FAZ: “Das Ende von Belgien”
14. Dezember 2007“Was ich mir wünschen würd, ist eine Struktur geprägt durch Kantonalisierung und Föderalismus, kleine Einheiten, die nicht genug Macht haben, um gegeneinander Krieg zu führen oder ein ökologisches Desaster zu verursachen, und auch nicht die Mittel haben, um groß im Waffenhandel mitzumischen. Dazu wünsche ich mir ein starkes Zentrum, das Terrorismus verhindert und ökologische Maßnahmen setzt, sich aber in die Kantonalpolitik nicht einmischt. Dies würde die Vorteile des kulturellen Pluralismus und der lokalen Selbstverwaltung mit den Vorteilen eines in der Ökologie und Friedenssicherung effektiven Zentrums verbinden, und dies wäre mein Wunschbild für Europa.”
Diese Aussage des tschechischen Philosophen Ernest Gellner fasst zusammen, was auch Leopold Kohr in seiner Philosophie der Größe sagt: Alles ist Gift, entscheidend ist die Dosis. Oder eben die Größe. Auf die Größe von Nationen bezogen stellt sich die Frage, wie groß oder wie klein ein Staatengebilde idealerweise ist.
Anlaß für dieses Zitat und dieses Posting ist ein Artikel in der FAZ, der genauso lesenswert ist wie seine Leserkommentare und der wieder die Frage aufbringt, wie Europa organisiert sein sollte:





