Archiv September 2007

medien.terror

26. September 2007

Ein sehr interessantes Interview mit Georg Schöfbänker im Standard:

“Al Kaida reloaded”

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Klimawandel-Debatte, Debatten-Klimawandel

24. September 2007

Ich weiß, daß ich nichts weiß.

Deshalb lese ich.

Diesmal: Interviews zum Klimawandel.

Pragmatisch bei Spiegel-Online: Der Statistiker und Öko-Optimist Bjørn Lomborg über Hitzetote in der Treibhauszukunft, den Deichbau in New Orleans und die übertriebene Angst vor dem Klimawandel

Berechnend in der FAZ: Wirtschaftsforscher Klepper über die Idee, weltweit pro Kopf denselben CO2-Ausstoß zuzulassen (und was dieser Vorschlag für die Industrieländerköpfe einerseits und die Entwicklungsländerköpfe andererseits bedeutet)

Ökonomisch in Süddeutscher und FAZ: Beim Autovermieter Sixt wird Spritsparen sexy und WalMart fördert die Offenlegung der CO2-Bilanz seiner Zulieferer (wenngleich nicht ganz uneigennützig)

“Südwest aktiv” hat mit Thomas Henningsen von Greenpeace gesprochen. Ergebnis: Lieber Wald forsten als Biosprit verfahren

Und dann noch zwei Nicht-Interviews:

In Italien denkt man drüber nach, ob man die “umweltfreundliche” (weil CO2-lose)  Kernenergie wiederbeleben soll (Bersani: “Wir müssen in Atomenergie investieren”Peak-Uran kommt schneller als gedacht)

Und Heiko Werning kommentiert im taz-Blog den “Klimahysterie-Dschihad der FAZ”. Mediengaukler unter sich, wunderbar zu lesen.

Ist doch fein, wenn Umweltwissen verbreitet und Ansichten diskutiert werden. Der erste Schritt zum Handeln.

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Feldkulturerbe

22. September 2007

…mir in Dresden, mir hamm ja ‘n bissl Ärscher mit der Brügge, die wir quer durch die breiteste Stelle der Elbwiesen über die Elbe bauen wollen. Grünzeuch zählt ja nimmer und seitdem die Taliban die Buddhas gesprengt haben haben wir gedacht: Das können wir ooch!

Brügge ahoi!

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Das Dollar-Euro-Kuddelmuddel

21. September 2007

Warum interessiert es jemanden, der täglich sein Frühstücksbrötchen mit Papier bezahlt, auf dem “Euro” steht, wie es dem Dollar geht?

Zitat Spiegel: Airbus schlägt Alarm wegen Euro-Höhenflug – Die EZB müsse den Kurs der Gemeinschaftwährung drücken. Also halten wir mal fest: Die europäische Firma Airbus hat Probleme mit dem aktuellen Dollar-Kurs. Das liegt daran, daß die Firma ihre Produkte “auf dem Weltmarkt” verkauft. Und “dort” handelt man meist mit Dollar. Da die Firma aber zuhause Euro braucht, muß sie ihre eingenommenen Dollar gegen Euro verkaufen. Bei der aktuellen Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses heißt das aber, daß sie für jeden Dollar immer weniger Euro bekommt und entsprechend Miese macht.

Und nun will die Firma, daß die Europäische Zentralbank dafür sorgt, daß der Wechselkurs der beiden Währungen sich nicht mehr so rasant entwickelt wie in den letzten Wochen. Die Firma ist nicht die einzige, die ein Interesse daran hat: Die deutsche Wirtschaft ist “Exportweltmeister” und einige Kurzsichtige sind darauf mächtig stolz. Die aktuelle Dollar-Schwäche macht deutlich, warum diese Exportorientierung ein Problem darstellt: Wenn eine Ökonomie darauf ausgerichtet ist, möglichst viele Produkte für den Export herzustellen, so bekommt diese Ökonomie ein Problem, wenn sich die Produkte im Ausland nicht mehr absetzen lassen – oder wenn die erlösten Dollars sich eben nicht mehr in die erwarteten Mengen Euro umsilbern lassen. Bereits jetzt jammern die ersten Wirtschaftsinstitute sinkende Wachstumszahlen daher (HWWI senkt Wachstumsprognose [Spiegel]) und das wird noch deftiger, wenn der Dollar immer billiger wird – dann lohnt es sich zwar zunehmend für Euro-Besitzer im Dollar-Raum zu kaufen, verkaufen wird aber schwieriger. “Dann hat Deutschland ein Problem” hat das Manager-Magazin ein Interview mit Jim O’Neill, dem Chef-Volkswirt von Goldman Sachs, überschrieben.

