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	<title>Feldpolitik &#187; medien.politik</title>
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	<description>...dann geh doch nach drüben!</description>
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		<title>Wie wird man erster Mann im Staate?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 16:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bald ist wieder ein Posten zu vergeben: Bundespr&#228;sident gesucht, plus Frau. 20.000 Euro monatlich plus Schloss, Fahrer, Dienstwagen und allerlei Klimbim. Wir, das Volk, verschlei&#223;en grade einen nach dem anderen und brauchen dringend einen neuen. Der Vorletzte ist uns abhanden gekommen, weil er vor den Kulissen aussprach, was hinter den Kulissen l&#228;ngst getuschelt wird, n&#228;mlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bald ist wieder ein Posten zu vergeben: Bundespr&#228;sident gesucht, plus Frau. 20.000 Euro monatlich plus Schloss, Fahrer, Dienstwagen und allerlei Klimbim. Wir, das Volk, verschlei&#223;en grade einen nach dem anderen und brauchen dringend einen neuen. Der Vorletzte ist uns abhanden gekommen, weil er vor den Kulissen aussprach, was hinter den Kulissen l&#228;ngst getuschelt wird, n&#228;mlich dass wir uns mal Gedanken machen m&#252;ssen, ob wir unsere frisch renovierte Armee nun auch zum Rohstofferobern einsetzen wollen oder nicht. Und unser Noch-Pr&#228;sident wird jetzt den Hut (und seine Frau) nehmen, weil er mitten in der Finanzkrise einen Kredit aufgenommen hat. Das sind schon schwere Kaliber, die sich die beiden da geleistet haben.</p>
<p>Naja, dass der Wulff eher der Pr&#228;sident der oberen Zehntausend ist wu&#223;ten wir schon bei seiner Inthronisierung. Gauck ist ja quasi der verkappte Stasi-Mann, wer so lange im Aktendreck w&#252;hlt, der kann kaum von den M&#228;chtigen der M&#228;chtigen gewollt sein. Insofern war das Theater sch&#246;n, dass uns drei Wahlg&#228;nge nach dem Abendbrot bescherte und seit langem mal wieder zu intensivem Austausch an den Stammtischen des Landes f&#252;hrte, aber gew&#228;hlt ist gew&#228;hlt und Wulff sollte es schon sein. Gottseidank! Sonst h&#228;tten wir doch nie erfahren, was wir heute wissen: Wie es eben zugeht, hinter den Kulissen!</p>
<p>Merke: Wer BuPr&#228; werden woll, muss schon vorher &#252;ber ein angemessenes Anwesen verf&#252;gen. Ein H&#228;uschen im Gr&#252;nen unter einer halbe Mille ist da Standard. Wem das Geld fehlt, der muss eben gesch&#228;ftig werden und in seinen Kontakten mal schauen, wer da grade welches &#252;brig hat. Kredite &#8211; damit ist unsere Wirtschaft gro&#223; geworden! Und dass es absolut &#252;blich ist, erstmal im Freundes-, Bekannten- und Gesch&#228;ftspartnerkreis rumzufragen, wenn man etwas braucht, das wu&#223;ten wir schon hier im Osten &#8211; und keine Angst: Wir werden es alle bald wieder lernen. Die &#246;stlichen Seilschaften, die Gauck mit seiner Beh&#246;rde zerschlug, haben in Form ihres westlichen Pendants Wulff ins Amt gehievt. Bedenklich ist nur, dass eine entscheidende Rolle dabei tats&#228;chlich ein ausgewanderter Schrotth&#228;ndler spielte und nicht, wie man verschw&#246;rungstheoretisch annehmen d&#252;rfte, die Waffenlobby, die Pharmareferentengilde oder die Finanzgurus. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass das Bundespr&#228;sidentenamt so machtlos ist, dass sich dort die zweite Riege der oberen Zehntausend einkauft, w&#228;hrend die wirklich wichtigen (Hinter-)M&#228;nner sich um die wirklich wichtigen Politposten k&#252;mmern.</p>
<p>Wer plant, in die Politik zu gehen, kann das k&#252;nftig also entweder <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,803801,00.html" target="_blank">nackig</a> probieren oder er darf aus der BuPr&#228;-Aff&#228;re die richtigen Ideen herauskristallisieren: Lass dir dein Buch von einem Interviewer schreiben und von einem Strukturvertriebler die Anzeigen finanzieren. Der Schrotth&#228;ndler besorgt dir fehlendes Kleingeld. Es ist doch nur konsequent, die Methoden der Vetternwirtschaft auf den gro&#223;en Politikbetrieb anzuwenden, nur sollte man nicht so d&#228;mlich sein, Leuten, die wenig vertrauensw&#252;rdig sind, auf den Anrufbeantworter zu singen. In digitalen Zeiten macht sowas schnell die Runde und Journalistenbeschimpfung ist f&#252;r den Chefmultiplikator am oberen Staatsende ein Zeichen f&#252;r &#220;bermut.</p>
<p>Trotzdem: Es gilt zu hoffen, dass diese Aff&#228;re nicht mit einem schnellen R&#252;cktritt endet. Mal abgesehen davon, dass wir mit Thomas Gottschalk als einzig k&#252;nftig arbeitslosen Massenunterhalter auch nur wieder einen der oberen Tausend zur Verf&#252;gung haben, w&#252;nsche ich mir im Namen des Volkes mehr Details! Wie beispielsweise kommt die Info denn zum Spiegel, dass unser BuPr&#228; dem BiLD-Dieckmann auf den AB gequatscht hat? Hat Herr Gauck was in seinen Akten gefunden? Anonymous was bei einem Hack? Oder sind beim SPIEGEL ein paar Ex-Praktikanten von Rupert Murdoch untergekommen? Warum gibt jemand wie Carsten Maschmeyer &#252;ber 40.000 Euro f&#252;r Werbung f&#252;r ein Buch aus, das nicht seins ist und von dem er (angeblich) nichts hat? Warum kauft der RWE-Chef gleich <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-unter-druck-grossmann-konzern-kaufte-wulff-buecher-1.1242803" target="_blank">2500 Exemplare</a> davon?</p>
<p>Na klar: Wenn man genug Geld hat, kann man es auch in seltsame Sachen stecken &#8211; wie B&#252;cher, die keiner liest, deren Kauf aber als Wette gelten: Als Wette auf einen k&#252;nftigen BuPr&#228;. Aber was hat man dann davon? Man kennt den Obermacker des Landes, kauft sich eine Eintrittskarte ins Schloss Bellevue. Es schadet sicherlich niemandem, wenn man in Gegenwart des BuPr&#228; sich herumtreiben darf oder gar von diesem eine Empfehlung bekommt, mit der man sich m&#246;glichen Gesch&#228;ftspartnern n&#228;hern kann. Seltsam nur, dass dieser Bundespr&#228;sident selbst noch Empfehlungen seines Schrotth&#228;ndlers <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2143304/BW-Bank-Geerkens-hat-Kontakt-zu-Wulff-hergestellt.html" target="_blank">bedarf</a>, um an g&#252;nstige Bank-Kredite zu kommen.</p>
