VideoVortrag, Vernetzungen & Creative Commons
28. Januar 2009Daß ich es für mich nicht als ausreichend empfunden habe, als Informationsverarbeiter hier zu bloggen, habe ich vor einigen Jahren schon geschrieben. Seitdem habe ich versucht, mich in ein Thema einzuarbeiten und es auf verschiedene Weise voranzutreiben, von dem ich überzeugt bin, daß es wichtig und wirksam ist: Die Kreation neuer Währungen.
Als direkt beeinflussbares Anwendungsbeispiel traten dabei die Regionalwährungen in den Vordergrund. In ihnen kombinieren sich die Ideen anderer Finanzsysteme mit den Ideen Leopold Kohrs: Kleine gesellschaftliche Einheiten sind leichter überblickbar und für den Einzelnen beeinflussbar. Ein Planet geformt aus Regionen scheint mir einerseits geeignet, den Nationalismus zu überwinden und andererseits Macht zu den Menschen zu transferieren. Und auch ein Schuß Kropotkin ist in den Regiogeld-Ideen zu finden: Selbstorganisation.
Ich habe kürzlich einen Teil meines Regiogeld-Vortrages fürs Web aufbereitet und online gestellt:
Der Vortrag als auch die Vortragsfolien stehen unter der CC-Lizenz. Das heißt: Beides kann frei verbreitet und verwendet werden, soweit es ohne kommerzielle Absicht und unter Nennung der Quelle geschieht. Mit diesem offenen Ansatz möchte ich einerseits dazu beitragen, die Ideen zu verbreiten und andererseits andere einladen, ähnliches zu tun. Welche Änderungen stünden unserer Welt bevor, wenn Wissen frei verfügbar und nutzbar wäre? Wenn Patente nicht nur dazu da wären, andere von der Nutzung auszuschließen, sondern wenn nützliche Maschinen und Produktionsabläufe überall auf dem Planeten intensiv eingesetzt werden könnten? Die Urheberrechtsdebatte, ausgelöst durch das Internet und intensiviert durch mp3 und Tauschbörsen, ist ein Teil einer grundsätzlichen Debatte: Wie wollen wir wirtschaften? Wem gehört was? Wie definieren wir “Eigentum” und wie weit darf “Eigentum” gehen? Bis in unseren “Geist” (Stichwort: “geistiges Eigentum”)?
OpenSource zeigt, wie Wissen und Eigentum noch gedacht werden kann. Seit jüngstem kommen Ideen wie “Open Hardware” oder “OpenPatents” ins Gespräch, die begleitet werden von gesellschaftlichen Entwicklungen wie den Transition Towns. Für mich wird der Aspekt der Vernetzung immer wichtiger: Allein sind wir nur wenig wirksam, als Netz von Individuen können wir viel größere und intensivere Prozesse gestalten. Auch deshalb habe ich einen Kalender für Veranstaltungen aus dem Regionalentwicklungs- und Nachhaltigkeitsbereich entwickelt, der künftig auch in anderem Kontext eine Rolle spielen wird. Ich möchte hiermit dazu einladen, diese Kalender zu füllen und bei Veranstaltungen aufzutauchen, um die Vernetzung mit anderen Akteuren, die in dem Bereich arbeiten, voranzutreiben:






19.Februar 2009 19:56
gar nit uebel … aber einige inkonsekwenzen moechte ich doch zur auge fuehren.
Ulrich von Beckerath lesen hat mich sehr geholfen die staffel und schicht ‘shuffle’ von regio gelder zu verstehen. Man kann sehr wohl sachen von weit ausserhalb bestellen und bezahlen aber eben zu ein disagio (je weiter jeh groesser) die das zurueckfliessen foerdert.
dann ist die konsequenz von 1 auf 16 (8×8) auf 64 noch mit 4 (2×2) als 2. schritt zu ergaenzen.
UvB ist hier http://www.free.de/geld
10.März 2009 00:58
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