Das Lied vom Ende des Kapitalismus…
04. Mai 2010…wird ja nun landauf, landab gesummt. Tomasz Konicz hat nun den Text dazu geschrieben. Bei Telepolis, seine sehr passende Analyse, der ich nur zustimmen kann!
Daß der Autor die “Griechische Situation” als Aufhänger nutzt, macht Sinn! Denn das ist der Stand der Wissens-Dinge bei der Mehrzahl der Zeitungsleser. “Griechenland” heißt die Sau, die grade durchs Dorf getrieben wird. Doch das Phänomen, in welches die griechische Krise eingebettet ist, ist weitaus breiter. Wir dürfen die aktuellen Medienberichte nicht von den letzten Monaten trennen, nicht von Merkels “Die Sparguthaben sind sicher”-Rede, nicht von der Pleite der Sachsen-LB, der IKB und Lehmanns. Wäre der Kapitalismus ein Krug und Geld sein Inhalt, so sind wir jetzt an dem Punkt, wo das Wasser überfließt. Den Alchimisten der Expansion fällt bislang nichts ein, wie sich Raum für noch mehr Kredit schaffen ließe. Doch wohin schwimmen wir?
Stecken wir unsere Zeit nicht in Hass auf Griechen. Niemand ist “schuld”. Stecken wir unsere Energie lieber darin, neue gesellschaftliche Modelle zu entwickeln, die tragfähiger sind als das alte System. Damit wir nicht in jener Ecke rauskommen, die der Telepolis-Autor am Ende umreißt…