<p>Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Steuerhinterzieher, Rote-Ampel-L&#228;ufer, Geschwindigkeits&#252;bertreter, Rechnungen-zu-sp&#228;t-Begleicher, Kohlendioxidemission&#228;re, Bargeldhorter, Notl&#252;ger &#8211; nur wenige werden sich finden lassen, die juristisch, moralisch und menschlich unfehlbar sind. Wenn Politik bedeutet, unfehlbar zu sein, steht die Abwicklung des Politikbetriebes vor der T&#252;r. Herr Gauck kennt sich mit Abwicklungen aus. Und zweifellos w&#228;re ein Fr&#252;hjahrsputz im Politb&#252;ro und den Amtsstuben der Anpassungsf&#228;higkeit des Landes zutr&#228;glich. Wo aber Gesch&#228;ftemachen als gesellschaftliche Triebfeder gilt, gibt es wenig Grund, die Politik davon auszunehmen. Da muss das Volk wohl mal in sich gehen und auch die Journalisten, die mit jedem Kr&#252;mel gerne auf die Kacke hauen und dabei nicht verraten, an welchen (moralischen?) Grunds&#228;tzen sie sich eigentlich orientieren. Moralverlust? Naja, als Alternative zur BuPr&#228;-Wahl steht noch die M&#246;glichkeit, den ganzen Staat zum Katholizismus konvertieren zu lassen und den Papst als obersten Hirten auf die Ranch zu holen. Der ist wenigstens konsequent in seinem Reden, was man von Akteuren der Partei mit dem gro&#223;en <strong>C</strong> nicht bedingungslos behaupten kann. Es sind aber auch schwierige Zeiten&#8230;</p>
<p>Wer aber macht nun den Bundespr&#228;sidenten? Wer w&#228;re geeignet, uns kreditfrei durch die Euro-Krise zu segeln, uns charmant den Weg durch den Klimawandel zu weisen, unserem fragmentierten Dasein moralischen Kompass zu geben und dies auf Basis von ausreichend Lebenserfahrung und empathischer Jugendliebe? J&#246;rg Asmussen hat jetzt Zeit, wo er nicht EZB-Chef wird, und Gottschalk eben mangels Fernsehshow. Die LINKE nomiert bestimmt Lafontaine pers&#246;nlich. Charlotte Roche w&#228;re mir da lieber. Oder Dieter Nuhr. Beide viel zu jung. Aber vielleicht zusammen ja alt genug?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neues von Wicki</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 22:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der SZ war k&#252;rzlich eine Karrikatur, auf der ein paar alte Damen um ihren Cafe-Tisch sitzend feststellten, dass ihre Gespr&#228;che etwas eint&#246;nig geworden sind. Sie sollten doch mal diese Vicky Lieks einladen, die h&#228;tte ja immer was interessantes zu erz&#228;hlen&#8230; Ein Interview mit einem Ehrenamtler der Wau-Holland-Stiftung zu den Wikileaks-Spenden. Im Februar sollen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der SZ war k&#252;rzlich eine Karrikatur, auf der ein paar alte Damen um ihren Cafe-Tisch sitzend feststellten, dass ihre Gespr&#228;che etwas eint&#246;nig geworden sind. Sie sollten doch mal diese Vicky Lieks einladen, die h&#228;tte ja immer was interessantes zu erz&#228;hlen&#8230;</p>
<ul>
<li><a href="http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2259277/" target="_blank">Ein Interview mit einem Ehrenamtler der Wau-Holland-Stiftung zu den Wikileaks-Spenden. Im Februar sollen die Finanzinfos offengelegt werden</a></li>
<li><a href="http://derstandard.at/1292462419507/Unterstuetzung-Reporter-ohne-Grenzen-spiegeln-Website-von-Wikileaks" target="_blank">Reporter ohne Grenzen hosten jetzt auch einen Wikileaks-Mirror</a> und geben ein Statement ab</li>
<li><a href="http://www.gulli.com/news/cia-schafft-wikileaks-expertengruppe-wikileaks-taskforce-w-t-f-2010-12-22" target="_blank">Laut Gulli.com hat die CIA eine eigene Wikileaks-Taskforce gegr&#252;ndet (&#8220;WTF&#8221;), um die Auswirkungen auf das eigene Tagesgesch&#228;ft zu untersuchen</a></li>
<li><a href="http://www.intern.de/internet-news/8685-wikileaksorg-raeumlicher-zusammenhang-zu-cia.html" target="_blank">Und auf intern.de fallen auch die K&#252;rzel CIA und WTF im Zusammenhang mit einem Domainumzug von wikileaks.org</a></li>
<li><a href="http://www.macnews.de/news/66976/wikileaks-app-apple-gibt-stellungnahme-ab/" target="_blank">Apple hat eine App von Igor Barinov verbannt, die Zugriff auf Wikileaks-Inhalte bietet: Weil sie &#8220;lokale Gesetze&#8221; verletzen. Barinov verweist auf andere Apps, die das ebenso tun&#8230;</a></li>
<li><a href="http://www.gulli.com/news/cablegate-norwegische-zeitung-erlangt-zugriff-auf-das-gesamte-archiv-2010-12-22" target="_blank">Bislang waren die Cablegate-Depechen nur tr&#246;pfchenweise bzw. f&#252;r ausgew&#228;hlte Medien zug&#228;nglich. Offenbar erweitert sich dieser Kreis nun langsam&#8230;</a> &#8211; erstmal nach Norwegen</li>
<li><a href="http://de.rian.ru/society/20101222/257951966.html" target="_blank">&#8230; und vermutlich auch Russland (Die Russen werden in n&#228;chster Zeit einiges Neues &#252;ber ihr Land erfahren)</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EA331ABC4528A4170AB4A5E76C2772A74~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">In der FAZ analysiert die Philosophieprofessorin Nicole Karafyllis das Weltbild von Assange (+ Bill Gates) aus Autismus-Sicht</a></li>
<li><a href="http://www.godmode-trader.de/nachricht/Wikileaks-Spanien-bei-Biotech-Saatgut-auf-der-Seite-USA-Monsanto,a2417451.html" target="_blank">Gentechnik auf hiesigen Feldern? Mit welchem Methoden auf Botschafter-Ebene gearbeitet wird, zeigen Depechen, die Jochen Stanzl gelesen hat</a>. Der Papst ist auch dabei&#8230;</li>
<li>R&#252;ckblick: &#8220;Cablegate&#8221; wird der Depeschen-&#8221;Skandal&#8221; genannt, weil &#8220;Cable&#8221; soviel wie &#8220;Depesche&#8221; und &#8220;gate&#8221; ein Hinweis auf die Watergate-Aff&#228;re ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re" target="_blank">Interessant am Wikipedia-Artikel zur Watergate-Aff&#228;re ist, dass damals auch das Zusammentragen von Informationen &#252;ber politische Gegner als problematisch angesehen wurde.</a> Wo ist eigentlich die Depesche hin, die davon sprach, dass US-Aussenministerin Hillary Clinton Informationen &#252;ber den UNO-Generalsektret&#228;r anfordern lie&#223;? Ach <a href="http://www.heute.at/news/welt/Wikileaks-CIA-und-Clinton-stecken-hinter-Spionage;art414,476842" target="_blank">hier</a>&#8230;</li>
<li><a href="http://www.laut.de/Wikileaks-enthuellt/Berlusconi-kneift-vor-Bono/21-12-2010" target="_blank">Hat Berlusconi Angst vor U2-Bono? Das zumindest interpretiert man bei laut.de</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wikileaks-war-meine-letzte-Hoffnung-/story/23226809" target="_blank">Interview im Schweizer Tagesanzeiger: &#8220;Rudolf Elmer publizierte auf Wikileaks Bankdaten. Er st&#246;rt sich aber zunehmend am Verhalten von Julian Assange.&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/artikel/17316/" target="_blank">Medienkritik im schweizer &#8220;Beobachter&#8221;: Redet nicht nur &#252;ber Wikileaks, fordert Konsequenzen f&#252;r die offengelegten Verst&#246;&#223;e!</a></li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E4170819F8D994AC19596894AC4FC6C01~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Umberto Eco in der FAZ. &#220;berschrift: Schafft die Botschaften ab! Aus dem Text lese ich was anderes. Wie auch immer: Eine interessante Sicht auf Wikileaks&amp;Co.</a></li>