Warum hat der Dollar ein Problem? Zum Beispiel, weil die US-Regierung seit Jahrzehnten ihre Kriege auf Pump finanziert hat und jetzt immer weniger weltweit verteilte Akteure bereit sind, diesen Mist mitzuspielen. Und weil zunehmend weniger Menschen daran glauben, daß die USA ihre Schulden je wieder zurückzahlen können – in Form von harten Produkten statt grünen Scheinchen. Mehrere Gründe:

  1. Die Schulden sind so riesig, daß eine Rückzahlung kaum absehbar ist. Die USA importiert täglich 2 Milliarden Dollar mehr Produkte und Leistungen als sie im Gegenzug ausliefert (darunter viel Ööööl)
  2. Die Wirtschaft der USA schwächelt [Frankfurter Rundschau]. Womit will diese Volkswirtschaft ihre Schulden zurückzahlen, wenn die produktive Basis immer löchriger wird? Gut, man kann Panzer, Bomben, Hollywoodfilme und Patente dort kaufen, man kann das meiste davon aber auch kopieren…

Es liegen so viele Dollars auf dem Planeten rum, daß inzwischen jeder der welche hat nervös schaut, ob die anderen ihr Papier schon einlösen. In der Tat passiert dies zunehmend (Notenbanken bauen ihre Bestände an US-Staatsanleihen ab [Telepolis]), wodurch eine sich selbst verstärkende Dynamik in Gang gesetzt wird, denn mit jedem Dollar, der in Produkte, Rohstoffe oder Leistungen umgesetzt wird steigen die Preise der gekauften Produkte und machen die “noch rumliegenden Dollar-Reserven” wertloser. Ein Blick auf den Goldpreis zeigt, wohin die Reise geht…

Hubschrauber-Bernanke, der frische Chef der US-Notenbank, hat kürzlich die Zinsen gesenkt (und hat vor längerer Zeit verfügt, daß die Geldmenge M3 nicht mehr veröffentlich wird, man verheimlicht uns also was…) und wird auf diesem Wege mehr Dollar in die Welt pusten. Damit mit ihnen Öl gekauft wird. Damit mit ihnen Schulden bezahlt werden können. Damit die US-Amerikaner weiter fleißig shoppen gehen können. Aber es ist absehbar: Die Inflation wird die US-Ökonomie einholen, bei der Menge an existierenden Dollars eine Inflation, wie sie die USA noch nicht erlebt hat!

Dumm für Exporteure. Noch dümmer, wenn die Europäische Zentralbank auf deren Forderungen eingeht, und sich von der Inflationsgrippe anstecken läßt. Das könnte sie tun, indem sie Euro “druckt” und mit diesen die vielen Dollars aufkauft. Denn so könnte sie den Euro-Dollar-Kurs stabilisieren, könnte die Exportwirtschaft weiter am laufen halten – würde jedoch den Grundstein dafür legen, daß der Euro-Raum sich an der Dollar-Inflation ansteckt. Zu welchem Preis?

Die Vernetzung der globalen Ökonomie ist eng, sehr eng. Wenn ein paar Hypotheken in den USA nicht zurückgezahlt werden, wird Georg (König von Sachsen) Milbradt seine Bank los (Slogan der SachsenLB: “Sächsisch als Erfolgsprinzip.”) und Joseph “V.”Ackermann setzt 30 Milliarden Kundeneinlagen in den Sand (oder wird das diesmal mit den Dividenden verrechnet?) Daß Öl und Rohstoffe weltweit in Dollar abgewickelt werden läßt erahnen, welches Kuddelmuddel dem Planeten noch bevorsteht, wenn das grüne Papier und mit ihm der Weltpolizist am Rande des Ruins stehen.

