(F)Rohes Fest 2009
23. Dezember 2009Wünsche gute Tage!
Und habe ansonsten nur ein paar Links zu empfehlen, die bei Langeweile zuhause ganz sicher anregend sind. Auf die eine oder andere Art & Weise:
- “Dieser Prozess ist ein politischer Fehler erster Ordnung”. Ein Interview im österreichischen Standard über ein deutsches Justizverfahren, das an Stichworten wie KZ, Stasi, “Zentrale Stelle”, deutsche Nachkriegsjustiz, Mord vorbeischrammt und interessante Einblicke von Außen gewährt.
- Elinor Ostrom fordert angesichts des Scheiterns der Großen Politik hinsichtlich unserer Umweltprobleme Initiativen von unten. Ein Interview im Spiegel.
- Ganz Ähnliches kann man aus Robert Börnigs Artikel “Globales Denken und regionale Initiative” herauslesen, in dem der wunderbare Satz steht “Auf regionaler Ebene wird die globalisierte Zukunft bestimmt”.
- Ihr Name (Elinor Ostrom) taucht auch in einem Artikel auf keimform.de über “Commons” auf, “Gemeingüter”. Für ihre Arbeiten zu Gemeingütern hat sie kürzlich den Nobelpreis bekommen.
- Der Link zu keimform.de ist mir (wieder)begegnet bei Retos manufakturingruendung.ch. Er bezieht sich auf die Anregung von Benni Bärmann, der auf keimform.de die Frage stellt, wie sich die unterschiedlichen sozialen Bewegungen, die existieren, verbinden lassen. Könnte das Nachdenken über Gemeingüter breitere Schnittstellen schaffen, um aus den Nischenbewegungen eine echte gesellschaftliche Kraft zu formen? (Oder will hier wirklich nur jeder seins machen?)
- Neuen Schub hat das Denken über Alternativen ja seit etwa einem Jahr. Damals zeigte das Finanzsystem seine Instabilität ganz besonders. Daß sich seitdem auf großer Ebene nicht viel geändert hat, zeigt Wolfgang Kaden in dem Artikel mit dem wunderbaren Titel: Kapitulation vor dem Monopoly-Monster.
- (Apropos “Kapitulation”: Von Tocotronic gibt es in 2010 ein neues Album und jetzt schon ein neues Video.)
- Der simplen Frage, woher die US-Banken eigentlich das Geld nehmen, um die Milliardenhilfen der US-Regierung bereits 1 Jahr nach Dem Großen Bumm zurückzahlen, ist Thomasz Konicz bei Telepolis nachgegangen. Unverhoffte Aussichten: Die nächste Blase kommt bestimmt.
- Leider wird viel Gutes gesagt und gedacht, aber die Schnelligkeit der Zeit spült es immer gleich ins Archiv, wo es keine kritische Masse an Lesern erreicht. So geht es dem “Monopoly-Monster” ebenso wie dem “Konsumistischen Manifest”, die gestern zeitgleich die Spiegel.de-Startseite schmückten und heute wieder unterfernerliefenlaufen.
- Und dann noch für die, die noch nicht wissen, was sie nächstes Jahr spielen sollen, eine Anregung bei politik-poker.de: Macht Politik! Kreativ konspirativ.
- Video: Ботхисатва в метро. Ja, eigentlich sollte man das zuerst sehen, bevor man sich die Links obendrüber reinzieht. ;-) Guten Rutsch nach 2010!