<li><a href="http://medienradio.org/mr/mr036-der-spiegel-und-wikileaks/" target="_blank">Holger Stark im Podcast-Interview auf medienradio.org &#252;ber die Kooperation zwischen dem SPIEGEL und Wikileaks.</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>WikiLeaksUniverse</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 21:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Does your business do business with Bank of America? Our advise is to place your funds somewhere safer.&#8221; Dieser Satz findet sich auf Twitter &#8211; im WikiLeaks-Kanal. Bank of America hat die Bearbeitung von Zahlungen an Wikileaks eingestellt. Man k&#246;nnte obigen Satz also als Retourkutsche lesen, es k&#246;nnte aber auch ein Hinweis darauf sein, woher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Does your business do business with Bank of America? Our advise is to place your funds somewhere safer.&#8221;</em></p>
<p>Dieser Satz findet sich auf <a href="http://twitter.com/wikileaks" target="_blank">Twitter &#8211; im WikiLeaks-Kanal.</a> Bank of America <a href="http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_bank_of_america_stellt_zahlungen_an_wikileaks_ein_story-39002364-41542815-1.htm" target="_blank">hat die Bearbeitung von Zahlungen an Wikileaks eingestellt</a>. Man k&#246;nnte obigen Satz also als Retourkutsche lesen, es k&#246;nnte aber auch ein Hinweis darauf sein, woher die n&#228;chsten Dokumente kommen, die das planetare Datenleck ja bereits angek&#252;ndigt hat.</p>
<p>Das Problem: Wenn Wikileaks weiterhin so z&#228;h den Datensaft in die globalen Kan&#228;le sickern l&#228;&#223;t, dauert es noch 3000 Tage, bis &#8220;Cablegate&#8221; beendet ist. Ob dann die Bank-Informationen noch jemanden interessieren, ist fraglich. Im Schnitt ver&#246;ffentlichten die Datenlecker in den vergangenen 22 Tagen 83 Botschaftsdepechen pro Tag. Bei einem Fundus von einer Viertelmillion Depechen vergeht einfach ein gutes St&#252;ckchen Zeit.</p>
<p>Allerdings: Meine Bef&#252;rchtung, dass die Medien sich nicht mehr um die Depechen scheren w&#252;rden, je l&#228;nger dieser Prozess andauert, wird offenbar dadurch nicht best&#228;tigt, dass sich immer mal wieder interessantes Material finden l&#228;&#223;t. <a href="http://derstandard.at/1292462272139/Wikileaks-Agenten-Tod-im-Irak-holt-Berlusconi-ein" target="_blank">Berlusconi hat die Ermittlungen zum Tod eines italienischen Geheimagenten im Irak unterbunden</a>, um die italienisch-usamerikanischen Beziehungen nicht zu gef&#228;hrden. <a href="http://derstandard.at/1292462231007/Wikileaks-Peking-bezahlt-Nepal-fuer-Zurueckweisung-von-Tibetern" target="_blank">China bezahlt nepalesische Polizisten</a>, wenn sie tibetanische Fl&#252;chtlinge zur&#252;ckweisen. Gregor Gysi hat ins Parteiprogramm <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,735691,00.html" target="_blank">die Aufl&#246;sung der Nato statt den Austritt Deutschlands</a> reinschreiben lassen, weil ersteres nur mit Zustimmung anderer L&#228;nder und damit unrealistischer ist. Ob das stimmt? Wissen wir nicht, es steht in einer Depesche. In einer solchen steht auch, dass Michael Moores Film &#8220;Sicko&#8221; in Kuba verboten sei, was <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/148966" target="_blank">laut Moore nicht stimmt</a>.</p>
<p>Doch die Welt, die Wikileaks anregt, wird gr&#246;&#223;er. Im <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/wikileaks-jetzt-wissen-wirs-und-weiter/3637154.html" target="_blank">Tagesspiegel stellen Manuel Scheidegger und Johannes Schneider </a>eine wichtige Frage: Worum geht es bei Wikileaks? Wohin f&#252;hrt uns das? Wohin soll es uns f&#252;hren? Im Westen sagt man, dass &#8220;Geheimnisverrat&#8221; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Ueber-Geheimnisse-und-ihren-Verrat-von-Ulrich-Reitz-id4082326.html" target="_blank">auch in Lokalredaktionen Tagesgesch&#228;ft</a> ist. Bei CreateOrDie befasst man sich mit <a href="http://createordie.de/cod/news/Wikileaks-Kinder-%26ndash%3B-Openleaks-und-WAZ-Recherche-057829.html" target="_blank">den &#8220;Kindern von Wikileaks&#8221;</a> &#8211; den angek&#252;ndigten Alternativ-Plattformen f&#252;r investigatives Material (inklusive NDR-Interview mit Daniel Domscheit-Berg). In den Niederlanden ist man laut taz bereits auf dem Weg, <a href="http://blogs.taz.de/meineguete/2010/12/20/niederlande_bekommt_wikileaks-lokal/" target="_blank">lokale Lecks</a> aufzusetzen. Auf YouTube gibt es eine neue Videokategorie: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hl4NlA97GeQ" target="_blank">Wikileaks-Nachrichten als HipHop-Video</a> (inklusive Hillary Clinton, Alex Jones (&#8220;Inside job!&#8221;), Berlusconi und andere &#8211; gefunden im Wikileaks-Twitter-Kanal). In Gro&#223;britannien hat ein Gericht erstmals zugelassen, <a href="http://orf.at/stories/2032102/" target="_blank">dass Blog- und Twitter-Nachrichten aus dem Gerichtssaal</a> m&#246;glich sind: Bei der Anh&#246;rung zum Auslieferungsverfahren gegen Assange. Wenn das keine Vielzahl an Reaktionen ist, die allein auf 83 Botschaftsdepechen pro Tag zur&#252;ckgehen&#8230;</p>
<p>Und wer sich mit eben diesen Depeschen etwas intensiver befassen will, kann das beim &#8220;<a href="https://cablegame.appspot.com/" target="_blank">Cable Game&#8221;</a> tun und dort Schlagworte (Namen, Organisationen, Orte, Ereignisse oder Themen) markieren und dazu beitragen, die Informationen aufzubereiten und einzuordnen. (Have fun :-) )</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bef&#246;rdert Wikileaks die Demokratie?</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2010/12/06/wikileaks-vs-demokratie/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 12:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen gezielt an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->Was hat Wikileaks anderes getan als die Botschaften, deren Material jetzt weltweit lesbar ist, es (offenbar!) &#252;blicherweise auch tun: Wikileaks hat Informationen, die ihm anvertraut wurden, weitergeleitet. Der Unterschied liegt darin, dass staatliche Botschaften ihre Informationen <strong>gezielt</strong> an „Hinterm&#228;nner“ weiterleiten, w&#228;hrend Wikileaks seine Informationen ohne konkrete Zielperson weitergeleitet hat: N&#228;mlich an die gesamte Welt&#246;ffentlichkeit. Welchen Wert Informationen haben kommt immer auf den Kontext an, das gilt sowohl f&#252;r die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichungen als auch f&#252;r die Berichte der ins Zwielicht geratenen Botschaften. Die Analyse der Informationen &#252;bernehmen im Botschaftsmilieu die Au&#223;enministerien und andere &#246;ffentliche Institutionen als auch die <strong>Geheim</strong>dienste, w&#228;hrend die Wikileaks-Informationen jetzt <strong>von allen</strong> Medien, Journalisten und Bloggern der Welt analysiert und bewertet werden k&#246;nnen.</p>
