Denn in diesem geografischen Gebiet, welches keine geografisch-naturwissenschaftliche Bezeichnung mehr tr&#228;gt (wie &#8220;Schwarzwald&#8221; oder &#8220;Elbtal&#8221;) sondern eine geostrategische Bezeichnung, lagern &#252;ber zwei Drittel der weltweiten Erd&#246;l- und Erdgas-Reserven. Wer sie kontrolliert, kann sich selbst damit versorgen <strong>und</strong> anderen den Hahn abdrehen.</p>
<p><strong>Schlussfolgerung:</strong></p>
<p>(<a href="http://www.regionalentwicklung.de/2010/06/hallo-welt/" target="_blank">Horst K&#246;hler</a> ist zur&#252;ckgetreten, weil er genau diese Problemstellung ansprach.)</p>
<p>Was auch immer globalpolitisch k&#252;nftig passiert, man sollte es zunehmend unter dem Gesichtspunkt der Rohstoff- und Energieversorgung betrachten. Das erkl&#228;rt <strong>vieles!</strong> Insbesondere, wenn es sich um L&#228;nder wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, Russland, Afghanistan und diverse Anrainer im Gebiet eben jener omin&#246;sen Ellipse befindet&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Str&#246;bele for President!</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/06/03/stroebele-for-president/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 10:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[polit.büro]]></category>
		<category><![CDATA[bundespräsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Da jetzt alle in ihrem Hirn kramen, wer wohl ein passender Bundespr&#228;sident w&#228;re, will ich auch mal ein paar Synapsenklickereien in den Ring werfen. Ich selbst darf ja nicht, ich bin zu jung ;-) Hans-Christian Str&#246;bele Jens Reich Friedrich Schorlemmer Hape Kerkeling Keine Frau dabei? Tja&#8230; Regine Hildebrandt ist tot, Tamara Danz auch. Wo sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da jetzt alle in ihrem Hirn kramen, wer wohl ein passender Bundespr&#228;sident w&#228;re, will ich auch mal ein paar Synapsenklickereien in den Ring werfen. Ich selbst darf ja nicht, ich bin zu jung ;-)</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Christian_Str%C3%B6bele" target="_blank">Hans-Christian Str&#246;bele</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Reich" target="_blank">Jens Reich</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schorlemmer" target="_blank">Friedrich Schorlemmer</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hape_Kerkeling" target="_blank">Hape Kerkeling</a></li>
</ul>
<p>Keine Frau dabei? Tja&#8230; Regine Hildebrandt ist tot, Tamara Danz auch. Wo sind sie, die &#8220;gro&#223;en Frauen Europas&#8221;?</p>
<p>PS: Ich rufe meine Blogger-Kollegen auf: Macht eigene Vorschl&#228;ge oder greift die Vorschl&#228;ge anderer auf!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Lied vom Ende des Kapitalismus&#8230;</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/05/04/das-lied-vom-ende-des-kapitalismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 11:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;wird ja nun landauf, landab gesummt. Tomasz Konicz hat nun den Text dazu geschrieben. Bei Telepolis, seine sehr passende Analyse, der ich nur zustimmen kann! Krisenmythos Griechenland Da&#223; der Autor die &#8220;Griechische Situation&#8221; als Aufh&#228;nger nutzt, macht Sinn! Denn das ist der Stand der Wissens-Dinge bei der Mehrzahl der Zeitungsleser. &#8220;Griechenland&#8221; hei&#223;t die Sau, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wird ja nun landauf, landab gesummt. Tomasz Konicz hat nun den Text dazu geschrieben. Bei Telepolis, seine sehr passende Analyse, der ich nur zustimmen kann!</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32551/1.html" target="_blank">Krisenmythos Griechenland</a></p>
<p>Da&#223; der Autor die &#8220;Griechische Situation&#8221; als Aufh&#228;nger nutzt, macht Sinn! Denn das ist der Stand der Wissens-Dinge bei der Mehrzahl der Zeitungsleser. &#8220;Griechenland&#8221; hei&#223;t die Sau, die grade durchs Dorf getrieben wird. Doch das Ph&#228;nomen, in welches die griechische Krise eingebettet ist, ist weitaus breiter. Wir d&#252;rfen die aktuellen Medienberichte nicht von den letzten Monaten trennen, nicht von Merkels &#8220;Die Sparguthaben sind sicher&#8221;-Rede, nicht von der Pleite der Sachsen-LB, der IKB und Lehmanns. W&#228;re der Kapitalismus ein Krug und Geld sein Inhalt, so sind wir jetzt an dem Punkt, wo das Wasser &#252;berflie&#223;t. Den Alchimisten der Expansion f&#228;llt bislang nichts ein, wie sich Raum f&#252;r noch mehr Kredit schaffen lie&#223;e. Doch wohin schwimmen wir?</p>
<p>Stecken wir unsere Zeit nicht in Hass auf Griechen. Niemand ist &#8220;schuld&#8221;. Stecken wir unsere Energie lieber darin, neue gesellschaftliche Modelle zu entwickeln, die tragf&#228;higer sind als das alte System. Damit wir nicht in jener Ecke rauskommen, die der Telepolis-Autor am Ende umrei&#223;t&#8230;</p>]]></content:encoded>
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