…buckle your seatbelt, Dorothy, ’cause Kansas is going bye-bye.

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Die Anti-Demokratien

21. September 2007

Die europäischen Länder halten sich für die demokratischsten auf diesem Planeten. Ganz offenbar ist das Selbstbetrug:

Thema EU-Verfassung. Nachdem diese in Frankreich und den Niederlanden an Volksabstimmungen gescheitert sind, soll das Werk nun unter einer anderen Bezeichnung wieder ins Rennen geschickt werden – “EU-Vertrag”. Abstimmen sollen die Menschen darüber nicht: EU-Verfassung: Niederländische Regierung lehnt Referendum ab [Spiegel]

In Deutschland hat man von einer Idee das Volk über sein grundsätzlichstes Gesetzeswerk abzustimmen sowieso nichts gehört. Hier kennt man das Machwerk nicht mal, kein Wunder bei dem Umfang. Als ich kürzlich bei einem Rotarier-Treffen die Gelegenheit hatte, das gute Dutzend Anwesende zu fragen, ob sie die EU-Verfassung gelesen hätten bejahte dies einer. Er mußte, er befaßt sich beruflich mit Verwaltungsrecht. Ein anderer meinte, er hätte es versucht. Mehr war nicht…

In Großbritannien meutert jetzt “ein kleines gallisches Dorf”. Dort haben engagierte EU-Kritiker eine Gesetzeslücke gefunden und versuchen sie so auszunutzen, daß die Insel doch noch zu einer Volksabstimmung kommt. (Englisches Dorf rebelliert gegen britische EU-Politik [Spiegel]). Erfolgswahrscheinlichkeit: Ungewiss. Tatsache bleibt: Das Juristen-Europa wollen vor allem jene, die irgendwie an die Spitze der Staatspyramide gestolpert sind, Otto Normalverbraucher wird maximal als Stimmvieh für die parlamentarische Stimm-Abgabe gebraucht, bei grundlegenden Fragen hat er weiterhin die Klappe zu halten.

PS: Telepolis: Mindesbetiligung bei Parlamentswahlen?

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Presseschau Kreditkrise

16. September 2007

Wenig Zeit für lange Kommentare, deshalb nur ein paar Links zur aktuellen Kreditkrise. Ausblick: Weltwirtschaftskrise voraus!

Spiegel: Panik in Großbritannien: Besorgte Kunden stürmen Hypothekenbank.
Nur Bares ist Wahres?

Spiegel: Kreditkrise: Streitigkeiten zwischen EZB und französischem Präsidenten Sarkozy über den richtigen Eingriff in das Kreditproblem

Spiegel: Ex-FED-Chef Greenspan versucht die Überschuldung der USA nur den US-Republikanern anzulasten und sich selbst eine weiße Weste daherzuautobiografieren.

ARD: Krisengewinnler Öl und Gold – Preise demnächst bei 100 und 1000 Dollar?

Telepolis: Notenbanken trennen sich zunehmend vom Dollar

Regionalgeld in der Welt

Die Bundesregierung thematisiert ihr Schuldenproblem: Hamster-der-Film.de (Dank an Ulf)

Achja, und dann haben wir da noch ein angesichts unserer Geldprobleme  vernachlässigbar kleines Klimaproblem:

NZZ: Meeresstraße durch die Arktis erstmals eisfrei

Schönes Wochenende!

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Kreditklemme im Ideologenmarkt

10. September 2007

Wie zu erwarten ist das Finanzproblemspektakel längst noch nicht ausgestanden, vielmehr haben wir erst den Anfang gesehen. Diese Sichtweise wird auch in diesem Artikel bei Spiegel-Online bemerkt:

Finanzprofis warnen vor neuer Kreditklemme

Seit Jahren haben wir das Finanzsystem von verschiedenen Seiten beleuchtet (Kreislaufkollaps) und ich erinnere mich immer noch genau an die Aussagen eines Finanz-Professors aus Dresden in verschiedenen Medien, niemand horte heutzutage mehr Geld. Doch genau dies geschieht derzeit durch die zentralen Schaltstellen des Finanzsystems: Durch die Banken selbst.

Sie trauen sich untereinander nicht mehr. Ausgelöst wurde das Mißtrauen durch faule Kredite auf dem US-Immobilienmarkt, die bislang hierzulande “nur” die IKB und die SachsenLB des Volkswirtschaftlers (!) Milbradt in Mitleidenschaft gezogen haben. Das ist nur die Spitze des Eisbergs und die Finanzverwalter fragen sich, wer die absehbaren Milliardenverluste in den Büchern hat.

Geldhortung bedeutet, daß Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird. Gehortetes Geld steht den Wirtschaftsteilnehmern nur mehr in geringerem Maße als Tauschmittel zur Verfügung. In einer arbeitsteiligen Ökonomie führt dies schnell zu Problemen, da wir auf den geldvermittelten Leistungsaustausch untereinander angewiesen sind. Womit sollen wir tauschen, wenn uns das Tauschmittel knapp wird? Stockt der Austausch kommt es zu Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit, eine Wirtschaftskrise entsteht.

Solche vernetzten Denkweisen werden an den Wirtschafts-Lehrstühlen der Universitäten jedoch nur selten gelehrt. Dort herrschen autistisch-egoistische Ideologien vor, mit denen tausende BWLer, VWLer und Gasthörer konfrontiert werden und die in den Massenmedien meist unreflektiert wiedergekäut werden. Wer ist schuld an Skandalmanagern? ist ein aktueller Artikel bei Telepolis zu der seltsamen Weltsicht der dominierenden Wirtschaftstheorien überschrieben. Doch was will mensch machen, wenn solche Ideologen problemlos zu Chefs von Landesregierungen werden?

Lichtblicke: Beim Standard gibt es eine Reihe “Soziales Wirtschaften”, wo alternative Denkmodelle diskutiert werden. Doch das Diskutieren allein wird nicht reichen, denn anderswo, wo mehr Macht vorhanden ist, diskutiert man schon über ganz andere Ideen: Das Öl-Kartell OPEC will höhere Preise durchsetzen, da die grünen Dollar, die sie für ihr schwarzes Gold bekommen, tendenziell immer mehr an Kaufkraft verlieren. Auch das hat Ursachen in und Wirkungen auf unser Finanz- und damit Wirtschaftssystem, nur: Wie vielen BWLern wird dies gelehrt?

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Kriegswirtschaft

10. September 2007

Der 11. September jährt sich zum 6. Male, der Irak-Krieg befindet sich im 4. Jahr, Zeit für einen ökonomischen Blick darauf.  Denn nicht für alle sind diese zwei Ereignisse schlecht. Von der durch 9/11 ausgelösten Kriegsathmosphäre profitieren vor allem Firmen, deren Produkte zerstörend wirken: Waffen- und Rüstungsschmieden.

Der Spiegel hat heute dazu einen Artikel:  Geschäfte mit dem Irak – die Hitparade der Kriegsprofiteure. Ist ja auch klar: Milliarden und Abermilliarden hat die US-Regierung bewilligt bekommen und diese vielen Dollars lösen sich ja nicht einfach in Luft aus, nachdem sie ausgegeben wurden – die hat immer jemand anders. Einerseits wird davon der Sold der Söldner bezahlt, andererseits die hinter den Frontlinien operierenden Firmen, die Kriegsinfrastruktur und Material bereitstellen. Und denen geht es derzeit prächtig…

Krieg ist gut. Gut für die Wirtschaft. Wer weiß, was die zehntausenden Soldaten tun würden, wenn sie nicht in der Armee beschäftigt wären; vielleicht säßen sie arbeitslos rum? Wer weiß, was die Fließbandarbeiter tun würden, wenn sie nicht mit dem Zusammenschrauben von Gewehren und Munition befaßt wären; vielleicht säßen sie arbeitslos rum? Gut für jene Managertypen (Telepolis), die von ihren Professoren ideologisch auf Egoismus gedrillt wurden und es schaffen, sich und ihrem Unternehmen in dieser Destruktionswirtschaft ein Plätzchen zu sichern. Oder besser noch: Zwei Plätzchen. Eine Firma, die hilft, Bomben zu bauen und eine, die aufbaut, was mit den Bomben eingerissen wurde – da kassiert man doppelt. Und so lange Brot & Spiele und die allgemeine Angst um den Arbeitsplatz uns zuliefernde Menschen davon abhalten, diesen Teufelskreis dadurch zu durchbrechen, uns anderen Aufgaben zu widmen, so lange kann das Spiel aus Aufbauen-Abreißen-Aufbauen-Abreißen noch Jahrhunderte weitergehen.

Kapitalismus ist Krieg…

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ORF: 9/11 Mysteries – Die Zerstörung des WTC

06. September 2007

Der Film wirft einen kritischen Blick auf die offizielle Darstellung der Ereignisse vom 11. September 2001. Regisseurin Sophia Smallstorm belegt ihre Untersuchungen über die tatsächliche Ursache für den Einsturz der beiden Türme des World Trade Centers mit brisanten Fakten und Zeugenaussagen…

Heute, 22:25 Uhr im ORF. Ein Blick in die österreichischen Medien ist aus Sicht nördlicher Bewohner immer interessant: Man spricht dieselbe Sprache, hat aber durchaus weltbilderweiternd andere Sichtweisen. Siehe DerStandard, täglich einen Besuch wert!

Und wer nicht so lange warten mag, der darf sich hier televisionär einlullen lassen. Thema: Der Masterplan von Google:

Link: sevenload.com

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“Wieso Deutschland eine Banken-Revolution braucht”

05. September 2007

Wolfgang Kaden, ehemaliger Manager-Magazin-Manager schreibt im Spiegel “Wieso Deutschland eine Banken-Revolution braucht”. Er meint damit (und begründet das durchaus nachvollziehbar): Zusammenlegung aller Landesbanken zu einer deutschen Großbank, die auf dem internationalen Parkett Geltung besitzt – sie wäre immerhin größer als die Deutsche Bank.

Größer, schneller, weiter – das bekannte Spiel geht weiter. Fusionieren bis zum Umfallen – mit dem globalen Markt im Fokus nachvollziehbar, aber wie so oft bleibt eine Frage: Wo bleibt der Mensch? Wer gibt unsereins, den kleinen Selbständigen, noch Kredit, wo es sich für riesige Häuser doch meist viel mehr lohnt, von Yen in Pfund zu spekulieren, Immobilien auf Grönland zu finanzieren und mit Großprojekte den Regenwald zu versteppen?

Revolution? Na gut! Ein paar Gedanken… ausgehend von der Regionalgeld-Idee trage ich mich schon länger mit dem Gedanken, ein internetbasiertes Geldsystem plus Marktplatz aus der Taufe zu heben. Geld ist Information – jedem Bankkonto-Besitzer sollte dies klar sein. Was mit dem Ansatz machbar ist, bestimmte bislang materiell gedachte Dinge als Information zu begreifen haben wir erlebt, als Musik plötzlich zu MP3 und Filme zu AVI wurden. Tauschbörsen in Form einer Software lassen die Oligopolisten erbeben und verhelfen Musik und Filmen zu neuen Verbreitungswegen und damit alternativen Musik- und Filmemachern zu bislang unerreichbaren Wegen. Warum sollte Ähnliches nicht mit Geld genauso gehen?

So sitzen wir deshalb die Tage mit einem kleinen Team in Dresden und arbeiten (erstmal konzeptionell) an einem Marktplatz mit integriertem Geldsystem. Ziel ist es, eine OpenSource-Software zu schaffen, die es prinzipiell jeder Community erlaubt, ihr eigenes Geld und eigenes Geldnetzwerk zu schaffen und innerhalb dieses Netzwerkes wirtschaftlich tätig zu werden. Dabei sollte es egal sein, ob es sich um regional orientierte Gemeinschaften, kulturell orientierte Gemeinschaften (alle HipHoper/Esoteriker/Gamer unter sich?) oder globale Gemeinschaften handelt – das Werkzeug sollte allgemein einsetzbar sein.

Ich habe ein Budget bereitgestellt, ein Freund hat versprochen, dasselbe zu tun – denn wenn es nicht nur “am Rande” ablaufen soll, muss bei dem Entwicklungsprozess zumindest für einen Brot und Miete abfallen. Es ist absehbar, dass das nicht genug ist, deshalb hiermit ein Aufruf:

Gesucht werden Entwickler und Sponsoren für dieses Projekt. Meldet euch!

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