<p>Ist das verwerflich?</p>
<p>Ist es verwerflich, dass wir Bewohner dieses Planeten erfahren, wie m&#228;chtige Menschen &#252;ber andere m&#228;chtige Menschen denken? Dass wir erfahren, wo Rechtsverst&#246;&#223;e begangen werden (Stichwort: Streubomben aus Gro&#223;britannien, Verletzung der R&#252;stungskontrollen in Deutschland) und wo vermutlich die Mafia regiert? Vielmehr ist es doch so, dass „Cablegate“ best&#228;tigt, was viele seit langem ahnten: Dass wir von echter Demokratie auf diesem Planeten noch weit entfernt sind, die meisten Absprachen in Hinterzimmern und nicht per &#246;ffentlicher Debatte stattfinden und die &#246;ffentlichen Stellen weit mehr wissen, als wir. Dabei sind <strong>wir</strong> das Fundament jeder Demokratie.</p>
<p>In der B&#246;rsenwelt gibt es – offiziell – das Verbot, Insiderinformationen zum Handel zu nutzen. Der Grund ist einleuchtend: Wer mehr (und fr&#252;her!) wei&#223; als seine Wettbewerber, kann dieses Wissen durch rechtzeitigen Kauf oder Verkauf von Wertpapieren nutzen und somit sich auf Kosten der anderen bereichern. Politik ist neben der B&#246;rse der gr&#246;&#223;te Geldumschlagplatz weltweit, die Staaten haben enorme Budgets. Kein Wunder, dass Korruption und Politik heute nahezu wie Schwestern sind. Aber in der Politik gibt es kein Verbot der Nutzung von Insiderinformationen. Vielmehr ist Heimlichtuerei an der Tagesordnung.</p>
<p>Das mag korrekt sein. Aber ist das unserem Anspruch an Demokratie auch w&#252;rdig? Wikileaks provoziert uns weltweit, unser Verst&#228;ndnis von Demokratie zu hinterfragen! Es provoziert uns, unsere „demokratischen Instrumente“ in Frage zu stellen. Staatliche Botschaften und „Maulw&#252;rfe“. Geheimdienste. Planfeststellungsverfahren. „Wenn Wahlen etwas &#228;ndern w&#252;rden, w&#228;ren sie verboten“, hei&#223; es. Diese Aussage gilt es angesichts der Macht der unsichtbaren Kr&#228;fte durchaus &#246;ffentlich zu diskutieren! Was passiert in Botschaften und wieviel Personal bleibt erhalten, wenn eine Wahl die Machtverh&#228;ltnisse eines Landes verschiebt? Sind unsere Staaten nicht eher <strong>B&#252;rokratien </strong>als <strong>Demokratien</strong>?</p>
<p>Vielleicht sind sie auch <strong>Plutokratien</strong>. Die Macht des Geldes k&#246;nnte als n&#228;chstes auf dem Seziertisch liegen, wenn Wikileaks wie angek&#252;ndigt Dokumente aus einer Gro&#223;bank ver&#246;ffentlicht. Dass diese Gro&#223;bank ihren Stammsitz in den USA hat, sollte nicht dazu f&#252;hren, die Heimat des modernen Kapitalismus als Hauptproblemzone anzusehen. Banken sind Global Player, sie haben l&#228;ngst alle geografischen Grenzen &#252;berschritten und sich entnationalisiert. Wikileaks k&#246;nnte man unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung als <strong>Botschaft neuen Typs</strong> ansehen: Die Botschaft der Staatenlosen. Julian Assange hat sich k&#252;rzlich gefragt, was es ihm n&#252;tzt, australischer Staatsb&#252;rger zu sein, hat ihm seine Regierung doch eindeutig signalisiert, dass er dort nicht mehr willkommen ist. Ja in der Tat: Was n&#252;tzt einem die dokumentierte Zugeh&#246;rigkeit zu einer nationalen Gemeinschaft, wenn diese Gemeinschaft debattenlos seine Mitglieder aussto&#223;en kann? Macht das Demokratie aus? Oder hat nicht vielmehr Demokratie an der Schwelle zum 3. Jahrtausend der modernen Zeitrechnung kaum noch etwas mit Nationen zu tun? Wir reden seit gut 20 Jahren von „Globalisierung“, aber unsere Institutionen basieren weiterhin auf einem 300 Jahre alten Nationalstaatskonzept, welches dringend einem Upgrade bedarf. Genau wie die Demokratie.</p>
<p>Das „Prinzip Wikileaks“ wird nicht mehr verschwinden, genausowenig wie die Webseite selbst. Vielmehr zeigt Wikileaks, dass die alten Regeln der materiellen Welt im Informationszeitalter an Macht verlieren. Und das ist gut so! Man erkennt das daran, dass selbst die Abschaltung der Webseite von Amazon-Servern (der Buchh&#228;ndler tritt auch als Datendienstleister auf), die L&#246;schung der Domain wikileaks.org aus einem US-DNS-Server (eine Art Telefonverzeichnis f&#252;r Internetseiten) oder auch die K&#252;ndigung des Paypal-Kontos (eine eBay-Tochter, die Zahlungsdienste anbietet) die Seite nicht kleinkriegen: Denn inzwischen gibt es &#252;ber 75 Kopien von Wikileaks im weltweiten Internet. Wer die ver&#246;ffentlichten Daten aus dem Netz zur&#252;ckholen will muss also inzwischen ein Vielfaches an Diensten und Bankkonten abschalten und die Liste der „Staatsfeinde“, die wie „Terroristen gejagt werden sollen“ (Zitat: US-Au&#223;enministerin Hillary Clinton), um diverse Personen vergr&#246;&#223;ern. Nach den Regeln des materiellen Zeitalters ist Wikileaks ein „Dieb“, der Daten gestohlen hat. Doch das Konzept des „Diebstahls“ versagt in der digitalen Welt, das mussten schon die Musikkonzerne erfahren. Wer eine materielle Sache stiehlt, nimmt jemandem etwas weg, was dieser daraufhin nicht mehr nutzen kann. Autodiebe verschieben Wagen von einer Person zu einer anderen und dem Ursprungsbesitzer fehlt das Fahrzeug tats&#228;chlich. Wer Informationen, Daten, Wissen oder Audio-Dateien kopiert, nimmt niemandem etwas weg! Er multipliziert es. An diesem Problem knobelt das gesamte juristische System, welches als Teil-System unserer Demokratie anzusehen ist, seit der Entwicklung des Internets in besonderem Ma&#223;e. Mit bislang schwachem Erfolg. Kein Wunder: Denn so sehr man sich auch bem&#252;ht, das Materie-Denken in die immaterielle Welt zu &#252;bertragen, umso mehr muss man scheitern.</p>
<p>„Man kann Probleme nicht mit derselben Denkweise l&#246;sen, durch die sie entstanden sind“ wird Albert Einstein (insbesondere im Internet) vielfach zitiert. Wenn Wikileaks ein Problem darstellt, insbesondere eines f&#252;r die Demokratie, dann muss das demokratische Denken sich weiterentwickeln. <strong>Wenn</strong> Wikileaks ein Problem darstellt, ist die Frage, wie die planetare Demokratie (und nicht nur ihr Teilausschnitt in Europa) mit dem Problem umzugehen lernt. Verbote auszusprechen oder F&#252;hrungsfiguren wie Julian Assange zu t&#246;ten (wie es durchaus &#246;ffentlich gefordert wird und nicht&#246;ffentlich mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit vorbereitet wird), l&#246;st das Problem nicht. Es wird es – analog dem Dezentralisierungs-Prinzip des Informationszeitalters &#8211; multiplizieren. Solche „L&#246;sungsvorschl&#228;ge“ rufen Assoziationen hervor wie „1984“ (George Orwells Roman &#252;ber einen totalit&#228;ren &#220;berwachungsstaat) oder „Alexander Litwinenko“ (Ex-KGB-Agent, von Unbekannten in London mit radioaktivem Material vergiftet). Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun. Sehr wohl wird sich aber auch das demokratische Prinzip mit der Frage auseinandersetzen, wie es sich an das digitale Zeitalter anpasst. F&#252;r dieses gilt genau wie f&#252;r Wikileaks: Es geht so schnell nicht wieder weg.</p>
<p>Nachtrag: Ken Jebsen auf KenFM (FRiTZ) zu Wikileaks:</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qWc8NaXYtdI" /></object></p>]]></content:encoded>
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		<title>20 Euro f&#252;r den Staatsfeind #1</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 15:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Botschaften zu &#246;ffnen ist heute schon fast, wie Stasi-Archive zu &#246;ffnen. F&#252;r mich ist die Frage von vergangenen Sonntag gekl&#228;rt: Die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichung von 250.000 &#8220;Kabeln&#8221; wirbelt zwar eine Menge Staub auf, aber dadurch lernen wir mehr &#252;ber die feldpolitischen Zusammenh&#228;nge als durch jahrelanges Studium der Bildzeitung. Putin und Berlusconi sind einander sehr nah, vielleicht machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Botschaften zu &#246;ffnen ist heute schon fast, wie <a href="http://derstandard.at/1289609413976/Wikileaks-Enthuellungen-Spionage-Aufruf-soll-von-CIA-stammen" target="_blank">Stasi-Archive</a> zu &#246;ffnen. F&#252;r mich ist <a href="http://feldpolitik.de/2010/11/28/offene-botschaft/" target="_blank">die Frage von vergangenen Sonntag</a> gekl&#228;rt: Die Wikileaks-Ver&#246;ffentlichung von 250.000 &#8220;Kabeln&#8221; wirbelt zwar eine Menge Staub auf, aber dadurch lernen wir mehr &#252;ber die feldpolitischen Zusammenh&#228;nge als durch jahrelanges Studium der Bildzeitung.</p>
<p>Putin und Berlusconi sind einander sehr nah, vielleicht machen sie sogar Gesch&#228;fte miteinander. Gro&#223;britannien umgeht das Streubombenverbot, deutsches Milit&#228;rger&#228;t wird illegal au&#223;er Landes geschafft, die afghanische &#8220;Regierung&#8221; ist korrupt durchsetzt, aber Russland ist als quasi Mafia-Staat schon ein paar Schritte weiter. Wann gab es das schon mal in solcher Deutlichkeit zu lesen?</p>
<p>Skandal&#246;s insbesondere: All das wissen die US-Diplomaten und reichen es brav an ihre Befehlsgeber weiter &#8211; aber sie geben es nicht an die &#214;ffentlichkeit. <strong>Warum nicht?</strong> Da muss erst ein Ex-Australier mit Vergewaltigungsverdacht kommen, der jetzt einen Robin-Hood-Anstrich kriegt, insbesondere, wenn er <a title="wikileaks" href="http://wikileaks.de" target="_blank">auf seiner Webseite</a> mit einem auff&#228;llig &#228;hnlichen Gesichtsausdruck wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Wales" target="_blank">wikipedia-Gr&#252;nder Jimmy Wales</a> um Unterst&#252;tzung wirbt. Normalerweise reagier ich nicht so sehr auf Werbung, aber f&#252;r gekonnt gesetzte Ironie sind meine Ganglien immer offen: <a href="http://213.251.145.96/support.html" target="_blank">Meine 20 Euro f&#252;r Wikileaks sind unterwegs! </a>Steuerlich absetzbar versteht sich. Und auch auf die Gefahr hin, dass das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech#Beispiele_f.C3.BCr_Neusprech_in_.E2.80.9E1984.E2.80.9C" target="_blank">Miniwahr</a> mich sp&#228;ter der Unterst&#252;tzung einer terroristischen Vereinigung drankriegt: Mit den Euros kann man eh bald nix mehr anfangen&#8230;</p>
<p>Das Besondere: Wann kann man schonmal einen Staatsfeind unterst&#252;tzen, der das nicht nur in einem, sondern in vielen Staaten ist? Gegen die subtile Untergrabung des globalen Machtsystems durch die mutigen Wikileaks ist Osama bin Ladin wirklich nur ein brachialer Terrorist. Wie Informationen dagegen die globale Ordnung in Schwingungen versetzen, zeigen eindeutig 250.000 &#8220;Kabel&#8221;.</p>
<p>Tja, und nun zu dir, lieber Jeff Bezos: <strong>Amazon?</strong> Kommt bei mir jetzt nochmal extra auf die schwarze Liste (<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-bestreitet-politischen-Druck-wegen-Wikileaks-3-Update-1146758.html" target="_blank">wegen Kollaboration mit dem System</a>). Hab ich mich doch sowieso schon bem&#252;ht, meine <a href="http://www.buchhandlung-hupbach.de/" target="_blank">B&#252;cher wieder lokal</a> zu kaufen, wird es dieses Weihnachtsgesch&#228;ft noch ein bisschen enger f&#252;r den gro&#223;en Bruder aus Verkaufistan.</p>
<p>Aufruf an den Rest der Welt: Mach mit. Mach&#8217;s nach. Mach&#8217;s besser!</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Im oben verlinken Heise-Artikel findet sich ein Link zu einem Artikel in der S&#252;ddeutschen. Wer die Hintergr&#252;nde und damit zugleich die strategische Wichtigkeit der Kabel-Ver&#246;ffentlichungen besser verstehen will, sollte sich von der SZ <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-gruender-julian-assange-der-gegenverschwoerer-1.1031477" target="_blank">in die Welt &#8220;Der Gegenverschw&#246;rer&#8221;</a> entf&#252;hren lassen. Dieser Artikel d&#252;rfte damit auch der Auftakt sein, zu einer breiteren Debatte dar&#252;ber, was Wikileaks f&#252;r die planetare Gesellschaft bedeutet. Und genau darum muss es angesichts der sp&#252;rbaren gro&#223;en Ver&#228;nderungen gehen: Um die Frage, wie unsere Spezies sich k&#252;nftig auf dem Raumschiff Erde einrichten will<a href="http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=193">.</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Offene Botschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 21:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der neue Wikileaks-Coup: Eintritt in ein neues Zeitalter der Informationsfreiheit oder Aufreissen einer Nebelbombe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Wikileaks-Coup: Eintritt in ein neues Zeitalter der Informationsfreiheit oder Aufreissen einer Nebelbombe?</p>]]></content:encoded>
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		<title>Schmierige Gesch&#228;fte</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 20:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was waren das noch f&#252;r Zeiten, als europ&#228;ische Autofahrer sich nicht damit abfinden wollten, da&#223; eine Spritklitsche ihren &#214;ltank einfach im Meer versenkt: Anno 1995 lenkte Greenpeace die Aufmerksamkeit der Medien und damit der &#214;ffentlichkeit auf Bent Spar und l&#246;ste eine Boykottaktion von Shell aus. Noch heute tanke ich nicht bei der Firma mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was waren das noch f&#252;r Zeiten, als europ&#228;ische Autofahrer sich nicht damit abfinden wollten, da&#223; eine Spritklitsche ihren &#214;ltank einfach im Meer versenkt: Anno 1995 lenkte Greenpeace die Aufmerksamkeit der Medien und damit der &#214;ffentlichkeit auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brent_Spar" target="_blank">Bent Spar</a> und l&#246;ste eine Boykottaktion von Shell aus. Noch heute tanke ich nicht bei der Firma mit dem Muschellogo. Es gibt auch heute noch <a title="Shell" href="http://konsumpf.de/?p=7813" target="_blank">gen&#252;gend Gr&#252;nde, das zu lassen.</a></p>
