Archiv Dezember 2007

Es beginnt mit einer Haltung…

31. Dezember 2007

Schweig !du darfst nicht sein

wie du bist

Schweig !

etwas mehr Disziplin

und eine  freundliche Haltung

Schweig !

die Pflicht ist heilig

du darfst dich zu tode arbeiten

Schweig !

der einzige Ausweg

ist “Ihr” Weg

Schweig !

Jan Theuninck,

artist for peace, justice and civil liberties

Ich wünsche uns ein friedliches 2008.

Möge die Macht mit euch sein.

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Ein Gespräch mit Papa Staat

17. Dezember 2007

Eigentlich sollte das hier ein Interview werden. Ein Interview mit Papa Staat. Da ich ihn aber nicht erreicht habe, bin ich auf der Suche nach jemandem, der mir sagen kann, wo ich ihn finde, an ein paar Interviews vorbeigeirrt, wo über ihn gesprochen wird:

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Tässchen Tee gefällig?

15. Dezember 2007

Remember, remember, the 5th of November!

Ron Paul. Republikaner. 72 Jahre alt. Präsidentschaftskandidat in den USA. Ein Phänomen.

Ron Paul? Aussichtsreicher Außenseiter? Revolutionär? Eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Die Wahrscheinlichkeit ist nicht besonders groß, daß der Name dieses Mannes, der schonmal für die Libertäre Partei angetreten ist, besonders vielen Europäern bekannt ist. Selbst in seinem Heimatland taucht sein Name selten in der herkömmlichen Presse auf. Funk, Fernsehen und Fachzeitschriften orientieren sich meist an bereits bekannten Namen, denn mensch liest das und hört dahin, wo er Bekanntes entdeckt. So funktioniert die Promibasierte Aufmerksamkeitsökonomie nunmal.

Trotzdem ist der Name bemerkenswert. Nicht deshalb, weil er vielleicht wirklich die Chance auf die US-Präsidentschaft hat. (Dies wäre nochmal zu beleuchten, falls er wirklich in die engere Wahl kommen sollte.) Doch vor allem wegen seiner politischen Ansichten. Und wegen der “seltsamen Kampagne”, die vor allem online für ihn wirbt und wirkt. Klar ist es nämlich nicht immer: Ist Ron Paul wirklich so erfolgreich oder ist es die Suggestivkraft seiner Unterstützer, die mit dem Anschein des Erfolges erst jenen Erfolg hervorbringen, über den zu berichten sie vorgeben? Wo sich Ursache und Wirkung verkehren wird die Macht selbsterfüllender Prophezeiungen deutlich…

Ron Paul fordert die Abschaffung der FED, der Zentralbank der USA.

Ron Paul ist für eine Lockerung der Drogenpolitik (und für eine Lockerung des Waffenbesitzes).

Ron Paul will die US-Truppen aus dem Irak sofort abziehen und die interventionistische Außenpolitik der USA beenden.

Ron Paul will die nationale Steuerbehörde und die Einkommensteuer abschaffen. (Siehe dazu “America: Freedom to Facism”, eine Doku von Aaron Russo)

Ron Paul scheint ein Freund des Gold-Währungsstandards und Anhänger der “österreichischen Schule” (Mises, Hayek).

So ein Mann will Präsident der USA werden…

Ob er es schafft ist ungewiss. Gewiss ist, seine Anhänger wollen morgen heute, den 16. Dezember eine Tea-Party feiern, anläßlich des Aufruhrs der Siedler in Amerika gegen die britische Herrschaft 1776 – die Boston Tea Party ist sicher ein Begriff. Ron Pauls Tee Party besteht darin, die Online-Gemeinschaft zu Spenden aufzufordern, um neue Rekorde aufzustellen. Denn dies ist eine Lehre aus dem Spendenerfolg vom 5. November (V!), bei dem der Kandidat 4.3-Millionen-Spendendollar innerhalb von 24 Stunden einnahm – und dies (oh monetäres Wunder) war der herkömmlichen Presse dann doch einiges an Aufmerksamkeit wert. Es ist nicht ganz zweitrangig, ob Ron Paul die parteiinternen Vorkämpfe innerhalb der Republikaner gewinnt oder nicht, Fakt ist, daß er Ansichten transportiert und “salonfähig” macht, die sonst kaum jemand innerhalb und außerhalb des etablierten Parteienkartells zu denken getraut.