<p>Was sind das f&#252;r Zeiten, wenn ein anderer &#214;lkonzern gleich sein ganzes &#214;lfeld ins Meer entleert und alles was passiert ist das oberfl&#228;chliche S&#228;useln im Medienwasserglas? &#8220;To big to fail&#8221; f&#228;llt mir da ein &#8211; mit der &#214;lkatastrophe im Golf von Mexiko ist ein Problem entstanden, was so gro&#223; ist, da&#223; niemandem eine passable L&#246;sung einf&#228;llt. BP soll das Leck im &#214;lfeld schlie&#223;en, schafft es aber offenbar nicht. BP vom Projekt abzuziehen macht wenig Sinn, w&#252;rde Zeit und Erfahrung kosten und was w&#252;rde es bringen? BP f&#252;r das Problem zu bestrafen bringt so lange wenig Punkte, wie das &#214;l-Loch nicht verschlossen ist. So lange das &#214;l flie&#223;t brauchen wir den Konzern, brauchen wir dieselben Leute, die das Problem eingebrockt haben.</p>
<p>Doch Halt mal! Wer hat uns da eigentlich das Problem eingebrockt? BP, weil die Ingenieure nicht zuverl&#228;ssig gearbeitet haben? Barack Obama, weil er das F&#246;rdern in dieser Meerestiefe erlaubt hat? Man sagt: Wenn man den Zeigefinger auf andere richtet, zeigen drei Finger auf uns selbst zur&#252;ck. Und genau hier beginnt unsere eigene Verantwortung.</p>
<p>&#220;ber 80 Millionen Barrel &#214;l werden Tag f&#252;r Tag auf diesem Planeten gef&#246;rdert und nahezu sofort verbraucht. Kunststoffe, Pestizide und D&#252;ngemittel, Heiz&#246;l und vor allem Sprit &#8211; all das und noch viel mehr wird aus &#214;l gemacht, dem Rohstoff, wegen dem BP in 1500 Meter Wassertiefe bohrt. &#214;l ist der Energietr&#228;ger mit der gr&#246;&#223;ten Energiedichte, den wir nutzen und er ist <strong>so</strong> leicht zu transportieren. W&#252;rde &#214;l von heute auf morgen aus unserem Wirtschaftsleben verschwinden, s&#228;he dieses v&#246;llig anders aus: Kein PKW w&#252;rde Pendler von zuhause zum Arbeitsort bringen, kein Flugzeug Touristen um den halben Globus karren. Kein LKW w&#252;rde die Superm&#228;rkte der St&#228;dte f&#252;llen und die Fabriken der Welt k&#246;nnten nicht ansatzweise die Menge an Konsumg&#252;tern aus Plastik herstellen. &#214;l ist &#252;berall. Und wir sind abh&#228;ngig wie Junkies.</p>
<p>Einer der ersten Artikel, den ich f&#252;r meine Seite peak-oil.com geschrieben habe, hei&#223;t <a title="Was ist Peak Oil?" href="http://peak-oil.com/was-ist-peak-oil.php" target="_blank">Junkie Business</a> und bezieht sich ebenfalls auf BP. <a title="Peak Oil Video" href="http://www.youtube.com/watch?v=y1F8Lk2WjKY" target="_blank">&#8220;Peak Oil&#8221;</a> ist im Grunde das Zauberwort, warum BP &#252;berhaupt in 1500 Metern Meerestiefe &#214;l f&#246;rdert. Denn unserer &#214;l-Abh&#228;ngigkeit steht das Problem gegen&#252;ber, da&#223; die leicht zu erreichenden &#214;l-Lagerst&#228;tten bereits ausgebeutet sind. Global sind wir an einem Punkt angekommen, wo die Menge des t&#228;glich f&#246;rderbaren &#214;ls stagniert und sich nicht weiter steigern l&#228;&#223;t. Etwas mehr als 80 Millionen Barrel t&#228;glich ist der F&#246;rderh&#246;hepunkt, viel mehr wird es nicht mehr werden. Im Gegenteil: Die Ironie technischer Innovationen bei der &#214;lf&#246;rderung, sagt Colin John Campbell in einem Interview im Film <a href="http://www.elbland-forum.de/2010/05/umundu-festival-in-dresden/" target="_blank">&#8220;A Crude Awakening&#8221;</a>, ist die Tatsache, da&#223; je besser wir das &#214;l f&#246;rdern, es umso schneller alle ist. Und die absehbare Leere der leicht erreichbaren F&#246;rderstellen f&#252;hrt uns zu immer gef&#228;hrlicheren Orten, wo wir das schwarze Gold f&#246;rdern wollen. Zum Beispiel in die Tiefsee.</p>
<p>&#214;l schmiert unsere Lebensweise. Es ist der energetische Treibstoff unserer Wirtschaftsweise. Ohne &#214;l k&#246;nnen wir uns Opel&amp;Co. abschminken. Das Wissen um Peak Oil ist noch nicht besonders weit verbreitet. Genau wie im Vorfeld der Finanzkrise, die auf dutzenden Blogs jahrelang angek&#252;ndigt und vorab diskutiert wurde, wird heute die aufkommende Rohstoffknappheit ignoriert. Liegt es daran, da&#223; wir alle von den schmierigen Gesch&#228;ften von BP&amp;Co. profitieren? Dass sie uns billig Energie liefern auf Kosten der Umwelt? Dass wir uns so sch&#246;n eingelebt haben in unserem Ikea-Dasein, da&#223; wir von &#196;nderungen &#8211; grundlegenden &#196;nderungen &#8211; lieber nichts wissen wollen?</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/y1F8Lk2WjKY" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/y1F8Lk2WjKY" /></object></p>
<p>In der Zeit gibt es ein kurzes <a href="http://www.zeit.de/2010/22/Interview-Priddat" target="_blank">Interview zu einem m&#246;glichen Boykott von BP</a>. Es zeigt, wie leicht es uns als &#8220;Konsumenten&#8221; f&#228;llt, Gr&#252;nde zu finden, BP nicht zu boykottieren. Es w&#228;re aufwendig. Es bringt zuerst mal wenig. Mag alles sein. Wer aber nicht auf den Kopf gefallen ist, sollte beginnen, seine eigene Abh&#228;ngigkeit vom &#214;l zu hinterfragen und sich auf die Suche nach einem Leben ohne &#214;l zu machen. Langfristig ist dies die beste Strategie: F&#252;r jeden selbst, denn wer sich &#214;l-Sucht spart spart sich k&#252;nftig enorme Preise; f&#252;r unser Umfeld, denn wenn wir eine Wirtschaft schaffen, die ohne &#214;l auskommt ist das die beste Vorbeugung f&#252;r die Zukunft; f&#252;r unsere Umwelt, denn je weniger &#214;l wir verbrauchen, umso weniger m&#252;ssen wir f&#246;rdern und k&#246;nnen uns den Weg in die Tiefsee vielleicht sparen. Das mag unwahrscheinlich sein, nicht wenige &#8220;Peak-Oiler&#8221; bef&#252;rchten, da&#223; wir auch noch den letzten Tropfen aus der Erde holen und verfeuern. Doch nichts zu tun, ist keine L&#246;sung. Wer nur einen Hauch dazu beitragen will, da&#223; es &#252;berhaupt Zivilisation nach dem &#214;l gibt, der sollte bereits heute seinen Teil dazu beitragen, uns vom fossilen ins solare Zeitalter zu bringen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Stadtmarketing, Teil 1. Heute: Dresden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 22:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dresden ist&#8217;ne Reise wert. Das wei&#223; man seit letztem Wochenende nicht nur in Braunschweig, das wissen seit Jahren viele Leser und Leserinnen der allgemeinen Medienlandschaft. Frei nach dem Motto, jede Nachricht ist eine gute Nachricht bem&#252;hen wir Bewohner uns seit Jahren, immer neue Ereignisse zu generieren, damit die Welt uns sieht und h&#246;rt und wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dresden ist&#8217;ne Reise wert. Das wei&#223; man seit letztem Wochenende nicht nur in <a href="http://www.oi-zeit.de/" target="_blank">Braunschweig</a>, das wissen seit Jahren viele Leser und Leserinnen der allgemeinen Medienlandschaft. Frei nach dem Motto, jede Nachricht ist eine gute Nachricht bem&#252;hen wir Bewohner uns seit Jahren, immer neue Ereignisse zu generieren, damit die Welt uns sieht und h&#246;rt und wir nicht den Eindruck bekommen, Dresden verkomme erneut zum Tal der Ahnungslosen &#8211; so ganz ohne Aufmerksamkeit der &#8220;Westpresse&#8221;. Unser Programm reicht von Architektur bis Kabarett, von Krimi bis Katastrophenfilm, von Kunst bis Knallk&#246;rper, von Sportereignis bis Demokratie in Reinform &#8211; man wei&#223; gar nicht, wo man anfangen soll.</p>
<p>Unser Fu&#223;ballverein brilliert dadurch, da&#223; er sich in der dritten Liga eins dieser hypermodernen Stadien bauen l&#228;&#223;t, was er sich <a href="http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/6856765.html" target="_blank">nicht leisten</a> kann. Daf&#252;r ist der Laden Vorreiter beim GenderMainstreaming, denn die grade frisch einfusionierte Frauenmannschaft ist inzwischen erfolgreicher als die alternden Kerle. Muss aber sein, denn n&#228;chstes Jahr ist <a href="http://www.ffc-fortuna.de/aktuell_nachrichten.htm" target="_blank">Frauenfu&#223;ball-WM, auch in Dresden!</a> Ob die genauso lebhaft wird, wie das hiesige Hooligan-Milieu?</p>
<p>Mit der Architektur haben wir es ganz besonders, die ersten Ger&#252;chte werden laut, die Betonmafia h&#228;tte sich in den Dresdner Stadtrat eingekauft.  Lukrativ, lukrativ, dieser Betonmarkt. Denn trotz <a href="http://www.peak-oil.com">Peak Oil</a> bauen wir <a href="http://umgebungsgedanken.momocat.de/2009/11/22/ach-dieses-dresden/" target="_blank">Canaletto-Blick-Br&#252;cken</a> und planen <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2305317" target="_blank">vierspurig</a>. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte seine Ferien bei uns planen!</p>
<p>Dresden ist Einkaufsmeile schlechthin, der ans&#228;ssige s&#228;chsische Landtag plant nicht nur, die Laden&#246;ffnungszeiten <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/dpa/2009/12/03/koalition-will-ladenoeffnungszeiten-freigeben.html" target="_blank">endlich</a> freizugeben, wir haben auch die gr&#246;&#223;ten Einzelhandelsfl&#228;chen in Sachsen. Da sind wir stolz drauf, wir wollen halt mithalten! Und jeder Quadratmeter bedeutet Umsatz bei den Betonindustrie und wir wissen ja alle, wie n&#246;tig wir Wachstum und Arbeitspl&#228;tze brauchen. <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2265052" target="_blank">900.000 Quadratmeter</a> bei 500.000 Einwohnern, bald gilt: 2 Quadratmeter f&#252;r jeden! Hier gibt es was zu kaufen!</p>
<p>Ja, wir sind in der Wettbewerbs- und Werbewelt angekommen! Wir wissen, wie man sich vermarktet und die d&#252;nne <a title="Stadtwiki Dresden" href="http://dresden.stadtwiki.de/" target="_blank">Haut einer Stadt</a> zu Markte tr&#228;gt.  Un&#252;bertroffen ist aber das elegante Zusammenspiel zwischen den Medien und unserem politischen Kulturprogramm. Man nehme: Ein Bild, eine Bild und eine bildsch&#246;ne Oberb&#252;rgermeisterin, bilde letzteres auf ersterem ab (mit Canalettobeton als formsch&#246;nen Hintergrund) und lasse zweitere emp&#246;rt zu letzterer laufen, um dann vor Gericht zu ziehen. Zu verwirrend? Stimmt doch gar nicht:</p>
<ul>
<li>das Bild, um das es geht, findet sich auf der <a href="http://www.erika-lust.de/malerei.htm" target="_blank">urspr&#252;nglichen Seite</a> nicht mehr</li>
<li><strong>die</strong> Bild, die <strong>das</strong> Bild unserer Oberb&#252;rgermeisterin Orosz zur Emp&#246;rung vorgelegt hat, hat ihren Erlebnisbericht <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/aktuell/2009/10/30/dresdens-oberbuergermeisterin/gibt-es-jetzt-als-nacktbild.html" target="_blank">hier geschildert</a>. Da sieht man auch <strong>das</strong> Bild, aber leicht zensiert. (Nat&#252;rlich!) Unter dem werbewirksamen Titel: <strong>Oberb&#252;rgermeisterin Orosz ganz nackt im Internet!</strong> Wer w&#252;rde da <strong>nicht</strong> klicken?<strong><br />
</strong></li>
<li>Und wer dann trotzdem nach<strong> dem</strong> Bild sucht, bekommt dazu noch <a href="http://www.messitschbyburns.de/archives/796" target="_blank">einen netten Text</a>.</li>
</ul>
<p>Ich meine: Besseres Stadtmarketing ist nahezu unm&#246;glich. Gr&#252;&#223;e nach Toronto!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Mi&#223;trauensrepublik</title>
		<link>http://feldpolitik.de/2009/11/11/die-misstrauensrepublik/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 13:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gedanken.feld]]></category>
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		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas hat sich ge&#228;ndert. &#8220;Schrei niemals FEUER, wenn&#8217;s nicht brennt. Sonst kommt n&#228;mlich niemand, wenn du wirklich Hilfe brauchst.&#8221; Stammt aus irgendeinem Film. Passend ist dieser Satz in diesem Beitrag deshalb, weil man angesichts von SARS (2004) und Vogelgrippe (2005/2006) auf den Gedanken kommen k&#246;nnte: Weil die grippale Apokalypse trotz enormem Medienrummels ausblieb, weigert sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas hat sich ge&#228;ndert.</p>
<p><em>&#8220;Schrei niemals FEUER, wenn&#8217;s nicht brennt. Sonst kommt n&#228;mlich niemand, wenn du wirklich Hilfe brauchst.&#8221;</em> Stammt aus irgendeinem Film. Passend ist dieser Satz in diesem Beitrag deshalb, weil man angesichts von <a title="3 Suchbegriffe bei Google Trends" href="http://www.google.de/trends?q=schweinegrippe%2C+vogelgrippe%2C+sars&amp;ctab=0&amp;geo=all&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=1" target="_blank">SARS (2004) und Vogelgrippe (2005/2006)</a> auf den Gedanken kommen k&#246;nnte: Weil die grippale Apokalypse trotz enormem Medienrummels ausblieb, weigert sich heute (2009) das halbe Land, sich seine staatsb&#252;rgerliche Schweinegrippe-Spritze abzuholen. Die Skepsis gegen&#252;ber Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der angepriesenen Impfung ist enorm. So enorm, da&#223; es Zeit ist, sich Gedanken &#252;ber Vertrauen und Mi&#223;trauen in einer Gesellschaft wie der unseren zu machen.</p>