Und während Ron Paul mit der Spendenbüchse klappert, klappern seine Anhänger Internetforen, News-Portale und Blogs ab, um Spuren zu hinterlassen und den Schwung der selbsterfüllenden Prophezeiung neue Nahrung zu geben…

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FAZ: “Das Ende von Belgien”

14. Dezember 2007

“Was ich mir wünschen würd, ist eine Struktur geprägt durch Kantonalisierung und Föderalismus, kleine Einheiten, die nicht genug Macht haben, um gegeneinander Krieg zu führen oder ein ökologisches Desaster zu verursachen, und auch nicht die Mittel haben, um groß im Waffenhandel mitzumischen. Dazu wünsche ich mir ein starkes Zentrum, das Terrorismus verhindert und ökologische Maßnahmen setzt, sich aber in die Kantonalpolitik nicht einmischt. Dies würde die Vorteile des kulturellen Pluralismus und der lokalen Selbstverwaltung mit den Vorteilen eines in der Ökologie und Friedenssicherung effektiven Zentrums verbinden, und dies wäre mein Wunschbild für Europa.”

Diese Aussage des tschechischen Philosophen Ernest Gellner fasst zusammen, was auch Leopold Kohr in seiner Philosophie der Größe sagt: Alles ist Gift, entscheidend ist die Dosis. Oder eben die Größe. Auf die Größe von Nationen bezogen stellt sich die Frage, wie groß oder wie klein ein Staatengebilde idealerweise ist.

Anlaß für dieses Zitat und dieses Posting ist ein Artikel in der FAZ, der genauso lesenswert ist wie seine Leserkommentare und der wieder die Frage aufbringt, wie Europa organisiert sein sollte:

FAZ: Das Ende von Belgien (Ein Nationalstaat zerfällt)

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Gehirnfutter

09. Dezember 2007

Eine Handvoll Gehirnfutter für jene, die das Denken in komplexen Zusammenhängen aus Freude oder überlebensnotwendiger Einsicht praktizieren:

  • Ein interessantes Interview in der FAZ zum Thema “Die Kreditkrise ist noch lange nicht vorbei”. (Und allgemein die Erinnerung, Sicherungssysteme ins ökonomische System zu integrieren…)
  • Spiegel-Online berichtet “Ölstaaten brauchen ihre eigenen Vorräte auf” – ein weiterer Puzzlestein im Peak-Oil-Szenario. Interessant im Hinblick auf den nächsten Link ist der Punkt, daß der Artikel nicht etwa die Ölabhängigkeit der “modernen” Volkswirtschaften kritisiert, sondern damit schließt, daß “unerschlossene Gebiete” in denen Ölförderung bislang untersagt war, angezapft werden soll. Plündern wir Naturschutzräume? Saugen wir die Antarktis aus? Und was war nochmal mit dem Klimawandel, gab es da nicht einen kohlendioxistischen Zusammenhang?
  • “Gesellschaft mit beschränkter Haftung” heißt ein heute im Deutschlandfunk gesendeter Beitrag, der auch im Internet abrufbar ist (am rechten Rand unter “Audio On Demand”). Der Beitrag befaßt sich damit, daß die Menschheit Schwierigkeiten hat, die Auswirkungen des Klimawandels tatsächlich zu erfassen und angemessen zu handeln. Zu Wort kommen Soziologen, Phychologen, Philosophen, Biologen. Zeit für ein Unterrichtsfach namens “Denken in komplexen Zusammenhängen”… (Dank an Stefan für den Linktip)
  • Und noch ein interessanter Einblick in die Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA im Standard: Oprah Winfrey unterstützt Barack Obama – und ich find das gut so!
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Welterbe erhalten!

05. Dezember 2007

Was haben der Sachsen-Sumpf und die Taliban gemeinsam?

Frühjahr 2001: Die Taliban zerstören die Buddha-Statuen im Bamian-Tal in Afghanistan

Herbst 2007: Georg Milbradt von Sachsen und die ADACDU zerstören das Elbtal in Dresden

Welterbe erhalten!

Hochaufgelöst gibts das ganze hier, Verbreitung erwünscht.

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Wirtschaft in Bewegtbildern

05. Dezember 2007

Alternative Einblicke in die Wirtschaft – in Bewegtbildern:

Waldviertler – Neues Geld für’s Waldviertel

Die volle Version des Filmes gibt es hier.

„Nulllinie“
GEA/Waldviertler –
Beispiel einer alternativen Unternehmensphilosophie
Ein Gespräch mit Heini Staudinger

http://member.ycn.com/~geamoed/gea/nulllinie.html

Local Currencies – Replacing Scarcity with Trust

Alan Greenspan macht bemerkenswerte Aussagen – in einer Comedy-Show

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Was ist eigentlich…. Politik?

04. Dezember 2007

Ich durfte mal wieder einen Beitrag für Politik-Poker.de schreiben:

http://www.politik-poker.de/was-ist-politik.php

Mach mit,

machs nach,

machs besser.

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