<p>Fr&#252;her waren <a title="Ein ZDF-Beitrag zur Impfung" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/825702/Kritik-an-Schweinegrippe-Impfung#/beitrag/video/825702/Kritik-an-Schweinegrippe-Impfung" target="_blank">&#196;rzte</a> Vertrauenspersonen. Wer sich ungesund f&#252;hlte oder ungesund war ging zum Arzt seines Vertrauens und lie&#223; sich helfen. Es war nicht notwendig, das Handeln dieses Helfers zu hinterfragen, unlautere Absichten der beruflichen K&#246;nigsklasse kamen niemand in den Sinn. Doch seitdem auch Gesundheit, wie so vieles andere, von einer Industrie bearbeitet wird, schwindet dieses Verh&#228;ltnis. Der Zweck der &#196;rzte und der Zweck der Industrie gehen nicht in dieselbe Richtung, vielmehr stehen sie sich nahezu unvereinbar gegen&#252;ber. Zweck der &#196;rzte ist die Heilung, Zweck der Industrie das industrielle Geldverdienen. Unter Beachtung des Wachstumsparadigmas ist Heilung kontraproduktiv, zahlt man hierzulande doch nur, wenn man krank ist. Heilung bedeutet, Nichtzahler zu produzieren &#8211; was keiner Industrie gelegen sein kann.</p>
<p>Seitdem die Grenzen der Werbung verschwunden und verschwommen sind, f&#252;hlt man sich &#252;berall zum Kaufen animiert. Der gemeine Weltenb&#252;rger kann nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was er wirklich braucht und dem, was ihm <a title="1 Unze Gold (wert: 1100$) zu 50$ zu verkaufen" href="http://www.youtube.com/watch?v=Gk5aRIz17fk" target="_blank">aufgeschwatzt </a>wird. Und seitdem PR und die Lancierung von Pressemeldungen zum Zwecke der redaktionellen (=vertrauensw&#252;rdigen) Aufarbeitung genutzt werden, ist die Werbung auch im politischen Raum angekommen. Im Fall der Grippe-Impfung ist die Zielgruppe sehr klar zu definieren: Die paar Hanseln, die man Bundesregierung und Parlamentarier nennt, denn die paar K&#246;pfe k&#246;nnen per Handstreich hunderte Millionen locker machen &#8211; keine Werbekampagne, die sich an Otto Normalverbraucher richtet erreicht solch ein Kopf-zu-Umsatz-Verh&#228;ltnis. Bei diesem (unterschwelligen) Wissen in breiten Teilen der Bev&#246;lkerung ist es nicht unwahrscheinlich, da&#223; viele nicht mehr wissen, ob die Zeitungsberichte &#252;ber Schweineviren und Impfeuphorie echter Alarm oder nur die Auswirkungen einer imposanten Marketingaktion sind. Und seitdem die S&#228;ttigung der Auto-M&#228;rkte offensichtlich ist, braucht der <a title="eine Umfrage zum Kapitalismus" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2070389" target="_blank">Kapitalismus</a> neue Absatzm&#228;rkte, warum nicht die Venen unserer Mitb&#252;rger?</p>
<p>Doch die Impf-Diskussion ist nur eines der Schlachtfelder, in der der Kampf um das Vertrauen geht. Vertrauen ist die Grundlage jeder Gesellschaft. L&#246;st es sich auf, l&#246;sen sich die gesellschaftlichen Bindungen. Eine Gesellschaft ohne Bindungen ist keine, sie ist nur eine Menge von Individuen. Der &#8220;Erosionsprozess&#8221; des Vertrauens setzte aber weit vor der Grippe ein, ganz pers&#246;nlich darf ich den vorl&#228;ufig letzten H&#246;hepunkt in 2001 datieren. Zehntausende Menschen allein in diesem Land glauben nicht an die offizielle Darstellung des 11. September 2001. Schon damals gab es einen intensiven Bruch zwischen den B&#252;rgern und anderen gesellschaftlichen Strukturen. Dieser Bruch ist genauso wie die Menge an &#8220;Skeptikern&#8221; gr&#246;&#223;er geworden. Der n&#228;chste Schub kam letztes Jahr, als das Vertrauen in die Bankiers (und jenes, das die Bankiers untereinander hegen) sich mit den ersten Banken in Luft aufl&#246;ste &#8211; und Angela Merkerl dazu brachte, ihre ganze Person in die Waagschale zu legen, um den Sparer davon abzuhalten, seiner Matraze mehr zu trauen als seinem Geldverwalter. Spr&#246;der Kitt, der da in die Fugen geschmiert wurde. Man merkt es an solch kleinen Details, wie das Finanzamt einen behandelt, wie Gesch&#228;ftspartner pl&#246;tzlich drauf sind, wie die Redakteure sich bem&#252;hen, ihrer Verantwortung nachzukommen, indem sie ihr eigenes Mi&#223;trauen nicht allzusehr in die Jubelmeldungen einflie&#223;en lassen, um sich nicht selbst dem Vorwurf auszusetzen, sie w&#252;rden die Krise herbeischreiben.</p>
<p>Wie kurzatmig Vertrauen im politischen Zirkus ist,  musste gleich nach der Wahl die FDP erleben, die laut Umfragen danach gleich mal wieder einige Prozentpunkte abgeben musste, nachdem die Wohlf&#252;hlversprechen sinkender Steuern an der harten Schuldenrealit&#228;t zerplatzt sind. Die Politik, die Politik, sie ist das seltsame Spielfeld, was eigentlich seit Jahrzehnten schon mit Mi&#223;trauen zu k&#228;mpfen hat. Ein ganzes Drittel der Bev&#246;lkerung geht schon gar nicht mehr hin, wenn zum Stimmenabwurf gerufen wird. Man erwartet von oben nix, und das ganz wohl zurecht. Sitzen doch in der Regierung ein <a title="Eine Pressekonferenz" href="http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs" target="_blank">verge&#223;licher Waffenh&#228;ndler-Freund als Finanzminister</a> neben einem <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31474/1.html" target="_blank">schwerreichen, industrieverbandelten Verteidigungsminister</a>, wo man doch (von hier unten aus betrachtet) nicht wirklich glaubt, da k&#228;men Entscheidungen raus, die ins eigene Fleisch schneiden?</p>
<p>Nunja. Ab morgen kommt ja der neuer Emmerlich ins Kino. Weltuntergang. Auch wenn nun fraglich ist, ob 2012 die Welt verloren ist, so verdichten sich doch die Erscheinungen die signalisieren, da&#223; die <em>alte</em> Welt schon ihre Stunden schlagen h&#246;rt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die geliebte Bundesregierung erkl&#228;rt&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 08:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; wie die Zukunft aussehen wird: Mit Direktkontakt zu Bundeskanzlerin, Zensurministerin, Terrorministerium und all den anderen, die wichtig sind. Werde auch DU Mitl&#228;ufer und melde dich freiwillig zum Bundesarbeitsdienst zum Aufbau des ONLINESCHUTZWALLs f&#252;r mehr Sicherheit im Deutschlandnetz! Mehr Infos? Die geliebte Bundesregierung informiert&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wie die Zukunft aussehen wird:</p>
<p><a href="http://die.geliebte.bundesregierung.in.der.schwatzbude.de/" target="_blank"><img src="http://die.geliebte.bundesregierung.in.der.schwatzbude.de/pics/onlineschutzwall.png" alt="" width="570" height="120" /></a></p>
<p>Mit Direktkontakt zu Bundeskanzlerin, Zensurministerin, Terrorministerium und all den anderen, die wichtig sind. Werde auch DU Mitl&#228;ufer und melde dich freiwillig zum Bundesarbeitsdienst zum Aufbau des ONLINESCHUTZWALLs f&#252;r mehr Sicherheit im Deutschlandnetz! <a href="http://die.geliebte.bundesregierung.in.der.schwatzbude.de/" target="_blank">Mehr Infos?</a><a href="http://die.geliebte.bundesregierung.in.der.schwatzbude.de/"> Die geliebte Bundesregierung informiert&#8230;</a></p>]]></content:encoded>
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